Meade Lightbridge 16'' - Eine gute Wahl?

IonisierterWasserstoff

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Hallo, liebes Forum.

Ich habe in letzter Zeit sehr viel den Sternhimmel in meiner B5 mit einem 130p/DS von Skywatcher angeschaut, und ich fand es super! Dadurch habe ich mich dazu entschieden, mal zu schauen ob es gute benutzte Dobsons gibt, damit ich noch mehr sehen kann!
Kurz danach fand ich ein Meade Lightbridge 16'' Dobson im guten Zustand für rund 1200 Euro.

Ich habe mich mal umgeschaut, was dazu gesagt wird, und naja.. nicht viel. Die Spiegel sind anscheinend von GSO und nicht die beste Art, zudem ist es auch sehr schwer.
Die Frage ist jetzt, lohnt es sich so einen zu Kaufen? Sollte ich eher ein Explore Scientific 12'' Zoll Ultra-Light nehmen, wegen der besseren Optik und Hersteller Garantie?

Ich hoffe, ihr könnt mir dabei behilflich sein.
LG!
 
Hallo C4zular,
ich hatte seinerzeit mich für einen ES 16zoll entschieden, auch wegen eines guten Angebots. Ich denke nicht, das sich die Spiegel was nehmen, beide werden wohl eine gewisse Seriensteuung haben, welche man oft nicht bemerkt. Auch die mechanische Qualität ist "dem Preis angemessen", will sagen da ist Luft nach oben, die Garantie habe ich auch in Anspruch genommen, ein Mal mit Erfolg einmal nicht.
Wenn ich mich Recht erinnere, war der 16zoll Lightbridge ein schwerer Trumm, welcher nicht wirklich mobil war.
Das wär mein Kriterium, wie planst raus zu fahren an dunkle Stellen? Passt der Lightbridge ins Auto, wie schwer und groß ist der Spiegelkasten? Wie hoch ist der Okular Einblick, brauchst einen Tritt?
CS Ansgar
 
Hallo,
Ich kenne das genannte Teleskop nicht selbst, hatte aber mal den 12" Lightbridge Dobson. Ich würde aus eigener Erfahrung nicht empfehlen ein solch großes Teleskop zu kaufen (bestellen) ohne es mal live gesehen zu haben. Besonders falls der genannte 5-Zöller Dein bisher einziges Teleskop sein sollte, das Du schonmal selbst transportiert und benutzt hast.
Gruß Stephan
 
Um ein paar Punkte anzusprechen:

Ich habe schonmal ein 18'' bei einem Astromeet benutzt und ich fand es super! Transportiert habe ich so ein Stück noch nicht, aber ich würde es in die Garage stellen und einfach herrausrollen wenn ich es benutzen möchte.
Der Spiegelkasten wiegt um die 30kg, und der Dobson würde 99% der Zeit zuhause benutzt werden.
Von den Maßen her sollte ich easy peasy in den Okularauszug schauen können, ohne weitere hilfe.

Meine aktuellen Bedauerungen sind wie erwähnt die Qualität der Optik? Zudem ist es auch ein RIESEN Teil, würdet ihr sagen ein kleineres währe eine bessere Wahl?

Vielen Dank für die Hilfe!
 
Meine aktuellen Bedauerungen sind wie erwähnt die Qualität der Optik? Zudem ist es auch ein RIESEN Teil, würdet ihr sagen ein kleineres währe eine bessere Wahl?
Zur Qualität der genannten Optiken kann ich leider nichts sagen, ich wollte nur das Thema Größe und Handhabung nicht unerwähnt lassen. Aber da Du schon mit größeren Dobsons beobachtet hast, hat sich der Punkt ja erledigt.
Gruß Stephan
 
Hallo,
der Meade Lightbridge 16'' Dobson ist ein dicker Brummer, der 12kg schwere Hauptspiegel braucht unbedingt eine saugende Zwangsbelüftung, außer du willst im Winter deine Beobachtung in die zweite Nachthälfte verlegen, da der Hauptspiegel mehrere Stunden für den Temperaturausgleich benötigt.
Die Rockerbox ist sehr schwer und groß, diese wird von vielen Besitzern gerne um- bzw. kleiner gebaut.
Ideen dazu gibt es in den Foren oder auf CN.
Die Gitterkonstruktion soll z.T. nicht Langzeit stabil sein, so dass man gelegentlich die Schrauben nach ziehen muss?

Der Explore Scientific 12'' Zoll Ultra-Light, ist nur dem Namen nach "Ultra-Light".
Mit 32kg wiegt er eigentlich fast genau so viel wie ein GSO Volltubus Dobson, kostet aber 350€ mehr.
Wenn man noch den Streulichschutz dazu rechnet ist man bei 450€ mehr.
Ein echter Ultra-Light 12" Dobson/Newton wiegt weniger als 15kg und wird nur als Sonderanfertigung oder als ATM hergestellt.
Da man das nur mit dünnem Hauptspiegel und Carbon hinbekommt, wäre so ein Ultra-Light entsprechend teurer und es stellt sich oft die Frage ob man es wirklich braucht, da die Einzelteile z.B. des GSO jetzt auch nicht so schwer sind, für den Garagen Einsatz sicher nicht?

Die Hauptspiegel kommen vermutlich alle aus China und dürften qualitativ gleich sein.
Das Meade Lightbridge kam schon ca. 2005 auf den Markt, kann also schon 20 Jahre alt sein?
Zu dieser Zeit wurden die BK7 Spiegel "nur" mit Beugungsbegrenzt beworben.
Leider kann man so ins Blaue nicht viel über die Spiegelqualität sagen.
Es wird gemunkelt das die 16" Skywatcher aus Pyrex mit 10kg und Zentralaufhängung besser sein sollen?

Für den Transport großer Öffnungen gibt es ja mittlerweile viele Lösungen und Ideen, wie z.B. JMI Wheeley Bar, Rollbretter, Schubkarrengriffe, Tubusteilung, schneller Hauptspiegel ausbau durch Schrauben mit Sterngriffe usw.

aber ich würde es in die Garage stellen und einfach herrausrollen wenn ich es benutzen möchte.

Wenn das so ist spielt das Gewicht und Größe quasi keine Rolle, dann ist nur noch die Temperaturanpassung und Justage das Problem.
LG
 
Transportiert habe ich so ein Stück noch nicht, aber ich würde es in die Garage stellen und einfach herrausrollen wenn ich es benutzen möchte.
Hallo …………… (Hier könnte Dein Name stehen..)

Unter dem Aspekt- und nur unter dem Aspekt- könnte eine 16-zöllige Lightbridge für Dich empfehlenswert sein.
Ich hatte selbst ein solches Gerät, habe es aber wieder hergegeben, denn das Teil ist ein Monster, und ich hatte Gelegenheit, es durch ein flugreisefähiges Teleskop mit 16“ zu ersetzen. ….sonst wäre es noch da…

Nicht von den öffnungsbedingten Abmessungen her bezeichne ich den 16-Zöller von Meade als Monster, es ist das Gesamtgewicht, was mich dazu bewegt.

Alles ist zu natürlich bewältigen, die Teile sind auch in gewisser Weise transportabel, aber unter dem Strich ist alles sehr schwer.
In jedem Fall schwerer, als es sein müsste.

Die Rockerbox ist aus Spanplatte gefertigt, schwer, aber nicht unbedingt stabiler, im Vergleich mit anderen, leichteren Rockerboxen.

Der Tubus ist aus Stahlblech, Gitterrohre aus Aluminium, Spiegel ist fett, ebenfalls alles schwer, aber dafür auch entsprechend robust.
Der originale Okularauszug lässt keine Wünsche offen, und mit dem Teil zu beobachten, ist in jedem Fall ein Genuss.

Alles in allem bietet das Teleskop trotz des Gewichtes eine sehr gute Preisleistung.

Meins ist verkauft, hat einen sehr zufriedenen Käufer gefunden, übrig nur ein Streulichtschutz, den ich aber auch noch los werde……

CS

Dietmar
 
Hallo ………….
Die beiden sind nicht 1:1 vergleichbar.
Das Nachfolge-Teleskop ist ein ausgesprochenes Leichtgewicht, mit nur 13 Kg Gesamtmasse, was an manchen Stellen eine gewisse Kompromissbereitschaft fordert. Die Abbildung ist perfekt. Ein Vergleich mit dem 16-Zöller von Meade ist dennoch schwierig,
denn mit dem schnelleren Öffnungsverhältnis hat es eine kürzere Brennweite, damit einen kürzeren Tubus, einen niedrigeren Einblick…
Kurz: es ist völlig anders.

CS

Dietmar
 
Hier vielleicht noch ein Tipp, wenn du ein Rollbrett bauen möchtest, rate ich dir zu kugelgelagerten Rollen, wo die Rolle eine Last von villeicht 300-500kg aufnehmen kann.
Damit kann man dann ein 100kg Teleskop spielend leicht bewegen.
Der Untergrund spielt natürlich auch eine Rolle, kleine Rollen haben ein schlechteres Überrollverhalten als große Raddurchmesser.
LG
 
Hallo C4zular,
ich besitze meinen LB 16 bereits seit 11 Jahren. Und ja... er ist mächtig schwer. Ich finde aber es kommt immer auf die persönlichen Gegebenheiten an. Ich hatte meinen LB noch nie im Auto. Ich habe ihn mir quasi als Schubkarre umgebaut und es ist somit kein Problem ihn aus der Garage in den Garten und wieder zurück zu rollen. D.h. ich zerlege ihn nur sehr selten. Ist er wieder zusammengebaut, lockert sich auch nach vielen Gartenfahrten gar nichts. Die Justage des Fangspiegels bleibt stabil, den HS justiere ich sowieso vor jeder Beobachtungsnacht. Dies ist aber in 3 min. erledigt. Der BK-7 Spiegel braucht natürlich seine Zeit um auszukühlen, drum fahre ich den LB bereits einige Stunden vorher schon in den Garten. Ein Lüfter ist verbaut, auch wenn ich glaube, dass der relativ kleine Lüfter in Bezug auf die große Spiegelfläche nicht sehr viel bringt.
Ich habe zwar keinen Vergleich zu anderen 16 Zöllern, bin aber mit der Abbildungsleistung absolut zufrieden. Das Auflösungsvermögen eines 16er macht schon Spaß, ABER das Seeing muss natürlich mitspielen. Die Tubusteile habe ich mit schwarzem Velour ausgekleidet. Der OAZ ist für visuelle Zwecke absolut ausreichend. Ich bin 1,76 mtr. groß. Um im Zenit zu beobachten müsste ich mich leicht auf die Zehenspitzen stellen, im Zenit beobachtet aber eh niemand. Alles leicht unterhalb des Zenits ist mit normalem Stehen möglich.
Da ich mich inzwischen mehr der Fotografie verschrieben habe, wollte ich den LB vor ca. 4 Jahren verkaufen. Die Preisvorstellungen waren jedoch unterirdisch, darum habe ich ihn behalten und das ist auch gut so.
Es gibt mit Sicherheit bessere und leichtere Geräte, letztendlich ist es aber eine Frage wie viel man bereit ist dafür auszugeben.
Ich hatte zuvor einen 10 Zoll Dobson. Der Sprung auf den 16 Zöller war merklich.
Fazit: Für meine Belange vollig ausreichend.

Gruß
Hubert
 

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Hallo,

ich kenne einen solchen Meade 16“ Spiegel von einer Vermessung. Das Messprotokoll liegt mir nicht selbst vor. Die Optik war sicher besser als beugungsbegrenzt, soweit erinnere ich mich, aber auch nicht signifikant genauer (was bei diesem Preis auch nicht erwartet werden darf).

Die Mechanik bezgl. der verbauten Fassungen + Spinne hatten jedoch in Summe das Problem, dass die Justage des Geräts nicht gehalten werden konnte und bei Schwenks von Ost nach West der Laserpunkt auf dem HS ca. 2-3 cm wanderte. Der Tubus saß allerdings auf einer parallaktischen Montierung anstelle der originalen Rockerbox. Am OAZ und am Laser lag es nicht. Selbst durch den Austausch diverser Komponenten ist der Fehler kaum geringer geworden.

Wenn ich die anderen Statements oben lese, scheint das Justageproblem aber kein grundsätzliches Manko darzustellen. Vielleicht war dieses Gerät ein Einzelfall.

Viele Grüße
Werner
 
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