KlausLowitz
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Hallo liebe Sternfreunde,
ich glaube zu Recht sagen zu können, deß gestern mein astronomischer Sonntag war denn schon seit längerer Zeit habe ich nicht mehr so viele unterschiedliche Objekte beobachtet.
Los ging es gegen 16.00 Uhr als die Wolkendecke stärker aufriß und teilweise der Sonne Platz machte. Ich habe meinen Celestron 6" f/8 Refraktor aufgebaut um die Sonne zu beobachten, ohne vorher nachzusehen ob überhaupt da oben was los ist. Mein erster Blick durch das Teleskop: und ob da was los war... zwei große Fleckengruppen mit zum Teil riesigen Flecken. Sagenhafter Anblick bei 67x mit Vixen
Ortho 18mm (mein Lieblingsokular bei diesem Teleskop für die Sonne denn die Sonne füllt fast das gesamte Gesichtsfeld aus und der Kontrast ist super). Sehr schön war die Granulation über die gesamte Sonne zu sehen, die Flecken mit feinen Details in Umbra und Penumbra sowie Flackergebiete am äußersten rechten Rand. Ganze 2 Stunden hatte ich das Teleskop aufgebaut und immer wieder wenn die Sonne rauskam, durch das Teleskop geschaut. Zwischendurch hatte ich Olaf Kolbrück angerufen ob er nicht vorbeikommen möchte um auch zu beobachten. Er war leider anderweitig beschäftigt, hat aber dann schon mal für die Nacht zugesagt wenn das Wetter stimmt. Olaf, ich muß sagen, am Nachmittag da hast du was verpaßt.
Der zweite Teil der Beobachtung begann gegen 21.00 Uhr. Objekt war der Mond, als Instrument das Vixen Bino 30x125. Ein wunderschöner Anblick. Ist schon Wahnsinn was binokulares Sehen ausmacht obwohl nur 30x Vergrößerung. Der Mond erscheint total als 3D-Objekt. Eine tolle plastische Ansicht. Eine schöne Besonderheit gestern Abend war ein
recht heller Stern rechts unten neben dem Mond. Man konnte über längere Zeit (etwa nach einer halben Stunde) sogar sehen wie sich der Abstand zwischen Mond und Stern vergrößerte. Als ich dann mit der Mondbeobachtung fertig war ging ich nochmal rein und setzte mich vor die Glotze damit die Zeit bis es richtig dunkel wurde schneller
verging.
Kurz nach 22.00 Uhr erschien dann Olaf mit seinem Astro Dobson 8" f/5. Die Spechtelnacht konnte beginnen. Mittlerweile waren die Wolken komplett verschwunden und ein klarer Himmel lachte uns an. Das hätten wir bei dem Wetter tagsüber gar nicht gedacht, daß der Himmel so toll werden sollte in der Nacht. Los ging es mit dem Mond denn für Deep
Sky schien der Mond einfach zu hell. Olaf experimentierte ein wenig herum mit Beobachtung bei Gebläse an/Gebläse aus. Ich meinerseits verglich die Ansichten 6" Refraktor vs. 8" Dobson. Also im Dobson schien mir das Bild besser zu sein schon allein weil im Refraktor das Bild einen ziemlichen Gelbstich hatte. Das Seeing war sogar recht gut und man konnte bis 200x bzw. 240x vergrößern (mit Okular Pentax 5mm).
Aber der schönste Teil der Nacht sollte noch kommen als der Mond untergegangen war. Dann wurde es richtig dunkel mit guter Durchsicht und geschätzter Grenzgröße von 5m7 im Zenit, in Richtung Süden etwas weniger wegen der Lichter der umliegenden Ortschaften. Ich hatte mittlerweile wieder mein Vixen Bino rausgeholt um die Zeit zu überbrücken bis Mars am Himmel erschien. Für mich sollte sich dann
die Binobeobachtung als Highlight in dieser Nacht herausstellen. Warum: Cirrusnebel!!! Ohne jeglichen Filter in direktem Sehen im Bino. Wow, was für ein Anblick, einfach zum genießen. Aber auch die Milchstraße hat Spaß gemacht. Die zahlreichen Sternhaufen von Cassiopeia bis in die Schildwolke, bei denen ich gar nicht auf die Benennung geachtet habe, waren wunderschön. M13 im Sternenfeld,
beinahe Aufgelöst am Rand, M31 mit beiden Begleitgalaxien, M22, M8 die Lagune, M17, ha und chi Persei, M27, M101, M51, später M33! alles Objekte zum genießen im Vixen 30x125. So, und dann kam noch der große Auftritt von Mars. Vergrößert habe ich im Refraktor bis 240x mit Vixen Ortho 5mm. Je später die Nacht wurde desto besser traten die Details auf dem roten Planeten hervor: Polkappe, darunter ein dunkler
Bereich und der Rest rötlich. Ich glaube auch einen kleinen Ausläufer aus den dunklen Bereich in das große rötliche Feld gesehen zu haben. Der Anblick in Olaf's Dobson schien mir ein Tick besser zu sein als in meinem 6" Refraktor. Wir haben beide nicht viel geredet, zu schön war das was wir gesehen haben. Da war fast jedes Wort überflüssig.
Zischendurch haben wir einfach nur den Sternenhimmel mit bloßem Auge genossen denn der Anblick war sagenhaft.
Olaf verabschiedete sich dann gegen 2.00 Uhr, merklich ungern, aber wenn man am Morgen zur Arbeit muß hat man keine andere Wahl. Ich selbst entschied mich noch ein wenig draußen zu bleiben um Mars weiterhin zu beobachten. Aber nur ein halbe Stunden später packte ich auch meinen Krempel zusammen und ging rein. Was für ein toller Sonntag!
Macht's gut,
Klaus.
ich glaube zu Recht sagen zu können, deß gestern mein astronomischer Sonntag war denn schon seit längerer Zeit habe ich nicht mehr so viele unterschiedliche Objekte beobachtet.
Los ging es gegen 16.00 Uhr als die Wolkendecke stärker aufriß und teilweise der Sonne Platz machte. Ich habe meinen Celestron 6" f/8 Refraktor aufgebaut um die Sonne zu beobachten, ohne vorher nachzusehen ob überhaupt da oben was los ist. Mein erster Blick durch das Teleskop: und ob da was los war... zwei große Fleckengruppen mit zum Teil riesigen Flecken. Sagenhafter Anblick bei 67x mit Vixen
Ortho 18mm (mein Lieblingsokular bei diesem Teleskop für die Sonne denn die Sonne füllt fast das gesamte Gesichtsfeld aus und der Kontrast ist super). Sehr schön war die Granulation über die gesamte Sonne zu sehen, die Flecken mit feinen Details in Umbra und Penumbra sowie Flackergebiete am äußersten rechten Rand. Ganze 2 Stunden hatte ich das Teleskop aufgebaut und immer wieder wenn die Sonne rauskam, durch das Teleskop geschaut. Zwischendurch hatte ich Olaf Kolbrück angerufen ob er nicht vorbeikommen möchte um auch zu beobachten. Er war leider anderweitig beschäftigt, hat aber dann schon mal für die Nacht zugesagt wenn das Wetter stimmt. Olaf, ich muß sagen, am Nachmittag da hast du was verpaßt.
Der zweite Teil der Beobachtung begann gegen 21.00 Uhr. Objekt war der Mond, als Instrument das Vixen Bino 30x125. Ein wunderschöner Anblick. Ist schon Wahnsinn was binokulares Sehen ausmacht obwohl nur 30x Vergrößerung. Der Mond erscheint total als 3D-Objekt. Eine tolle plastische Ansicht. Eine schöne Besonderheit gestern Abend war ein
recht heller Stern rechts unten neben dem Mond. Man konnte über längere Zeit (etwa nach einer halben Stunde) sogar sehen wie sich der Abstand zwischen Mond und Stern vergrößerte. Als ich dann mit der Mondbeobachtung fertig war ging ich nochmal rein und setzte mich vor die Glotze damit die Zeit bis es richtig dunkel wurde schneller
verging.
Kurz nach 22.00 Uhr erschien dann Olaf mit seinem Astro Dobson 8" f/5. Die Spechtelnacht konnte beginnen. Mittlerweile waren die Wolken komplett verschwunden und ein klarer Himmel lachte uns an. Das hätten wir bei dem Wetter tagsüber gar nicht gedacht, daß der Himmel so toll werden sollte in der Nacht. Los ging es mit dem Mond denn für Deep
Sky schien der Mond einfach zu hell. Olaf experimentierte ein wenig herum mit Beobachtung bei Gebläse an/Gebläse aus. Ich meinerseits verglich die Ansichten 6" Refraktor vs. 8" Dobson. Also im Dobson schien mir das Bild besser zu sein schon allein weil im Refraktor das Bild einen ziemlichen Gelbstich hatte. Das Seeing war sogar recht gut und man konnte bis 200x bzw. 240x vergrößern (mit Okular Pentax 5mm).
Aber der schönste Teil der Nacht sollte noch kommen als der Mond untergegangen war. Dann wurde es richtig dunkel mit guter Durchsicht und geschätzter Grenzgröße von 5m7 im Zenit, in Richtung Süden etwas weniger wegen der Lichter der umliegenden Ortschaften. Ich hatte mittlerweile wieder mein Vixen Bino rausgeholt um die Zeit zu überbrücken bis Mars am Himmel erschien. Für mich sollte sich dann
die Binobeobachtung als Highlight in dieser Nacht herausstellen. Warum: Cirrusnebel!!! Ohne jeglichen Filter in direktem Sehen im Bino. Wow, was für ein Anblick, einfach zum genießen. Aber auch die Milchstraße hat Spaß gemacht. Die zahlreichen Sternhaufen von Cassiopeia bis in die Schildwolke, bei denen ich gar nicht auf die Benennung geachtet habe, waren wunderschön. M13 im Sternenfeld,
beinahe Aufgelöst am Rand, M31 mit beiden Begleitgalaxien, M22, M8 die Lagune, M17, ha und chi Persei, M27, M101, M51, später M33! alles Objekte zum genießen im Vixen 30x125. So, und dann kam noch der große Auftritt von Mars. Vergrößert habe ich im Refraktor bis 240x mit Vixen Ortho 5mm. Je später die Nacht wurde desto besser traten die Details auf dem roten Planeten hervor: Polkappe, darunter ein dunkler
Bereich und der Rest rötlich. Ich glaube auch einen kleinen Ausläufer aus den dunklen Bereich in das große rötliche Feld gesehen zu haben. Der Anblick in Olaf's Dobson schien mir ein Tick besser zu sein als in meinem 6" Refraktor. Wir haben beide nicht viel geredet, zu schön war das was wir gesehen haben. Da war fast jedes Wort überflüssig.
Zischendurch haben wir einfach nur den Sternenhimmel mit bloßem Auge genossen denn der Anblick war sagenhaft.
Olaf verabschiedete sich dann gegen 2.00 Uhr, merklich ungern, aber wenn man am Morgen zur Arbeit muß hat man keine andere Wahl. Ich selbst entschied mich noch ein wenig draußen zu bleiben um Mars weiterhin zu beobachten. Aber nur ein halbe Stunden später packte ich auch meinen Krempel zusammen und ging rein. Was für ein toller Sonntag!
Macht's gut,
Klaus.