MEADE ED Refraktoren

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R_Andreas

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Hallo Leute,

wer kann mir aus eigener Erfahrung etwas zur Qualität der Meade ED Refraktoren (5" oder 6") sagen? Ich finde sie sowohl preislich, als auch was das Öffnungsverhältnis betrifft attraktiv.

Insbesondere interessiert mich:

- Farbfehler (sind es echte APOs laut der üblichen Definition?)
- Farbstich - verursacht die Vergütung einen Farbstich?
- Auflösung - wird das thoretische Auflösungsvermögen bei sehr guten Verhältnissen erreicht?
- Aussehen der Sternenabbildung, Beugungsringe
- Reflexe bei sehr hellen Objekten
- Verarbeitung (OAZ, Taukappe, Rohrschellen)


Dankeschön!!!
Andreas
 
Hallo Andreas,

ich habe noch nie durch ein solches Geraet von Meade gesehen aber Gespraeche mit solchen Leuten lassen den Schluss zu,
dass die Qualitaetsstreuung aeusserst hoch ist.
Ich hoerte von Zonen im Objektiv, fehlerhafter Verguetung, hoher Restchromasie, Schleiern u.s.w.
Das ist natuerlich nur Hoerensagen aber wenn Du dich wirklich mit dem Gedanken traegst, solch ein Geraet zu
erwerben (event. sogar neu), solltest Du nur eine, von einem
unabhaengigen Pruefer getestete Optik waehlen.
Sollte der Haendler das ablehnen - Pech gehabt (der Haendler natuerlich).

Gruss
Lamont
 
Hallo,

ich fand die Geräte zweitweilig auch recht interessant.
Als ich allerdings die Preise hier mit denen in den USA
verglichen hatte verflog das Interesse sehr schnell <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

Da die meisten Händler in USA vertragsbedingt (Meade-) Bestellungen
aus Übersee ablehnen ist ein Kurzurlaub in den Staaten mit Kauf eines
(getesteten) Refraktors vermutlich günstiger als der Kauf hier...


Gruss

Heiko
 
Ja, viel Schlechtes habe ich auch schon gehört über die Meade ED Apos - anderseits gibts im 5" Bereich nur Takahashi und Meade mit ca. f/8-9. Der Tak wäre mein Traumgerät aber der Preis ist echt heftig. Beim TMB 130 stört mich die kurze Brennweite; das ist eindeutig auf Fotografie ausgelegt; da gibts für die höchsten Vergrößerungen keine Okulare mehr und man muss mit Barlow operieren. Dann hat man drei Linsen, ne Barlow (nochmal 3) und ein Okular (mindestens 4, wahrscheinlich mehr) - das sind dann mehr als 10 Linsen und 20 Glas-Luft Flächen. Vixen ED ist ähnlich.

Das Gerede über Meade finde ich merkwürdig, weil doch kaum jemand so ein Gerät hat. Vielleicht schaukelt sich so etwas hoch und bekommt eine Eigendynamik. Vielleicht gibts ja doch jemanden hier im Forum, der persönlich schlechte oder gute Erfahrungen mit einem der Geräte gemacht hat?

Andreas
 
Hallo Andreas,

hier sind 4 Testberichte (3 davon allerdings in englisch)

http://www.cloudynights.com/reviews/Meade.htm

http://www.cloudynights.com/reviews/Meade%206.htm

http://www.scopereviews.com/page1g.html#1

http://www.astroimage.de/reviews.php3?op=showcontent&id=9

Bei den englischen Tests musst Du wirklich zwischen den Zeilen lesen.
So wie ich das dort gelesen habe, ist es so wie hier schon gesagt wurde:
- es gibt offenbar eine sehr grosse Qualitätsstreuung
- es sind keine echten Apo's
- sie haben einen mehr oder weniger starken Farbstich

Es scheint aber auch so, das die 6" in den genannten Punkten besser sind als die 4" oder 5". Falls Du also wirklich über einen Neukauf nachdenkst.... für's gleiche Geld kannst Du einen schönen Urlaub in den Staaten machen und einen Refraktor haben. Es gibt dort bestimmt auch Händler die eine gute Optik raussuchen. Wenn Du dem schreibst Du hollst es ab, dann verkaufen sie dir mit freude eins...

CS

Stepahn
 
hallo andreas,

such mal hier im forum nach dem user HFO, das ist martin vom
highfield-observatorium. er hat einen 4" Meade ED und verkauft ihn
auch gerade. vielleicht bekommst du ihn noch, auch sollte er was
zu seiner optik sagen können.

übrigens: ob hochgeschaukelt oder nicht, die streuung ist
bei den teilen wirklich extrem hoch. ich konnte vor über
10 jahren mal durch so ein teil schauen, damals hatte ihn ein
salzburger kollege, was soll ich sagen, mein jetziger f8 fraunhofer
hat weniger farbe. also AUFPASSEN und auf jeden fall nur mit
interferometrischem test, sonst fällst du auf die schnauze!

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Danke für den Link, klingt ernüchternd. Vielleicht muss man für die besondere Qualität eben auch besonders viel Geld ausgeben.

Gibts eigentlich außer Takahashi und Astro Physics noch eine Firma, die 2-linsige Fluorit Apos in 5" produziert?

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas!

Ich kann mich nur meinen Vorschreibern anschließen, was die Serienstreuung betrifft. Vor ein paar Jahren konnte ich einen 5 und 7" Apo vergleichen, der 5" war super, der 7" Sch... In einem alten Meade-Prospekt waren mal die Glassorten aufgelistet, es ist FK01 und KF9. FK 01 ist zwar ein sogenanntes low-dispersion-Glas, jedoch qualitätsmäßig für einen APO-Zweilinser nicht gerade erste Wahl.

Sonst gibt es nur noch die Fa. Borg (Test in einer der letzten Sky&Telescope). Da gibts allerdings nur in Italien einen Händler, und der ist sauteuer. Ach ja - Pentax hat(te) auch einen 125mm Apo, der ist aber auch eher teuer.

Grüße
Martin
 
Hallo
die Borg Refraktoren gibt es auch bei Astrooptik Kohler in der Schweiz (http://www.aokswiss.ch/index.html) von 76mm bis 150mm Öffnung. Kostenpunkt ED76/500 820,- Euro, ED 150/1000 8029,- Euro.
Es sind allerdings keine Flourit APOs, sondern ED, d.h. nicht perfekt farbrein. Durch einen 125er habe ich schon mal geschaut. Die Sterne waren feine Nadelpunkte, ich konnte aber keinen Test machen.
Der Besitzer hat ihn inzwischen wieder verkauft wg. häufiger Dejustierung.

Ist aber vielleicht eine Alternative, auch wegen des Preises. Der 125/800 kostet ca. 3500,- Euro plus MwSt.

Gruss
Ulli
 
Hi Uli,

Borg ist in der gleichen Liga wie Meade und Vixen ED, nach meiner privaten Einteilung. Optisch hatte ich nur gutes gehört bis heute, die Tuben sehen mechanisch auch ok aus. Häufige Dejustierung sollte man bei einem Refraktor dieser Preisklasse allerdings wirklich nicht akzeptieren.

Schade, dass in Deutschland weder Kompetenz noch Risikokapital vorhanden sind, um eigene Spitzenrefraktoren zu produzieren. Genau wie bei den Spiegeln, da gibt es auch keine professionellen Hersteller. Scheinbar kann man in Deutschland gerade noch Tuben drehen, Rockerboxen zusammenleimen und sonstige mechanische Kleinigkeiten erledigen.

Wenn man die ganzen Importkosten der Hersteller aus Drittländern berücksichtigt, könnte man in D sicher im Hochpreissegment konkurrieren. Vielleicht muss man noch 1-2 japanische Optikmeister einkaufen, um die Sache technisch in den Griff zu bekommen. Bin abgeschweift, sorry..

Andreas
 
Hallo allerseits!
Abgesehen davon, daß ich meinen 4" eventuell verkaufen würde (überlege ein kurzbrennweitiges Gerät für kürzere Belichtungszeiten), kann ich von meiner (gebraucht gekauften) Optik nur gutes berichten. Natürlich ist es kein Fluorit, aber die Preisdifferenz war auch nicht unwesentlich (z.B. Tak, APM,...). Man kann sich von einem ED auch keine perfekte Fabrreinheit erwarten.
Einige Bilder mit diesem Gerät gibt´s auf meiner HP:
www.highfieldobservatory.de.vu
Das es bei "manchen" Großserienherstellern eine gewisse Qualitätsstreuung gibt, ist ja bereits bekannt... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Aber das gleiche ist es bei den Montierungen, denn meine (auch wieder gebraucht erstandene) LXD 750 läuft einfach wunderbar. O.K., zum Listenpreis würd ich das DIng auch nicht kaufen...
Ich bin der Ansicht, daß man sein Gerät vor dem Kauf testen muß, um sich Enttäuschungen zu ersparen. Und das gilt sicher nicht nur für Meade <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> !
CS
Martin
 
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