Hallo,
ich hatte bei meinem Blech z.B. das Problem, dass es sich immer verbogen hat, wenn ich versuchte, es irgendwie zu sägen (sei es mit Maschine oder Hand). Ich habe die Formen dann einfach "ausgenibbelt). Das bedeutet: Entlang der Linie, die du später haben willst, eine Bohrung neben die andere setzen; die übrigbleibenden Stege dann mit einer Rundfeile durchfeilen und den ganzen Krempel planfeilen. Dauert zwar auch seine Zeit, aber das Blech ist hinterher jungfräulich gerade.
Beim Bohren von Sägeblättern oder Federstahl hast du in der tat ein Problem, da die extrem hart und spröde sind.
Hier bietet sich (wie andere schon geschrieben haben) das Weichglühen an.
Dieses ist Erwärmen um die Linie Ac1 im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm. Wenn du ein Tabellenbuch hast: Die Linie Ac1 (oder auch nur A1, das A bedeutet hierbei Haltepunkt (arrêt) das C bedeutet hier Erwärmen (aus dem französischen chauffage))ist die Linie PSK im FeC-Diagramm. Du benötigst also Temperaturen um 723°C. Anschließend wird das Blech langsam abgekühlt (also liegen lassen oder so).
Insgesamt würde ich aber von dieser "Plackerei" abraten. Ist meiner Meinung nach viel zu viel Aufwand. Wenn ich ein weiches Blech haben will, mach ich nicht ein hartes Blech durch Glühen weich, sondern kaufe mir ein weiches Blech beim Kontor oder im Baumarkt.
Wie gesagt, Nibbeln geht, sofern du einen gescheiten Bohrer hast, mit dem du Löcher in das Material (was dann sinnigerweise nicht zu hart ist) bohren kanst. Ich habe bei mir glaube ich einen 4 oder 5mm Bohrer genommen. Nichts zu klein wählen, da du ja noch mit einer Rundfeile in die Bohrungen kommen musst.
Wenn du kleine Bohrungen fertigen willst, gibt es noch einen Trick des kleinen Mannes (der sich vor den hohen Bohrerkosten scheut): Du kannst einen Nagel der entsprechenden Dicke mit einem Seitenschneider abknipsen und damit dann Bohren. Wenn du vorher körnst und nicht zu dolle auf die am besten in einem Bohrständer eingespannten Bohrmaschine drückst, geht das auch.