Mars vom 06.07.2018

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Witold_Münster

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Hallo gemeinsam,
Gestern war der Seeing zwar nicht gut, aber besser als in den letzten Tagen (da gings nichts über 80-fach).
Man konnte gestern immerhin am Saturn wieder zeitweise die Cassiniteilung sehen. So wartete ich auf Mars.
Visuell konnte man hier kaum etwas sehen. Am Bildschirm jedoch kamen dann doch ein paar Konturen zum Vorschein. Ob der Seeing noch besser wird???

Anbei die Ergebnisse.

Zu den Aufnahmen selbst:
Optik: 14" RCX 400 mit Baader FFC bei ca. Faktor 2,5. Kamera DMK21
Aufnahmen mit FireCapturev2.4 und Pro Planet742
Exp. 72,3ms
gain 347
Frames 500
FPS 60

Gestackt mit AS!3 (30%), bearbeitet mit Registax6

Für Anregungen zu besseren Fotos bin ich dankbar. Ich werden höchstwahrscheinlich die Tage auf eine C11 umsteigen.


Kann mir jemand sagen, was ist was auf dem Planeten?
Hoffen wir auf einen besseren Seeing.

Vielen Dank für Eure Kommentare und weitere Anregungen und jederzeit cs
Witold
 

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Hallo Witold,

für die Identifikation der Strukturen:

Schau mal bei Calsky beim Mars vorbei und gib deinen genauen Beobachtungszeitpunkt ein. Dann noch Ansicht Raumfähre auswählen und du bekommst die Ansicht wie du sie zu dem Zeitpunkt hattest mit klar abgegrenzten Oberflächenstrukturen. Damit kannst du dann in Verbindung mit einer Marskarte, die es ja im Internet gibt, eine Identifikation durchführen.

S. z.B. :
Mein erstes Marsfoto

Auswendig weiß ich jetzt auch nicht, wie die Strukturen heißen, dafür hab ich den Mars schon zu lange nicht mehr angeschaut. Wenn man öfters schaut, und von Calsky weiß, wie grade die Orientierung ist, erkennt man die Strukturen mit der Zeit gleich im Livebild...

Schöne Grüße, und viel Erfolg weiterhin mit dem Mars bis zur Opposition...

Klaus
 
Hallo Klaus,
danke für den Tipp.
Ich habe den Mars von Heute um 1:30 Uhr mmit dem auf calsky verglichen. Man sieht hier, wie das Wetter z.Z. das Aussehen von Mars verändert. Tja, zwei völlig verschiedene Bilder. Trotzdem bin ich überrascht, wie gut die "Sandstürme" zum Vorschein kommen.

Viele Grüsse und jederzeit freie Himmel (auch auf Mars)

Witold
 
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Hallo Thomas,

bei dem Seeing in unseren Breitengraden gibt es vielleicht eine handvoll Nächte pro Jahr, wo der Einsatz des 14" "Eimers" fotografisch sinnvoll ist. Visuell ist die Optik immer gewinnbringend auch beim groten schlechten Seeing (wie das der Fall in den letzten Tagen war). Mit einem guten 40mm Okular kommt bei 2800mm Brenweite eine 70-fache Vergrößerung zustande, die immer gut ist . Oft nutze ich auch das 55mm (50x) vom TeleVue für maximale Austrittspuppile. Da möchte ich gegen kleinere Optik nicht tauschen. In meinem älteren Medae 5" APO ED Refraktor sind alle DSO nur ein Schatten des 14"-ers. Ich beobachte hier mühelos Galaxien bis knapp 15. Sterngröße. Aber das ist ein anderes Thema.

Viele zeigen hier im Forum, dass man eigentlich mit Geräten um 8" deutlich bessere Ergebnisse erzielt, als mit größeren Öffnungen. (wie z.B. http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/galleries/1343997)
Und um ehrlich zu sein, die besten Bilder von Jupiter und Saturn sah ich mit Optiken um 10", genauer gesagt mit C 9,25 von Damian Peaches. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass 11" Öffnung auch schon für die norddeutschen Verhältnisse das fotografische Maximum überschreitet.

Was den Abstand des Chips zu dem FFC betrifft: optimal für die meisten Optiken ist der Faktor 2,5 bis 4. Das hängt vor allemjedoch von der Aufnahmekmara (genauer gesagt von der Auflösung der Kamera) ab. Da reicht normalerweise ein guter variabler Tele-Extender (Fokaladapter).
Ich kann mir gut vorstellen, dass man durch Ausprobieren mit Hilfe der Software von Thorsten Edelmann (FireCapture) die Brennweite an einem Planeten in etwa festlegen kann. Oder mit einem Meßokular bei einem nicht zu engen Doppelstern.
Ich denke das A und O ist der Seeing. In Namibia etc. wäre der 14"-er kein Problem. Leider nicht bei uns.

Schönes WE und jederzeit cs
Witold
 
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