MAY DAY: Panoptic 19mm beim Reinigen 'zerlegt'

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stefand

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Hallo zusammen,

heute benötige ich die Hilfe von echten Profis.
Beim Reinigen meiner Okulare habe ich mein 19mm Panoptic in einzelne Linser zerlegt. Um an die Linse in der Steckhüle zu gelangen, habe ich diese abgeschraubt. Das ging auch gut, den Hinweis auf den TeleVue Plössl, dass die Linsen herausfallen können, kannte ich.
TROTZDEM habe ich in einer schnellen unachtsamen Bewegung das Okular herumgedreht! So schnell wie die Linsen nun aus dem Okular purzelten, konnte ich gar nicht reagieren.

Ich habe als nun das Problem, dass ich einige Linsen und Abstandshalter vor mir habe, aber nicht die Spur einer Ahnung, wie diese wieder zusammen gehören.

Wer hat eine Querschnittszeichnung eines Panoptic 19mm?
Wer weiß, wie ich das Okular wieder zusammensetzen kann?

Vielen Dank im Voraus,
Stefan
 
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Hallo Stefan,

tja, alle Jahre wieder... zerlegt jemand hier sein TeleVue-Okular. Da wird dir leider nichts anderes übrig bleiben, als es zu TeleVue nach Amerika zu senden. Die Reparatur ist leider kostenpflichtig.

CS und VG Christian
 
Hi Stefan,

probiere es mal bei Teleskopsysteme OSDV Göttker/Pietsch, die haben mir auch mal weiter geholfen. Falls die Linsen noch alle heile sind, schafft es Andreas Pietsch und sein Team bestimmt das Teil wieder zusammen zubauen und reinigt sogar die Linsen für dich.

Gruß
Lots
 
Die Panoptics von TeleVue sind modifizierte Plössls mit einer 2-1-1-2 Anordunung der Linsen, wobei "2" ein verkittetes Dublett und "1" eine frei stehende Einzellinse bezeichnet. Beim originalen 2-2 Plössl Design bestehen die Dublette aus verkitteten plankonkav/bikonvex Elementen, die jeweils mit der Planseite nach außen und mit der gewölbten Seite nach innen zeigen.

Im amerikanishen CN Forum wurde gerade ein ähnlicher Fall mit einem 22 mm Panoptic diskutiert:

22 mm Panoptic repair help

Dort war die einhellige Meinung, das Ding zu TV einzuschicken ...

Mit freundlichen Grüßen,
Peter



 
Für alle Mitleser und fleißigen Putzer...

Hi Zusammen,

für alle Mitleser:
Der Fall, dass ein Okular zur Reinigung auseinandergenommen werden muss sollte nicht eintreten. Es kann unter normalen Umständen nur von außen verschmutzen und somit sollte auch ein Weg von außen zur Reinigung gesucht werden.
Dringt Wasser (Tau/Nässe) ins Okular ein, ist es eher längere Zeit in direkter Nähe eines Luftentfeuchters (frisch entfeuchtetes Silika Gel) einzuschließen. Die Variante 50° Backofen ist mir persönlich auch nicht ganz geheuer...

Dass man bei OSDV die Linsen auch noch reinigt - wäre auch nur nötig, wenn man im Moment des Unglücks wieder falsch reagiert hat und die Linsen dann auch noch befingern musste. Ansonsten könnte so eine unnötige Reinigung sauberer Linsen nur Vergütungen schädigen, die wegen ihrer Position im Innern des Okulars nicht besonders hart (kartzfest) oder auch nicht so stabil gegen Abrieb sind.

Mal als Nachtgedanken an alle "Bastler" mit auf den Weg zur Post...

Clear Skies
Sven
 
Re: Für alle Mitleser und fleißigen Putzer...

Hallo Sven,

danke für den Hinweis, aber ich wollte keineswegs die inneren Linsen reinigen, sondern durch das Abschrauben der Steckhülse besser an die rückwärtige Linse gelange, welche aus irgendeinem Grund kleine Flecken/Spritzer aufwies.

CS,
Stefan
 
Re: Für alle Mitleser und fleißigen Putzer...

Hallo Stefan,

wie ist es Dir gelungen, die Linsen aufzufangen, ohne dass diese verschmutzt bzw. staubig geworden sind?
Mir ist das nämlich mit einem - glücklicherweise nicht so hochwertigem 2" Okular (32 mm von APM) passiert.
M. Ludes hat mir freundlicherweise eine Schnittzeichnung zukommen lassen.
Problematisch war aber bei mir, dass die Linsen auf die Auslegeware gepurzelt waren und sämtliche noch losen Fussel angesaugt hatten.
Mit Putzen und Abpusten habe ich partout nicht alle Fussel beseitigen können, wie sich nach dem ersten Zusammenbau herausstellte.
Falls bei Dir dasselbe Problem auftritt: Ich habe die Okularteile beim zweiten Mal nass gereinigt, wie man einen optischen Spiegel reinigt - also warmes Spülwasser, abspülen mit destilliertem Wasser und trocken pusten, ablegen auf Küchenkrepp.
Als "Reinraum" bietet sich dazu ein Badezimmer mit hoher Luftfeuchtigkeit an. Dazu frisch geduscht mit nassem Haar ... Die Restfeuchte im Okular hat sich verflüchtigt.
Ansonsten kriegt man das Okular kaum staubfrei zusammen. Zumindest nach meiner Erfahrung.
Viele Grüße und viel Glück
Hans-Jürgen
 
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Re: Für alle Mitleser und fleißigen Putzer...

Also Hans-Jürgen und Stefan,
was ihr so mit euren Okus macht... irgendwie scheint das Wetter zu oft zu schlecht zu sein.
 
Re: Für alle Mitleser und fleißigen Putzer...

Tja Kay, wer den Schaden hat ....
Nein, bei mir war es so, dass ich jemandem (der noch weniger Ahnung als ich hat) am Telefon erklären wollte, wie er ggf. das Okular an einem Zeiss-Revolver an das große Zeiss-Gewinde adaptieren könnte.
Dabei habe ich die Steckhülse herausgeschraubt, in der Annahme, dass noch ein weiterer Schraubring die Linsen im Zaum hält. Bei ein paar anderen, älteren Okularen war das eben bei mir der Fall.
Was soll's, wieder eine neue Erfahrung gemacht.
Beim ersten Mal ist's noch nicht so peinlich, ein zweites Mal wird es hoffentlich nicht mehr geben.
Übrigens: Geschwitzt habe ich auch, weil sich die Frontlinse mitten im Okularkörper verkippt und verklemmt hatte. Ging weder vor noch zurück. Da sich aber Alu bei Wärme schneller dehnt, als die Glaslinse, ließ sich das Problem mit dem Haartrockner lösen.
Gruß H.-J.
PS: Ein Reinraum ist meiner Ansicht nach wirklich notwendig. Es ist unglaublich wieviel Staub durch die Luft schwirrt. Aus einem sauberen Badezimmer alle Textilien heraus räumen und die Luft mit einem Zerstäuber anfeuchten, schien mir die gangbare Lösung. Die Feuchtigkeit bindet gut die Stäube.
 
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Hi Stefan,

nur zur Info: Das einschicken zur Reparatur nach USA lohnt übrigens nicht, da es prinzipiell fast genau so teuer ist wie wenn du einen Neues kaufen würdest.

Gruß
Lots
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für die Hilfe - das Pano lebt wieder und ich konnte es eigenhändig zusammensetzen. Hinterher klapperte nichts und es sah auch nichts "seltsam" aus. Der Test am Stern konnte ebenfalls erfolgen und war auch erfolgreich.

Mein Danke geht an Team-Teleskop-Service, welches mit knappen und präzisen Anweisungen in einem Mail helfen konnte.

Für Mitleser: Bei TeleVue-Okularen niemals die Steckhülse abschrauben - bei neueren Exemplaren wird sogar ein Zettel mitgeliefert wo das Drehbuch zu meinem Vorgang draufsteht (Linsen fallen heraus etc.).

Ein Nachtrag: Während der Verletzungspause des Pano19 wurde es durch ein TSSWM20 (Blaukante) vertreten. Der Vergleich nach dem Zusammensetzen des Pano ging am f/10-Gerät äußerst knapp ans Pano (M57, Grenzgröße, Jupiter). Jedenfalls an meinem Gerät, welches nur eine 60fache Vergrößerung mit diesen Okulare hat. Genaugenommen hätte ich mir den Aufpreis von der Blaukante zum Pano an dem Gerät sparen können, denn am Jupiter konnten auch mit der Blaukante die dunkle Südpolregion, der dunkler Teil über dem ÄB, welcher nach oben noch dunkler wird und ein paar Zwischenbänder erkannt werden.

CS,
Stefan

P.S.: Am f/5-Achromaten sieht dieser Vergleich anders aus - Randschärfe ist hier das k.o. durch das Pano.
 
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