gardalon
Aktives Mitglied
Einen schönen guten morgen,
In dieser Nacht habe ich, mit dem 114/900er bewaffnet, wohl das beste Planetenwetter meiner bisherigen astronomischen "Laufbahn" erwischt und das natürlich auch weidlich ausgenutzt. Da ich nun endlich etwas Geld zur Verfügung hatte, mir ein 6,5mm-Plössl zu kaufen, konnte ich den Roten Planeten jetzt endlich mit vernünftiger Vergrößerung beobachten. Der Unterschied zur früheren Beobachtung mit dem 10mm war einfach unglaublich. Richtig plastisch hob sich die Südpolkappe, andeutungsweise schwärzlich umrandet, von der Oberfläche ab. Klar stach das Mare Serpentis mit seinem tiefen Schwarz hervor, und das Sinus Sabaeus mit seiner Verdickung (Hat diese eigentlich einen eigenen Namen) am Ende schlängelte sich sehr ästhetisch über den Planeten. Auch der Verlauf des Mare Eryhtraeum war so schön eindeutig wie noch nie zu sehen. Und in einem Moment besonderer Luftruhe wurde gegen 2 Uhr auch ein tiefschwarzes Flecken am Rand des Marsglobus sichtbar, bei dem es sich-wie ich schließlich herausfand-um den Solis Lacus handelte. Ob ich Xante gesehen habe, kann ich nicht beschwören, ich denke es aber doch. Außer dem Mars kamen auch noch ein paar andere Objekte an die Reihe: Andromedagalaxie mit M32, die Plejaden und-zum ersten mal-der h/chi-Haufen im Perseus. Für mein ästhetisches Empfinden ist dieses Himmelsjuwel ganz klar der schönste und beeindruckendste aller Sternhaufen-noch schöner als die Plejaden oder M44. Es ist einfach unglaublich, erstmals diesen Haufen zu sehen und sich einfach nur genießend durch das glitzernde Sterngewimmel gleiten zu lassen. Entgegen der meisten Meinungen gefällt mir der Haufen aber eigentlich bei geringerer Vergrößerung noch besser als bei höherer. Wieder zu Hause angelangt, unternahm ich gegen 4.50 Uhr auch noch eine kleine Saturnbeobachtung. Trotz leichtem Gewaber wegen Nähe zum Nachbarsdach war die Cassini-Teilung bei 138x in den ruhigeren Momenten schön auszumachen, dazu Wolkenbänder auf dem Saturn, eine leichte Andeutung des Planetenschattens auf dem Ringsystem und Titan als kleines Sternchen unterhalb von Saturn. Zur geplanten Mondbeobachtung kam es allerdings wegen aufziehender Wolken nicht mehr. Bei dem Traumseeing heute nacht fürchte ich aber, dass es jetzt erstmal ein paar Wochen Wolken setzt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .
Gruß, Gardalon
In dieser Nacht habe ich, mit dem 114/900er bewaffnet, wohl das beste Planetenwetter meiner bisherigen astronomischen "Laufbahn" erwischt und das natürlich auch weidlich ausgenutzt. Da ich nun endlich etwas Geld zur Verfügung hatte, mir ein 6,5mm-Plössl zu kaufen, konnte ich den Roten Planeten jetzt endlich mit vernünftiger Vergrößerung beobachten. Der Unterschied zur früheren Beobachtung mit dem 10mm war einfach unglaublich. Richtig plastisch hob sich die Südpolkappe, andeutungsweise schwärzlich umrandet, von der Oberfläche ab. Klar stach das Mare Serpentis mit seinem tiefen Schwarz hervor, und das Sinus Sabaeus mit seiner Verdickung (Hat diese eigentlich einen eigenen Namen) am Ende schlängelte sich sehr ästhetisch über den Planeten. Auch der Verlauf des Mare Eryhtraeum war so schön eindeutig wie noch nie zu sehen. Und in einem Moment besonderer Luftruhe wurde gegen 2 Uhr auch ein tiefschwarzes Flecken am Rand des Marsglobus sichtbar, bei dem es sich-wie ich schließlich herausfand-um den Solis Lacus handelte. Ob ich Xante gesehen habe, kann ich nicht beschwören, ich denke es aber doch. Außer dem Mars kamen auch noch ein paar andere Objekte an die Reihe: Andromedagalaxie mit M32, die Plejaden und-zum ersten mal-der h/chi-Haufen im Perseus. Für mein ästhetisches Empfinden ist dieses Himmelsjuwel ganz klar der schönste und beeindruckendste aller Sternhaufen-noch schöner als die Plejaden oder M44. Es ist einfach unglaublich, erstmals diesen Haufen zu sehen und sich einfach nur genießend durch das glitzernde Sterngewimmel gleiten zu lassen. Entgegen der meisten Meinungen gefällt mir der Haufen aber eigentlich bei geringerer Vergrößerung noch besser als bei höherer. Wieder zu Hause angelangt, unternahm ich gegen 4.50 Uhr auch noch eine kleine Saturnbeobachtung. Trotz leichtem Gewaber wegen Nähe zum Nachbarsdach war die Cassini-Teilung bei 138x in den ruhigeren Momenten schön auszumachen, dazu Wolkenbänder auf dem Saturn, eine leichte Andeutung des Planetenschattens auf dem Ringsystem und Titan als kleines Sternchen unterhalb von Saturn. Zur geplanten Mondbeobachtung kam es allerdings wegen aufziehender Wolken nicht mehr. Bei dem Traumseeing heute nacht fürchte ich aber, dass es jetzt erstmal ein paar Wochen Wolken setzt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .
Gruß, Gardalon