Canonist
Aktives Mitglied
Hallo zusammen.
Viele werden es bereits mitbekommen haben: Auf Mars entwickelt sich wieder ein größerer Staubsturm. Nachdem erste Meldungen vom 23.9. aus Fernost kamen, hatte ich letzte Nacht durch unerwartetes Aufklaren erste Gelegenheit, zu schauen, was wir von Europa aus sehen können. Die betroffenen Gegenden sollte kurz nach Marsaufgang sichtbar sein.
Tatsächlich sah das Livebild bereits ungewohnt aus, da war im Süden über Solis Lacus eine helle Fläche, die da eigentlich nicht sein sollte. Zwischen 0:18 und 1:52 MESZ konnte ich Aufnahmen machen. Seeing von mies bis nutzbar, nie gut. Anfangs waren sogar noch Wolken in der Nähe, die aber abzogen oder sich auflösten.
Anbei vorab die letzte Aufnahme, als Mars am höchsten Stand (was dem Seeing trotzdem nicht viel mehr nützte).
Deutlich ist die ausgedehnte Staubwolke oben zu sehen, die über Teilen von Solis Lacus und Thaumasia liegt. Sie ist dort ziemlich schnell entstanden, am Tage vorher waren nur kleine Wölkchen etwas äquatornäher dort zu sehen. Das Ganze ist also nach Süden gezogen und hat sich intensiviert.
Leider ist es wie im Spätherbst 2020, als es nach der Opposition ja auch größere Staubstürme gab: Die meiste Aktivität ist derzeit in Bereichen, die wir nicht sehen können. So über dem Mare Erythraeum, dem Mare Acidalium und bis hin zu Sinus meridianii.
Die Chance, dass es zu einem globalen Sturm kommt, ist durchaus nicht klein. Warten mir mal ab, was dies mit der Klarheit der Marsatmosphäre Richtung Opposition macht.
CS
Rudolf
PS: Bilddaten: 25.9. 23:35 UT, C14 bei ~f:32, ASI485MC, ca 115 sek = 15.000 frames, davon 25% verwendet
Viele werden es bereits mitbekommen haben: Auf Mars entwickelt sich wieder ein größerer Staubsturm. Nachdem erste Meldungen vom 23.9. aus Fernost kamen, hatte ich letzte Nacht durch unerwartetes Aufklaren erste Gelegenheit, zu schauen, was wir von Europa aus sehen können. Die betroffenen Gegenden sollte kurz nach Marsaufgang sichtbar sein.
Tatsächlich sah das Livebild bereits ungewohnt aus, da war im Süden über Solis Lacus eine helle Fläche, die da eigentlich nicht sein sollte. Zwischen 0:18 und 1:52 MESZ konnte ich Aufnahmen machen. Seeing von mies bis nutzbar, nie gut. Anfangs waren sogar noch Wolken in der Nähe, die aber abzogen oder sich auflösten.
Anbei vorab die letzte Aufnahme, als Mars am höchsten Stand (was dem Seeing trotzdem nicht viel mehr nützte).
Deutlich ist die ausgedehnte Staubwolke oben zu sehen, die über Teilen von Solis Lacus und Thaumasia liegt. Sie ist dort ziemlich schnell entstanden, am Tage vorher waren nur kleine Wölkchen etwas äquatornäher dort zu sehen. Das Ganze ist also nach Süden gezogen und hat sich intensiviert.
Leider ist es wie im Spätherbst 2020, als es nach der Opposition ja auch größere Staubstürme gab: Die meiste Aktivität ist derzeit in Bereichen, die wir nicht sehen können. So über dem Mare Erythraeum, dem Mare Acidalium und bis hin zu Sinus meridianii.
Die Chance, dass es zu einem globalen Sturm kommt, ist durchaus nicht klein. Warten mir mal ab, was dies mit der Klarheit der Marsatmosphäre Richtung Opposition macht.
CS
Rudolf
PS: Bilddaten: 25.9. 23:35 UT, C14 bei ~f:32, ASI485MC, ca 115 sek = 15.000 frames, davon 25% verwendet
