Mein erster Jupiter

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Anfrily

Aktives Mitglied
Hallo!
Ich habe es endlich geschafft, meine erste Aufnahme von Jupiter in einzelne Bilder zu zerlegen und diese zu bearbeiten.
Es waren ca. 75 Einzelbilder aufgenommen mit der Astrocam 5MP an meinem 750/150 Newton, durch ein Fenster in meinem Zimmer... :totlach2:
Ich denke, dass die Aufnahme trotz der ziemlich geringen Pixelgröße von 2,2µ relativ gut geworden ist, zumal dies das erste Astro-Foto von mir ist und durch eine Glasscheibe ohne ausgekühlten Spiegel und Tubus geschossen wurde! :D
Heute würde ich sowas mit der Glasscheibe im Zimmer natürlich nicht mehr machen...

Bearbeitung: PIPP , Fitswork & giotto

LG, André

PS: wenn jemand weiß, wie ich das Foto besser machen könnte, würde ich mich über einen Kommentar freuen! :)
 

Anhänge

  • JupiterNo1.JPG
    JupiterNo1.JPG
    3,7 KB · Aufrufe: 359
Hallo André,

schön das Du Dich traust, das Bild zu zeigen.
Hilft vielleicht auch manch anderem Neueinsteiger, wenn
er sein erstes Ergebnis mit den teilweise Top Resultaten
hier im Forum vergleicht.

Nur zu Deiner Frage, also es ist immer schwierig Tipps zu einem fertig bearbeiteten Bild zu geben, da ist es sinnvoller zumindest das Rohbild nach dem Stacken zur Verfügung zu stellen.
Aber in diesem Fall würde ich spontan sagen, da lohnt sich der Aufwand nicht. Die EBV kann nicht zaubern, auch wenn es manchmal so aussieht.

Gute Planetenfotos zu machen hat viel mit Übung zu tun, was Dich nun nicht entmutigen sondern eher anspornen soll. Oder wie der alte Spruch so schön heisst "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen".

Hier ein paar Punkte als Anregung, das mit dem Standort hast ja schon selber angemerkt.

Ich würde mir noch eine 2x-2,5x Barlow besorgen, das optimale Öffnungsverhältnis liegt bei Farbkameras bei etwa 5*Pixelgröße (2,2um) also etwa f/11.

Entscheidend für gute Aufnahmen sind exakte Kollimation des Teleskops, richtiger Fokuspunkt und ggf. die Elimninierung von Tubusseeing.

Da die Planetensaison ja gerade rum ist würde ich mich nun erstmal um diese Punkte kümmern und dann in der nächsten Planetensaison weitermachen. Also lernen wie man das Teleskop optimal kollimiert (so Du es nicht weisst), schauen wie das Auskühlverhalten von Deinem Scope ist, Fokussieren kannst am Mond üben.

Also bleib dran, bin gespannt, wie das dann in der nächsten Saison bei Dir so aussieht.

Grüße
Volker
 
Hi, Volker!
Danke für die ermutigenden Worte und die Tipps, ich dachte schon, niemand würde mehr antworten. :D
Also werde ich mir eine 2x Barlow bestellen und mich noch ein bisschen erkundigen, wie ich besser mit meinem Teleskop umgehen kann.
Mit der Nachführung klappt es schon super! :)
Noch was zur Barlow-Linse:
Könntest du mir da eine Marke empfehlen, damit ich mir nicht irgend ein schlechtes Teil kaufe, oder unterscheiden sich die Barlows verschiedener Marken nicht oder nur kaum voneinander?

MFG, André
 
Hallo André,

ich habe einen 8'' F6 Dobson mit der Asi120mc Kamera.
Meine NoName Barlow war so schlecht, dass ich die nicht verwenden konnte.
Nun wollte ich nicht so viel ausgeben, das Preis-Leistungsverhältnis war mir sehr wichtig.

Nach langer Recherge habe ich mich dann für die Baader Q-Turret Barlow entschieden und bin sehr zufrieden.

Zum Einsatz kommt sie bei Planeten, Mond, ISS usw...
Siehe meine Bilder hier im Forum.
Neuerdings versuche ich auch Deep-Sky Aufnahmen, die mache ich ohne Barlow.

Die Planetensaison für Jupiter, Mars und Saturn ist ja nun vorüber. Da würde ich an Deiner Stelle erst einmal den Mond ausprobieren.
Das ginge auch erst einmal ohne Barlow. So kannst Du ohne zusätzliche Kosten weitere Erfahrungen sammeln.
- Justage (einmal eingestellt hält das bei mir sehr lange)
- Fokus richtig treffen
- Nachbearbeitung
- Seeingeinfluss (Für mich einer der wichtigsten Punkte)
Die Bedingungen sind meistens nicht so gut und man zweifelt dann schnell an seinem Equipment. Gerade wenn das mehrere Tage hintereinander so ist. Ich nutze fast jede Gelegenheit um das Seeing zu testen. Wenn mit meinem 8mm Planetary die helleren Sterne aufgebläht sind und wabern dann kann man das schon fast vergessen. Das liegt dann nicht an der Ausrüstung.

Noch zu Deinem Bild.
Bei einer Aufnahme durchs Fenster wird es schwer sein ein scharfes Bild zu erhalten. Da kannst Du nicht viel erwarten.
75 Einzelbilder sind dann auch zu wenig. Über 1000 sollten es schon sein. Das hätte hier bei den Rahmenbedingungen aber auch nicht mehr viel gebracht.

Zum Stacken verwende ich autostakkert. Ein sehr schnelles Programm. Danach fitswork und gimp.

Gruß,
Holger
 
Hallo André

jetzt war Holger schneller.
An ihn hätte ich Dich bzgl. Barlow verwiesen.

Er macht ja Spitzenbilder mit der Q-Turret.

Bestätigen kann ich auch, dass sich der Kauf einer
No-Name Barlow nicht lohnt. Das gab bei mir nur Frust.

Wichtig für mich ist, dass sich das ganze Equipment
am OAZ verkippungsfrei verbinden lässt, also entweder per
Schraubverbindung oder Ringklemmung. Billigere Lösungen wirst irgendwann ersetzen und dann ich nichts dabei gespart.

Grüße
Volker
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben