Material für Betonsäule

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Claus_Wagner

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Hallo zusammen,
ich möchte meinem Fernrohr nach etlichen Jahren des Auf- und Abbauens endlich eine feste Basis geben. Es soll eine Betonsäule werden. Das Rohr habe ich schon, gerade bin ich dabei, das Loch für den Betonsockel zu graben. Hier beginnt auch schon das Problem:

Im Keller liegen einige Säcke Portlandkalksteinzement. Ich bin absolut kein Maurer, weiß aber, daß man Zement noch mischen muß (z.B. mit Sand, Kies...) Ist dieser Zusatz beim PortlandKALKSTEINzement eventuell schon drin? Kann ich den also einfach so mit Wasser anrühren oder brauche ich da noch Zusätze? Im Internet habe ich recht lange gesucht, aber absolut nix gefunden, immer nur dieser ewig gleiche Text vom Beipackzettel.

Wäre nett, wenn mir da jemand weiterhelfen kann, der das schon mal mit diesem Werkstoff gemacht hat! (Freu :help:)

Vielen Dank und Grüße
Claus
 
Hallo Claus,
Zement braucht in der Tat noch "Zutaten"...
Auf 10kg Portland-Zement rechne etwa 40kg Kies und 5 Liter Wasser.
Ein Mischer wär nicht verkehrt bei den Mengen.

Sicherheitshinweis: Bei der Verarbeitung von Zement, bei der dieser zwangsläufig mit Wasser in Verbindung kommt, entsteht eine ätzende Lauge. Kommen Haut oder Augen damit in Kontakt, kann dies zu Verletzungen führen. Deshalb sollten Sie bei Arbeiten mit Zement immer eine Schutzbrille und Schutzhandschuhe tragen.

Das ist ev. noch von Interesse:
Lagerung
Zemente sind feuchtigkeitsempfindlich und sollten deshalb trocken gelagert und vor Feuchtigkeit geschützt werden. Bei sachgerechter Lagerung wird die chromatarme Eigenschaft des Zementes für folgende Zeiträume gewährleistet:
Silozement: 2 Monate ab Verladedatum
Sackzement: 6 Monate ab aufgedrucktem Absackdatum
 
Hallo Claus,
ich bin auch keine Maurer, aber nach meiner Kenntnis gehört in Beton neben Zement auch Sand. Schau mal in einem Baumarkt deines Vertrauens nach Trockenbeton.
Zum Thema „ein paar Säcke Zement im Keller“:
- Im Keller klingt nicht so gut, da meistens feucht. Die Säcke kannst vielleicht als große Steine verwenden.
- Ein paar Säcke ist nicht gerade reichlich. Ich habe nur für mein Säulen-Fundament rund 30 Säcke Beton a 25kg vertan. Und das Fundament ist nicht gerade extrem groß.
- So ein Fundament sollte in einem Rutsch betoniert werden. Ausreichend Zeit einplanen, genügend Material (Beton) vorrätig haben und am besten einen Helfer zum Anmischen organisieren.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Werner,

ich zitiere mal kurz von deiner verlinkten Seite:
"Beton ist ein Gemisch aus Zement, Gesteinskörnung oder Betonzuschlag (Sand und Kies oder Splitt) und Anmachwasser"

Was willst du uns also damit sagen :gutefrage:
 
Hallo Ulf,
vermutlich, dass Zement+Sand=Mörtel ergibt und Zement+Kies=Beton.

Beton braucht unterschiedliche Körnungsgrößen um stabil zu werden und der Zuschlagstoff darf nicht zu fein sein.
 
Nun gut, um die Klugmeierei noch ein wenig weiter zu drehen:
In Beton gehört weder ausschließlich Sand noch ausschließlich Kies sondern „Gesteinskörnung“ die in der Regel aus einer Mischung von Sand und Kies besteht. Bei Mörtel ist die max. Korngröße der Gesteinskörnung <4mm, bei Beton >4mm. Auch relativ grobe Körnungen für Beton sollten knapp 50% Masseanteil mit einer Korngröße <4mm und einen Feinsandanteil (<1mm) von rund 20-25% enthalten.
Ob das alles dem TO interessiert, der nur wissen wollte, ob er an seinem kellergelagerten Zement noch etwas zumischen muss oder nicht, sei mal dahingestellt.
 
Zitat von wurzelwaerk:
Zitat von fquadrat:
Und Sand+Kies+Zementspuren=Gärtnerspeis ... ;)
Was ist das denn, das kennt ja nicht mal Tante Google... ?)
Aber Gärtnermeister und manchmal ihre Kinder.

"Gärtnerspeis" ist eine Art Mörtel aus vielen (IIRC neun) Schaufeln eher feinem Kies, ähnlich vielen (IIRC sieben) Schaufeln Sand und einer halben Schaufel Zement. Dazu Wasser. Das Ergebnis eignet sich zum festen Verlegen von Platten und Pflastersteinen, wobei aber die Möglichkeit besteht, die verlegten Teile mittels Spitzhacke auch wieder zu lösen.

Grüße

fquadrat
 
Vielen Dank für die vielen Ratschläge!

Bleibt also nur noch die Frage, welche Mischung (Zement, Kies, Sand) Eurer Meinung nach für eine Betonsäule + -sockel am besten geeignet ist? Was habt Ihr verwendet und hat sich dann auch bewährt?

Vielen Dank und Grüße

Claus
 
Hallo Claus,
wenn dein Zement im Keller noch gut ist hol dir Sand mit 0-8 mm Körnung und Betonier damit dein Fundament.
Ist dein Zement schon Fest hol dir aus dem Baumarkt Estrichbeton den gibts als Sackware der reicht vollkommen für eine Säule.

Gruß
Günther

Ps.: ich bin Maurer
 
Moin Claus,
ich hatte für mein Fundament Trockenbeton als Sackware aus dem Baumarkt verwendet, Körnung 8mm, Festigkeit C25/30.
Für eine gute Frostbeständigkeit und hohe Festigkeit beim Anmischen sparsam mit Wasser umgehen (keine dünnflüssige Pampe machen) und immer schön verdichten.
Zur Säule kann ich nichts beitragen, meine ist aus Stahl.
 
Hallo,

das hier ist die Standardrezeptur für Fundamentbeton, sollte also passen:
http://www.beton-mischen.de/Beton-fuer-Fundament-mischen.htm

Das Problem ist nur etwa das gleiche wie beim Kuchenbacken: bei so kleinen Mengen machen sich kleine Abweichungen einer Zutat immer gleich überproportional bemerkbar. Wer 200 Schippen Kies nimmt, bei dem kommt's nicht so drauf an, ob die einzelne davon eher stark oder eher schwach beladen ist, am Ende mittelt sich das raus. Wer nur zwei davon nimmt und beide eher grenzwertig vollmacht, bekommt ein anderes Ergebnis.

Grüße,

Klaus
 
Hallo, wichtig ist auch ein ausreichendes Fundament unter der Säule. Am besten wäre es natürlich das Fundament und die Säule auf einmal zu giessen. Wenn du Möglichkeit zum Transport und einen geeigneten Anfahrtsweg hast, ist es auch zu überlegen den Beton in einem Betonwerk abzuholen. ( Viele größere Baufirmen bieten das an ). Dort kannst du den fertigen Beton in der ganzen Menge auf einmal abholen. Du musst nur angeben für was du ihn haben willst und welche Verzögerung der Beton haben muss. ( zB 2 Stunden damit du genug Zeit für den Transport und das giessen hast ). Das ist ach meistens noch günstiger als selbst zu mischen.
 
So, das Ding ist drin!

@Günther: vielen Dank für den Tipp mit dem Zement + Sand! Damit hab ich erst mal Punktfundamente für den Rosenbogen gegossen, und da ichs das erste mal versemmelt hab (irgendwie haben die Abstände nach dem Betonieren nicht mehr gepasst...), hab ich den Vorrat verbraucht.

Für das Fundament plus Säule hab ich dann Estrichbeton genommen. Das Fundament ist 70x70 cm und 50 cm tief, in der Mitte, wo die Säule reingeht, noch mal 20-30 cm tiefer.

Für die Säule genemigte ich mir ein KG-Rohr mit 25 cm Durchmesser und 2m Länge. Fundament und Rohr habe ich versucht, an einem Tag zu gießen, aber es hat dann zeitlich doch nicht gelangt. In den letzten Tagen hats nachmittags auch immer geregnet. Am ersten Tag habe ich aber die Säule noch gegossen, das Fundament hab ich dann tags drauf früh fertig gemacht. Insgesamt sind dabei 15 Säcke Estrichbeton a 40 kg draufgegangen. Zu jedem Sack Beton hab ich noch ne Schaufel Sand zugegeben, und mit den 4-5 Litern Wasser macht das Ganze plusminus eine dreiviertel Tonne Masse.

Das Ganze wird durch einen Säulenadapter für LXD55 von Stefan Schimpf gekrönt.

Bin jetzt dabei, so langsam das Ganze einzugraben. Und wenn es mal etwas klarer wird, schraub ich mal die Montierung auf mit dem SC-8. Ist zwar nicht wirklich "first light", aber irgendwie dann doch wieder!

Der nächste Schritt wird eine Schutzhütte sein. Mal sehn, wie ich in den nächsten Tagen in die Gänge komme, habe noch bin Ende nächster Woche Urlaub!

Vielen Dank auch für die vielen Tipps bis hierher, bis denne und viele Grüße aus der Schwäbischen Alb,

Claus
 
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