Mein anderes Newtonteleskop

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nixseher

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Hallo zusammen,
ich bin neu hier und hätte ein paar Fragen an die erfahrenen Astronomen.
Dazu noch eine kleine Geschichte:

Ich sammelte meine ersten Erfahrungen mit einem Kaufhaus-Spiegelteleskop (Öffnung 114mm und Brennweite 900mm). Der Preis war 499.- DM, es wurde nie justiert, aber es funktionierte.
Nach längerer Pause wollte ich nun mehr Leistung und Qualität ... Gesagt, getan ... Skywatcher Quattro 8 S OTA, f/4 auf einer NEQ6 SynScan und Hyperion Okulare usw.

Sieht toll aus, nettes Spielzeug, von erfahrenen Leuten justiert, rechnerisch mehr als der 10 fache Preis ... Mir ist klar, dass das kein Profigerät ist, aber ...
Das Skywatcher übertrifft mein "Billigteleskop" in keinem Bereich ... Zumindest nicht nach meinen ersten Beobachtungen und Versuchen. Ich wollte auch mal über die 150 fache Vergrößerung hinaus und keinen undefinierbaren Schwamm sehen, ich bin etwas enttäuscht.

Was mache ich falsch, oder war mein Ansatz bzw. meine Überlegung nicht richtig?
Habe ich zu viel erwartet?

Ich würde mich über Antworten, Tipps und Anregungen freuen ...

Viele Grüße
Peter
 
Hallo Peter,

Das Skywatcher übertrifft mein "Billigteleskop" in keinem Bereich ... Zumindest nicht nach meinen ersten Beobachtungen und Versuchen. Ich wollte auch mal über die 150 fache Vergrößerung hinaus und keinen undefinierbaren Schwamm sehen, ich bin etwas enttäuscht.

damit Du mit einem Teleskop vernünftig beobachten kannst, muß das Teleskop zwingend raus in die Natur (freies Feld, Garten, Balkon, Terasse), der Umgebungstemperatur angeglichen sein, gut justiert, das Seeing muß passen und Wärmequellen dürfen keine in der Umgebung vorhanden sein.

Also:

- von wo aus hast Du beobachtet?
- wie lange hast Du das Teleskop auskühlen lassen?
- wie war das Seeing am Beobachtungsabend?
- war ein Fenster/Türe offen/gekippt?

 
Hallo Peter,

hm, kannst Du näher definieren was undefinierbare Schwämme sind, also welche Objekte Du beobachten wolltest.

hm, 8" f/4. Du willst fotografieren, oder habe ich das was falsch verstanden? Bei f/4 wäre wohl ein Komakorrektor nicht schlecht, penibel genaue Justierung und ob Hyperion-Okulare mit f/4 klar kommen... Fragen an die f/4 visuell Spezialbeobachter.

Was waren denn deine Gründe für so ein Teil?

Grüße

Matthias
 
Servus,

Mit 114/900 und 200/800 habe ich selbst sehr lange beobachtet.
Mit beiden Geräten war ich sehr zufrieden und ich habe mit
diesen Teleskopen viel gesehen.
Beide Teleskope waren auch parallaktisch montiert.


Ich wollte auch mal über die 150 fache Vergrößerung
hinaus und keinen undefinierbaren Schwamm sehen


Was ist deine Definition von einem "undefinierbaren Schwamm"?
Welches Objekt hast du eingestellt, und was hast du erwartet zu
sehen?
Hast du darauf geachtet, richtig in den Fokus zu sein?
Waren die Sterne im Okular auch richtige kleine Punkte oder
waren diese unscharf oder "matschig"?

Schreibe doch mal etwas über deinem Standort, deine
Bedingungen und ws du genau gesehen hast.

Mein 8"/f4 hatte eine gute Abbildung. Nicht perfekt
ausgekühlt oder ein nicht perfektes Seeing ist zwar nicht
optimal in der Beobachtung, aber dennoch sollte im Okular
einiges zu sehen sein.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Servus,


penibel genaue Justierung und ob Hyperion-Okulare mit
f/4 klar kommen... Fragen an die f/4 visuell
Spezialbeobachter


Für visuell muss die Justierung nicht mal so penibel genau
sein.
Mit einem "ganz normal" justierten f/4 kann man schon mal
ohne Einschränkungen beobachten, er bildet dann schon gut ab.
Bei einer AP von 1,3 wie oben angegeben (Vergrößerung 150x)
sollte das kein Problem sein.

Mit Hyperion kommen die f/4 klar, selbst schon ausprobiert.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Danke, Gerd für die Klärung.

Mehr als Schwämme sollte er auf jeden Fall sehen ;-)

Grüße

Matthias
 
Hi,

für f/4 muss die Justierung penibel genau sein!!
Schon geringfügig daneben justiert, ist jedweder evtl. vorhandener Strehl im Keller.
Und das wäre ein Grund für undefinierte Schwämme im Bild.

Ein weiterer ist Auskühlen und alle Seeingeffekte.
Ist der Spiegel hinten freigelegt oder hinter einer der Skywatcher-Pappscheiben versteckt? Die sind zwar dünn aber stören die Temperaturanpassung schon bei kleinen Geräten massiv.

Hyperion Okulare mit niedrigen Brennweiten kann man an f/4 haben, aber es geht besser. Dennoch düften die nicht für die Schämme verantwortlich sein.

Was sagen denn die erfahrenen Justierprofis wieso es nicht klappt? Denn normal würde ich Dir raten, schlepp Dein Zeug raus ggf. zu erfahrenen Kollegen die sich das Ganze mal anschauen.

CS

 
Das geht hier aber flott ;-) Viele Antworten, freut mich.

Undefinierbarer Schwamm, hmmm!?
Wenn z.B. Jupiter nur noch ein unscharfer gelber Ball ist.
Ich habe mir gedacht, dass mit einem besseren Teleskop schärfere Beobachtungen mit höheren Vergrößerungen möglich sind bzw. ich habe erwartet, dass sich diese Überlegung automatisch ergibt.
Grundsätzlich will ich aber in die Astrofotografie reinschnuppern.
Ach so, beobachtet habe ich bis jetzt nur von der Terrasse aus und ich beobachte in Stadtnähe. Nicht ideal, aber beide Teleskope haben ja die gleichen Bedingungen.


 
Hi

nun das kann daran liegen, dass er horizontnah war und damit im Sumpf von Licht und Seeing.

Nur weil es größer ist muss es nicht besser sein ;)
Es sollte mehr zeigen, aber es muss auch die Chance haben.
Terasse und stadtnah ist im Zweifel schädlich. Steine geben immer Wärme ab, wenn es nachts abkühlt. Das kann so stark sein, dass die Luftunruhe keine 100fach erlaubt.

Gleiche Bedingungen ja, aber damit ist es nicht getan.
Das große muss mehr auskühlen, länger anpassen und es löst mehr auf - auch mehr Seeing.

CS
 
Hallo Peter,

wann hast du denn Jupiter sehen wollen? Wie hoch stand er am Himmel?. Mit dem 6" habe ich ihn gegen 4:30 heute morgen ca. so gesehen. Ich denke halb vier war Meridiandurchgang. Das ist zwar eine (Rumspiel-)Aufnahme mit der ASI120MC ohne Barlow also insgesamt nur f/6, gibt aber den visuellen Eindruck in einem 6" gut wieder.

Viele Grüße

Matthias

 

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Hallo Peter,

Gerade die letzten Wochen war häufig sehr schlechtes Seeing.
Der Unterschied ist gravierend.
Hier z.B. der Jupiter aufgenommen durch ein 8'' F6 Dobson, bei schlechtem Seeing und bei recht guten Bedingungen.
Link zur Grafik: http://abload.de/img/jupiter-grfw8ssu.jpg

Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Ich habe auch ein 114/900mm Teleskop und bei schlechtem Seeing zeigt es genauso viele bzw. eher wenige Details wie der 8'' Dobson.

Manchmal wenn es mehrere Tage schlecht war habe ich auch schon an der Justage des Dobson gezweifelt und extra noch den kleinen Newton rausgeholt. Da bot sich dann aber der gleiche schlechte Anblick, also einfach noch häufiger testen, bei guten Bedingungen bringt dann die größere Öffnung einen entsprechenden Auflösungsgewinn.

Gruß,
Holger


 
Zitat von *entfernt*GMS:
Bei 150fach visuell....nicht mal halb so groß wie das Bild im normalen Bildschirmabstand
Hallo Günther,

bei einem Betrachtungsabstand von 60 cm erscheint der von Matthias gezeigte Jupiter auf meinem Bildschirm in 106-facher Vergrößerung, so etwa sieht er bei doppelter Nachvergrößerung aus:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Feldstecher_Jup_051622_g4_ap7_200_R+15_K+10_g110_sat+25_s_cr.jpg

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

ja genau, mit dem 8.8mm ES entsprach der Seheindruck in etwa dem Bild welches ich mit der ASI hatte, also ca. 100x. (s.o.) Mehr ging an dem Abend leider nicht. 150x war schon zu viel.

Sowas sollte der TO mit 8" bei 100x ja auch sehen können, wenn nicht ist was grob faul: Entweder stand bei ihm Jupiter über der Grasnarbe oder einem Hausdach oder der Newton ist völlig dejustiert oder war nicht temperiert.

Grüße

Matthias
 
Zitat von Feldstecher:
Mehr ging an dem Abend leider nicht. 150x war schon zu viel.
Hallo Matthias,

Deine "Rumspiel"-Aufnahme gefällt mir schon recht gut! Fotografisch geht oft mehr als visuell. Die Aufnahme ist offenbar aus einem gestackten Video entstanden. Würde mich mal interessieren, was aus dem Material heraus kommt, wenn Du das 16-Bit Summenbild vor (!) der Weiterverarbeitung zweifach interpolierend (!) vergrößerst, z.B. mit dem dSinc-Algorithmus in Fitswork.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

danke für den Tipp. Ich habe ein anderes Video gestackt von der selben Aufnahmesession mit 6" f/6. Man sieht dass der GRF schon langsam verschwindet. Jetzt mit dSync faktor 2 interpoliert. von 2000 Frames habe ich 20% verwendet.

Sorry für das Kapern des Threads :schwitz: . Gibts irgendwo einen Thread der sich speziell mit der Jupitervideographie mit der ASI120 beschäftigt? Ich bin auf dem Gebiet blutiger Anfänger.

Grüße
Matthias
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Feldstecher:
Ich habe ein anderes Video gestackt von der selben Aufnahmesession mit 6" f/6.
Hallo Matthias,

danke für den Versuch, hatte eigentlich noch ein besseres Ergebnis erwartet. Optimal für die Kamera wären natürlich Aufnahmen mit 2x Barlow bei f/12.

Zitat von Feldstecher:
Ist vielleicht doch nicht ganz uninteressant für den Peter, er will ja offenbar in Richtung Fotografie gehen.

Zitat von Feldstecher:
Gibts irgendwo einen Thread der sich speziell mit der Jupitervideographie mit der ASI120 beschäftigt?
Im Planetenforum gibt es reichlich Beispiele und Diskussionen.

Gruß, Jan
 
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