Meade 6" F/5 Newton auf LXD-75 (Angebot von Lidl)

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Skolgi

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Da ich hier im Forum die meiste Zeit verbracht habe um mich über meine Erstausrüstung zu informieren möchte ich einen kleinen Bericht zum Besten geben. VON ANFÄNGER FÜR ANFÄNGER. Also wenn mal was fachlich nicht ganz richtig sein solte dann bitte verbessern, und für alle die den gleichen Gedanken haben wie ich sich hier zu informieren: Ich hoffe ich kann Euch etwas helfen! Dieser Bericht soll für nichts anderes sein, da ich noch nicht die Erfahrung habe um weitere oder tTiefgründig Fundierte Meinung abzugen.


Ich hab eben mein Lidl 6" Newton auf LXD 75 bekommen (152mm Öffnung - 762mm Brennweite F/5). Erster Eindruck: Zu schwer. Keine AHnung wie miene Frau das Monsterpaket in die Wohnung bekommen hat.

- Versandkarton aufgemacht und die Org. Meade Verpackung gesehen die sehr sehr sorgfähig im Versandkarton eingebettet war. Also mit Versand für ein Optisches Gerät zufriedenstellend. Respekt an den Discouter.

-Inerhalb der Meade Verpackung ersteinmal stutzig geworden. Sämtliche Beschriftungen sind in allen möglichen Sprachen, aber nicht in deutsch. Beim Nachstöbern im I-Net auf Meade.de das Angebot NICHT gefunden, aber auf der org. Amerikanischen .com seite schon. Also ist prinzipiell der Deutsche MArkt nicht für das Teleskop ausgespäht worden. Wir deutschen haben wohl zu viel Geld und sollen wohl das nächst größere Kaufen... *lacht*

-Das Stativ und die Montierung im Wohnzimmer aufgebaut und erste Bekantschaft mit der Gebrauchsanleitung gemacht. Die Anleitung ist erste Sahne (kompl. in Deutsch und für die Richtige Montierung, nicht für das Vorgängermodell 55) und jeder Laternenschubser mit genug Schulischer Ausbildung um zu lesen bekommt das Stativ und die Montierung aufgenbaut. Schön alles Beschrieben. Die Anleitung ist allgemein wirklich gut. Es wird auf so ziemlich alle wichtigen Astronomischen Gesetze eingegangen. ca. 75% der Anleitung sind zwar eine Beschreibung der AUTOSTAR GoTo Steuerung, aber die ist sehr exakt und scheint auf alle wichtigen Sachen einzugehen um in den ersten Gehversuchen Erfolge zu erzielen. Einzig nervend ist (wenn aber trotzdem richtig und wichtig zu schreiben) das auf JEDER seite in der Fußnote vor Sonnenbeobachtung gewarnt wird - und auf vielen seiten nochmal extra im Text)

- Der Optische Tubus ist für eine Person Handelbar -> vom Gewicht (gute 5 Kg) und der größe. Das Stativ ist nach dem ersten Zerlegen für den Transport auf Angenehme größe Geschrumpft. Einzig der Okularauszug der zwar schon 2" hat ist auf den ersten Blick etwas unsympatisch. Bei genauerem Hinsehen und erstem ,,spielen" mit dem OAZ (Okularauszug) wird die Abneigung verstärkt. Ist zwar auf jeden Fall dienlich und wird seine Arbeit verrichten, aber ist doch etwas schwergängig und macht einfach einen sehr billigen Eindruck.

Nach dem ersten Aufbau des kompl. Teleskopes auf der Montierung im Wohnzimmer ist mir folgendes aufgefallen:
-Der Handcomputer hat nach dem einschalten im Display einen ,,farbfehler" - die rechte Seite ist schön hellrot beleuchtet, die linke seite etwas dunkel (kann aber auch am Temperaturunterschied liegen. Das Gerät war noch Kalt. Sonnst scheint damit alles IO zu sein. Einzig eine Aufhängeschlaufe oder Magnet oder so wäre Hilfreich um das Gerät mal an das Teleskop zu hängen wenn man den Computer nicht in der HAnd halten will (warum auch immer)

-Die Montierung ist unangenehm laut. ich habe mich beim ersten automatischem bewegen total erschrocken und musste sofort an "Robocop" oeder einen "Mech" denken. Kann sein das das nach dem ,,Einlaufen" noch besser geht.

Sonst war alles auf den ersten Blick in bester Ordnung, alles Einwandfrei und selbst bei genauerem Hinsehen gab es optisch und viel wichtiger Technisch nichts zu meckern (und ich kenn das noch von der Bundeswehr -> man findet eigentlich IMMER was zum Nörgeln.)

Am Wochenende werde ich meine ersten Erfahrung mit der Optik machen - also will mal auf eine Wiese vor der Stadt und mal schauen wie ich klarkomme. Störend fand ich nur das kein KFZ 12V Stromadapter im Lieferumfang war. Aber ich denke das die im Lieferumfang beigelegten original Varta Batterien für ein paar Stunden ihren Dienst tun werden.

Nachtrag: Der Tubus ist von innen schwarz (matt) lackiert, die Spinne für den Fangspiegel scheint angenehm dünn zu sein und die Teleskopverschlussdeckel sind sehr passgenau und machen auch einen sehr guten Eindruck.

Fazit: Ich bin Anfänger und habe keinerlei praktische Erfahrung mit Montierung und Teleskop, außer mal bei anderen Leuten durchgeschaut zu haben. Ich habe die letzen Wochen in Foren und Onlineseiten gestöbert ud gelernt. Mir Literatur für Anfänger besorgt und gebüffelt wie damals in der Schule (für die Physikarbeit in Optik wäre ich jetzt auf jeden Fall vorbereitet). Meine Sternenkarte und Sternenatlas studiert und die Benutzung der drehbaren Sternenkarte am realem Himmel geübt, sowie mit der Kostenlose Software STELLARIUM am Computer geübt und auch in kombination mit der Sternenkarte auf dem Laptop draußen geübt. Ich fühle für den ersten Moment zumindest das mein Geld brauchbar angelegt ist und das ich mit Preis/Leistung zufrieden sein kann. Mit einigen Zusatzokularen (nur ein 25mm Meade 4000 Plössel dabei) und einer Kanne Kaffe kann man bestimmt gute erste Schritte machen und wird (hoffentlich) nicht enttäuscht. Klar ist es Geschmackssache mit der Goto Montierung und bestimmt hätte man mit Dobson oder etwas gebrauchtem fürs Geld mehr Optik bekommen, aber auf den ersten Blick scheint es für mich auszureichen. Mein Plan ist eventuell bei weiterem Ausbau des nun neuem Hobbys ein 8" oder evt. sogar 10" Schmidt-Newton zu erwerben die es ja teilweise gebraucht sehr günstig gibt und die Montierung zu behalten.
Ob ich die Montierung für event. (und auch irgendwie für mittlere Zukunft) geplante Fotografie benutzen kann wird sich dann zeigen, aber für eine Webcam wirds sicher reichen.


Und ohne Werbung zu machen: das gleiche Gerät in ebenfalls 152/762 Ausführung gibt es in anderen Internetshops auch, zwar teurer, dafür aber dann mit 230V Netzteil das einem im Feld zwar nichts bringt, aber für Gartenabende die nötige Power bringt. Ob es für den dann doch teureren Preis vieleicht etwas besseres gibt ist ansichtssache, jedenfalls ist in diesem Preisfragment die Auswahl bedeutend größer. Auf jeden Fall wird dort aber eine Betreuung und Beratung geboten. Ich denke das ist kein zu unterschätzender Punkt der event. noch einmal bei Auftretenden Fragen / Problemen oder Garantieansprüchen noch einmal wichtig werden könnte.

Ich weree mich dann wieder melden wenn ich mit den ersten Gehversuchen fertig bin und außerhalb des Wohnzimmers mal durh die Optik geschaut habe *freue mich schon riesig darauf*. Bis dahin werden weitere Okulare eintreffen, und eine Rotlichtlampe sowie ein Schichtübergabebuch das für Notierung der Beobachtung perfekt ist habe ich ir im Schreibwarenladen auch besorgt. Die Theorie scheint einigermaßen zu sitzen, die benutzung der Autostar werde ich mir übers Wochenende einprögen (einarbeiten weil wirklich komplex) und dann werde ich sehen wie gut ich WIRKLICH vorbereitet bin und wie ich Theorie ind ie Praxis umsetzen kann.

Mit der Hoffnung anderen Einsteigern geholfen zu haben oder zu helfen

Kai
 
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So auch wenn es früher war als erwartet - ich habe mit dem abschicken des obigen Berichts entspant eine Zigarette geraucht und mich im Sessel nach hinten fallen lassen. DA WAR ER. MOND. Er war hell und er rief - na komm schon, schau mich an. Und da konnte ich nicht anders.

In RAMBO Manier den optischen Tubus unter den Arm geklemmt(!!!) Das beigelegte Okular eingeschraubt und dann an der Wand angelehnt um wenigstens ETWAS stabiler zu werden. Und was soll ich sagen: Ich hatte den mond mal für ca. 6 Sekunden im Okular klasklar fokusiert. ABer danach habe ich ihn leider wieder verloren und nicht wiederbekommen. Also zuerst: Der Blick war gigantisch. Trotz fast Vollmond und extrem grausamen Seeings hatte ich feuchte AUgen. Im Okular oben - also richtig unten habe ich am Pol die Krater gesehen und es war ein Anblick den ich glaube so schnell nicht vergessen werde. Die Vergrößerung war 29X - Um längen mehr als ich mit meinem 10X Fernglas gesehen habe. Natürlich. Wie gesagt - durch die ,,Deutsche Unterarmmontierung" war das natürlich kein Vergnügen weil es einfach nur gewackelt hat sowie die Angst den tubus fallen zu lassen - in kombination mit dem gräßlichen Seeing weil innentemp 22°C und draußen ca. -10° also über 30°C Differenz war das trotzdem für die Paar Momente ein unvergässlicher Moment. Ich hatte auch einen Hellen Stern in Mondnähe (was man so nähe nennen mag, aber zumindest grobe Richtung) kurz und unscharf im Okular. Müsste Rigel gewesen sein. Aber darüber kann ich leider nichts sagen, weil es >1 sek. war und unscharf. Trotzdem beeindruckend!!!!

Und als letztes: Hehe die ganzen Bücher haben Recht. zitat aus ,,Fernrohrführerschein in 4 Schritten" heißt es: Der Mond wird oft als unangenehm hell empfunden..... (verweis auf Mondfilter, ect.) -> Dies kann ich nur bestätigen!!! Aber trotzdem einfach klasse.

Sorry das ich für die warscheinlich kürzeste und schlechteste Mondbeobachtung hier einen X Zeilen Thread poste, aber so lächerlich es sich auch anhören mag - ich bin schlicht und ergreifend überweltigt von dem eben von mir gesehenem. MAcht Lust auf MEHR!!!!

Gruß Kai

P.S.: Ich gelobe: Ich werde in Zukunft nicht für jede unwesentliche Beobachtung hier mir die Finger wund schreiben! *lacht laut los*

 
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Mahlzeit,

habe mir das gleiche Gerät besorgt und kann dir voll und ganz zustimmen zu deinen Qualitätseindrücken. Mir erging es ähnlich. :-)

Den Okularauszug fand ich jetzt bei normalen Temperaturen nicht unbedingt schwergängig. Allerdings habe ich dann auch mal bei leichtem Frost beobachtet und da war der dann schon fast festgefroren und nur noch mit Mühe zu bewegen ... Ich weis nicht ob das jetzt an vielleicht billiger Schmiere o.ä. liegt. Jedenfalls warte ich für weitere Beobachtungen mal auf frostfreie Zeiten.

Farbfehler hatte ich keinen an der Handsteuerung.

Als Netzteil habe ich mir übrigens ein billiges aus dem Baumarkt für 25,-- € besorgt, das man auf verschiedene Voltstärken einstellen kann und siehe da: Bei 9V funzte es einwandfrei. Also da kann man sich getrost die 200,-- € Aufpreis zum Original-Angebot sparen.

Ich hatte übrigens bezüglich des Tubus auch schon genau den gleichen Gedanken: Montierung behalten und vergrößern auf 8""

:-) Na ja, aber ich denke ich reize den 6"" erstmal aus.

Viel Spaß
 
Hallo Kai,

ich nutze das 8'' ACF auf der LXD 75 und bin visuell mit der Stabilität voll zufrieden (Ausschwingzeit ca. 0,8 Sekunden bei eingefahrenem Stativ bei 400-facher Vergrößerung). Fotografisch habe ich mit der Montierung noch keine Erfahrung gemacht.

Bei 8'' sollte der Hebel jedoch nicht länger als bei einem SCT sein.

Deinen Bericht kann ich in Bezug auf die Montierung nur bestätigen. Den Farbfehler kann ich jedoch nicht bestätigen.

Viel Erfolg, CS und VG Christian
 
Hab gestern noch ein Modell ergattern können. Solche Spontankäufe sind manchmal mit der besseren Hälfte nicht so leicht zu argumentieren :-) Beschäftige mich schon länger mit Astronomie und habe hier ein solides Gerät mit einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis erhalten.

Wenn man jetzt noch die Meade-Aktion (Okularkoffer) zum Vorzugspreis bekommen könnte, hätte man einen wirklich vernünftigen Einstieg. Weiß das jemand ?
 
Ich habe mir den Okularkoffer eines anderen großen Onlineshops bestellt und bin bis jetzt ganz zufrieden mit der Zusammenstellung. Für mich war wichtig das eine Barlowlinse dabei ist umd ie Brennweite zu vergrößern, da 762mm ja nicht soooo gigantisch ist. Aber benutzt habe ich sie bis jetzt noch nicht. Den genannten Koffer erhällt man zum gleichen preis wie den Meade Koffer, aber zum Qualitätsunterschied kann ich nichts sagen.

Aber nach 6 Stunden Frieren in der NAcht muss ich sagen. Teleskop gefällt immernoch sehr gut. Sehr schöne Mondansichten konnte ich genießen, aber da ich am Hellen Himmel nicht gut auskenne weil einfach zu wenig Sterne sichtbar sind in Kombination mit mangelnder Erfahrung einfach Deep Sky nicht drinne ist.

Die GoTo der LXD75 scheint schon gut zu funktionieren, aber der Beobachtungsplatz war nicht optimal und wie gesagt ich habe die Peilsterne leider nicht gefunden. Dementsprechend war leider nichts zu machen mit geführter Sternentour. Aber für Übernächste Woche wenn Wetter und Mond wieder mitspielen wird das bestimmt anders! Parole: niemals aufgeben.

Naja also Berichte über die Qualität des Teleskop aus Einsteigersicht kommen noch, aber eins kann ich schon mal sagen. Mit 9mm Okular, also mir 85 x Vergößerung ist der Mond auch bei Vollmond ein Kracher. Wenn man sich auf die Pole konzentriert ist das schon sehr interessant.

@Snookerdie: Ist mir klar, aber es war gedacht das wenn jemand wie Antragon das Angebot ergattert was zum vorabinformieren hat, oder wie gesagt das Paket gibt es ja - in der gleichen Form. Nur eben zu einem Anderen Preis. Und die AUssagen über die LXD-75 werden ja überall gleich sein - fall jemand sich das nächstgrößere Modell kaufen will :)

Also dann bis demnächst wenn ich hoffentlich mehr Erfolgsmeldungen berichten kann

Allen hier CS und Mondlose Nächte wenn sie es gebrauchen und das Eure Thermounterwäsche nicht im Schrank bleibt....

Kai
 
Hallo Leute,

erstmal viel SPass mit Euren Geräten.

Zum Okularauszug vielleicht ein Tipp: oft gibts an der Seite zwei kleine Madenschrauben, damit kann man die Leichtgängigkeit einstellen und auch ein Kippen des OAZ-Rohres justieren.

Wie Ihr sicher nach umfangreicher Recherche wisst ;), ist das Gerät ein F5-Teleskop: berichtet doch mal wie das Bild mit den Okularen des Okularkoffers am Rand ausseht.

Dass das Goto der LXD75 bei hohen Geschwindigkeiten laut ist ist wohlbekannt. Dass ein 8" oder 10"-Newton auf der LXD75 untermontiert ist auch. Dass ein Schmidtnewton nochmal schwerer ist als ein herkömmlicher Newton auch. Dass ein 8"-SCT die am günstigsten zu montierende Optik in 8" ist - weil leicht und kurz - auch.

CS

Klaus

 
Hallo Klaus,

für mich persönlich kam bei der Kaufentscheidung das "Dobson-Geschubse" nicht in Frage. Auch wenn das viele anders sehen, war das für mich keine Alternative.

Meine Wünsche waren daher:

Halbwegs vernünftige Montierung mit Nachführung und eine brauchbare Grundausttattung (Okularkofferset). Auch wenn hier viele Goto sehr kritisch sehen, ist das für mich durchaus eine nette Funktion (obwohl mir der Sternenhimmel durchaus vertraut ist).

Daher kam für mich eigentlich noch der CELELSTRON NEXSTAR 130 SLT - in Frage. Jedoch sehe ich hier insbesondere die Montierung sehr kritisch. Aufgrund des LIDL-Angebot´s war die Entscheidung dann für mich klar.

Eine gleichwertie Montierung mit Nachführung auf einem 8"-Newton ist eben nicht für 500 € (auch preislich habe ich mir ein Ziel gesetzt) zu bekommen, zumal für mich die Goto-Steuerung ein nette "zusätzliche Spielerei" ist.

Ein 8"-SCT ist in der Tat für später angedacht, wenn das System für mich irgendwann ausgereizt ist.

Ein paar Ziele darf man sich ja ruhig im Leben stecken :-)

Vorher möchte ich aber den OAZ tauschen (2" Crayford mit 1:10 Untersetzung).

Grüsse
Andreas

 
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Nach 2 Nächten mit dem Teleskop und ungefähr 6 bis 7 Stunden Erfahrung damit - leider ohne nennenswerte Erfolge- bin ich auch der MEinung das ich mir einen neuen Okularauszug im Sommer montieren werde. Schlecht ist der OAZ ja nicht, aber ich stehe einfach mehr auf feinjustage.

Wenns klappt dann fahre ich heute Abend noch mal raus und habe uU sogar jemanden dabei der sich auch auskennt... vieleicht gibt es dann ja mal Erfolgsmeldungen von mir - und dann auch gerne mal ein Bericht über die Randschärfe des f/5

Also CS

Kai

P.S.: Bin noch mit den ersten Batterien unterwegs die dabei waren. In der Kälte aber und nach Murphys Gesetz wird bestimmt heute Abend wenn ich mal jemanden dabei habe der sich auskennt mir der Saft ausgehen. Muss mir unbedingt nen KFZ Kabel zulegen. Notstarterbox habe ich schon (sollte man als Autofahrer sowiso haben).
 
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Gestern war nichts mehr mit Bericht tippen - war zu spät und zu kalt.

Also war wie gesagt am 11. Unterwegs und der Saft ist mir nicht ausgegangen, aber hier ein wichtiger Punkt den alle mal überprüfen sollten die das Teleskop auch haben:

ACHTUNG WICHTIG: GEFAHR!!

Die Batteriebox bei mir wies ein gefährlichen Defekt auf. Bei der Batteriekontrolle zu Hause vor dem losfahren ist mir die Zugentlastung (der Klebepunkt aus Heißkleber) des Batteriekabels entgegen gekommen. Es war wohl die Tage zu kalt. Zu gesicht kam mir zwei blanke Kabel. Ob die Person die die Ummantelung gelöst hat geschlampert hat (bin selber Elektriker und es geht sehr schnell das man mit der ABisozange die unteren Adern verletzt) oder einfach nur die Kälte mit der Verdrehung nicht kompatibel war weiß ich nicht, aber es hätte beinahe einen Kurzschluss gegeben. Dieser wäre nicht abgesichertt gewesen. Dies hätte zu einer verschmelzung der Plastikbox, zu einem verschmorten Kabel oder im Extremfall zu einem Platzen der Batterien führen können.

Deshalb der Tipp: Schaut lieber mal nach......


Zur Randschärfe:
Ich hatte gestern den Mond im Visier (was anderes ging ja auch nicht wirklich). Teilweise als Tatalmond klein vergrößert und als Nahaufnahme Okularausfüllend. Bei den okularen aus dem Koffer konnte ich keine nennenswerte Randschärfe feststellen, muss aber dazu sagen das mir das 6er Okular sofort beschlagen war und somit leider ausfiel. Da wenig erfahrung bis jetzt kann das ein Profi natürlich vieleicht anders sehen, aber für mien Auge und genauerem darauf achten für das Forum hier konnte ich keine nennenswerten Unschärfen ausmachen. Mein Mitbeobachter gestern der selber mit einem großen Dobson arbeitet hat auch nichts negatives über die Okulare oder das Teleskop mit Montierung zu berichten gehabt.

Nebenbei hatte ich das Vergnügen gestern mal ein Dobson zu bedienen. Mal abgesehen von der unwesentlich größeren Spiegelfläche *hust* war das schon irgendwie komisch. Ganz so schlimm wie ich gedacht habe war es nicht, aber ich denke für meinen Fall das ich für größere Genauigkeiten als ein Vollmond etwas zu grobmotorisch veranlagt bin. Mit Handsteuerung über die Goto Steuerung kome ich sehr gut klar und am dritten Tag funktioniert die Bedienung der Richtungstasten und der Geschwindigkeitswahl schon blind. Auch das Display macht keine weiteren Mucken, nur Laufschriften zur Erklärung des Menüpunktes oder anweisung laufen in kryptischen Zeichen in Zeile 2, als ob das Display nicht so schnell anzeigen kann wie die Schrift in wirklichkeit laufen möchte. Kann aber an der Temperatur liegen...... LCD und Minusgrade sind bekanntlich ja keine Freunde.

Was sehr schön funktioniert hat war die Nachführung. Wenn man ein Objekt genau beobachten möchte (was die Tage vorher ja nicht so war - da ich noch am ,,spielen war"- leistet die Montierung am Mond und an Orion gute Arbeit. Auch Beobachtungen über eine Stunde mit mehrfachen Okularwechsel und Zigarettenpause benötigte keine Nachjustierung.Also was Steuerung und Montierung angeht bin ich wirklich Vollauf zufrieden.

Was das Teleskop angeht: Richtig auf Herz und Niere kann ich es erst Testen wenn es dunkler ist. Ich denke wenn der Mond in so 10 Tagen dunkel ist werde ich eine Menge Spaß haben. Die Spiegelanordnung haben wir gestern Abend mal mit Laser vermessen und ich musste feststellen das hier noch etwas Potenzial für mich ist. Zwar ETWAS verstellt, aber auf keinen Fall so schlimm um sofort was machen zu müssen. Das werde ich mal in Ruhe tagsüber machen und nicht auf dem kalten dunklem Feld ohne richtiges Werkzeug dafpr.

Was mich sichtlich beeindruckt hat war das große 2" Okular von meinem Mitbeobachter. Auf seinem Dobson und selbst bei mir machte es einen WIRKLICH guten Eindruck. Die große Okularöffnung die mich an meinen ersten Fernseher erinnert hat (und auch das Gewicht *lacht*) hatte schon etwas. Ich denke das ich mir im Frühjahr wenn wieder etwas Geld übrig sein sollte (die Steuer kommt ja zurück so der Staat will) ich mir ein 2" Okular zulegen werde.

Auch denke ich an ein Zenitprisma nach, da teilweise die Okularöffnung in einem so ungünstigen Winkel ist das man sich entweder auf den Boden setzen muss oder sich auf einen Stuhl stellen müstste um etwas zu sehen. Gestern vor dem Abbau drehte ich das Teleskop in den Rohrschellen so das es ging, aber um die Einnordung nicht zu verlieren ist das auf dauer natürlich keine Alternative. Aber gut Ding will weile haben und mann braucht ja auch nicht alles sofort. So lernt man dazu was geht, was man noch braucht und was man noch optimieren kann.

Einzig Negativ ist mir aufgefallen das ich teilweise und bei größeren Vergrößerungen (so ab 150) Probleme mit Schwingungen hatte. Dies ist aber teilweise ein Hausgemachte Problem, da ich die Stativbeine voll ausgefahren hatte und durch ungeübten Umgang teilweise sehr oft an das Teleskop oder Montierung gestoßen bin. Beim Nächsten mal mit eingezogenen Beinen versuchen. (Problem: ich hab 1,93m - da sind tiefe Winkel sehr rückenbelastend.)Aber wie gesagt ich bin ja noch in der Lern und Übungsphase und da darf mir sowas schon passieren.

Und mein erstes Astrofoto hab ich ach - mit Kamerahandy (Sony - 5 Megapix - Autofokus) einfach mal übers Okular gehalten und drauf los geknipst. Den Vollmond schön abbekommen. schönes Foto. Schade nur das er auf dem Bild einen großen hellen Schatten hat. Aber Fotografie steht für mich noch in den Sternen (auch schönes Wortspiel) und erst mal was sehen - später dann Fotos davon machen.

Fazit nach dem 3. Tag und dem ersten "echtem" Beobachtungstag:

Vollauf zufrieden. Teleskop und Montierung haben Ihren Dienst wunderbar geleistet und mir alles gezeigt was es bis jetzt zu sehen gab. Leider war das bis jetzt nur der Mond, aber den dafür wunderschön. Der Umgang mit der LXD-75 Montierung ist nach kurzer Zeit ins Blut übergegangen und einem schnellem Auf- und Abbau steht nichts im Wege, genau so wie der blinden benutzung des Handcomputers zur Beobachtung.

Über Deep Sky Objekte werde ich erst was schreiben können wenn ich welche sehe, aber es kann ja nicht immer Vollmond sein und ich freue mich auf die nächste Woche.

 
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Hallo Skolgi,
Glückwunsch zu deiner ersten "richtigen" Beobachtungsnacht.
Auch denke ich an ein Zenitprisma nach, da teilweise die Okularöffnung in einem so ungünstigen Winkel ist das man sich entweder auf den Boden setzen muss oder sich auf einen Stuhl stellen müstste um etwas zu sehen.
Ein Zenitprisma oder Spiegel verträgt sich nicht mit einem Newton.Du wirst nicht mehr in den Fokus kommen,da der Lichtweg zu lang wird...
...da ich die Stativbeine voll ausgefahren hatte...
Wie wärs wenn du das Stativ so niedrig wie es für dich möglich ist einstellst,und dich an das Teleskop setzt?Zum einen kann man besser Sehen,weil man ruhiger an dem Okular sitzt,zum andern Freuts den Rücken.
Das Drehen des Tubus lässt sich kaum vermeiden,wenn man verschiedene Regionen Abgrasen will.
Grüße Rainer
 
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Zwischennachricht!!!!

Auf Lidl ist das Meade Angebot wieder zu haben. Also schnell zuschlagen, da es sich nur eim vereinzelte Posten handeln dürfte.

Gruß Kai
 
und schon ist das Angebot wieder verriffen. Vieleicht wer Interesse hat die Seite im Auge behallten...


Hallo Rainer.

Danke für den Tip mit dem spiegel. Hätte ich nicht gewusst und in keiner meiner Unterlagen war sowas angegeben. Hätte mich also etwas Geld gekostet das ich dann lieber für was anderes sparen kann.

Zum Thema Rücken / Sitzen und Stativ einfahren:

Das steht neben Thermoboots auch ganz oben auf der Liste. denn die dicke Kietze zieht böse nach vorne und dann noch gebückt stehen geht ganz fies auf den Rücken. Aber standart Stühlchen sind für meinen zarten Rehpopo etwas unterdimensioniert und die Gartenmöbelausstellung kommt erst im Frühling. Halte aber weiter die Augen offen :)

Das auch andere das Problem haben istdoch schön... zumindest für mich. Dann weiß ich das ich was richtig mache ;) Gibts da irgendwelche tricks - denn wenn ich die Rohrschellenmontierung leicht öffne verrutscht gerne mal der Optische Tubus und dann ist die Balance weg. was auf dauer nicht so gut für die Achsen sein soll.

Liebe Grüße - Kai

P.S.: Nächstes Wochenende soll es wieder wärmer werden im Rhein/Main Gebiet. Nur noch um die 0°C und der Mond ist um normale Zeiten nicht am Himmel. Also doch gute vorraussetzungen für Deep Sky Objekte.
 
wow - genial einfach -> einfach genial. Da hat sich einer gedanken gemacht. Gar nicht doof. :)

Mal sehen wenn ich Zeit habe kann man ja versuchen sowas in der Art - oder genau das gleich nachzubauen. Sollte mit geringem Kostenaufwand durchführbar sein. Am besten in kombination den OAZ auswechseln. Wenn man an den Tubus muss, dann am besten alles auf einmal.

Danke für den Tip :)
 
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