Max. Spiegeldurchmesser bei einem Tubus von 312mm?

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Peter_B

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Hallo zusammen

Ich bin dringend auf den Rat von Euch Selbstbau-Profis angewiessen.
Seit geraumer Zeit bin ich im Besitz einer zweiten Nexstar 11 GPS Gabelmontierung. Nun habe ich mir vorgestellt, in diese Gabel einen Newton einzubauen und sie dann mit einer kleinen bodennahen Stativplatte als Quasi-Dobson zu betreiben. (natürlich ohne all die Dobson-Nachteile wie rumschubsen, suchen-bis-vielleicht-gefunden und so <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Wenn ich mir nun einen 2mm Kohlefasertubus baue, habe ich innen noch eine lichte Weite von rund 308mm.


1. Kann ich unter diesen Umständen noch sinnvoll einen 300mm f/? Spiegel verwenden?

2. Wenn NEIN wie gross müsste der Innendurchmesser des Tubus mindestens sein?

3. Welches Öffnungsverhältnis würdet Ihr mir empfehlen?

4. Bei gegebenen 308mm Innendurchmesser könnte maximal welcher Spiegeldurchmesser verwendet werden?


Macht dieses Projekt überhaupt Sinn, wenn ich bereits ein Nexstar C11 habe? Was würde ich mehr an Himmel sehen in Verbindung mit einem 56mm Sperplössl (5.6mm AP)? Ich danke Euch auf jeden Fall scon vorab für eure Unterstützung.

Beste Grüsse aus der Schweiz
Peter
 
komisch jetzt geht es doch mit dem schreiben hier im forum...

Also nochmal für alle.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

ich habe Angst vor dem Langen hebel, den du der Gabel aufzwingst! :P

vllt. geht es, ich habe da jedoch zweifel..
mfg Michael
 
Hallo Peter, ich mäöchte auch Deiner Nextstar_Gabel nicht zu nahe treten, aber die ist für ein kurzes Rohr mit Einblick am hinteren Ende gedacht, hebelmäßig wird das bestimmt eine Zitterpartie! Und welche thermischen Probleme handelst Du Dir mit einem derart engen Tubus ein, abgesehen davon, dass der Hauptspiegel eine Fassung benötigt, die auch mit dem enegen Rohr mehr von Schlieren als klarem Blick umweht sein dürfte. Und zu guter letzt, was soll 1 Zoll mehr Öffnung bringen? Und das Öffnungsverhältnis hängt auch von Deinen Vorlieben ab, was soll man dazu sagen?
Gruß
Achim
 
Hallo Michael

Sollte kein Problem sein, denn der Drehpunkt liegt etwa 360mm oberhalb Unterkante OTA. Zudem ist es ja kein labiles Dobsen-System, welches beim Einsetzen eines 2" Okus vornüber auf die Nase kippt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Da gibt es ein Satz bärenstarker Motoren, welche dem System sagen wo es sich hin zu bewegen hat.

Beste Grüsse aus der Schweiz
Peter
 
Hallo,
Auf drängen eines Freundes hab ich ihm seinen 8"Skywatcher
in eine 10"S.C. Gabel gebaut.Ich hatte ihm vorher
abgeraten!!!
Ich rate dir auch ab,denn es wird die reinste Zitterpartie.
Auch alt-azimutal in meinen Augen eine Zumutung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />

So sieht das aus;

Link zur Grafik: http://webplaza.pt.lu/jean2/tele.jpg
 
Hallo Peter!


Vorausgesetzt, die Gabel ist für einen Newton geeignet:


Ein 300mm Spiegel ist natürlich für einen 308mm Tubusinnendurchmesser viel zu groß! Der Tubus würde so garantiert das Gesichtsfeld vignettieren.

Ich schätze mal, dass ein 255mm Spiegel gerade noch so gehen würde. Man sollte das anhand von einer Skizze oder mittels Newt aber vor Baubeginn erstmal exakt nachprüfen.

Ganz unabhängig von der Vignettierung sollte ausserdem ein Tubus immer ordentlich größer als der Spiegel gewählt werden aus folgenden Gründen:
-- Warumluft muss an der oberen Tubusinnenseite aufsteigen können, ohne durch den Strahlengang zu wabern
-- Streulicht wird umso schlimmer, je flacher der Einfallwinkel ist. Je näher die Tubuswand dem Spiegelrand ist, umso flacher wird der Einfallswinkel und umso schwieriger wird eine effektive Streulichtunterdrückung.


Gruß Harald
 
Hallo Achim

Wie gesangt, von Seiten der Belastung durch Momente sehe ich absolut keine Gefahr. Schau Dir mal den "Big Borg" von Matthias Bopp an:

Link zur Grafik: http://www.dd1us.de/images/borg%20a.jpg

Mit Taukappe bin ich in Sachen Länge bald auf Dobs-Nivea.


Die thermischen Probleme kann ich mit einer guten Durchlüftung über Ventilatoren in den Griff bekommen. Die HS-Fassung könnte da schon eher ihren Tribut fordern. Und zu den Vorlieben.... Ich denke es ist mehr der Ehrgeiz etwas zu machen als spezifisch ein Instrument für diese oder jene Objekte zu bauen. Da würde ich eher as Geld in ein 31-er Nagler investieren und mit meinem C11 glücklich sein.

Beste Grüsse aus der Schweiz
Peter
 
Hallo Harald, hallo Jean

Ich sehe mein Projekt langsam aber Sicher unter euren Argumenten erodieren und so bin ich bald der Meinung: "Ist gut, dass wir das in der Gruppe diskutiert haben."

Kleiner und vielleicht letzter Einwand noch: Die Meade Gabeln wie auch die alten Celestron Ultima Gabeln hatten nur Befestigungspunkte bei der HS-Spiegelzelle. Die langen Befestigungsarme der Nexstar bieten dagegen sehr viel mehr Stabilität.

Gibt es eine Faustformel zur Berechnung von Spiegel- und Tubusdurchmesser? Ein 10" würde mir in Anbetracht der weiteren Gegenargumente herzlich wenig bringen.

Vielen Dank für eure bisherigen Inputs.

Beste Grüsse aus der Schweiz
Peter
 
Hi Peter!

Ich würde da einen möglichst schnellen 8 oder 10 zöller drin verstauen.

Wenn Du f/4-taugliche Okulare hast, wäre vielleicht der schnelle 8" GSO ein tolles Scope für in diese Gabel.
(vielleicht noch Balkontauglich und eine gute RichField-Alternative zu Deinem C11)

10" f/5 (Kollege von mir hat so n'GSO) ist schon ein 10kg-Brocken mit etwa 1m20 Rohrlänge. Das wird m.E. zur Belastungsprobe...
 
Hallo,

also ich würde ein Rohr mit einem Mindestdurchmesser von 35cm nehmen, eher noch etwas größer. Bei meiner Überlegung zu meinem 18"er (naja, eigentlich war es die Idee eines Freundes) bin ich da rechnerisch so vorgegangen, dass ich am Oberen Tubusende einen Öffnungwinkel von 1° haben wollte (18" f/5). Bei dir würde ich vielleicht eher auf zwei Grad gehen, je nachdem, wie groß dein größtes Gesichtsfeld werden soll. Der Innendurchmesser deines Teleskopes ist dann:
Hauptspiegeldurchmesser + 2 tan (alpha) L

wobei L der Abstand des Hauptspiegels zum oberen Ende des Tubus ist (angenähert ist das etwa die Brennweite; ich würde noch einen "Angstaufschlag" von 15% hinzurechnen). Wenn du also einen 12" f/6 nimmst (und das wird ob des Hebels schon arg haarig), hast du ein L von etwa 2100mm (du merkst, es wird LANG), und dein Innendurchmesser sollte dann in etwa 37,5cm werden.

Hoffe, ich habe mich halbwegs verständlich ausgedrückt und konnte weiterhelfen.
Zu der Überlegung mit dem Winkel habe ich auf meiner Webseite www.astroweis.de unter 18"-Dobson auch noch eine kleine Skizze, die das ganze etwas anschaulicher macht.
 
Re: Max. Spiegeldurchmesser bei einem Tubus von 31

Hallo,
Ich würde 10" nehmen, da hast du genug Spielraum um den Spiegel. Es geht ja nicht nur um den Lichtweg, da reichen etwa 10 % oder Spiegeldurchmesser plus freies Bildfeld. Du mußt aber auch noch mit Luftbewegungen am Rand des Tubus rechnen, es ist daher gut wenn der Tubus auch gut isoliert, damit es nicht zu großen Temperaturgradienten kommt. Wenn du einen relativ massiven Spiegel nimmst, und dann Kohlefaser als Tubus bekommst du einen tiefen Schwerpunkt. Ich denke nicht daß es da unüberwindliche Schwierigkeiten gibt.
Öffnungsverhältnis könnte bei 5 oder 6 liegen. Es kommt darauf an was du machen willst. "Dobson" klingt ja nach Deep Sky beobachten.
Grüße Martin
 
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Re: Max. Spiegeldurchmesser bei einem Tubus von 31

Hallo zusammen

Martin, Harald, Christian und all die anderen - herzlichen Dank für eure Unterstützung und die wertvollen Tipps.

Ich trage mal alles zusammen was Ihr mir da empfohlen habt, und entwerfe dann meinen Nexstar-Dobs. Ob ich diesen dann noch baue oder nicht, werde ich danach entscheiden. Einen direkten Vergleich zwischen einem 10" Dobs/Newton gegen mein C11 werde ich aber auf jeden Fall noch vor Baubeginn machen. Dann werde ich auch sehen, welche Lücke dieses Teil eigentlich schliessen sollte.

Nochmals vielen Dank und beste Grüsse aus der Schweiz
Peter
 
Hallo,

ja sicher. Hab ich verpennt. Besten Dank für den Hinweis. Die Rechnung müsste aber stimmen, da ich unterbewusst schon gleich 1° als alpha/2 verwendet habe.
 
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