Marsaufnahmen

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astropeter

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Hallo zusammen
Ich richte meine Frage an alle Spezialisten von Marsaufnahmen.
Es sind ja in den letzen Tagen diverse ausgezeichnete Aufnahmen präsentiert worden, also im Klartext vor ein paar Jahren haben wir ja alle von solchen Aufnahmen geträumt.
Ich habe selber auch mit meinem 16 Zoll ACF und einer DFK21 Aufnahmen gemacht.
Leider kommen meine Aufnahmen nicht an das Niveau dieser Aufnahmen heran.
Kann euch aber sagen, dass das Marsbild mit meinem Bino sehr viele Details und Farben auf dem Mars klar zeigt, die Optik ist mit sicherheit sehr gut.
Aber ich kann diese Bilder nicht auf die Kamera umsetzen.
Ich stelle auch die Parameter der Kamera nach den gängigen Daten ein.
Die Brennweite ist zwischen f10 und f20, also ich glaube ich mache nicht vieles falsch.
Hat da jemand von euch noch ein paar Typs oder tröstet mich einbisschen.
Dankeschön
Peter
 
Hallo Peter,

Deine Frage ist zwar nicht sehr spezifisch gestellt, aber auch ich hoffe auf ein paar weiterführende Hinweise.

Zunächst einmal ist klar: Seeing, Seeing, Seeing.

Ansonsten mein bescheidener Tipp: Nutze einen IR-Passfilter. Der wirkt bei mir Wunder im Gegensatz zum normalen Sperrfilter. Ich weiß allerdings nicht, wie der bei einer Farbkamera wie Deiner reagiert. Außerdem würde ich die Framerate nicht zu hoch wählen (max. 30fps).

Gruß und hoffend auf weitere Hilfen,

Michael
 
Hallo Peter!

Habe mich auch schon seit längerem der Planetenfotografie verschrieben und kann dir nur aus meiner Erfahrung sagen, dass der Hauptaufwand in der nachträglichen Bildbearbeitung liegt. Wenn du da niemanden an deiner Seite hast, der dir ein paar Tipps gibt, dauert es erheblich länger, bist du alle Möglichkeiten und Wirkungen verstanden hast, die die verschiedenen Bildbearbeitungsprogramme wie Giotto, Registax und Fitswork können. Wichtig ist auf jeden Fall, dass in der langen Kette der Aufnahme bis zur Bearbeitung nichts schief gehen darf. Ist eine Komponente nicht in Ordnung, dann kommen nur durchschnittliche Bilder heraus.

Achte auf: Gutes Seeing, gute Optik, Optik auf den Chip justieren (am Monitor auf Beugungsbild eines unscharf gestellten Sterns), Teleskop auskühlen lassen (Tubusseeing), Exakte Scharfstellung für jeden Kanal separat, auch wenn Filter homofokal sein sollen. Verwende ein Filterrad und ggf. einen motorisierten Okularauszug. Rechner mit schneller Festplatte, um viele Bilder /Zeit speichern zu können aber auch, um von den guten Momenten viele Bilder zu bekommen.

Die Bildbearbeitung ist recht komplex und das kann man hier im Forum nur schwer zeigen. Vielleicht bietet eine Sternwarte in der Nähe ja einen Bildbearbeitungsworkshop an.
Für Detailfragen ist hier sicher der richtige Ort.

Liebe Grüße, Thomas
 
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