Meade Europe sieht schwarz

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Re: Patent

Hallo Gerd,

schon möglich, dass ich, genau so wie Fernrohrland, mit dem Hinweis auf den realistisch gesehen wirklich enormen praktischen Nutzen die unrealistische Vorstellung von ebenso enormen "Geldflüssen" geschürt habe.
Also nochmal: Realismus ist angesagt.

Gruß und CS
*entfernt*
 
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Re: Patent

Hallo Gerd,

man muß das relativieren. Ich bin derjenige welcher schrieb: "zieh dir einen schönen Obulus an Land". Da steht nix davon "verlange einen 5" Apo als Ersatz für deinen Riechfielder"...oder "laß dir einen Koffer Nagler schenken"...
Ein "schöner Obulus" könnte sein daß Fernrohrland "dem lieben Günther" anbietet:"Dein nächsts Oku gibts zum Einkaufspreis...".
Dann kostet es dem Hersteller nix außer Porto und Günther hat ein paar Euro für die Hobbykasse gespart.


Wenn diese Einstellung unter den ATM lern herrscht wird sich wohl jeder Händler in Zukunft zwei mal überlegen ob er noch mal eine Verbesserung wie diese auf dem Markt bringt.
Es gibt soviel zu verbessern was schon tausendmal kritisiert wurde, die (meisten) Händler reagieren eh nicht.


Und wo bitteschön würde das Geld herkommen, natürlich von uns Kunden die einen überhöhten Preis zahlen müssten.
Ist jetzt schon so...


Fakt ist doch das der Astromarkt ein recht kleiner ist erst recht der für Verbesserrungen wie dieser Bügel.
Überlegt doch mal realistisch welche Stückzahlen davon abgesetzt werden können und was maximal daran zu verdienen ist.
Schließlich kann es jeder halbwegs begabte Bastler auch für wenig Geld selbst bauen, was den erzielbaren Preis bzw. den Kreis der Potentiellen Kunden deutlich einschränkt.
Es gibt deutlich mehr "Konsumeneten" als ATMler...


Deshalb haben Sie es auch verdient wenn tatsächlich etwas mehr übrig bleiben sollte.
Raubkopierer auch???


Unser Aller Interesse sollte doch sein das möglichst viele verbesserrungen wie diese zu einem möglichst günstigen Preis zu haben sind.
Da passt diese Mentalität des abkassieren wirklich nicht rein.
Der einzige der hier nicht abkassiert ist (einer)der Erfinder...

Unser Aller Interesse sollte doch sein das möglichst viele verbesserrungen wie diese zu einem möglichst günstigen Preis zu haben sind.
Da passt diese Mentalität des abkassieren wirklich nicht rein.
:gutefrage: ?)

Ich finde hier hat jemand ausversehen versucht sich mit fremden Fedrn zu schmücken, gehört das heute zum guten Ton? Schon alleine die Tatsache daß in einem anderen Thread sich die Firma Fernnrohrland ENTSCHULDIGT hat und eine KLÄRUNG MIT Günther angekündigt hat zeigt doch daß sogar die es so sehen wie die Dagoberts...an dieser Stelle möchte ich hervorheben daß diese Firma zu ihrem kleinen Fehler steht !!! Die wollten nicht bewußt eine Idee klauen, sie haben lediglich versäumt sich zu vergewissern ob es das schon gibt! Von daher finde ich ihr schnelles zurückrudern absolut anerkennenswert!


Viele Grüße Dagobert...

Jetzt hat mich Günther überholt... ;)
 
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Re: Patent

Hallo Felix

Ein "schöner Obulus" könnte sein daß Fernrohrland "dem lieben Günther" anbietet:"Dein nächsts Oku gibts zum Einkaufspreis...".

Schön das du deine Aussage in diese Richtung verfeinert hast, damit kann ich gut leben.

Es gibt soviel zu verbessern was schon tausendmal kritisiert wurde, die (meisten) Händler reagieren eh nicht.

Ja leider, aber warum ist das wohl so.
Der Aufwand rechnet sich offensichtlich nicht.
Es ist wesentlich einfacher und lukrativer das Chinazeug so zu verkaufen wie es ist.
Warum soll sich ein Händler die Mühe machen und auf eigene Kappe einen Hersteller suchen, eine Serie fertigen zulassen, Support und Garantie zu leisten, wenn er beim einfachen Kistenschieben mit Chinaware mehr verdienen kann.

Deshalb sollte man es für den Händler nicht noch unattraktiver machen Verbesserungen auf den Markt zu bringen als es ohnehin schon ist.

Es gibt deutlich mehr "Konsumeneten" als ATMler...

Wird der einfache „nur Konsument“ auch sein Teleskop tunen und solche Verbesserungen dran basteln?
Die Zielgruppe sind schon Leute die wenigstens kleine verbesserrungen an ihren Teleskopen vornehmen.


Ich gehe davon aus das Fernrohrland unabhängig von Günther diese Idee hatte, das tust du ja offensichtlich auch wenn ich deine Ausführungen richtig deute.
Es kann also keine Rede von einer Raubkopie sein.
Weiterhin ist Günther ja mit einer Kommerziellen Nutzung Prinzipiell einverstanden und hat auch keine Ambitionen selbst ein Geschäft draus zu machen.
Nur mit dem Patent was die anmelden wollen eben nicht.

Grüße Gerd

 
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Re: Patent

Hallo Gerd,

dem kann ich zustimmen.

Die Raubkopie war nicht auf Fernrohrland gemünzt sondern eine (gemeine) Spitze meinerseits...ich wollte nur deutlich machen was ich vom ABSICHTLICHEN Ideenklau halte!

Bleibt eigentlich nur ein Mißstand:
Ja leider, aber warum ist das wohl so.
Der Aufwand rechnet sich offensichtlich nicht.
Es ist wesentlich einfacher und lukrativer das Chinazeug so zu verkaufen wie es ist.
Warum soll sich ein Händler die Mühe machen und auf eigene Kappe einen Hersteller suchen, eine Serie fertigen zulassen, Support und Garantie zu leisten, wenn er beim einfachen Kistenschieben mit Chinaware mehr verdienen kann.
Ich glaube die meisten ahnen gar nicht zu welchen Leistungen ihr Teleskop in der Lage ist. Die Kunden müßten die Händler merken lassen daß sie sehr wohl zwischen Chinaware und einem gescheiten Teleskop unterscheiden können. Dann würden sich die Händler UND HERSTELLER vielleicht besinnen und ihre Produkte etwas verbessern. Verbesserunswürdige Details gibt es genug, in die Serienfertigung übernommen müßte sich am Preis vielleicht eine Steigerung von rein spekulativ 30 oder 40 Euro beim Standart-8" Dobson realisieren lassen. Wenn das den Leuten zu teuer ist - kann ich die Händler fast verstehen. Man kann nicht anbieten was man nicht los wird weil Mist ein paar Euro weniger kostet...

Mal hoffen daß die Innovations - und Verbesserungsbereitschaft anhält, vielleicht ist ja ein Anfang gemacht. In letzter Zeit gab es Händlerseitig immer wieder Reaktionen auf berechtigte Kritik, hoffentlich lohnt es sich für die Händler und dieser "Trend" hält etwas an...wenn sich bei den Kunden etwas mehr Qualitätsbewußtsein einstellt UND sie bessere Qualität/Service zu honorieren bereit sind - ein Schritt in die richtige Richtung...


Viele Grüße Felix
 
Re: Patent

Hallo Gerd,

Deshalb sollte man es für den Händler nicht noch unattraktiver machen Verbesserungen auf den Markt zu bringen als es ohnehin schon ist.
Autsch, das ist ja quasi Kausalitätsumkehr. Wenn Geräte mit abstellbaren Mängeln am Markt bestand haben, dann liegt das zwar am Kunden, der diese Geräte trotzdem kauft, das sind aber Geräte, die nicht auf Kundenwunsch so produziert wurden. Insofern sollte man vorsichtig sein, diese Diskussion als "Innovationsbremse" hinzustellen. Genau betrachtet bemüht sich diese Diskussion nämlich um etwas Gegenteiliges, nämlich um die kostengünstige Verfügbarkeit solcher Innovationen für alle betroffenen Geräte und Kunden.

Ein Patent oder Gebrauchsmusterschutz würde nämlich bedeuten, dass nicht jeder Hersteller oder Importeur diese Innovation verwenden kann. Lizenzgebühren, Ärger mit deren Abwicklung, das Risiko eines Rechtsstreits, sind viel effektivere Innovationsbremsen.
Wenn Fernrohrland oder irgendein Händler ein Patent oder einen Gebrauchsmusterschutz auf ein Produkt anstrebt, dann passiert das sicher nicht, weil es sich nicht rechnet. Das wäre ja vollkommen naiv, denn gerade bei solchen Teilen muss man schon ein paar davon verkaufen, um die Gebühren für Patent oder Gebrauchsmuster zu erwirtschaften. Diese Gebühren sind hoch genug, mit allen Nebenkosten, und man wird das nur tun, wenn man das Potenzial sieht, dass man natürlich über diese Gebühren hinaus noch Gewinn erwirtschaftet.
Das sind keine riesigen Geldströme, ganz klar. Aber wir reden über ein billiges Teil welches an einige - ich würde sagen einige hundert - Teleskope verbaut werden wird. Das lässt mich glauben, dass die zu erwirtschaftenden Kosten für das Patent allein mit mehr als einem Euro pro ausgerüstetem Teleskop dem Kunden angelastet werden.

Das ist viel Aufpreis für eine Innovationsbremse. Ich kenne auch die Markteinschätzung bei Fernrohrland nicht, aber man muss sich dort für die vermeintliche Eigenentwicklung schon eine entsprechende Attraktivität ausgerechnet haben, so dass der Kunde den Preis für den Patentschutz aufgebracht hätte.

Ich weiß nicht, wohin diese Nummer rechtlich führt, ich halte es aber für moralisch verwerflich, einen monopolartigen Schutz für eine Verbesserung anzustreben, die lange zuvor von verschiedenen Sternfreunden frei zum Nachbau veröffentlicht wurde.
Wenn ich die Entwicklung aber richtig deute, wird genau dies weiter angestrebt. Ich finde das nicht richtig, auch wenn Fernrohrland sicher Zeit darauf verwendet hat, das Teil optimal an die Lightbridges anzupassen.

Clear Skies
Sven
 
Re: Patent

Hallo Sven

Da ist der Zusammenhang wohl etwas verloren gegangen.
Der von dir zitierte Satz bezieht sich allgemein auf Materielle Vorderrungen von ATM lern dem Händler gegenüber deren Ideen von dem Händler endlich mal umgesetzt werden.
Ich hatte zumindest den Eindruck das da einige etwas unrealistische Vorstellungen haben bzw. hatten.

Ich Zitiere
„zieh Dir einen schönen Obulus an Land“
„teilt den Markt für Bremsbügel untereinander auf“
„vielleicht kann Fernrohrland dem lieben Günther ein kleines Nagler zukommen lassen“

Was das Patent anbelangt bin ich einer derjenigen die sich hier am deutlichsten dagegen ausgesprochen haben.
Und das mit exakt den selben Argumenten wie du sie anführst.

Ich zitiere mich mal selbst.

Sie sollten allerdings nicht versuchen hier durch ein Patent es anderen zu untersagen ebenfalls so etwas anzubieten bzw. Lizenzgebühren zu Vordern.
Es würde sich ja ohnehin nicht rechnen, die Gebühren für die Patentierung und die Jährlichen Beiträge würden die zu erwartenden Einnahmen deutlich übersteigen.
Seit auch Ihr bitte realistisch.

Unser Aller Interesse sollte doch sein das möglichst viele verbesserrungen wie diese zu einem möglichst günstigen Preis zu haben sind.
Da passt diese Mentalität des abkassieren wirklich nicht rein.

Wobei sich der letzte Satz auf alle bezieht die meinen unangemessen daran verdienen zu können, Händler wie diejenigen die die Idee hatten, Günther möchte nichts abkassieren weshalb er sich hier nicht angesprochen fühlen soll.
In einem früheren Beitrag bin ich noch etwas deutlicher geworden was ich von einer Patentierung halte

Bei echten Entwicklungen die viel Zeit und Geld gekostet haben sind Patente ja gut und notwendig.
Aber wenn einer mal schnell zwischen Frühstück und Gänsebraten einen Blechbügel für 50 Cent an einen Dob schraubt und meint jetzt andere kräftig zur Kasse bitten zu müssen nicht zuletzt weil er haufen Geld für die Patentierung rausgeschmissen hat finde ich einfach daneben.

Ich war auch der erste der darauf hingewiesen hat das dieses Prinzip bereits seit Jahrhunderten angewendet wird und habe damit die Patentierbarkeit angezweifelt.

Und nun ein Zitat von dir auch hier meine volle Zustimmung

Ich weiß nicht, wohin diese Nummer rechtlich führt, ich halte es aber für moralisch verwerflich, einen monopolartigen Schutz für eine Verbesserung anzustreben, die lange zuvor von verschiedenen Sternfreunden frei zum Nachbau veröffentlicht wurde.

Hoffen wir das Fernrohrland Vernunft annimmt.
Dadurch das Meade ja nun auch selbst etliche Verbesserungen vorgenommen hat ist die Fernrohrland Edition bis auf den Bügel und die Farbgebung ohnehin nicht mehr so Exklusiv.
Ich vermute mal das ist auch der Grund für das Patent gewesen um mit Ihren getunten Lightbridge ein Produkt zu haben was es so nur dort gibt und nirgends anders.

Grüße Gerd

 
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Re: Patent

Hallo Gerd,

dieser Zusammenhang über mehrere Postings ist wirklich verlorengegangen, ich hatte mich rein auf den Text des Beitrages konzentriert.

Clear Skies
Sven
 
Patentanmeldung konkret?

Zitat von Gerd_Duering:
Zitat von Sven_Wienstein:
Ich weiß nicht, wohin diese Nummer rechtlich führt, ich halte es aber für moralisch verwerflich, einen monopolartigen Schutz für eine Verbesserung anzustreben, die lange zuvor von verschiedenen Sternfreunden frei zum Nachbau veröffentlicht wurde.

Hoffen wir das Fernrohrland Vernunft annimmt.
Dadurch das Meade ja nun auch selbst etliche Verbesserungen vorgenommen hat ist die Fernrohrland Edition bis auf den Bügel und die Farbgebung ohnehin nicht mehr so Exklusiv.
Ich vermute mal das ist auch der Grund für das Patent gewesen um mit Ihren getunten Lightbridge ein Produkt zu haben was es so nur dort gibt und nirgends anders.

Hallo Sven, Gerd und andere!

bisher hat die Angelegenheit hier nur zu reichlich vagen und teils doch sehr vermessenen Spekulationen (Stichwort: "Lüge", "Idee geklaut", etc.) geführt. Auch der Verweis auf die Gesetzeslage ("Gesetzeslage ist nun mal so") kam ausgerechnet von jemandem, der das Patentgesetz offensichtich noch nie auch nur ansatzweise mal angeschaut hat.


Aus meiner Sicht ist die Faktenlage bisher ausserordenltich dünn. Alles was wir vorliegen haben ist eine sogenannte Patentberühmung in Form der folgenden Bemerkung hier im Thread:

Zitat von Fernrohrland:
[...]
TC Friktionsbremse mit Halterungen, individuell einstellbar - als Patent angemeldet!
[...]

Ob diese Behauptung "als Patent angemeldet!" auch zutrifft, kann man durchaus auch in Frage stellen.
Die doch recht unsicher erscheinende Antwort im Nachbar-Thread "hoffentlich handele ich mir da nicht noch Ärger damit ein." läßt bei mir einen gewissen Zweifel aufkommen.

Fragen zur Patentanmeldung selbst, und insbesondere ob zum Zeitpunkt der Anmeldung die "Erfindung" noch neu war, können wir nur beantworten, wenn wir die genauen Daten (Anmeldedatum und Patentanspruch) kennen. Also kann man momentan von Fernrohrland nur Auskunft zur genauen Identifizierung der Patentameldung fordern:

§ 146 Patentgesetz
Wer Gegenstände oder ihre Verpackung mit einer Bezeichnung versieht, die geeignet ist, den Eindruck zu erwecken, daß die Gegenstände durch ein Patent oder eine Patentanmeldung nach diesem Gesetz geschützt seien, oder wer in öffentlichen Anzeigen, auf Aushängeschildern, auf Empfehlungskarten oder in ähnlichen Kundgebungen eine Bezeichnung solcher Art verwendet, ist verpflichtet, jedem, der ein berechtigtes Interesse an der Kenntnis der Rechtslage hat, auf Verlangen Auskunft darüber zu geben, auf welches Patent oder auf welche Patentanmeldung sich die Verwendung der Bezeichnung stützt.

Der Knackpunkt ist hierbei allerdings jemand, der ein berechtigtes Interesse an der Kenntnis der Rechtslage hat. Sofern Günther keine gewerbliche Nutzung dieser Erfindung anstrebt, läßt sich da durchaus die Berechtigung seines Interesses in Zweifel ziehen. Anders stellt sich die Sache für Mitbewerber (z.B. andere Händler und gewerbliche Teleskopbauer) dar. Für selbige würde eine unzutreffende Patentberühmung einen erheblichen Wettbewerbsverstoß darstellen. Auch eine Verbraucherschutzvereinigung (z.B. die Wettbewerbszentrale) käme für einen offiziellen Auskunftsanspruch in Frage.

Uns Verbrauchern bleibt hier nur die höfliche Bitte um Aufklärung seitens der Firma Fernrohrland, mit der heimlichen Drohung, dass man sich gegebenenfalls andernorts (z.B. Wettbewerbszentrale) um zusätzlichen Nachdruck bemühen wird, sofern sie unbeantwortet bleibt.

Also liebes Fernrohrland, bitte nennt uns genauere Angaben zur "berühmten" Patentanmeldung (Aktenzeichen, Anmeldetag, Offenlegungsdatum, Beschreibungstext, etc.), damit wir uns ein genaueres Bild darüber machen können, worum es sich nun eigentlich handelt.

Viele Grüße
Stephan
 
Re: Patentanmeldung konkret?

Hallo Patentler :-)

aus eigener Erfahrung weiß ich das so eine Patentanmeldung nicht ganz einfach und billig ist.

Da ist erst einmal der Patentanwalt bzw. Ähnliches am Werk um sich die schützenswerte Idee an zu schauen und aud auf innovation zu prüfen. Dann wird geprüft ob es das Dingen bzw. Idee schon gibt. All das kost Geld ;-)

Ja dann gehts ab zur Anmeldung...kost noch mehr Geld ;-)

und dann hast Du das Recht für teures Geld jeden anzumahnen der Deine Idee verwendet. Ne ist klar das kostet noch mehr Geld und bringt meistens nix wenns ums reich der Mitte geht.
Die machen eh was Sie wollen :-)

All das lohnt sich nur wenn wirklich die dicke Kohle damit verdient wird. Ich glaube nicht das das mit der Bremse zu realisieren ist und den Aufwand lohnt.

Von daher glaube ich nicht das die Bremse jeh eine reelle Chance auf ein Patent hat.


saluti Gio
 
Re: Patentanmeldung konkret?

Zitat von Tele_Optic_Gio:
und dann hast Du das Recht für teures Geld jeden anzumahnen der Deine Idee verwendet. Ne ist klar das kostet noch mehr Geld und bringt meistens nix wenns ums reich der Mitte geht.
Die machen eh was Sie wollen :-)

Es soll auch durchaus Firmen geben, die im Reich der Mitte Patentansprüche durchgesetzt haben. Allerdings ist dies eine Menge Arbeit und lohnt nicht wegen einer Dobsonbremse. Wenn es aber um Millionen geht, lohnt es sich wohl durchaus, auch in China Patente durchzusetzen.

Viele Grüße

Carsten
 
Re: Patentanmeldung konkret?

Hi,

nur so als Zwischenwort-

man muss doch nicht in China das Patent durchsetzen, es reicht doch, wenn es hier in Europa angemeldet ist.

Dann können die Jungs in Asien kopieren soviel sie wollen, aber kein Händler in Europa darf es einführen- und tut er es doch, klagt man gegen diesen und holt sich bei ihm auch die dafür entstehenden Kosten zurück.

Stefan
 
Es geht scheinbar doch um Millionen...

Jedenfalls scheint man hier anzustreben, per 10 verkauften Teilen die Patentgebühr für's erste Jahr zu amortisieren...

http://www.fernrohrland-online.de/a...ROHRLAND-TC-FRIKTIONSBREMSE-FUeR-LIGHTBRIDGE&

Mag ja sein, dass hier Herstellungskosten und Verkaufspreis genauso harmonisch abgestimmt sind, wie bei Okularen aus China und Taiwan, aber... man schluckt ja doch. Man schluckt ja doch...
Jedenfalls macht dieser Preis auch wieder das Begehren nach Patent oder Gebrauchsmuster klar, denn ich kann mir gut vorstellen, dass der leicht zu unterbieten ist.

Clear Skies
Sven

PS: Und unten drunter steht sogar, dass das Gebrauchsmuster schon eingetragen sei. Na, ich würde mich sehr dafür interessieren, ob Günther als Veröffentlicher einer gleich gearteten Entwicklung vor zwei Jahren nicht doch ein berechtigtes Interesse auf Information hat.
 
Re: Es geht scheinbar doch um Millionen...

[............]
Clear Skies
Sven

PS: Und unten drunter steht sogar, dass das Gebrauchsmuster schon eingetragen sei. Na, ich würde mich sehr dafür interessieren, ob Günther als Veröffentlicher einer gleich gearteten Entwicklung vor zwei Jahren nicht doch ein berechtigtes Interesse auf Information hat. [/quote]


...wie schon geschrieben: nach unserem Patentrecht hat jeder
(mit berechtigtem Interesse) das Recht auf Information
(über Gebrauchsmuster bzw. erteilte Patente) bzw. auf
Einspruch dagegen.........

Klaren Durchblick
Malte
 
Re: Es geht scheinbar doch um Millionen...

Hi allerseits,

meines Wissens ist ein "Gebrauchsmuster", dass auf ein anderweitig von Dritten nachweislich zuvor veröffentlichtes "Muster" (Konzept, Bauanleitung etc.) beruht, schlicht und einfach nichtig, und wird auf Antrag (durch z.B. im konkreten Falle Günther) umgehend gestrichen ...
Es sei denn, der erteilte Gebrauchsmusterschutz bezieht sich auf ein "Muster", das in wesentlichen Teilen vom ursprünglich zugrundeliegenden Konzept etc. deutlich abweicht.

Wenn also da keine Einigung eintritt und der eigentliche Urheber nicht zufriedengestellt werden kann, kann eben jeder mit Günthers Einverständnis nach seinem Konzept das Teil (in Serie) fertigen und veräussern.

DPMA - Gebrauchsmusterschutz

 
Günther`s Idee einfach so geklaut?

Hallo Fernrohrland,

nun ist ja einige Zeit vergangen und die damals als "Eigenentwicklung"
sowie "Patent beantragt" beworbene Dobsonbremse ist nunmehr laut eurer Webseite

Unsere neu entwickelte TC Friktionsbremse ist ausschließlich über Fernrohrland erhältlich. Es handelt sich dabei um ein eingetragenes und geschütztes Gebrauchsmuster das im Gebrauchsmusterregister eingetragen wurde.

als "geschütztes Gebrauchsmuster" eingetragen. Frage:

Wie rechtfertigt Fernrohrland das? Günther hatte das Prinzip
schon zuvor veröffntlicht, ihr wußtet dies seit diesem Thread,
aber die Bremse wird zwischenzeitlich dennoch als Gebrauchsmuster
eingetragen?!

Ich finde diese Vorgehensweise wirklich übel :mauer:

Karsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Günther`s Idee einfach so geklaut?

Ach, hatte ich es doch vergessen ...

Es kann auch "jeder", der den Nachweis erbringen kann, dass es sich um eine "Nicht-Neuigkeit" bei dem angeblich/vermeintlich eingetragenen Gebrauchsmuster handelt, mit einer "Vorleistung" in Höhe von 300 EUR einen entsprechenden Löschungsantrag beim DPMA stellen ... was ja für 'nen "interessierten Wettbewerber" sicher nicht die Welt ist :cool:
 
Re: Günther`s Idee einfach so geklaut?

Und die Moral von der Geschicht: Ggf. wurde hier ein Gebrauchsmusterschutz eingetragen (ob er bestand hat wird sich zeigen), aber der Ruf des Unternehmens, welchen ihn eingetragen hat, ist erstmal im Keller. :mauer:

Ob´s das wert war??? ?)

Viele Grüße

Carsten
 
Re: Günther`s Idee einfach so geklaut?

hallo,

und wie inzwischen bei Fernrohrland öfters der Fall, ist das Produkt zwar angepreist, aber nicht erhältlich. Wie nennt man das? Lauterer Wettbewerb?

"Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert."

Hätte ich mir von Herrn Idler nicht gedacht. Ich werde dort nichts mehr kaufen (das wird ihn zwar nicht schmerzen, aber vielleicht denken andere dasselbe).

Was sagt Günther dazu?
Was sagt Fernrohrland dazu? Es kommt nicht oft vor, aber ich hätte gern unrecht.

lg Tommy

PS: Wenn jemand Vertrauenswürdiger ne Sammlung macht für die angesprochene Löschung aus dem Register, ich bin dabei!
 
Löschungsverfahren bei Gebrauchsmustern

Zitat von Quentchen:
Ach, hatte ich es doch vergessen ...

Es kann auch "jeder", der den Nachweis erbringen kann, dass es sich um eine "Nicht-Neuigkeit" bei dem angeblich/vermeintlich eingetragenen Gebrauchsmuster handelt, mit einer "Vorleistung" in Höhe von 300 EUR einen entsprechenden Löschungsantrag beim DPMA stellen ... was ja für 'nen "interessierten Wettbewerber" sicher nicht die Welt ist :cool:

aber das Kostenrisiko nicht wirklich ausmacht, denn:

Quelle: DPMA.de
Bevor Sie einen Löschungsantrag stellen, sollten Sie aber das Kostenrisiko berücksichtigen. So hat die unterlegene Partei auch die Kosten der Gegenseite zu übernehmen.

Mit Kosten sind dabei dann meines Wissens nicht nur Gebühren, sondern auch Verfahrens- und Anwaltskosten gemeint, und da kann sich schon ganz schön was zusammenläppern. Das macht man nicht mal so eben aus Jux und Dollerei.

Eine waghalsige und mangelhaft fundierte Gebrauchsmustereintagung führt im Falle eines erfolgreichen Löschungsantrages so allerdings auch zu erhebliche höheren Folgekosten, als die eher harmlosen Anmeldegebühren anfangs vermuten lassen.


Aber wie schon zum Thema Patente gesagt, ehe man hier in die Details geht, muss erst einmal das konkrete Gebrauchsmuster identifiziert werden. Analog zur "Patentberühmung" gibt es hierzu im Gebrauchsmustergesetz den §30:


§ 30 GebrMG
Wer Gegenstände oder ihre Verpackung mit einer Bezeichnung versieht, die geeignet ist, den Eindruck zu erwecken, daß die Gegenstände als Gebrauchsmuster nach diesem Gesetz geschützt seien, oder wer in öffentlichen Anzeigen, auf Aushängeschildern, auf Empfehlungskarten oder in ähnlichen Kundgebungen eine Bezeichnung solcher Art verwendet, ist verpflichtet, jedem, der ein berechtigtes Interesse an der Kenntnis der Rechtslage hat, auf Verlangen Auskunft darüber zu geben, auf welches Gebrauchsmuster sich die Verwendung der Bezeichnung stützt.

PS.: @Gio, wie wäre es mit Dir als berechtigtem Interessenten an der Rechtslage? :)
Du bist als innovativer Anbieter von Alt-Azimut-Montierungen wohlbekannt und bietest auch selbst Meade LightBridge Teleskope als Händler an. Von daher hast du die besten Voraussetzungen bei Fernrohrland offizell wegen der angeblichen Pateneanmeldung und dem behaupteten Gebrauchsmusterschutz einmal anzufragen, um die dazugehörigen Aktenzeichen für uns in Erfahrung zu bringen.
 
Re: Löschungsverfahren bei Gebrauchsmustern

Hi Stephan,

als Antragsteller bin ich nicht auf die Mitwirkung eines Anwalts angewiesen oder zu dieser verpflichtet.

Auch wird hier nicht eine "Schuldfrage" im Sinne einer "bösen Absicht" untersucht oder festgestellt, sondern einzigst, ob die Einordnung "Neuheit" gegeben ist.

Da die "Faktenlage" - nach allem, was hier diesbezüglich besprochen wurde - meiner Meinung nach (und vieler anderer auch) klar und eindeutig ist, und ebenso belegbar ist, ist wohl das Folgekostenrisiko minimalst bis nichtig ... es sei denn, die unterlegene Partei erwirkt aus "Unüberlegheit" ;) in Folge einen Zivilprozess, der aber aufgrund der Sachlage ebenso aussichtlos sein sollte.

 
Re: Löschungsverfahren bei Gebrauchsmustern

Hallo Sternfreunde,

nach den zum Teil heftigen Dikussionen der vergangenen Tage hier im Forum sehen wir uns gezwungen folgendes Statement abzugeben:

Punkt 1:

Die Friktionsbremse wurde bereits am 12.8.2008 durch unsere Anwälte zum Gebrauchsmusterschutz vorbereitet und dem Patentamt in München vorgelegt.
Gleichzeitig wurde mit der Fertigung begonnen.


Punkt 2:

Das Produkt befindet sich bereits seit dem 18.9.2008 unverändert in unserem Webshop.


Punkt 3:

Es entspricht keinenfalls dem Stil unseres Hauses Dinge zu kopieren und als "unsere" weiterzugeben.

Deshalb war uns definitiv nicht bekannt, daß Günther eine ähnliche Lösung schon im Jahre 2005 hier im Forum veröffentlichte.
Wir sind im Kontakt mit ihm und werden sicher eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung finden.

PS:

Es ist schon erstaunlich, wie sich so mancher User in unsere Preisgestaltung einmischt:

Diese Friktionsbremse ist "Made in Germany" und jeder einzelne Satz ist handgefertigt.

Das Edelstahl muß gekauft, geschnitten, gebogen, poliert und gebohrt werden.
Die Alusockel sind ebenfalls angefertigt, die dazugehörigen Edelstahlschrauben finden wir auch nicht im Wald.

Das Ganze muß verpackt und mit einer leicht verständlichen Montageanleitung versehen werden.

Dazu braucht es Menschen, die zuverlässig sind und ihr Geld wollen - übrigens wie jeder von uns, auch wir - um ein anständiges Produkt zu produzieren.

Jedenfalls, wie auch immer, sollte man sich ein Produkt genau ansehen, bevor man darüber urteilt.

Das Fernrohrland Team

Max-Plank-Str. 28

70736 Fellbach/Stuttgart

info@fernrohrland.de
Tel.0711/9576017



 
Re: Löschungsverfahren bei Gebrauchsmustern

Hi allerseits,

man sollte auch nicht die Möglichkeit ausschliessen, das eine Company einem "Plagiat-Rider" aufsitzt.

Solche "Ideenräuber" durchforsten gerade so leicht zugängliche Plattformen, wie euer ATM-Board nach "verwertbaren" Ideen, Konzepten etc., erstellen dazu selbstangefertigte "Unterlagen", aus denen hervorgehen soll, dass der "Rider" der Erfinder und Urheber ist ... und gehen dann mit dieser "tollen Erfindung" bei kleineren, in Frage kommenden Companies hausieren, immer bereit, "ihre Erfindung" gegen einen akzeptablen Obolus zur weiteren Verwertung "abzutreten".

Da niemand weltweit solche "ATM-Boards" abchecken kann, hat eine Company, die sich so eine "Erfindung" zur Verwertung aneignet, selbst bei einer gewissen Sorgfalt, kaum eine Chance, das Plagiat aufzudecken.

Ob und wie das hier im konkreten Fall gelaufen ist, weiss nur FL ... und dann auch, wer ihnen eventuell dieses "Kuckucksei" untergejubelt haben könnte ... ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Lightbridge Dobsons

Hallo alle,

bitte beruhigt euch und bleibt bei den Fakten. Und die sehen doch so aus:
1) Wir, der Hersteller haben unser Produkt verbessert.
2) Ein Händler hat sich in Eigenregie weitere Verbesserungen überlegt und bietet das an. Dabei ist es anscheinend zu einer Paralellentwicklung gekommen (genau wie ja auch einige unserer Verbesserungen bei Fernrohrland wieder auftauchen, z.B. die Hauptspiegeljustage ohne Werkzeug). Eine dieser Verbesserungen ist die Azimutbremse.
3) Die Azimutbremse ist offensichtlich bereits im Forum vorgeschlagen worden. Fernrohrland und der Entwickler sind in Kontakt, und besprechen das weitere Vorgehen.

Soweit die Fakten.

Keine Fakten sind:
1) Die böswillige Unterstellung, Fernrohland würde sich an der Entwicklung eines Sternfreundes bereichern wollen.
2) Die Vermutung, daß ein Gebrauchsmusterschutz oder ein Patent irgend einen Einfluß auf Selbstbauer hat. Wer ausschließlich für sich selbst schraubt, braucht sich um Patente nicht zu kümmern (Mein Kenntnisstand, der bitte als solcher aufgefasst werden soll. Insbesondere ist das KEINE Rechtsauskunft, die nur ein spezialisierter Rechtsanwalt erteilen darf). Meiner Einschätzung nach greift ein Patent/Gebrauchsmusterschutz ausschließlich bei gewerblicher Nutzung.

Ich weiß nicht, warum das hier immer so entgleist. Sternfreunde, die nicht basteln wollen/können haben jetzt die Möglichkeit ein besseres Produkt zu erwerben. Das ist positiv. Ein Händler und ein Hersteller haben Zeit und Geld investiert, um den Kunden einen Mehrwert zu bieten. Das ist positiv. Die unklaren Fragen werden direkt zwischen den Parteien besprochen. Das ist positiv.

Ich habe mir die Diskussion hier sehr lange ohne Kommentar angesehen, obwohl ich definitiv nicht darüber glücklich bin, daß der Thread wieder einmal vollkommen vom ursprünglichen Thema abkommt und ins negative abrutscht. Es wäre ein Zeichen von Forenhygiene gewesen, zu dem Patentthema einen eigenen Thread aufzumachen. Ich werde mich auch weiter nicht äußern, und sehe das als von meiner Seite abschließendes Post an.

Zu den von uns vorgenommenen Verbesserungen an den Lightbridge Dobsons werde ich mich natürlich gerne äußern.

Clear skies

Tassilo
 
Re: Löschungsverfahren bei Gebrauchsmustern

Hallo Fernrohrland,

M6 Sechskantschrauben Edelstahl 50mm Länge: 33 Ct/Stck Endkundenpreis zzgl. Versand.
Zylinderschrauben Edelstahl Innensechskant M5 Länge 25mm: 18 Ct/Stck
Sterngriff 32mm / M6, Kunststoff mit Edelstahlbuchse: 1,83/Stck
Ein (einzelnes) Edelstahlblech, foliert, 1mm x 150mm x 20mm mit 2x 6mm Bohrung: Euro 11,38 Brutto.
Fehlen nur noch die Aluklötze, bin ich gerade zu faul zu. Klar bekommt man da einige Euros zusammen, wenn man sich als Endkunde alles einzeln fertigen lässt!

Wenn man aber nur ein wenig kreativ an die Sache rangeht, kann man das auch in kleinen Stückzahlen und in Deutschland sicher günstiger fertigen. Und da steckt dann wohl auch die Begründung für den Gebrauchsmusterschutz. Wenn da kein Gewinnvorteil zu schützen wäre, dann würde man auch die Kohle für den Schutz nicht ausgeben. Ist leider ein erschlagendes Argument.

Den Preis bewerte nicht ich, sondern der Kunde.

Diese ganze Entwicklung hätte man sich mit einem Satz ersparen können, indem man verständlichere Aussagen darüber getroffen hätte, wie man damit weiter umgehen will.
Fernrohrland ist frei, seine Preise zu kalkulieren. Der Kunde ist frei, sich ein Bild zu machen, wie sich der Händler verhält. Ich persönlich meine, dass es eben Pech ist, wenn man glaubt etwas erfunden zu haben, was schon erfunden wurde. Der Versuch, sich das dann trotzdem vergolden zu lassen, wirkt unmoralisch.
Nach der FAQ des DPMA sind jedenfalls auch mehr als 6 Monate "Neuheitsschonfrist" längst vergangen, so dass nach dieser FAQ das Gebrauchsmuster wohl auf mehr als wackeligen Beinen steht. Das ändert ob der verstrichenen Zeit seit Veröffentlichung auch keine Einigung mit Günther oder anderen Entwicklern.
Somit frage ich mich, ob diese ganze Diskussion (auch um den Preis) nicht einfach durch die in meinen Augen sinnvolle Erklärung "Aufgrund der früheren Veröffentlichung können und werden wir den Gebrauchsmusterschutz nicht aufrecht erhalten bzw. durchsetzen" vermieden worden wäre.

Ich möchte Fernrohrland dazu auffordern, entsprechend Rückgrat zu zeigen und einen moralisch einwandfreien Weg aus dieser Sache heraus einzuschlagen, anstatt sich auf solche Rechtfertigungen zurückzuziehen.

CS
Sven
 
Re: Lightbridge Dobsons

Hallo Tassilo,

verständlich, dass Du dies im Thread um Verbesserungen an Euren Geräten nicht haben willst. Ist nunmal so und bisher sah die Moderation es nicht für nötig an, den Threadanteil zum Gebrauchsmuster auszukoppeln.

Was aber Deine Darstellung zu "Bereicherung" und so weiter angeht, möchte ich darauf hinweisen, dass nicht jeder Kunde so blöd ist, sich so einen durchsichtigen Kram erzählen zu lassen.

Ein Gebrauchmuster kostet Geld. Wer es eintragen lässt, muss dieses Geld aufbringen, also wirtschaftlich gedacht an das Gebrauchsmuster eine zusätzliche Gewinnerwartung knüpfen gegenüber dem Markt ohne Gebrauchsmuster. Patent muss dito gedacht werden. Wer zahlt also das Gebrauchsmuster, wenn sich die Vorstellung des Anmelders als richtig erweist? Der Kunde!

Insofern kann jeder Kunde sein Interesse daran bekunden, dass frei veröffentlichte Ideen und Erfindungen nicht später zu einem Gebrauchsmuster oder Patent führen, weil der Kunde eben diese Kosten dann tragen müsste.

Das ist völlig unabhängig vom "Goodwill" oder "Bad Image" eines Händlers, sondern die Kosten entstehen und müssen getragen werden. Wenn das Produkt läuft, werden sie vollständig und zuzüglich des Mehrgewinns für den Händler vom Kunden getragen.

Ich frage mich, welche andere himmelblaue Sicht der Dinge man zum Thema Patent und Gebrauchsmuster haben will. Das ist ein staatlich reguliertes Instrument, um Innovationen zu fördern und den Investitionswillen (ob Zeit oder Geld) in neue Entwicklungen zu fördern. Als Anreiz duldet der Staat ein Monopol und somit die Abweichung von den normalen Gesetzen sozialer Marktwirtschaft. Interessant und notwendig ist das insbesondere für solche Produkte, deren Entwicklungskosten immens sind, die aber günstig produziert und/oder kopiert werden können.

Clear Skies
Sven
 
Re: Lightbridge Dobsons

hallo Tassilo und alle,

Es ist dieses Pochen von Fernrohrland auf "Gebrauchsmusterschutz" und "Patent angemeldet" und "ausschließlich bei uns" welches die Komplettvereinnahmung einer, wie sich inzwischen herausgestellt hat, frei publizierten Idee - hier wird ansonsten legitime Werbung für ein eigenes Produkt zur unschönen Geschichte. Und obwohl die Leute von Fernrohrland nun schon länger Kenntnis haben, daß ihre "Erfindung" leider eine längst frei zur Nachahmung empfohlene Idee ist, werden die diesbezüglichen Aussagen auf deren Website nicht geändert. Das muss man leider als Kundentäuschung werten, denn der Gebrauchsmusterschutz ist vielleicht angemeldet, besteht aber offensichtlich zu Unrecht und ist unhaltbar. Das wissen die Leute bei Fernrohrland inzwischen.

Das finden einige hier im Forum nicht ok, und ein Forum dient eben zum Info-Austausch und ist Öffentlichkeit.

Dass Verbesserungen an Produkten gemacht werden und hier auch vorgestellt werden, oder auch freie ATM-Ideen von Händlern eingebaut und angeboten werden, finde ich natürlich auch sehr positiv, keine Frage!

lg Tommy
 
Friktionsbremse zu teuer?

Hallo Sven!

M6 Sechskantschrauben Edelstahl 50mm Länge: 33 Ct/Stck Endkundenpreis zzgl. Versand. Zylinderschrauben Edelstahl Innensechskant M5 Länge 25mm: 18 Ct/Stck
Sterngriff 32mm / M6, Kunststoff mit Edelstahlbuchse: 1,83/Stck Ein (einzelnes) Edelstahlblech, foliert, 1mm x 150mm x 20mm mit 2x 6mm Bohrung: Euro 11,38 Brutto.
Fehlen nur noch die Aluklötze, bin ich gerade zu faul zu. Klar bekommt man da einige Euros zusammen, wenn man sich als Endkunde alles einzeln fertigen lässt!

Du sagst es zwar nicht explizit, aber ich nehme an, diese Auflistung soll den Deiner Meinung nach zu hohen Preis des Produktes erläutern.

Es hat sich ja anscheinend jemand Gedanken (Entwicklung) zu dem Produkt gemacht, es hat sicher Prototypen gegeben, etc. Das sollte aufs Produkt umgelegt werden, und zwar auf die Stückzahl in einem annehmbaren Zeitraum, vielleicht zwei Jahre.

Wenn man den Preis wie Du von der Kostenseite betrachtet, bleibt also ein Deckungsbeitrag von sagen wir mal 50 Euro übrig. Angenommen, jemand bestellt, muss das Ding verpackt, gelabelt und versendet werden. Die Rechnung muss geschrieben, gebucht und verfolgt werden. Schließlich muss sie mit der hoffentlich eingehenden Zahlung ausgeziffert werden. Der ein oder andere Kunde wird erst nach 3 Monaten zahlen, mancher vielleicht gar nicht, dann muss Inkasso erfolgen. Das kostet alles Arbeitszeit, die den Deckungsbeitrag verringert. Wenn man das durchkalkuliert, schlägt man auf die Einstandkosten noch mal 150% auf, was für eine Eigenfertigung (Ausschuss, Lagerrisiko, Vorfinanzierung, etc.) ein ganz üblicher Wert ist. (Aber natürlich nicht für reine Handesware.) Dann bleiben als Marge nach Kosten und vor Steuern 69-11(MwSt.)-19-28,50 = 10,50 € Gewinn übrig.

Eingedenk dessen, was man für 69 Euro z.B. für einen chinesischen Schrott bekommt, denke nur mal an manche Okulare, oder sog. "Einsteigerteleskope", wäre dieser Betrag für ein gutes Produkt nicht zu viel.

Immer vorausgesetzt, das Produkt ist gut und wertig, was ich nicht weiß.Hat denn schon jemand das Ding montiert und kann etwas dazu sagen?

Zum Thema Gebrauchsmusterschutz: Die Befürchtung war vermutlich, ein findiger Händler könne die Friktionsbremse bei nächster Gelegenheit bei seinem Hauschinesen nachmachen und für 38 Euro hier auf den Markt bringen. Es wäre ja nicht das erste mal, das Produkte abgekupfert werden. Eine Firma wie Vixen ist auch, aber nicht nur, durch sowas am Markt zurückgedrängt worden.

Grüße
Andreas

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Friktionsbremse zu teuer?

Hallo Andreas,

es geht nur darum, und Du schreibst es selbst:
Zum Thema Gebrauchsmusterschutz: Die Befürchtung war vermutlich, ein findiger Händler könne die Friktionsbremse bei nächster Gelegenheit bei seinem Hauschinesen nachmachen und für 38 Euro hier auf den Markt bringen.

Nehmen wir mal an, 38 Euro stimmen, dann würde der Kunde also 31 Euro mehr bezahlen, als er muss. Und das für eine Erfindung, die zur freien Nachahmung veröffentlicht wurde.

Wenn Fernrohrland "made in Germany" verkaufen will und sich damit gegen China & Co durchsetzen will, dann sollte man den Kunden davon überzeugen, wo die Vorteile des Produkts in der von Fernrohrland angebotenen Version liegen.

Das macht man aber nicht durch Gebrauchsmusterschutz.

Clear Skies
Sven
 
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