Mars 2023-03-18

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MikeWölle

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Hallo,
Samstagabend und kurz vor Sonnenuntergang klart es rechtzeitig auf, was will man mehr.
Erst ab 18h28 ist es dunkel genug um Mars zu finden, reine Zeit zum Fotografieren nur mehr eine gute Viertelstunde. Marsdurchmesser 7".
CS Mike 2023-03-18-1754_3-U-RGB_lapl5_ap31_Drizzle30_2.jpg
 
Danke, ich dachte zuerst die feinen schrägen Verästelungen unter Mare Cimmerium und die parallele lineare Struktur nördlich vom Mare Cimmerium sind nur Artefakte, aber einiges davon ist tatsächlich real, wie ein Vergleich mit einer Nasa Karte zeigt, ausserdem hat sie Tiziano zum Teil auch drauf am gleichen Tag
( siehe ALPO). Möglich wurde das durch eine Verbesserung meiner Aufnahmetechnik.
CS Mike
 
Zuletzt bearbeitet:
Grundlage sind vorhandene Strukturen, auch wenn die nicht exakt so wiedergegeben werden wie bei größerer Scheibe. Das liegt in der Natur von Auflösung.
Verrätst Du uns auch, welche Verbesserung?
CS
Rudolf
 
Nun, ich mach das ja noch nicht so lange, daher hielt ich mich bis jetzt an die allgemeinen Empfehlungen auf Cloudy Nights, astronomie.de und mein privates Netzwerk. Jetzt aber bin ich mutiger geworden und experimentiere mehr herum. Und das lohnt sich.
CS Mike
 
Moin Mike.
Das war ja galant einer konkreten Antwort ausgewichen ;)
Deshalb erlaube ich mir nochmal nachzufragen, was genau Du denn jetzt anders als bisher machst. Ich - wie sicher fast alle Beobachter und Bearbeiter - bin immer daran interessiert, wie es andere machen. Ich halte dabei auch mit meinem eigenen Vorgehen nicht hinter den Berg.
CS
Rudolf
 
Es ist nicht die eine spezielle Maßnahme, sondern ich hinterfrage die ganzen fertigen Kochrezepte und weiche davon ab und schaue wie die Wirkung ist. Zum Bespiel muß eine Einstellung die am Livebild gut aussieht, noch lange nicht optimal fürs Stacken sein. RGB bei Firecapture habe ich immer an, Gamma auch.
Beim Mond verwende ich eine Kluppe am Feathertouch um weniger Zittern beim Scharfstellen zu haben. Als Aufnahmegerät würde ich für Planeten vor allem Newtons/ Dobsons und eventuell noch DKs empfehlen, SCTs nicht.
CS Mike
 
Zuletzt bearbeitet:
Hinterfragen ist immer besser als einfach nachmachen.
Rumprobieren ist so ganz meins, wie im Falle der Nutzung extrem langer Brennweiten, bei denen die Auflösungstheoretiker jedesmal einen Kollaps kriegen:ROFLMAO: Oder mit Filtern, die andere so gar nicht auf dem Plan haben. Natrium-Engband bei Venus zum Beispiel.

Livebild und Ergebnis sind ganz klar zwei paar Schuhe. Das fängt schon beim verwendeten Monitor bei der Aufnahme an...

RGB in FC bei Aufnahme anlassen: Was soll das bringen, außer größeren Files? Beim Einstellen ja, da macht es absolut Sinn. Aufnehmen kannst Du aber genausogut bei abgeschalteter Bayer-Darstellung, das spart Speicherplatz.

Gamma ist bei mir immer an und findet auch unterschiedlich Anwendung. Bei Mars weniger, da liege ich immer um die 50 herum, drunter allenfalls, wenn der Kontrast zum Beispiel durch hellen Taghimmel oder hohe Wolken mal etwas leiden sollte.

Scharfstellung erledigt inzwischen ein Motofocus (was nicht immer von Vorteil ist...)

Die Präferenz für Newtons ist nachvollziehbar (schließlich nutz Du einen). Die pauschale Ablehnung von SCTs hingegen widerspricht dem großen Trend, dass die Mehrzahl von Beobachtern offenbar genau solche erfolgreich nutzen. Das muss man sicher deutlich differenzierter betrachten.
CS
Rudolf
 
Ja lange und sehr lange Brennweiten machen Sinn, das zeigt die Erfahrung, das ist so, hängt auch vom Seeing ab.
Das Fass wegen SCTvs Newton möcht ich hier lieber nicht aufmachen.
CS Mike
 
Ich sehe da kein "Fass". Das klingt eher nach einem Glaubenskrieg.
Wenn man sich statt dessen aber an Fakten hält, gibt es klar benennbare Vor- und Nachteile auf allen Seiten. "Das" Planeteninstrument gibt es nicht. Und Pauschalaussagen liegen fast immer neben der Wahrheit.
 
Echt jetzt? Ein Dobsonaut gegen einen C14ner Celestroniker, wollen wir uns diese Diskussion wirklich antun? Keiner wird den anderen umstimmen können. Ich bin schon eine Stufe weiter und überlege nur noch welcher Dobson der optimale ist.:)
 
Ich muss das nicht diskutieren. Das habe ich längst entschieden, und bin nach wie vor sehr zufrieden damit.
Zu Fakten: C14 nutzen unter anderem Chris Go, Damian Peach, Antonio Cidadao, Mike Hood und eine Reihe weiterer sehr guter Planetographen. Ich glaube nicht, dass Du allen bei den von ihnen vorgelegten Ergebnissen unterstellen möchtest, zu wenigAhnung und das falsche Teleskop ausgesucht zu haben. Umgekehrt kenne ich nur einen, der einen Dobson nutzt: Javier Beltran Jovani. Ein 50er Newton. Ergebnisse zuletzt grauenhaft - was aber mehr seinen komplett untauglichen Versuchen mit Software geschuldet sein mag. Er bearbeitet seine Bilder offenbar mit Topaz AI und versaut sie damit vollkommen.
Die beiden Einzigen, die ich kenne und die mit einem großen Newton Spitzenergebnisse beitragen, sind Martin Lewis (GB) mit 444mm Öffnung und Tiziano Olivetti.
Dominiert wird die Planetographenszene aber zur Zeit immer noch vornehmlich durch große SCs... Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Ich will niemanden umstimmen. Das gelingt bei solchen Diskussionen ohnehin nur seltenst. Du musst mit Deinem Teil glücklich werden, alles andere ist egal.
Ich bin's mit meinem, und für mich zählt neben dem Erfolg, so zu Spitzenbildern zu kommen, sonst nichts weiter.
 
Bitte pass auf und du dir nicht weh an deinen spitzen Bildern!:)
PS Ollivetti verwendet schon seit Ewigkeiten keinen Newton mehr, sondern DKs
 
PS Ollivetti verwendet schon seit Ewigkeiten keinen Newton mehr, sondern DKs
Stimmt. Gute Optiken.
Nur der Vollständigkeit halber: Ich kenne da auch noch einen deutschen Beobachter, der mit einem 16-Zöller Dobson wahrlich Großes geleistet hat. Seine Bilder aus dem letzten Jahr haben Maßstäbe gesetzt - mit denen er allerdings auch allein auf weiter Flur ist: Ralf Burkart. Vielleicht bekannt, hier nicht unbedingt aktiv.

Was aber über solchen Gedanken schnell übersehen wird: Eine große Optik nützt rein gar nichts, wenn sie in Händen von Beobachtern ist, die sie nicht meistern und richtig nutzen können. Ich kenne zahlreiche Freaks mit Riesen-Tonnen, die bekommen nix Vernünftiges damit zustande. Egal ob 16" SCT, Newton oder sonstwas.
Nicht das Teleskop macht das Bild, sondern der Beobachter mit all seiner Erfahrung.
 
Ja nichts geht über Erfahrung, auch beim Teleskopbau und Spiegelschliff, da hab ich noch jedesmal was dazugelernt. So es klart auf, vielleicht geht sich heute Abend noch ein Marsfoto aus.
CS Mike
 
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