Mars vom 1.3.2010 (-:

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Starhead37

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Hallo,

nach der Enttäuschung heute möchte ich einen Mars von gestern zeigen. Die Größe ist gegenüber meinen Aufnahmen vom 16.1.2010 schon beachtlich geschrumpft. Da hat wohl jemand die Luft rausgelassen! :biggrin:

Link zur Grafik: http://www.astropussy.de/Solar/Mars20100301-2.jpg

Auf der linken Seite scheinen wolkige Strukturen zu sein.
Die Bilder sind RGB-Bilder. Aufnahmegerät war wieder ein 12" Schmidt-Cassegrain von Meade bei ca. 9m Brennweite von der Sternwarte Burgsolms. Zur Aufnahme der Videos wurden Astronomik Interferenzfilter und die DMK21 eingesetzt. Belichtet wurden 3000 Frames bei 1/45 Sekunde (Blaukanal aber bei 1/30 Sekunde). In Giotto wurde dann jeder Farbkanal gemittelt und leicht geschärft. Die Weiterverarbeitung bis zur Endschärfung fand diesmal in Fitswork statt. In Photoshop wurde die Bearbeitung abgeschlossen. Die Bildgröße entspricht 160% von der Aufnahmegröße.

Viele Grüße,
Oliver
 
Da würde ich doch mal sagen, du hast den Boden raus. Ich hab nichts zu bemängeln, außer ich es mir selber noch nicht gelungen ist, eine solchen Mars aufzunehmen.

1A

CS

Torsten
 
Hallo Oliver,

einfach nur Klasse, was du da präsentierst!!!
Darf ich mir gestatten zu fragen, ob du da ein ausgesuchtes Gerät zur Verfügung hast, oder eins frei von der Stange?
Oder tun die Händler das automatisch selektieren, wenn der künftige Besitzer eine Sternwarte oder ein sehr bekannter Astrofotograf ist?
Das wäre nämlich ein toller Service, wenn es für mich als Noname auch die Möglichkeit gäbe, ein WIRKLICH gutes SC-Gerät zu bekommen, wenn ich das will, ohne das ich erst ewig rumprüfen lassen müßte, was ja auch nicht umsonst vonstatten geht.

Gruß Wolf Manfred
 
Hi,

Gratulation! Mit das beste Marsfoto, das ich in dieser Oppositionsperiode gesehen habe. Die Detailfülle und die perfekte Bearbeitung wird Deiner 12-zölligen Öffnung voll gerecht. Dein SC scheint darüberhinaus eine recht gute Optik zu haben...

Viele Grüße

Markus

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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
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Die Astroseite: www.N-T-L.de
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Hallo zusammen,

ich Danke Euch vielmals für die positiven Meinungen! :blush: :biggrin:
Ich muss jedoch eine Kleinigkeit nochmal klarstellen: das ist nicht MEIN Gerät. Mein Gerät ist der Intes MK-91. :cool:
Das Gerät ist auch nicht ausgesucht oder sowas. Es wurde gebraucht erstanden mit der Gabelmontierung, die es auch noch hat. Zusätzlich ist ein Motorfokus dabei (so wie bei Tribun. Von der Funktion genau gleich), der mir einiges an Arbeit wegen dem überdurchschnittlichen Spiegelshifting abnimmt. Was mir beim Erstkontakt mit dem Gerät auffiel war, dass es perfekt justiert war, obwohl aus der Sternwarte NIE jemand etwas daran gemacht hat. Das kann aber auch mal Zufall sein.

@ Wolf Manfred: so ein Service ist mir nicht bekannt. Auch nicht von den ganz großen Planetenhoheiten. Wenn man sicher sein will ein gutes Gerät zu erwischen, dann muss man es gezwungener Maßen bei jemandem "feststellen/überprüfen" lassen.

Zur Optik an sich kann ich nur die Abbildung am Stern beurteilen. Dort sieht es ähnlich perfekt wie bei meinem Intes MK-91 aus: ein immer wieder aufblitzender Minipunkt mit drei ganz kleinen Spikes (beim Intes weis ich wo die herkommen, beim SC war ich aber noch nicht auf der Suche).

Das Seeing bei dieser Aufnahme war eher wechselhaft. Ich habe mit einer deutlich schlechteren Qualität als bei den Bildern vom 16.2.2010 gerechnet. Ich machte hier drei Aufnahmen für RGB. Die erste und die dritte Aufnahme sind deutlich unschärfer. Zusätzlich hatte ich beim Einstellen der Farbe von Bild 1 und 3 Probleme.

Ich hoffe ich konnte die Fragen so weit beantworten. :)

Viele Grüße,
Oliver

 
Vielen Dank Mark!

So.

Jetzt habe ich meinen Mars selbst nochmals auf kleinste Details optimiert. Jetzt wirkt er etwas rauher, zeigt die kleinsten Details jedoch deutlicher. So auch das dunstige Feld auf der gesamten linken Marsseite. Das ist jetzt wieder Geschmackssache. Ich persönlich tendiere von der Natürlichkeit eher noch zu der alten Version.
Hier die auf kleinste Details überarbeitete Version:

Link zur Grafik: http://www.astropussy.de/Solar/Mars20100301-3.jpg

Viele Grüße,
Mars-Killer :biggrin:
 
Moin Mr. Mars-Killer :/ ,

die Bilder sind ein echter Hammer, für mich war nur Pic du Midi in dieser Saison besser :super: Die letzte Version gefällt mir sogar etwas besser und so "unnatürlich" finde ich sie auch nicht... Eigentlich vergebe ich keine Sternchen mehr aber in diesem Fall ausnahmsweise auch von mir: ***** :)

Viele Grüße & cs,
Maciek
 
Marskiller? :augenrubbel:
Lass' mir bloß den Planeten in Ruhe :neinnein:
Zitat von Starhead37:
Ich persönlich tendiere von der Natürlichkeit eher noch zu der alten Version.
Kurze Antwort: Me too!
Bei der neuen Version müsste ich zu sehr überlegen, welche Strukturen noch echt sind. Will sagen: Wirkt mir etwas zu überschärft.
Haste mal 'nen Mix aus beiden Versionen probiert? Vielleicht ist das ja der goldene Mittelweg?
 
Danke Icey, Maciek und Frank! Was ist denn 2018? Sicherlich hübsch hoch stehende Planeten, die einem dann von oben auf die "Platte" schauen! (-:

Eine Mittelung beider Bilder sieht dann so aus:

Link zur Grafik: http://www.astropussy.de/Solar/Mars20100301-4.jpg

Die Unterschiede sind recht gering, aber Frank hat schon Recht. Das passt ganz gut so! Sehr witzig sehen die zwei angedeuteten weißen Spuren (eine Große, zwei ganz Kleine) aus, die aus der Polkappe herausragen nach leicht links.

Viele Grüße,
Oliver
 
Oliver,
ich tendiere im Sinne der Natürlichkeit weiterhin zu deiner ersten Aufnahme. Aber die Unterschiede zur letzten Aufnahme sind sicherlich nur noch Monitor bedingt!
Zitat von Starhead37:
Dann ist Mars wieder relativ groß mit 24,31"!
Bis dahin geht's die nächsten Jahre steil bergab mit dem Durchmesser in Erdnähe - ach ne, wir sind ja schon fast am unteren Ende. Es kann also ab 2014 nur besser werden :D
Wikibook Mars bis 2020
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Frank,

also so schlimm sieht das garnicht aus. Die nächste Opposition wird minimal kleiner als diese hier. Dieser Mars war bei der Aufnahme genau 12" groß. Wenn wir davon ausgehen, dass sich die Technik der Bildbearbeitung noch drastisch weiterentwickelt, dann wird das trotz des kleinen scheinbaren Durchmessers sicher für viele Amateure trotzdem interessant!

Gruß und gut N8,
Oliver
 
Ja eben, Oliver,
darum geht's ja: Wenn du bei so einem geringen visuellen Durchmesser von Mars schon solche Aufnahmen hin bekommst, was gelingt dir dann 2018 bei visuell doppeltem Marsdurchmesser?
Die Frage stellt sich natürlich auch an alle anderen "Marskiller" im Forum :pfeif:

PS: Ich wandle jetzt auch zu Bette!!
 
Hallo Oliver,

Deine Marsbilder erscheinen mir sehr beachtlich, insbesondere natürlich im Hinblick auf den winzigen Durchmesser des Planeten!

Auch wenn es den Gesamteindruck hier nicht wirklich stört: Diesen - im vorliegenden Beispiel etwas ockerfarbenen - Randstreifen konnte ich in einem Fall schon mal sichtbar abmildern, indem ich die Wirkung der Schärfungsprozeduren durch eine mit der Planetenscheibe konzentrich angebrachte Kreismaske eingegrenzt und auf diese Weise vom Rand ferngehalten habe. Vielleicht lohnt sich ja ein Versuch in dieser Richtung?

Gruß, Jan
 
Hallo Oliver,

da ist dir ja zum Ende der Marssaison noch ein klasse Bild gelungen. Ganz großes Kino!! :respekt2:
Hervorragend in der Auflösung (vor allem am Pol) und natürlich auch die Farbgebung.
Die drei Tharsisvulkane sind schön sichtbar und auch Olympus Mons schaut gerade noch am linken Rand als dunkles Fleckchen ins Bild.

Viele Grüße,
Achim
 
Danke für Eure Anerkennung Jan und Achim!

@Jan: eine "Kreismaske" hat für mich aber eher den faden Beigeschmack einer partiellen Bearbeitung. Daher würde ich das nicht unbedingt machen wollen.

@Joachim: ich sehe Olympus Mons hier das erste Mal als DUNKLE Erscheinung. Sonst sah ich die Gegend immer nur als Aufhellung.

@Frank: Auch interessant --> Der Saturn hat einen scheinbaren größeren Durchmesser als der Mars. Dennoch glaube ich, dass wir am Saturn keine so hohen Vergrößerungen erzielen können. Auch die Filterung wird nicht so stark angewendet werden können. Die Strukturen mit den Ringen lassen hier viel weniger Spielraum zu als der Mars.

Viele Grüße,
Oliver
 
Zitat von Starhead37:
@Jan: eine "Kreismaske" hat für mich aber eher den faden Beigeschmack einer partiellen Bearbeitung. Daher würde ich das nicht unbedingt machen wollen.
Hallo Oliver,

Deine Ansicht finde ich interessant! - Im Grunde genommen ist aber natürlich jede Bearbeitung selektiv und dadurch zwangsweise auch partiell.

Wir stellen doch z.B. die Schärfungsparameter mehr oder weniger willkürlich so ein, dass bestimmte Bilddetails in einer uns angenehm erscheinenden Weise hervorgehoben werden. Wenn wir wissen, dass dadurch gleichzeitig bestimmte Artefakte - wie insbesondere dieser Beugungsring am Planetenrand - überbetont werden, warum sollten wir nicht versuchen, solche nachteiligen Effekte zu vermeiden?

Einen faden Beigeschmack habe ich eher dann, wenn ich durch übertriebene Bearbeitungsprozeduren Bilddetails erzeuge, die der unvoreingenommene Betrachter als "echt" interpretieren könnte ...

Gruß Jan
 
Hi Jan,

ich habe an eine selbstgebastelte Maske gedacht und irgendwas mit ausschneiden...

Wenn man den äußersten Rand quasi unbearbeitet oder weniger bearbeitet, dann ginge das evtl. noch. Das kommt ja schon fast dem "Nullen" des Hintergrundes gleich. Die Frage ist dann hier natürlich wie weit man den Rand unbearbeitet lässt. Ein bisschen muss auch der Rand in die Bearbeitung einfließen, da er sonst verhältnismäßig zu unscharf erscheint. Das würde dann auch wieder komisch aussehen.
Ansonsten spricht nicht viel dagegen. Man macht zwei Bilder --> eins normal bearbeitet, eins eher schwach bearbeitet. Dann wird der Rand von dem schwach bearbeiteten Bild mit dem Rand von dem normal bearbeiteten Bild verheiratet.

Gruß,
Oliver
 
Zitat von Starhead37:
Ein bisschen muss auch der Rand in die Bearbeitung einfließen, da er sonst verhältnismäßig zu unscharf erscheint.
Hallo Oliver,

das ist richtig. Da aber der Rand meistens ohnehin etwas unschärfer herauskommt, fällt dort auch ein Bearbeitungsübergang weniger auf als im Zentrum der Planetenscheibe. Man würde ja naheliegenderweise die ersten Schärfungsschritte auf die gesamte Planetenscheibe erstrecken und darauf achten, dass der Randring sich in Grenzen hält. Erst die abschließenden Schärfungsmaßnahmen würde man mittels der Maskierung vom Rand fernhalten.

Die von Dir angesprochene "Verheiratung" (Überlagerung?) zweier unterschiedlich bearbeiteter Bilder wäre sicher auch eine Möglichkeit. Diese würde aber wohl - anders als die Maske - zwangsläufig gewisse Verluste an Bilddefinition im Zentrum zur Folge haben.

Gruß, Jan
 
Zitat von Starhead37:
Nichts desto trotz bearbeite ich meine Bilder weiterhin als Gesamtbild inklusive Rand. (-:
Hallo Oliver,

das ist wohl noch immer die "sauberste" Lösung! Gerade in Deinem aktuellen, ganz außergewöhnlich detailreichen Marsbild ist die Beeinträchtigung des Gesamteindrucks durch den schmalen Ring wirklich nicht mehr als "marginal". Vielleicht gelingen Dir ja bei dem gegenwärtigen Hochdruckwetter noch weitere Abschiedsbilder von der diesjährigen Marsopposition ...

Gruß, Jan
 
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