Mars, Jupiter und ein paar Deep Sky Kerzen

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klawipo

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Hallo miteinander,

in der Nacht auf den 06.08. wollte ich nach mehreren erfolglosen Nächten nochmal mit dem 8 Zoll f/6 Dobson den Mars anpeilen. Um ca 23:30 war der Saturn am Beobachtungsort noch gut im Sichtfeld und zeigte sich recht stabil im Okular bei 200x, 300x machte weniger Spaß. Ich sah zwei Bänder, von dem der äquatornahe eine Verdickung aufwies. Cassini-Teilung war problemlos in ruhigen Momenten, der Planetenschatten auf den Ringen brachten 3D-Effekt und Gänsehaut.

Auch das eigentliche Hauptziel der Nacht brachte endlich erfreuliches: Unter der kleinen Polkappen ein schmaler dunkler Fitzel, darunter ein die Scheibe von West nach Ost fast ausfüllender, sich dunkel absetzender Bereich in Form zweier abgerundeter, verbundener Dreiecke. Die Kontraste waren längst nicht so stark wie vor zwei Jahren, die Strukturen aber trotz durchgehend wabernden Planetenrandes bei 200x einfach zu halten.

In der Schützen-Gegend schaute ich mir noch knapp über Baumwipfeln den Trifid an. Mit UHC war schräg unter dem Geteilten Nebel ein weiterer diffuser Fleck, die Teilung hatte ich im 12er ohne Filter aber schon mal knackiger gesehen. Omeganebel und Adlernebel zeigten sich wie die letzten Male wieder schön und deutlich. Der helle Kugelsternhaufen M22 war dank der ordentlichen Transparenz schon mit 48x umwerfend, ein echtes Highlight. Deutlich größer übrigens und leichter aufzulösen als M13.

Beim Blick auf den mit Filter fast rund wirkenden Hantelnebel bemerkte ich dass mein winziger Wandererstuhl zu niedrig für diese Höhen war. Die Zenitgegend blieb daher diesmal ausgespart.

Dafür warf ich einen ersten Blick auf M31. Der Hellere Kernbereich war schon recht weitläufig, Staubbänder schaffte ich aber nicht. Hier hätten mich die 4 Zoll mehr Apertur meines größeren Dobsons vielleicht weiter gebracht, denn auch die Begleiter M32 und M110 schienen mir recht weit ausgedehnt, was für eigentlich nicht so ganz schlechte Bedingungen sprach.

Vielleicht hatte ich wieder zu viel in die knapp zwei Stunden gepackt die ich mir meistens für die Beobachtung nehme. Mich ereilte eine gewisse Aufmerksamkeitserschöpfung. Da war ich froh nur eine halbe Autostunde von zuhause entfernt zu sein und packte meine Sachen und die schönen Eindrücke ein.

VG Klaus
 
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