Mars 60 von Dörr für was geeignet?

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Dweeze

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Hallo zusammen,

meine Frage bezieht sich auf das Mars 60 Teleskop von Dörr.
Kann ich mit diesem Teleskop auch Planetenbeobachten machen, und wenn ja welche der folgenden Linsen und Okkulare verwende ich hierfür:

Barlow Lens 2.3x
Erecting Eyepiece 1.5x
Okulare: H 12.5 mm
SR 4 mm

Vielleicht kann mir auch jemand sagen für was die Linsen im Einzelnen sind, da ich eigentlich auf diesem Gebiet ein echter Laie bin.

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe.

Grüße Alex
 
Hallo !
Wenns ein skope von dörr sein soll würde ich dir den WEGA 80 empfehlen den da ist auch gleich ne eq-1 mit holzstativ dabei ! Oder gleich den LUNA 2 von Ts noch besser wäre der TS Jupiter 1 da ist auch ne stabile monti dabei du hast mehr Öffnung und er ist günstiger .
Wenn du keine Lust auf Farbfehler hast nem den TS 114/900 fürs gleiche geld da hast du noch mehr Öffnung fürs geld und das ist auch ein gutes einsteiger gerät der dich lange begleiten wird!
Grüße Timo
p.s. nochwas für Alle da sonst eventuell wieder gemunkelt wird ich stehe nicht auf der gehaltsliste von TS oder werde auch sonst nicht gesponsort war gerade nur auf der Seite von TS daher die Empfehlungen von TS !
 
Hier ein Kommentar aus dem Internet zu dem Refraktor (Linsenteleskop) :
http://www.miop.de/Astronomie/Ausrustung/Mars_60/mars_60.html
Wie da schon drin steht Mond, Jupiter, Saturn und Venus sind möglich, aber außer dem Mond nicht wirklich schön.


Ich bin auch nicht vom Ausbeuterladen und Angestellte-nicht-pinkeln-lasser Lidl engagiert, aber alles qualitativ unterhalb dem Lidlscope (S. google) oder "Tchibo-Torpedo" würde ich beim heutigen Preisgefüge erst gar nicht in Betracht ziehen. Das wäre in etwa so, als würdest du wegen 5 Euro Ersparnis statt einer 60 GB Festplatte eine 10 GB Festplatte kaufen.

Ein größerer 114/900 Newton (Reflektor, Spiegelteleskop) gibt natürlich deutlcih mehr Beobachtungsspass, da gehen die Kosten aber auch so langsam in die Höhe.

Barlow Linse:
Verkleinert deine Brennweite des dahintergeschalteten Okulars und damit die Vergrößerung des Teleskops um den Faktor 2,3

Ereceting Eyepiece: Richtet das Bild seitenrichtig aus. Mit den anderen Okularen siehst du mit einem Refraktor wie den Mars 60 sonst nur alles auf dem Kopf.

H= Huygens Okular
Einfachstes denkbares Okulardesign (Okular=Augenstück), aber immer noch 1000 mal besser als ein Super Ramsden (SR, auch eine Billigkonstruktion) Okular mit lächerlichen 4 mm Brennweite. Das Einblickverhalten ist in etwa so, als müsstest Du einem Wellensittich aus kürzester Distanz tief ins Auge schauen.

Ich empfehle dir dringend, die Beiträge ein wenig weiter unten zu lesen, denn Deine Frage ist nicht gerade ... ungewöhnlich.
 
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
In den anderen Beiträgen hab ich leider nichts über das Teleskop gefunden. Die Sache ist nämlich die, dass ich das Mars 60 schon habe und einfach nicht genau wußte für was ich das Teleskop außer zur Mondbeobachtung sonst noch nutzen kann.

Grüße, Alex
 
Hi Alex!

Also - da Du das Teleskop schon hast (Weihnachtsgeschenk?) gilt es daraus das beste zu machen.

Der Mond ist natürlich das Objekt, welches in jedem Teleskop am meisten Details bringt; mit Deinem Teleskop sind aber auch andere Objekte möglich:

z.B. Saturn. (ist momentan die ganze Nacht zu beobachten) Er zeigt schon ab etwa 30x seinen Ring.

oder Jupiter (kommt erst spät hoch) da kannst Du das Spiel der 4 gallileischen Monde beobachten und kannst vielleicht sogar 2 Wolkenbänder und den grossen roten Fleck (GRF) erkennen.

Die Sonne ist ebenfalls interessant!
Da gibt's Flecken zu sehen, die jeden Tag anders ausschauen!
WARNUG: Sonne nur mit geeigneten(!!) Mitteln beobachten! Falls dem Teleskop ein Okularsonnenfilter beiliegt, also zum Überstülpen über die "Augenstücke", dann benutz' ihn nicht; er ist gefährlich!!
Taugliche Sonnenfilterfolie (heisst "Astro-Solar-Folie ND 5,0", genannt "Baader-Folie") kost' nicht viel und gibt's bei jedem Teleskophändler!



Ausserdem kannst Du auch einige DeepSky-Objekte (ausserhalb unseres Sonnensystemes) beobachten:

Einige Nebel (z.B. der Orionnebel, M42) sollten sichtbar sein, ebenso einige Sternenhaufen (z.B. H&chi-Persei, oder die Krippe M44, oder die Pleyaden M45)
Diese Objekte solltest Du mit der kleinstmöglichen Vergrösserung betrachten - sonst bist Du "zu nahe dran" oder das Licht wird knapp.
Auch den Kern der Andromedagalaxie solltest Du erkennen können (wenn der Himmel schön dunkel ist) davon solltest Du Dir aber nicht allzu viel versprechen - ist diese "Nachbars-Milchstrasse" doch immerhin knapp 3mio Lichtjahre entfernt...


Mehr als 120x würde ich Deiner 60mm Linse übrigens nicht zumuten; vielleicht am Mond mal 150x, da wird das Bild aber wahrscheinlich schon ziemlich "flau".
(400x ist völliger Blödsinn! Das ist etwa so, wie wenn Du mit dem Home-Diaprijektor eine OpenAirkino-Leinwand beleuchten willst..)

Eher noch 1..2 Okulare zukaufen für möglichst geringe Vergrösserung (z.B. ein 32mm Plössl) und etwas Literatur!

Z.B. das Buch "Stars am Nachthimmel" oder den "Karkoschka-Atlas für Himmelsbeobachter" (da sind aber etwa 90% Objekte drin, die für eine 60mm Linse zu schwach sind..) dann eher noch den "DeepSky-Reiseführer". Der ist zwar auch schon zu viel für eine 60mm Linse, hat aber gute Objekt-Beschreibungen und Zeichnungen drin.

Vielleicht kannst/willst Du ja auch mal Ausschau nach einer komfortableren Montierung halten, da wäre z.B. die Astro3 (auch als "Lidl-Montierung" z.T. günstig gebraucht zu haben) zu nennen. Die würde Dieses Gerät sicherlich stabiler halten.

Auch ein "kleines System" kann Spass bringen und ist ausbaufähig! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Was ich noch vergessen habe, was für Teleskope diesen Typs noch recht spannend ist, ist die Sonne mit ihren Sonnenflecken, aber nur im Zusammenhang mit einem Sonnenfilter. Wenn du den am Teleskop und/oder am Sucherfernrohr wegläßt oder vergisst, dann besteht eine reele Erblindungsgefahr, zumindestens schwere Augenschäden sind Dir gewiß!

So eine DINA4-Sonnenfilterfolie kostet aber rund 20 Euro, und ich habe in den letzten Wochen schon öfters ein Lidlscope bei EBAY für rund 30 Euro über den Tisch gehen sehen. Deswegen zögere ich enorm, dir irgendwelche Aufrüst- oder Basteltipps zu geben.

Was du aber auf jeden Fall mal probieren kannst ist der Saturn mit seinen Ringen. Nimm aber zuerst das 12,5 mm Okular, wenn du dann übermütig wirst kannst Du Dich ja am 4 mm "Okular" ausprobieren.
Du findest den Saturn vielleicht mit dieser Karte am besten.
Der tiefstehende Sirius, sofern schon aufgegangen, ist der weitaus hellste Stern in der Gegend, vielleicht hängelst du dich von ausgehend von dem anhand der Karte zum Saturn hoch. Wenn ein Stern plötzlich "Henkel" hat, dann ist er es. Das Sternbild des Orion ist auch sehr charakteristisch und markant. M42, auch auf der Karte eingezeichnet, ist mit bloßem Auge schon erahnbar und mit deinem Telesop schon recht gut zu sehen. Die Maßstäbe auf der Karte sind natürlich viel kleiner als Himmel.
Blickrichtung ist bei dieser Karte Südost, und zwar um halb 9! Schaust du später, so sind die Sterne alle in westlicher Richtung weiter gewandert! Schaust Du vorher, so ist der Sirius vielleicht noch nicht mal aufgegangen.
Antworte mal, ob es geklappt hat.



 
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