Maxbright Binokular auf dem NexStar SE 4

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sutittitus

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Hallo Zusammen,

vor einiger Zeit habe ich mir einen NexStar SE 4 zugelegt, der leider eine ganze Weile nur in der Ecke herumstand (Na ja typisch Anfänger, erstmal total begeistert und dann zu faul, um weiterzumachen :niemals: ). Seit Neuestem habe ich (dank Freundin) jedoch einen ziemnlich dunklen und abgelegenen Schrebergarten, so dass ich jetzt öfters Lust zum Sternegucken verspüre und schon einige Male mit dem Teleskop draußen war. Dabei habe ich festgestellt, dass mich das Beobachten mit nur einem Auge immer mehr anstrengt. Im Urlaub im Juni habe ich dann mal durch ein Bino schauen dürfen und war sofort ziemlich begeistert, wie enspannt man damit spechteln kann.
Deshalb meine Frage an alle Erfahrenen hier im Forum:
Was haltet ihr von der Kombination NS 4 und Maxbright Binokular? Da ich mich mit Binos überhaupt nich auskenne, wäre ich für alle Informationen über folgende Themen dankbar:
- Glaswegkorrektor ???
- passende Okulare
- Beobachtungspraxis mit Binos
- Montagetipps

Mein finanzielles Limit füf alles liegt bei etwa 400 - 500 EUR.

Danke euch für eure Zeit und Gruß

Stefan


 
hallo Stefan,

Der NexStar SE 4 ist ein relativ kleiner Maksutov, soweit ich weiss. Mit dem Binoansatz wirst du nicht unter etwa 80 fache Vergrösserung kommen, und da das Licht ja noch in 2 Teile geteilt wird, besteht Gefahr dass dir das Licht ein bisserl ausgeht. Für Mond kein Problem, aber Planeten oder Kugelsternhaufen vermutlich schon.

Grundlegendes:

Der Glaswegkorrektor dient zur Kompensation des zusätzlichen Lichtweges durch die Prismen im Bino. Ein Mak hat aber so viel Fokusfreiheit dass du vermutlich keinen brauchst.

Die üblichen 20mm dürften schon ganz gut passen, denn der Binoansatz verengt den Lichteinlass noch mal auf cs 23mm. Längere Brennweiten werden dann nicht mehr ausgeleuchtet, bin aber nicht ganz sicher.

Ich würde mal überlegen, ein grösseres Fernglas, so 15x70 (kurz freihändig noch möglich) oder 20x80 anzuschaffen.

lg Tommy
 
Hallo Stefan, Hallo Tommy,

Binokularansätze lassen sich sehr gut auch an kleinen Optiken betreiben. Ich habe das mit dem Baader 60 Grad Bino z.B. am Meade ETX 90 Mak, am PST (also mit nur 40 mm Öffnung) und auch am Tak FS60 C (also mit nur 60 mm Öffnung)betrieben.

Bei den kleinen Optiken ist meist die Schwachstelle das erhöhte Gewicht bei der Nachführung für a) die Rutschkupplung und b) den Motor.

Binokular gibt es bei mir ein völlig entspanntes Seherlebnis. Es wurde hier auf Astronomie schon viel dazu geschrieben. Die Meinungen sind hier sehr unterschiedlich. Einfach eine Recherche betreiben.

Am Mak 4" sollte der Maxbright ohne GWK betrieben werden können, hat Tommy ja schon erklärt. Mit f13 und Vergrößerungen 53 x und größer bist Du bzgl. der Objkete natürlich eingeschränkt. Große tatsächliche Gesichtsfelder lassen sich nicht realisieren. Aber mit Mond, Sonne, Planeten, vielen M- und C-Objekten sind in klaren Nächten (außer der Sonne) genügend Objekte Anlaß zum binokularen Seherlebnis.

Zudem ist der Binokularansatz auch für andere Optiken verwendbar. Und zu einem späteren Zeitpunkt gesellt sich dann möglicherweise ein großer Bruder mit kleinerem f zum 4" Mak.

Ich selbst nutze die Baader eudiaskopischen in der Stufung 25 mm, 15 mm und 10 mm. Es gibt heute dazu sicherlich günstigere Alternativen mit größerem GF (Planetary oder Baader Hyperion oder...).

Vereinbare mit Deinem Händler ein Rückgaberecht, für den Fall, dass dich deine gewählte Kombination nicht restlos überzeugt.

Grüsse und CS wünscht

Paul

 
Hallo Leute,

danke für die Antworten.

Dass das Licht zweigeteilt wird, das leuchtet mir durchaus ein. In einem Forumbeitrag habe ich jedoch gelesen, dass das Gehirn den Verlust auszugleichen vermag. Es geht ja kein Licht wirklich verloren, es trifft nur auf 2 statt auf 1 Auge auf.
Oder schlucken da die Prismen auch noch etwas, so dass die Abbildungsqualität darunter leidet?

Die Sache mit dem GWK glaube ich nun vestanden zu haben:
Mein Teleskop muss demnach genug Hauptspiegelweg bieten, um durch die zusätzlichen Bauteile (also den Binosatz) verlängerten Weg des Lichts auszugleichen und das Okular noch in Fokus bringen zu können. Es wird also der Sekundärfokus weiter nach hinten gelegt. Fernrohrland behauptet aber, dass man auf jeden Fall einen GWK braucht wegen der chromatischen Aberration.
fernrohrland

Bei den kleinen Optiken ist meist die Schwachstelle das erhöhte Gewicht bei der Nachführung für a) die Rutschkupplung und b) den Motor.

Ich denke, dass der Händler Auskunft darüber geben kann, was der 4" Mak noch tragen kann? Oder hat da jemand Erfahrungswerte?

Mit f13 und Vergrößerungen 53 x und größer bist Du bzgl. der Objkete natürlich eingeschränkt.

Meinst Du damit die generelle Leistungsfähigkeit eines 4" Maks oder kommt da noch eine Enschränkung durch den Binosatz hinzu? Es ist mir natürlich bewusst, dass mein Teleskop nicht besonders leistungsfähig ist. Für den Anfang wollte ich aber ein Gerät, das schnell aufzustellen ist, auch in den Urlaub mit kann, und möglichst über Go To verfügt (ich höre schon die Seufzer der Profis unter euch).

@Paul: deine Okulare sind verlockend, sprengen aber meine Finanzen besonders wenn man bedenkt, dass man sie für den Bino ja doppelt braucht...

Gruß

Stefan


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stefan,

Mein Rechner im Gehirn bringt beim binokularen Beobachten durch zwei Okulare ein wesentlich detailreicheres Bild und einen besseren Kontrast zustande, als wenn ich monokular durch ein Okular beobachte.

Mit f13 meine ich in der Einschränkung die Begrenzung des tatsächlichen Gesichtsfeldes. Bei einem 25 mm Okular sind das etwa 0,5 Grad TG. Bei einer f7 Optik hast du ein TG von 1,4 Grad. Der Mak ist auf hohe Vergrößerungen bei einem relativ kleinen Himmelsausschnitt ausgelegt.

Ein Newton mit f5 dagegen ist auf kleinere Vergrößerungen mit einem größeren Himmelsausschnitte ausgelegt.

Stefan ich habe extra auf die Planetary Okulare hingewiesen. Derzeit gibt es hier Angebote um die 39 Euro das Stück. Die Ausführung mit 9 mm könnte durchaus passen.
Und dann noch zwei Stück Hyperion (z.B. bietet TS derzeit zwei Hyperion 24 mm zu je 85 Euro reduziert (Einschränkung: etwas Staub zwischen den Linsen) auf der Aktionsseite Okulare an).

Grüsse von Paul

 
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