MEADE ETX mit Akkus betreiben?

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empec

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Hallo ETX-User!

Ist es eigentlich möglich die MEADE-ETX 90,105,125 mit 1,2V-Akkus zu betreiben? Oder reicht evtl. die Spannung der 8 Akkus nicht aus? 8 x 1,5V Batterien kommen ja auf 12V, die Akkus nur auf 9,6V.

Gruß,

Michael
 
Hallo Michael,

ja, das geht ganz gut. Hilfreich ist es aber sich eine sog. Powerstation (z.B. bei Astrocom) anzuschaffen, dann entfällt das ganze Gefummel beim Akkuwechsel und das Teleskop kann auf dem Stativ bleiben. Es kann sein, dass das Antriebstraining erneut durchgeführt werden muß (Der Schneckenfehler ist zwar konstant und spannungsunabhängig aber der Volksmund schlägt so etwas vor, kann man ja mal im Hinterkopf behalten, falls das mal vorkommen sollte).
Viel Erfolg mit deinem ETX

Grüße

Dirk
 
Hi Dirk!

Besten Dank für die schnelle Antwort! Hast Du Erfahrungswerte, wie lange ein ETX so ca. mit Batterien/Akkus durchhält? Noch habe ich keins, aber ich denke ein ETX-105PE werde ich mir in den nächsten 2-3 Monaten zulegen.

Gruß,

Michael
 
Hallo Michael,

kommt auf die Kapazität der Akkus, die Umgebungstemperatur und die wie oft Du unterschiedliche Ziele anfährst an.
In kalten Nächten mußt du das Teleskop auskühlen lassen, das geht schon mal auf die Akkuleistung, ebenfalls wenn du viele Objekte anfährst. Ich habe mit 1400 mAh NiMH-Akkus meine ETX 90 in lauen Nächten (10°)drei Tage mit einer Akkuladung laufen lassen, allerdings oft nur im Nachführbetrieb. Ein größeres ETX verbraucht natürlich auch mehr Saft, ebenfalls zu bedenken.

Fazit: Solange noch + Grade herrschen sollte aber noch genug Leistung mindestens für eine komplette Nachtsession vorhanden sein.

Grüße

Dirk
 
Hallo Dirk!

Das mit dem Akkus ist ja dann schon mal eine Möglichkeit, etwas Geld zu sparen. Später kommt dann evtl. noch eine Powerstation hinzu.

Würdest Du das ETX - alles in allem - empfehlen/wieder kaufen?

Gruß,

Michael
 
Hallo Michael,

ich bin sicherlich nicht die erste Adresse, wenn es darum geht, ob ich mir ein ETX nochmal kaufen würde, da ich bekennender ETX-Fan bin.
Einen aktuellen, guten Thread, in welchem auch Kritiken an ETX geäußert werden findest Du auch im Nachbarforum "Telekope f. Fortgeschrittenen" oder so ähnlich.
Betrachten wir die Gründe, die mich zum ETX brachten:
1. Mich interessieren eher die Planeten als DeepSky.
Die ETXe haben ja ein kleines Öffnungsverhältnis und damit einhergehend ein kleines Gesichtsfeld. Durch die hohe Brennweite und die farbreine Darstellung sind sie eher als Planetengeräte zu bezeichnen.
Größere Objekte, offene Sternhaufen z.B. sind in Teleskopen mit kleinen Gesichtsfelder eher unspektakulär, da sie garnicht in Gänze zu überblicken sind. So z.B. sind die beliebten Plejaden im ETX eher entäuschend. Emissionsnebel wie der gute Orionnebel passen auch nicht komplett in das Gesichtsfeld. Ich will nicht sagen, dass DeepSky nicht geht aber es gibt für diese Applikationen sicher geeignetere Geräte (allerdings: Unter einem wirklich dunklen Himmel geht durchaus was).
Planeten, Mond , Sonne sind hingegen gut zu beobachten.
2. Ich wohne in der Innenstadt von Frankfurt
Ich habe mein Auto verkauft, weil ich alles zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad oder ÖPNV erreichen kann. Das Teleskop muß also transportabel sein. Das ETX ist schnell zusammengepackt und schnell aufgebaut.
3.Mitten in Frankfurt gibt es leider keine dunklen Nächte, auch in der Peripherie ist es nicht unbedingt besser, was DeepSky Beobachtungen von vorneherein stark einschränkt. Was bleibt, sind die Planeten und da funktioniert das Gerät hervorragend (für seine Größe).

Was spricht gegen ein ETX:
Ein großes Problem ist sicherlich die Mechanik der Montierung, hier sind sicherlich in den letzten Jahren substanzielle Verbesserungen durchgeführt worden (Alugabel etc.) aber vebersserungswürdig sind sicherlich die Motoren (ich lasse mein Gerät nie mit max. Geschwindigkeit laufen aus Angst, die Motörchen könnten schaden nehmen) und die Getriebe. Letzteres reagiert etwas schwammig, dies kann allerdings durch ausgefuchste Einstellungen im Autostar (der Steuerungscomputer) zumindest auf ein erträgliches Maß reduziert werden.
Man möge mich korrigieren aber entscheidende Teile (Zahnräder) sind nach wie vor aus Kunsstoff gefertigt, lediglich das Rad, welches die Schnecke antreibt ist aus Metall. Vielleicht könnten die Verantwortlichen bei Meade eine "German"-Edition in Betracht ziehen, bei der ein Vollmetallgetriebe und ein etwas stärkerer Motor einbeaut sind. Ich postuliere, dass dies die Herstellungskosten nicht entscheidend und in Relation zum Systempreis nur lächerlichen Betrag erhöht.
Für mich persönlich würde ich mir wieder ein ETX kaufen, jedoch keines der Premier-Edition. Das Teleskop nach Norden ausrichten, den Tubus waagerecht stellen sollte eigentlich noch ein jeder selbst hinbekommen.
Es lohnt sich aber auch mal nach anderen Alternativen Ausschau zu halten, mit einem ETX erwirbst Du letztendlich immer ein relativ teures Teleskop mit vergleichsweise geringer Öffnung, guter Optik aber optimierungs bedürftigen mechanischen Eigenschaften.

Grüße

Dirk
 
Hallo Dirk!

Vielen Dank, für Deine ausführliche Antwort! Für mich stehen im Moment auch die Planeten im Vordergrund und dass man das Teleskop schnell aufbauen kann. Die Nachteile der Mechanik und der doch hohe Preis schmerzen natürlich, aber ich denke, ich werde mir das 105er beim Händler ansehen und dann wohl auch zuschlagen.

Beste Grüße,

Michael
 
Also ich habe auch ein ETX(allerdings erst seit Juli)
und betreibe das mit nem Meade Netzteil! Das geht auch ganz
gut!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Hallo Astrofrosch!

Ein Netzteil ist natürlich auch eine Möglichkeit. Welches ETX (AT/PE) hast Du denn und wie sind Deine Erfahrungen damit?

Gruß,

Michael
 
Also,
ich hab das ETX 125-EC mit Autostar. Das Netzteil gibt es
in 2 Varianten:Einmal für die Steckdose und ein andermal
für den Zigarettenanzünder im Auto! Ich hab jetzt nur das
für die Steckdose und finde, dass es recht gut funktioniert!
Mit Batterien hält das ETX etwa 20 Stunden.
 
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