Erstmal hallo, Carsten,
also diese Ringartefakte hatte ich jetzt bei Saturn auch und
die interpretiere ich mit dem Seeing. Wenn das Objekt durch das Seeing schneller "schwingt" als man aufnimmt. Vielleicht gibt es dafür auch eine bessere Erklärung.
Deringing ist kein Mittel um das zu entfernen. Deringing ist ein Feature des Wavlet Processing um dunkle Ringzonen beim "überschärfen" zu vermeiden.
Respektive der Auflösung Deines Teleskop ist die Brennweitenverlängerung schon sehr, sehr stark. Das geht zu Lasten der Aufnahmezeit - die sich zwangsläufig verlängert um überhaupt noch an eine gescheite Sättigung des Chips zu kommen. Der Gewinn an Details ist durch die Optik beschränkt, so daß eine Brennweitenverlängerung hier nicht viel bringt.
Beim Mewlon hat man schon mit der Verwendung der ASI120mm eine Auflösung von 0,33" pro Pixel. Durch die Powermate werdens dann 0,14 " pro Pixel. Das Gerät selbst hat eine Auflösung von 0,55". Du tust Dir m.E. keinen Gefallen und hast auch nichts davon (keinen zusätzlichen Informationsgewinn), wenn Du derart vergrößerst.
An einem F/4 Gerät ab D=200 mm macht das noch Sinn. Aber nicht bei F/11.5.
Ich würde versuchen, es bei der hälte der theoretischen Auflösung zu belassen. Ich orientiere mich aktuell lieber am Seeing, der Informationsgehalt von Aufnahmen mit großer Öffnung ist aktuell nicht größer als der eines 5" Gerätes. Gerade in unserer Ecke, Carsten. Die Erfahrung mußte ich am 14" ACF erst am Wochenende machen. Auf der anderen Seite hat man eine gescheite Barlow auch mal schnell entsprechend angepasst (vorausgesetzt das Seeing ist beständig).
Ich denke, wenn Du die Brennweitenverlängerung moderater wählst und damit auch zu kürzeren Belichtungszeiten kommst, dürften diese Ringartefakte nicht so ausgeprägt in Erscheinung treten.
CS und viel Spaß weiterhin beim Knippsen,
Gerrit