Masterplan für Erweiterung der Ausrüstung

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Leucomelas

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Hallo Astro Gemeinde,

ich habe mir in letzter Zeit viele Gedanken über die Erweiterung meiner Ausrüstung gemacht. Ich habe viel gelesen und verglichen. Überlegungen zu meinen Zielen in der Astronomie angestellt usw.

Statt nun zu fragen welche Ausrüstung für mich die richtige ist, möchte ich den Spieß mal umdrehen und stelle meinen "Masterplan" mal vor.

Meine aktuelle Ausrüstung besteht aus einem 10" GSO Dobson und einem 10x50 Fernglas. Dazu einige Mittelklasse Okulare und ein UHC. Literatur und Kartenmaterial versteht sich von selbst.

Was möchte ich sehen? Alles na klar! Schlechte Voraussetzungen ich weiß. Ich Schänke mal ein, mit sehr Lichtschwachen Objekten werde ich mich wohl nie anfreunden. Wir sprechen also über die helleren Deep Sky Objekte, sowie das Sonnensystem.

Wie sieht es mit fotografischen Ambitionen aus? Ich bin nicht sonderlich geduldug und möchte auch keine Unsummen ausgeben. Ein bisl offen halten möchte ich mir diese Option aber schon.

Was ist mir wichtig? Das neue Teleskop muss transportabler sein. Es soll über eine parallaktische Montierung verfügen und go to. Der Einsatz eines Binos soll einfach realisiert werden können. Ausgeben möchte ich nicht mehr als ca. 2000€ für das Teleskop mit Monti.

Mit Sicherheit sind das nicht alle meine Überlegungen, aber mal eine Auswahl, damit ihr euch ein Bild machen könnt.

So, nun zu meinem Ergebnis:

Als Teleskop habe ich mir das C800 Edge mit Advanced VX ausgesucht.

Was erwarte ich davon? Ich möchte dieses Teleskop als Allrounder verwenden. Abgesehen von großflächigen Objekten soll es mir möglichst alles zeigen können. Der Fokus soll auf planetarischen Nebeln, Kugelsternhaufen, sowie Planeten und Mond liegen. Ich erwarte eine deutlich bessere Sternabbildung im Randbereich.

Später soll hier auch noch ein Bino Ansatz zum Einsatz kommen.

Des weitere möchte ich mit diesem Teleskop in die Deep Sky Fotografie einsteigen. Kann ja nicht so schwer sein und wird sicher auch von einem Anfänger mit diesem Teleskop leicht zu bewerkstelligen sein. OK Scherz beiseite, das Teleskop soll als Leitrohr dienen und eine DSLR per Piggy Back tragen. Ich möchte bis ca. 100mm Brennweite ohne Guiding fotografieren.

Zusätzlich könnte ich mir die Planeten Fotografie per web cam vorstellen.

Nun fehlt mir noch etwas transportables für den niedrigen Vergrößerung. Habe lange hin und her überlegt. Großfeld Refraktor? Evtl. auf das C8 aufsatteln? Könnte ein Gewichtsprobleme werden, wohl nur ein 100mm realistisch...

Bin dann von dem Gedanken weg
und zu einem 20x80 Fernglas gewechselt. Würde dies auf einem guten Foto Stativ betreiben.

So, nun zu meiner Frage. Wäre ich mit dieser Ausrüstung für meine Bedürfnisse gut aufgestellt? Hab ich irgendetwas wichtiges übersehen?

Wenn ihr noch zusätzliche infos benötigt, nur raus damit. Über vor und Nachteile eines SCT bin ich mir im klaren. Das Dobson werde ich behalten.

Zeitlich wird sich das Ganze übrigens min. ein Jahr ziehen. Das Fernglas wäre wohl Weihnachten dran. Dann Mitte des nächsten Jahres das Teleskop und in 1 Jahr dann Bino und weiteres Zubehör.

Vielen Dank schon mal für eure Denkanstöße.

CS Andy
 
Hallo Andy,

hier mein alternativer Vorschlag: Spendiere dem Dobson ein paar Rohrschellen und setze ihn auf eine parallaktische Montierung ab einschließlich EQ-6. Ein Komakorrektor sollte sich um den Randbereich kümmern.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Andy,
wenn einem schwache Nebelchen weniger interessieren wäre für mich ein 150mm Maksutov/Cassegrain auf einer GP-DX oder HEQ-5 die erste Wahl eine Astro 5 sollte diesen auch noch tragen, am besten einer von Intes oder Intes Micro. Oder ein 150mm Maksutov/Newton der hat ein größeres GF ist also etwas besser für die Sternhaufen.
Da kommst du mit 1000 bis max 1500€ hin, auf dem Gebrauchtmarkt und hast mit Intes Top Qualität.
Gruß
Ralf
 
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Hallo Ralf,

die Maks hatte ich auch längere Zeit im Fokus. Mir gibt beim 150er die geringere Öffnung etwas zu denken. Ich möchte am Mond auch mit hohen Vergrößerungen arbeiten, da hätte ich mit 8" noch etwas mehr Spielraum.

Vor dem Gebrauchtkauf hätte ich etwas Bammel, da mir als unerfahrener Benutzer ein Mangel, der den Grund des Verkaufs darstellen könnte, evtl nicht oder erst zu spät auffallen könnte. Die Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt ist eine andere Frage.

Blieben noch die 180er Maks von Orion und Skywatcher. Hier bin ich mir über die Qualität jedoch nicht im klaren. Auch die Auskühlzeit ist ein Thema.

Über die Edge Reihe von Celestron konnte ich leider nicht soviel in Erfahrung bringen wie ich gerne wollte. Jedoch las ich mehrfach, dass die Optik einem Mak ebenbürdig sein soll. Quellen habe ich zu dieser Aussage nicht, beruhte wohl auf der Erfahrung eines Nutzers.

Die Diskussion, ob ein MaK für mich interessanter wäre, würde ich gerne noch vertiefen. Gibt es weitere Meinungen hierzu? Hat jemand Erfahrung zu den Edge im visuellen Einsatz?

Danke für die Beteiligung

Gruß Andy


 
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Hi Andy

deine Denke geht schon in die richtige Richtung => Maksutov- oder Schmidt-Cassegrain. Bei diesen Systemen muss man sich aber im Klaren sein, dass man die Vorteile unbedingt braucht und die Nachteile entsprechend in Kauf nehmen möchte.

Generell kann man ja zwischen der Anschaffung einer Montierung allein und dem Teleskop unterscheiden. Natürlich ist beides nicht unabhängig voneinander. Das GOTO ist aber eine reine Angelegenheit der Montierung, während Stärken und Schwächen des Teleskops eben nur erst mal das Teleskop betreffen. So ist man im Grunde offen, wenn man zu Gunsten des Einen auf das Andere verzichten kann. Kannst du beispielsweise auf GOTO dann doch verzichten, kommt für dich durchaus ein Newton auf einer Dobsonmontierung in Frage. Das schließt Fotografie der Planeten mit einer Webcam nicht aus, denn es besteht die Möglichkeit, eine EQ-Plattform zu verwenden. In deinem Fall brauchst du also nur eine solche Plattform zu kaufen.

Möchtest Du aber lieber eine hightech parallaktische Montierung, sieht es wieder anders aus. Da kann dann ein MAK oder SC eine sehr gute Wahl sein.

Das beste Teleskop ist aber oftmals einfach das, was man schon hat. So verlockend die Angebote auch sind, wenn man mal objektiv drüber nachdenkt, muss es nicht in jedem Fall ein neues Teleskop sein. Es macht aber natürlich immer Spaß, etwas Neues zu probieren.



Viele Grüße,
Christian
 
Hallo Andy,
die Edges kenne ich leider nicht die Maks hatte ich selbst und kann diesen hervorragende Abbildungseigenshaften attestieren auch bei hohen Vergrößerungen. Die Verfügbarkeit auf dem Markt ist begrenzt da hast du recht, aber ab und an werden sie doch Angeboten.

Gruß
Ralf
 
Hallo Christian,

da stimme ich dir zu, der Reiz des neuen ist auch dabei.

Man liest oft den Hinweis, dass das Teleskop das beste ist, welches man dabei hat. Hier besteht der größte Nachteil meines Volltubus's. Ich kann mit meinem PKW nicht mal eine weitere Person mitnehmen. Die Vorzüge eines Newtons weiß ich aber zu schätzen, weshalb ich ihn auch behalten werde.

Das neue Teleskop muss deshalb aber möglichst kompakt sein, aber dennoch möglichst viel zeigen. Einen Reisedobson möchte ich aber an dieser Stelle gleich ausschließen. Eine parallaktische Monti soll es schon sein.

@Ralf: beziehst du dich allgemein auf Mak's oder die von dir genanntem Marken?

Gruß Andy
 
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Bei den Maks habe ich außer dem Skywatcher, den es in 150 und 180mm gibt auch noch den:

OMEGA Premium Maksutov (auf einer zweite shop Seite unter iOptron gelistet ) Cassegrain Teleskop - 150mm Öffnung - 1800mm Brennweite - F/12

entdeckt. Dieser hat ein 1:10 Untersetzung. Bei den anderen Maks und SCT habe ich hier nichts gelesen.

Gruß Andy
 
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Hallo Andy,
ich beziehe mich um ganz genau zu sein auf den Intes MK-66 von dem hatte ich 2 Stück. Bei Intes Micro ist es der Alter 603. Mit den Chinesen habe ich leider keine Erfahrungen.

Gruß
Ralf
 
Hallo Andy,

als die Bosma Teleskope, heute unter iOptron gelisteten 150/1800 MAK erstmals im Internet unter verschieden Namen sehr preiswert angeboten wurden, konnte ich eines mit einem Ylena 150 Maksutov-Cassegrain bei guter Durchsicht vergleichen.
Die Sternabbildungen waren in beiden sehr gut und auch beim Sterntest am Polastern und Arcturus, zeigten für alle Beobachter, Beide fast gleich gute Abbildungen.

Die feinen minimalsten Unterschiede könnten auch von den unterschiedlichen Brennweiten herrühren!

Klare Bilder bis zum Rand und Vergrößerungen bis 270 Fach mit punktförmigen Sternen bis zur Auflösungsgrenze.
Kein Streulicht erkennbar, wenn hellere Sterne hinter dem Bildrand verschwinden!

Refraktorähnliche Abbildung bei 150 mm Öffnung zu moderatem Preis!

hier ein Test des Yelena:
http://www.svenwienstein.de/HTML/ylena_150.html

Als Zweitgerät neben einem 10" Dobson sicher eine Erweiterung

Auf einer Vixen GP oder guter EQ5 durchaus eine sinnvoll zu handhabendes Gerät!

Wenn Handlichkeit ein vorrangiges Kriterium ist, dann muss man aber auch diesen 6 Zöller mit ein beziehen!
http://www.teleskop-express.de/shop...iles-6--Schmidt-Cassegrain-GoTo-Teleskop.html


Gruß Günter

 
Hallo Günter,

danke für deinen Beitrag.

Lassen wir die Montierung mal außen vor und konzentrieren uns auf den Tubus.

Ich möchte nun mal meine Optionen auflisten, die ich aus den bisherigen Beiträgen generiert habe:

SC:

C800 Edge (der Allrounder)

MaK:

IOptron 150/1800 (das Schnäppchen(

Orion UK 140/2000 deluxe 1/6 Lamda (der kleine hochwertige?)

Grundsätzlich stellt sich mir die Frage zwischen MaK und SC. Stechen die kleineren MaK den größeren SC in der Abbildungsqualität aus? Leider gibt es bisher keine Berichte über den C800.

Geht die Entscheidung Richtung SC ist die Sache klar. Bleiben die MaK eine Option, wird es komplizierter.

Die teuren Russen klammern wir einmal aus. Bleibt der günstige IOptron mit leichten Auskühl Problemen, aber 1:10 untersetzung und moderatem Öffnungsverhältnis.

Der sehr leichte Orion UK, der über die evtl. beste Optik verfügt. Hier finde ich leider sehr wenige weitere Angaben. Das Öffnungsverhältnis ist relativ extrem.

Sticht die evtl etwas bessere Abbildung und Kontrast der Mak die größere Optik des SC?

Zur Erinnerung. Beobachtet werden soll nicht nur das Sonnensystem, sondern auch Sternhaufen und Nebel (kompakt). Die Sternabbildung soll möglichst fein sein.

Danke für eure Hilfe

Gruß Andy


 
Hallo Andy,

bezüglich eines Vergleichs zwischen den o.g. Teleskopen bzw. dem C800 kann ich dir zwar nicht weiterhelfen, aber ein SC mit meiner Meinung nach sehr guter Sternabbildung über das ganze Feld (auch bei meinem 40mm-Okular) ist das 8" ACF von Meade.

Fotografisch (abgesehen von Planetenvideos oder Mondfotos) sind 2m Brennweite aber alles andere als "Anfängertauglich".

 
Hallo,

dann sollte man aber auch sagen, das die Sternabbildung bei den Celestron EdgeHD Teleskopen laut dieser Darstellung um soviel besser ist, hier nachzulesen!
http://www.celestron-deutschland.de/images/files/downloads/241_edgehdwhitepape.pdf
Abbildung: 9; 10; 11 und ff, auch die Belüftung hat Vorteile
Dem wurde von Meade bis her nicht widersprochen!
Bei APO´s und Halb - APO´s scheint so was ja wohl ein nennenswerter Unterschied zu sein, der immer sofort ins Feld geführt wird, also warum nicht auch hier!


Gruß Günter





 
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