Meade ETX-Serie empfehlenswert?

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Barista

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Ich bin schon des öfteren über die Meade-Teleskope aus der ETX-Serie gestolpert.
Sind diese Geräte eigentlich empfehlenswert? Grundsätzlich bieten diese Geräte wohl einen sehr schnellen Erfolg, da damit auch der Anfänger die gesuchten Objekte findet. Auch die Baugröße machen diese Teleskope interessant.
Ist so eine Automatik denn dem Anfänger zu empfehlen oder sollte man es erst mal manuell versuchen. Wie ist den grundsätzlich die optische Leistung dieser Teleskope zu bewerten?
 
Hallo,
ich hatte 2 Jahre lang das ETX90, allerdings als "RA" sprich ohne Autostar. Optisch ist das Teil sehr gut - mechanisch gibt es aber einige Schwächen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> Da wäre die recht ungenaue Fokussierung über einen Miniknopf, die labile Lagerung in einem Plastikgehäuse und die unmögliche Justagevorrichtung für das Sucherfernrohr (was Du ja möglicherweise auch mit Autostar mal brauchst).
Unschlagbar ist es als portables Reiseteleskop - von wegen Handgepäck und so. Aber wenn man genug Platz und die geeignete Transportmöglichkeit hat würde ich heute eher einen Newton nehmen - als Dobson oder wenn Du Wert darauf legst auf Goto-Montierung.

CS
Hans-Uwe
 
Bei ebay habe ich mehrere ETX 70 und einige wenige ETX90 gefunden. Preislich ist zwischen diesen Modellen ein enormer Unterschied (habe im Prospekt aktuell nur noch das ETX 90 gefunden, das ETX 70 war nicht gelistet).

Ist zwischen diesen beiden Modellen ein großer Unterschied oder wäre der Anfänger mit dem 70er (habe ich neu für 222€ gesehen) nahezu genauso gut bedient.
Grundsätzlich würde ich auch ein manuelles System bevorzugen, die kompakte Bauweise der ETX finde ich aber super klasse. Das Gerät kann man wirklich ohne Problme mitnehmen.
Kann man denn die mechanischen Schwächen durch geschickte Umbauten ausmerzen oder geht das nicht?

Danke!
 
Hi,

wie Godot schon geschrieben hat, sind kleine Maksutovs allgemein nicht schlecht (zumindest bei Planeten/Mond; bei etlichen Deepsky-Objekten wird's schnell mau). Transportabel sind sie auf jeden Fall.

Ich hab den Skywatcher Travelmax 90 auf EQ-1 mit Tischstativ. Das paßt zusammen mit ein paar Okularen, Leuchtpunktsucher, Karkoschka und drehbarer Sternkarte prima in diese 10-Euro-Baumarkt-Alukoffer. (Mein 114/500 kommt in eine extra Kiste und erlaubt dann Großfeldbeobachtungen... Monti und Okulare teilen sich die zwei dann.)

Unter http://www.megaoptics.de ist genau das Gerät abgebildet. (Krieg ich für die Werbung jetzt einen umsonst?)

Der Travelmax 90 hat wie das ETX 90 einen Durchmesser von 90 mm und eine Brennweite von 1250 mm. Mit dem Travelmax 102 hättest Du etwa ein Viertel mehr Lichtsammelfläche; also durchaus überlegenswert. (Allerdings eher auch auf der EQ-Tischmonti als auf der bei Megaoptics angebotenen azimutalen und mit Zenitspiegel statt Prisma.)

Ciao
Martin
 
Das Travelmax 90 wirkt wirklich nicht schlecht. Hat hier denn schon jemand praktische Erfahrungewn mit dem Teleskop sammeln können? Wie ist denn die dazu angebotene Montierung EQ-TA. Taugt die was?
Der Preis läge zumindest noch in dem Rahmen, den ich mir vorgstellt habe.
Das Stativ würde für die ersten Gehversuche auch reichen, da ich das Ding zunächst einmal natürlich auf dem Balkon aufbauen würde und ich hier das Glück habe, eine gemauerte Brüstung zu besitzen, die sehr stabil ist.
Die Helligkeit im Hinterhof geht auch und für erste Gehversuche wäre das somit nicht schlecht.
 
Also zum Travelmax auf der Montierung kann ich dir nichts sagen, ich habe seit ca. 2 Jahren ein ETX-105.
Von der leichten und kurzen Bauweise bin ich nach wie vor begeistert, man kann es auch (aus der Montierung ausgebaut) auf einem Fotostativ mit in Urlaub nehmen.
Das Einzige was meine Beobachtungsfreude etwas getrübt hat ist die rechnerische Minimalvergrößerung von ca. 50x, die für viele DeepSpace-Objekte zu lichtschwach oder vom Bildausschnitt her zu klein ist, Maks haben nun mal ein großes Öffnungsverhältnis. Aber für Planeten- und Mondbeobachtung gibt es in dieser Preisklasse kaum Besseres.
 
Hi Basrista,

ich hatte für 4 Monate ein ETX90. Die Optik ist schon sehr gut, und es gibt hier so einige Threats über GOTO oder auch nicht. Leider ist GOTO nicht out-of-the box man muss eine MengeMenge üben, damit das Teleskop wirklich korrekt ausgreichtet ist und anfangs auch eine Menge und zeit-, bzw. nerven-aufreibende Fehlschläge in Kauf nehmen.
Als blutiger Anfänger ist es sogar unmöglich, in den GOTO Genuss zu kommen möchte ich behaupten und erste Nacht schon gar nicht.
Aber: ETX90 ist superklasse ansich, transportabel und schnell aufgebaut, man sieht eine Menge damit.
Ich habe inzwischen zum LX200GPS 10" gewechselt, das ETX war für mich eine Art "Anfixtest", ob ich wirklich astrofanatisch bleibe oder es wieder mal nur einer meiner Spleens ist......und er hält an und an und an ;-D

Lieben Gruß

Stefan
 
Hallo Barista,
das ETX70 gabs zu Weihnachten bei Aldi-Süd für ca. 150 oder 170 EUR. So langsam sollten die auf dem Gebrauchtmarkt einschlagen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Wegen der Qualität der Optik hätte ich da schon große Bedenken. Dann schon lieber das ETX90 RA ohne Goto. Meins habe ich neulich bei Ebay für 220EUR verkauft - dürfte noch mehr in der Preisklasse geben, da die wegen des fehlenden Goto nicht so beliebt sind.
Nähere Infos zu den ETXen allgemein gibts sehr ausführlich bei http://www.weasner.com
Viel Erfolg und CS
Hans-Uwe
 
Hallo,
Ich hab so ein Lidl-ETX-70 AT für 179.-Euro.
Das negative vorweg: Alles aus Plastik, die Optik ist ein einfaches Linsensystem. Als Planetenfernrohr ist das nix. Auch zum Fotografieren ist das Gerät nicht geeignet, die Montierung ist dazu nicht stabil genug, und es ist kein Platz für eine Kamera zwischen Teleskop und Montierung.
Nun das Positive:
1.) das Linsensystem hat 70mm Öffnung und 350mm Brennweite. Also f/5
Man muss sich dran gewöhnen, weil die Galaxien plötzlich so klein sind, aber man sieht sie klein, scharf und deutlich! Farbfehler sind mir nicht aufgefallen, ich hab meist nur 20-fach vergrößert und hab auch nicht speziell danach gesucht.
2.) Wenn man jung ist und über eine Pupillengröße von 7 mm verfügt, dann geht’s bereits mit 10-facher Vergrößerung los, die Okulare die dabei sind reichen von 15 – 80-fach, mit einem riesigen Bildfeld, wie bei einem Feldstecher etwa.
3.) Ich stell das Ding aus dem Kofferraum hin und hab nach 5 Minuten das erste Objekt im Bildfeld, einen Sucher brauch ich nicht, weil das Gerät selbst einer ist. Ich kann das ganze sogar im mitgelieferten Rucksack auf die Wanderschaft mitnehmen!
4.) der Gotocomputer bietet mir die Möglichkeit jedes erreichbare Objekt zu finden. Er arbeitet wirklich präzise, ein angefahrenes Objekt ist in der Mitte des Bildfeldes.
Ich kann auch einen Laptop an das Fernrohr anschließen und das Teleskop direkt vom Planetariumsprogramm steuern.
Dem Anfänger hilft er über die ersten Hürden - überhaupt was zu finden außer einer Menge Sterne. Am Schönsten finde ich die Möglichkeit einen Streifzug zu wählen. Da schlägt der Computer selbst eine Reihe von Objekten vor, z.B. Saturn, Orionnebel, Plejaden, ein paar spektakuläre Sternhaufen, ein paar Galaxien etc. Die sind dann auch über dem Horizont und gut zu sehen.
5.) Die Fernrohre tauchen jetzt schon gelegentlich bei Ebay auf, meist zu einem höheren Preis als sie bei LIDL zu haben waren. Meines aber nicht. Allein das was an Zubehör dabei ist, ist mehr wert als der Gesamtpreis. Ich hab auch noch einen 18“ Dobson wenn ich Lust auf planetarische Nebel hab, aber das kleine Teleskop mcht mir momentan mehr Spaß.
Grüße Martin
 
Hallo!

Hab auch noch so ein ETX70, jedoch regulär gekauft, also viel zu teuer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />.

Das GoTo ist meiner Meinung sehr wohl schnell begreifbar und anwendbar und das auch in der ersten Nacht. Es ist halt ein Plastikteil aber im Verhältnis zu Einsatzmöglichkeit (selbst bei Wanderungen mitzunehmen) und Einsatzzeit (auspacken, nach Norden drehen, Tubus waagerecht; alles pi mal Daumen-> fertig) und auch der Softwareunterstützung, finde ich es ein gelungenes Paket um sich spielerisch am nächtlichen Himmel zu erfreuen! Wie von Marty schon angesprochen finde auch ich die goto-Touren sehr gelungen. Alles in allem kann man hier keine super Optik erwarten aber um zu sehen was möglich ist, zur ersten Orientierung und auch für die Infizierung mit dem Spechtelvirus scheint es eine gute Wahl zu sein, besonders für die, die keine Wissenschaft sondern ein Hobby betreiben wollen.

Gruß Holger
 
Hallo Barista,

Das ETX 70 ist wie schon erwähnt ein Frauenhofer. Mit F5 ist es hier schon ein Ordentlicher Farbwerfer und somit für Planeten ungeignet. Auch ist an diesem Teleskop alles aus Plastik. Da ist der 70mm TS Refraktor schon deutlich besser.
Die ETX 90- 125 sind dagegen opisch und mechanich einwandfrei. Die Leistung ist den China Mak's überlegen. Mein persöhnlicher Favorit ist das ETX 105. Es bietet am Planeten eine hervoragende Leistung und auch im Deep Sky ist schon eine menge zu sehen. Es ist außerdem leicht und transportabel. Das Schöne ist, dass es die ETX 90 - 125 auch ohne die Gabelmontierung gibt. Wenn Dir GOTO also nicht so wichtig ist, kannst Du sie auch als Spotting Scope Version kriegen. Natürlich brauchst Du dann eine stabiele Montierung. Hier würde ich die Astro 5 oder die GP - E von Vixen empfehlen.
Hoffe ich konnte Dir weiterhelfen.
Gruß und CS

Jan
 
Von allen Teleskopen die ich mir im Internet so angesehen habe, wäre die ETX-Serie für mich die geeignetste. Der Preis hält mich momentan aber noch ein wenig davon ab, weshlab ich mir erst mal was einfaches zum rumprobieren kaufen werde. Bei Begeisterung, wäre ein ETX sicher die erste Wahl, alleine wegen der sehr kompakten Bauform, kombiniert mit offensichtlich (zumindest behaupten dies die meisten) sehr guten optischen Leistungen.
Für den Einstieg aber etwas teuer.
 
Ich habe mir anfang Dezember auch das ETX70AT beim Lidl für 180.- Euro geholt und muß Jan zustimmen: das Teil ist wirklich ein Farbwerfer(Kommentar:"Kuck mal, ein grüner Saturn!" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ). Hab mir dann noch einen 1,25" Fringekiller(Filter) gekauft, der den Farbfehler sehr gut ausgleicht bzw. erträglich macht.
In Sachen Transport ist das Teil unschlagbar! Mit den Rucksack auf'n Rücken kommst du überall hin. Das Stativ aufgestellt, das ETX drauf, ausgerichtet, eingeschaltet und los geht der Spaß.
Bei Planeten brauchbar, wenn du keinen großen Wert auf Details legst. Im DeepSky Bereich gibt aber schon Einschränkungen, es fehlt an Öffnung. Da gibst eigentlich nur Offene Sternhaufen gut zu sehen, aber die Sterne sind nadelscharf. Es macht einfach Spaß nurmalso spazieren zu kucken ohne dabei ein bestimmtes Ziel zu haben.
Meisten nutze ich den AutoStar nicht und belasse es nur auf die Nachführung. Da habe ich die Erfahrung gemacht, dass man teils mehr Zeit mit dem GoTo verbringt, als man wirklich durchs Teleskop schaut. Geschmacksache ...

Wenn mir mal ein 105er oder sogar 125er ETX preiswert in die Hände fallen sollte, dann schlage ich zu. Die ETX-Serie wird einfach von vielen zu arg unterschätzt. Ich finde den 70er einfach gut und mehr will ich im Augenblick auch nicht.

CS
Matthias
 
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Die ETX-Teleskope gibt es ja mit und ohne Goto-Steuerung. Kann man denn ein Modell ohne mit einer entsprechenden Steuerung nachrüsten oder unterscheiden sich die Telekope auch vom Aufbau her.
Sind denn die ETX ab dem 90er Modell auch solche Plastikbomber oder bezieht sich das nur auf das 70er Modell, welches sich ja wohl grundsätzlich von den restlichen Modellen unterscheidet.
 
Hallo Barista,

Alle ETX-Teleskope werden inklusive Stativ und Computersteuerung geliefert. Die "nackte" Version wird nicht mehr angeboten. Im Aufbau unterscheiden sich ETX-70 und ETX-90 deutlich von ETX-105 und ETX-125. Die beiden größeren Geräte sehen zwar von aussen gleich aus, die Mechanik unter der Kunstoffabdeckung ist aber eine Aluminiumgabel mit Kugellager in beiden Achsen. Die kleineren Geräte sind dafür deutlich leichter.

Clear Skies

Tassilo
 
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