Meade LX90GPS 8 Zoll - lohnenswerte Anschaffung?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Leander
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Leander

Aktives Mitglied
Hallo,

gerne möchte ich um eine Einschätzung von Euch Experten bitten.
Ich möchte mir ein - Meade LX90GPS 8 Zoll, Schmidt-Cassegrain - zulegen.
Sinn sollte sein, ein paar schöne Einblicke in den Deep Sky zu erhaschen, Orion-Nebel, Andromeda-Galaxie, auch z.B. vielleicht Strukturen auf dem Jupiter etwas genauer zu beobachten, usw.
Dieses moderne System vermindert ja den Zeitaufwand für die Vorbereitung (Suche und Berechnung) erheblich.

Meine Frage: Reicht ein 8 Zöller für solche Überlegungen für eine Anschaffung aus? Oder wird das dann doch bald wieder ein 'knappe Sache' für Dinge, die man dann eben doch nicht sieht.
Ich erwarte natürlich keine Darstellungen à la Hubble, aber doch ein bißchen von dem Kuchen der schönen Himmelsanblicke.
Haben kann man natürlich alles, nur muß irgendwie der Preis natürlich auch noch im Rahmen bleiben!

Vielleicht könnt Ihr mir ja den ein oder anderen Gedanken als Hilfestellung geben.

Ich wäre Euch sehr dankbar.

Gruß
Leander
 
Hallo Leander,

die Andromedagalaxie ist zu groß für einen 8"-SC.

Die genannten Objekte lassen sich mittels Sucher leicht auffinden, da braucht es kein modernes System.

Gut kann man M 31 mit einem 150/750er oder 200/800er Newton beobachten, für M 42 ist viel Öffnung eine gute Idee. Jupiter sollte im vorgeschlagenen SC aber einen netten Anblick geben.

Grüße

fquadrat
 
Hi Leander,

was meinst Du mit

Dieses moderne System vermindert ja den Zeitaufwand für die Vorbereitung (Suche und Berechnung) erheblich.

?

Wenn Du weißt wo ein Objekt steht, richtest Du ein Teleskop von Hand (egal ob auf Dobson-Montierung, Pipemount, azimutaler Gabelmontierung oder parallaktischer Montierung) mit Hilfe des Suchers wesentlich schneller aus als jedes Goto-System, welches zuerst mit Hilfe von Eintippen (Datum, Uhrzeit, Koordinaten) und "Eichung" (Alignment) an mehreren Sternen beigebracht bekommen muß, wo es steht und wohin es gerade guckt.

Das C8 ist ein geschlossenes System. Das braucht mehrere Stunden, um sich an die Umgebungstemperatur anzugleichen. Erst wenn der Tubus und der darin verbaute Spiegel sowie die Schmidtplatte genau die selbe Temperatur wie die Umgebung hat, kannst Du auf einen Stern scharfstellen. Vorher zeigt so ein Teleskop verzerrte, wabernde, unscharfe Sterne.

Wenn Du Dich am Himmel nicht auskennst, woher weißt Du dann auf welchen Stern das C8 beim Alignment zeigt? Wenn Du da einen falschen Stern bestätigst, zeigt das Teleskop beim anschließenden Anfahren eines Objektes Gott weiß wohin, aber nicht auf das gewünschte Objekt...

Mir ist vor allem nicht klar, was Du "berechnen" möchtest? Es geht doch ums Durchschauen, oder?

Bitte erkläre doch mal genauer, wo Du eine Zeitersparnis siehst...
 
Hallo,

vielen Dank für die Antworten.

@Sterneenfee123
Die Antwort geht an meiner Frage vorbei. Die Frage nach einer Vereinfachung habe ich nur am Rande gestellt. Die Kernfrage wurde eher vernachlässigt.
("Meine Frage: Reicht ein 8 Zöller für solche Überlegungen für eine Anschaffung aus? Oder wird das dann doch bald wieder ein 'knappe Sache' für Dinge, die man dann eben doch nicht sieht.
Ich erwarte natürlich keine Darstellungen à la Hubble, aber doch ein bißchen von dem Kuchen der schönen Himmelsanblicke.").

Ich will hier nicht weiter darauf eingehen, da es für meine Belange an der Sache vorbei geht .
Ich glaube, ich habe meine Vorstellungen ganz gut vermittelt: Bringt ein 8-Zöller wirklich ein deutliches Erfolgserlebnis, um bestimmte Strukturen in dem weitgefächterten Spektrum der Himmelsbeobachtung zu erzielen.

Bitte nochmal die Kernfrage: Werden immerhin nicht unerhebliche Anschaffungskosten bald ein 'knappe Sache' für Dinge, die man dann eben doch nicht sieht.

Meine Frage geht also mehr in Richtung der Antwort von fquadrat

@Sterneenfee123
Du kritisierst zwar offensichtlich das System des genannten Teleskopes ("Das C8 ist ein geschlossenes System." usw.), aber Alternativen nennst Du nicht. Eine solche Nennung von Alternativen wäre dann konstruktiver.

Nebenbei: Ich habe bisher nur einen 2,8-Zöller

Es geht mir hier um eine allgemeine Einschätzung aufgrund von Erfahrungen mit einem Gerät wie dem genannten, die bei den Nutzern dieses sehr guten Forums sicherlich zuhauf vorliegen!. -
Im Detail müßten wir natürlich seitenlang diskutieren über Details. Das möchte ich garnicht.

Oder bin ich hier mit meiner Frage in der falschen Forumssparte?

Gruß
Leander
 
Hallo Fee,

sorry, aber das meinst Du nicht ernst, oder? Mit einem Goto-Teleskop sieht ein Einsteiger ohne Frust erheblich mehr und erheblich schwierigere Objekte als mit einem Dobson.

Zur Öffung: 8" ist brauchbar, aber wenn Du wirklich viele Jahre Spaß haben willst, nimm 10" - da zeigen viele Deep-Sky Objekte bereits unter normalem Himmel Struktur.

Clear skies

Tassilo
 
Moin zusammen!

Ich habe eine 10"LX90-Version (die vor dem ACF rausgekommen ist)

Also: Bevor ich beobachte, stelle ich rechtzeitig raus(schattig), ansonsten plane ich mind. 1,5-2 Std. zum Abkühlen ein. Was viel wichtiger ist, bzw größerer Nachteil ist, Du kannst den Tubus nicht von der LX-Gabel trennen, beim LX90 10" sind das mal knapp über 20kg.

Strom muß man auch noch beikarren -auf keinen Fall die Batteriefächer nutzen - mir ist mal eine neue (Marken-)Batterie im Fach geplatzt. Also entweder einen PowerTank oder Netzkabel. Ausrichten geht ist einfach- einschalten und warten, Dank GPS und Zeit/Datum-Empfänger. Anschl. noch Sterne anfahren, zentrieren und feritg.

Seine Stärken hat das LX bei den gr.Gasmurmeln und beim Mond (dafür braucht man aber bein "GoTo"), bei DeepSky muß man Abstriche machen.

Egal welches Teleskop Du Dir kaufst, gucke es Dir "live" an und frag, wie die Leute es aufbewaren und transportieren! Als ich mein LX90 gekauft habe, war die Ladefläche vom Passat-Kombi mit dem Tubus/Gabelkarton ausgefüllt und der Stativ-Karton lag auf der Rückbank.


-Nebenbei, wenn ich DeepSky beobachte, nutze ich nicht das LX, sondern die "handliche 16"LightBride"
 
Hi Leander,

Bringt ein 8-Zöller wirklich ein deutliches Erfolgserlebnis, um bestimmte Strukturen in dem weitgefächterten Spektrum der Himmelsbeobachtung zu erzielen.

unter dunklem Himmel bringt 8" schon einiges. Unter Großstadthimmel hast kaum Ziele. Ich hab sowol in Stuttgart als auch unter dunklem Himmel mit einem C8 beobachtet. Objekte, die ich in Stuttgart nicht sehen konnte, hatten unter dunklem Himmel einen "Wou-Efekt". :)

Durch die Brennweite von rund 2 Metern hast halt ein kleines Gesichtsfeld. Das Blendrohr beschneidet das mögliche Gesichtsfeld für die richtig weitwinkligen Okulare.

Deine Beispiele reichen von einem Extrem (Andromedagalaxie) bis zum Anderen (Jupiter).

Planeten gehen mit dem C8 wunderbar. Auch kleine Planetarische Nebel (Katzenaugennebel, Saturns Geist, ...) sowie Ringnebel, Hantelnebel machen bei 2 Meter mit den richtigen Okularen viel Spaß, weil Du schon Strukturen sehen kannst. Kugelsternhaufen und bunte Doppelsterne sind ein weiteres lohnendes Ziel.

8" sind auch genug Öffnung, um mal mit nem UHC oder O-III Filter Nebeln mehr Kontrast zu verschaffen. Das erleichtert das Beobachten.

Aber großflächige Nebel wie Cirrus-, Nordamerika- oder Californianebel passen nicht komplett ins Gesichtsfeld beim C8.

Du schreibst nichts zum Beobachtungsort (Großstadt, ländliche Gegend oder richtig dunkler Nachthimmel), auch nicht, ob es stationär oder mobil eingesetzt werden soll. Ob Du 220 V zur Verfügung hast am Beobachtungsplatz, oder ne dicke Batterie mitschleppen mußt...

Aus meiner Sicht sind das aber wichtige Rahmenbedingungen, die mit in die Kaufentscheidung einbezogen werden müssen.

Du kritisierst zwar offensichtlich das System des genannten Teleskopes ("Das C8 ist ein geschlossenes System." usw.), aber Alternativen nennst Du nicht. Eine solche Nennung von Alternativen wäre dann konstruktiver.

Meine Kritik bezog sich auf "Zeitersparnis". Nimm es schlicht als Hinweis daraufhin, daß es zum Auskühlen eben seine Zeit braucht. Falls die Auskühlzeit für Dich keine Rolle spielt, kannst den Hinweis ja ignorieren.

Wenn die Auskühlzeit aber eine Rolle spielt und Strom und/oder Mobilität ein Problem darstellt, wäre ein Newton oder ein Gitterrohrdobson eine Alternative. Das sind offene Systeme, da kann der Spiegel schneller auskühlen und Du brauchst keinen Strom.

Nebenbei: Ich habe bisher nur einen 2,8-Zöller

im Vergleich zum bisherigen Teleskop wird Dir das C8 eine deutliche Steigerung der möglichen Ziele bieten. Der Öffnungsunterschied ist enorm!


 
Nachtrag

in den nächsten Wochen gibt es viele Teleskoptreffen. Fahr doch zu einem hin und guck mal nachts durch. Das ist das beste, was Du machen kannst. Dann bekommst ein Gefühl dafür, was so ein C8 leisten kann... :)

 
Zitat von ESEurope:
Hallo Fee,

sorry, aber das meinst Du nicht ernst, oder? Mit einem Goto-Teleskop sieht ein Einsteiger ohne Frust erheblich mehr und erheblich schwierigere Objekte als mit einem Dobson.

Hallo Sternfreunde,
hallo Tassilo,

das sehe ich aber ganz anders und bin bestimmt damit nicht allein.

Ich kenne Gabel-Goto-SCs und Dobsons aus eigener praktischer Erfahrung meiner eigenen Einsteigerzeit und kenne den Frust ehr auf Seiten des Goto-Teleskops der hier angesprochenen Bauart, wenn....

- mann über 20 kg am Stück durch die Gegend wuchten muß.
- der Akku immer wieder im falschen Moment leer ist
- die Schmidtplatte ruckzuck beschlägt
- die Optik ewig zum Auskühlen braucht
- der Lärm der Antriebe Nachts schlicht nervt
- und der Newton nebenan deutlich mehr am Jupiter zeigt

Bzgl. "erheblich mehr und erheblich schwierigere Objekte als mit einem Dobson":
Wie Fee eigentlich schon schön beschrieben hat, ist man mit Handbetrieb, ob Dobson oder Parallaktischer Montierung, deutlich schneller, gerade bei Objekten für den Anfänger, die hell und direkt mit Peilsucher zu finden sind, und das lernen Anfänger super schnell.

Für "Schwierigere Objekte", die man im Sucher und Okular vielleicht nicht sofort findet, fehlt dem Anfänger definitiv die Erfahrung des teleskopischen und indirekten Sehens, das sich erst durch viel Übung ergibt. Ohne Übung des Auges entäuschen diese per Goto angefahrenen Objekte nur.

Und...auch für die Initialisierung eines Goto-Teleskopes benötigt man Grundkenntnisse des Himmels. Das Kennenlernen des Himmels, das Auskennen an Diesem und das spätere dadurch mühelose Finden von Objekten und der Weg dahin ist mit das Schönste an diesem Hobby.

Ich positioniere mein C9,25 auf einer Losmandy GM8 per Teikreise (!) oder wie meinen 10" Dobson mit Telrad und Sucher, und das ruckzuck....und das Navi ist die Sternkarte wie bei sooooovielen versierten, erfahrenen Sternfreunden.

Wie immer: Persönliche Meinung!

@Leander:
Nimm Dir die Tipps von Fee und Andy zu Herzen !!!
Gehe zu Teleskop-Treffen und schaue Dir die Klamotten (sprich Scope) selbst an. Schaue selber durch! Wenn Du Sternfreude nett fragst helfen Dir diese sehr gerne! Positioniere selber und höre dir Goto-Teleskope an. Hebe diese mal an oder baue Dir mit nem Wasserkasten 22kg nach und hebe diese täglich nach der Arbeit einmal hoch.

Laß Dir Zeit bei der Auswahl eines neuen großen Teleskops das für Dich (!) am besten geeignet ist. Viel Glück!

PS: Tips für direkte Alternativen zu C8 nenne ich Dir gerne per PN.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Mike_JH:
Und...auch für die Initialisierung eines Goto-Teleskopes benötigt man Grundkenntnisse des Himmels. Das Kennenlernen des Himmels, das Auskennen an Diesem und das spätere dadurch mühelose Finden von Objekten und der Weg dahin ist mit das Schönste an diesem Hobby.
Hi!

Willkommen im 21. Jahrhundert... ich bin zwar eigentlich auch kein großer Freund von Goto (selber finden macht Spaß, völig d'accord), aber das mit den Grundkenntnissen stimmt so nicht mehr. Ich hatte mal ein Celestron CPC925 zum Testen, und bei den Geräten ist es wirklich so, dass du drei x-beliebige Sterne anfährst und das Teleskop dann weiß, wo es hinzeigt. Wer das nicht hinkriegt, wird auch sonst nichts am Himmel finden. Und es ist ja nicht so, dass wir zur Zeit so viele Nächte zum Üben hätten, in denen man das Aufsuchen üben kann...

Danach hatte ich die Tour-Funktion genutzt, und selten in einer Nacht so viele Objekte angeschaut und so wenig beobachtet - Objekt angefahren, im Okular gesehen, nächstes angefahren. Die Messier-Galaxien waren durchaus auf einem Niveau, dass ich sie auch in einer öffentlichen Sternführung gezeigt hätte.

Nach 5 Minuten stand das Gerät tatsächlich aufgebaut neben meinem Ford Fiesta und war einsatzfähig. Auskühlen ist kein so großes Problem, wenn man halt erst einmal mit den Zielen anfängt, die sich über niedrige Vergrößerung freuen, und sich Planeten oder Doppelsterne für später aufhebt. (Das ist etwas, was ich eh nicht verstehe - einerseits werden die SC gerne nieder gemacht, weil die großen Austrittspupillen/niedrigen Vergrößerungen nicht gehen, andererseits wird immer gleich so hoch vergrößert, dass das Auskühlen zum Problem wird.)

Zur Größe: Ab 8" macht DeepSky Spaß, es muss nicht gleich der 10"er sein. Allerdings ist das Volumen der Teleskope bei einer Doppelarm-Gabelmontierung oft das selbe. Wenn du zu deinem Beobachtungsplatz fährst, kann es ruhig das größere sein. Ob jetzt ein gabelmontiertes Teleskop in zwei Teilen geschleppt wird, oder was parallaktisches, das dank Gegengewichten und separater Montierung zwar in den Einzelteilen evtl. leichter ist, aber auf mehr Koffer verteilt ist, ist grad egal - wenn es um weite Strecken geht, ist beides blöd. Und beim SC gehört halt die flexible Taukappe dazu, genau wie beim Gitterrohr-Dobson die Streulicht-Socke.

Gerade wegen der kompakten Bauform haben wir im Verein seit Ende der 80er zwei C8 als meistgebrauchte mobile Teleskope (aber parallaktisch montiert), größere Geräte sind zu sperrig.

So viele Köpfe, so viele Meinungen - aber in einem herrscht Einheit: Unbedingt ein Gerät mal live anschauen. Teleskoptreffen, die nächste Sternwarte oder der ATT in Essen sind einen Besuch wert.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Leute,

ich nutze auch ein C8, allerdings auf einer Deutschen Montierung, der GM8. Früher waren Teleskope, wie das LX200, ein Traum für mich, heute würde ich so ein Gesamtsystem nicht mehr nehmen und mir lieber Teleskop und Montierung separat kaufen, also zusammen stellen. In meiner Version wiegt kein Teil mehr als 10kg, eher deutlich weniger. Einziger Nachteil sind die vielen Einzelteile. Vorteil ist aber - und das darf man nicht vergessen - die automatische Nachführung. Dazu kommt noch das absolut bequeme rückseitige Einblickverhalten eines C8.



Ich möchte hier mal einige Punkte von Mike kommentieren, ohne, dass das als Angriff zu werten sei :-):
- der Akku immer wieder im falschen Moment leer ist
ok, beim Dobson oder einer manuell nach geführten Deutschen Montierung hat man keinen Akku, dafür aber auch nicht den Luxus einer perfekten Nachführung. Jeder was er mag.


Hilft eine Taukappe? :-)

Sehe ich nicht als Problem an, denn bisher hat das bei mir nicht ewig gedauert, sondern war in einem akzeptablen Zeitrahmen abgeschlossen gewesen, sodass man gut beobachten konnte. Max 1 bis 1.5 Stunden je nach Temperaturdifferenz draußen- drinnen.


- und der Newton nebenan deutlich mehr am Jupiter zeigt
Ach ist das so? Dann frage ich mich warum das so ist? War das C8 nicht richtig justiert? Wie kann ein Newton deutlich mehr zeigen. Da hat doch irgendwas nicht gestimmt. Ich bin mit der Abbildung des C8 bisher sehr zufrieden. Ich denke, dass ein gutes, beherrschtes C8 einem 8"Newton nicht viel nachsteht.




VG,
Christian
 
Hallo,

herzlichen Dank für die teilweise sehr ausführlichen Hinweise und überhaupt Eure Hilfen/Hilfsbereitschaft zu meiner Frage.
(@ Sternenfee123: Auch mit Dir bin ich mehr als versöhnt mit Deiner späteren ausführlichen Hilfe und Erläuterung Deiner Ansichten!)

Gerne möchte ich nun noch anmerken,

1.) daß ich vom meinem Vater ein "Meade 2080 8Zoll" (aus den 80er Jahren) geerbt habe. Ein Gerät, wo ich durchsehen durfte (Haley'scher Komet!), zu dem ich aber ansonsten keinen Zugang hatte.
Da meine ich nun: Es gibt für einen Neu-Einstieg erleichternde Systeme, um Sterne, bzw. schwache Objekte zügig ausfindig zu machen, bzw. wie ich geschrieben hatte, "ein bißchen von dem Kuchen der schönen Himmelsanblicke zu erhaschen" und mir es in meinem etwas fortgeschrittenen Alter etwas 'einfacher' zu machen!
Andererseits sind sicher Teile für das Teleskop für ein anderes Meade Instrument zu verwenden - sicher zumindest div. Okulare.

2.) ich habe einen Balkon/Terrasse, von der aus ich im ländlichen Gebiet am Rande einer Kleinstadt wohnend, einen recht guten Einblick in den Himmel habe, wenn er denn mal klar ist (was leider mittlerweile das entscheidende Problem in unseren Breiten ist). Ich denke da noch an die End-50er Jahre zurück, wo regelmäßig die Sterne im wahrsten Sinne 'funkelten' und einem das Lied: "Weißt Du wieviel Sternlein stehen .." automatisch in den Sinn kam.


Das heißt für mich jetzt für eine Suche nach einem geeigneten Teleskop:
- Stromversorgung: Kein Problem
- Temperaturanpassung: Kein Problem
- Gewicht: Kein Problem


Ist unter diesen genannten Parametern nicht tatsächlich das genannte Meade-Telespop (LX90GPS 8 Zoll, Schmidt-Cassegrain) eine gute Variante?

Natürlich kann nichts - wie mehrfach von Euch erwähnt - div. Teleskoptreffen mit praktischen Anschauungen ersetzen.

Gruß
Leander
 
Guten Morgen,

eigentlich verbarg sich hinter meiner letzten ausführlichen Aussage eine Frage, vielleicht zu sehr "zwischen den Zeilen".

Da ich aber keine Resonanz mehr erhalte, gehe ich davon aus, daß Ihr für meine Belange eine Lösung, wie ich sie "angedacht" hatte, mehr oder weniger für richtig halten würdet, also ein Gerät in der Richtung des Meade LX90GPS 8 Zoll unter Verwertung von vorhandenen Teilen des Meade 2080 ?!

Gruß
Leander
 
Hi!

Ich kenne das Meade 2080 und seine Steuerung nicht - aber sehe ich das richtig, dass du ein 8"-Schmidt-Cassegrain durch ein anderes (seinen Nachfolger) ersetzen willst?

Dann langt es evtl. schon, mal bei Meade nachzufragen, ob sich einfach die Steuerung austauschen lässt. Aber dazu kenne ich die Meade-Steuerungen zu wenig.

Aber bevor du 2500,- Euro investierst, um dann letztlich genauso weit zu sein, wie mit dem anscheinend vorhandenen Teleskop, würde ich mich erst mal mit der Steuerung beschäftigen. Gut möglich, dass die das GPS nur die Eingabe von Datum, Ort und Zeit abnimmt (so ist's bei Celestron) und du immer noch die Referenzsterne anfahren musst; bei den alten Computersteuerungen musste man bestimmte Sterne anfahren, was aber auch nicht so viel komfortabler ist, wenn man sich mal ein wenig am Himmel auskennt.

Wenn dein Gerät noch funktioniert, bringt dir ein neues nur etwas mehr Komfort, aber sonst nichts. Die SCs sind seit Jahrzehnten weitestgehend unverändert, nur die Vergütung ist etwas besser geworden, was du aber nur im direkten Vergleich sehen dürftest - im Verein verwenden wir immer noch zwei Celestron-SCs aus den 1980ern, nur die Montierung ist längst entsorgt.

Ob du die Steuerung auf den aktuellen Stand bringen kannst, müssen dir die Meade-Experten sagen.

Oder du versuchst es aus seiner Gabel zu befreien und auf eine neue Montierung zu setzen, das ist auch noch billiger.

Gruß,
Alex
 
Zitat von Leander:
Ist unter diesen genannten Parametern nicht tatsächlich das genannte Meade-Telespop (LX90GPS 8 Zoll, Schmidt-Cassegrain) eine gute Variante?

Natürlich kann nichts - wie mehrfach von Euch erwähnt - div. Teleskoptreffen mit praktischen Anschauungen ersetzen.

Hallo Leander,

bevor Du irgendwas kaufst, unabhänig von Deinem aktuellen Status würde ich mich an Deiner Stelle mal mit folgenden Sachen grundsätzlich einarbeiten:

http://www.intercon-spacetec.de/fileadmin/downloads/Astronomie_2006_72dpi.pdf

Das ist zwar ein Produktkatalog, aber die Einführung mit Beratung/Erklärung trifft die Praxis. Zwar würde ich nicht soweit gehen, dem SC die visuelle Eignung abzusprechen, benutze ja selber auch ein C9,25, aber die physikalischen Tatsachen sind nicht zu leugnen.

Das beantwortet (unabhänig vom Goto) Deine Fragen besser als jede Meinungssammlung hier.
 
Hallo Leander,

wenn Du schon einen 8" hast, pack den Tubus einfach auf eine parallaktische Montierung der GP-Klasse mit Goto, spar Dir Geld und beobachte. Die azimutale Beobachtung ist komfortabler, aber Du siehst auch nicht mehr. Wenn Du Dich dann auskennst, dann kannst Du aufgrund gewonnenenr eigener Kenntnisse Dein perfektes Teleskop kaufen - oder Du entscheidest Dich mit dem vorhandenen Equipment zu arbeiten.
Wegen Goto ist dem Post von Alex nichts hinzuzufügen. Moderne azimutale Goto-Teleskope sind leicht (8"LX90: 12kg Gerät + 10kg Stativ), stabil und leise. Ein 8" Dobson hat auch 20kg - 9kg tubus und 11kg Rockerbox. Und ist erheblich sperriger.
Es ist schlicht eine Frage des Komforts - das LX90 bietet einen höheren Komfort, ist aber auch deutlich teurer.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Christian,

Ach ist das so? Dann frage ich mich warum das so ist? War das C8 nicht richtig justiert? Wie kann ein Newton deutlich mehr zeigen. Da hat doch irgendwas nicht gestimmt. Ich bin mit der Abbildung des C8 bisher sehr zufrieden. Ich denke, dass ein gutes, beherrschtes C8 einem 8"Newton nicht viel nachsteht.

Ich denke daß ein C8 schon durch die höhere Obstruktion gegenüber einem Newton benachteiligt ist.

Da: http://roXhr.aiXax.de/2003-4_gesamt.pdf (da sind wie unschwer zu erkennen sein sollte zwei "X" zuviel...) hat jemand frei nach Zmek ausgerechnet daß bei einem C8 nach Abzug aller Unzulänglichkeiten noch die Kontrastleistung von 116mm perfekter Öffnung erreicht wird. Wie schlecht ein Newton ist weiß ich nicht - wäre aber interessant.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

dazu kommt noch, das beim SC das Licht an 4 weiteren optischen Flächen vorbei muß...

Trozdem ist das SC ein schönes Telekop, z.B für Mond,
wo der Kontrast der Optik nicht so wichtig.

In dem von mir gebrachten Link wird das übrigens mit dem Kontrast auch für Newton ausgerechnst.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Mike,


Trozdem ist das SC ein schönes Telekop,...

Ich würde nicht einmal "trotzdem" sagen, das C8 hat mit seiner kompakten Bauweise die Nase weit vorn was geringe Ansprüche an die Montierung angeht, das ist ein Punkt der die etwas geringere optische Leistung mehr oder weniger ausgleicht. Auch was den bequmen Einblick angeht hat Christian Recht, dazu die Okularverträglichkeit des C8 mit f10 - alles Pluspunkte. Trotzdem ziehe ich einen guten Newton vor.

Leider sind die verglichenen Geräte extrem unterschiedlich teuer/gut, der Intes deluxe MN ist preislich kein Vergleich mit einem C8. Interessant fände ich einen Standartnewton von der Stange, der ist dann zwar billiger als das C8 aber von der qualitativen Seite vergleichbar - wenigstens so halbwegs.


Viele Grüße Felix
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben