Hi Leute,
ich versteh die Aufregung, die Christian hier reinbringt, net wirklich.
1) Da ich 5 verschiedene Teleskope hab, schreib ich aus Prinzip hin, mit welchem davon ich eine Aufnahme gemacht hab. Das gebietet die Höflichkeit.
2) Hier ging es
nur um die Farbeinstellung für Mars. Die ist bei mir mit der ALCCD5L-IIc an Mars immer gleich. Die Zahlen, die ich oben angegeben hab.
3) Ich hab weder behauptet, daß mein Mak mehr Details zeigt als der 8"er von Markus noch die Auflösung seines Bildes kritisiert.
4) Wenn ich die Farben bei der ALCCD5L-IIc im RGB Modus (also debayerte Übertragung der Rohdaten) so einstelle, wie oben angegeben, dann fallen die Farben tatsächlich genau so aus der Kamera. Ich habe einfach mal die ersten 200 Bilder aus dem Videostrom für das obige Bild mit Virtualdub aus dem Originaalvideo ausgeschnitten und als animiertes Gif in Endlosschleife gespeichert. So schaut es aus:
Link zur Grafik:
http://www.bilder-upload.eu/upload/51346a-1397942813.gif
Wie man sieht, grausames Seeing und hellgrauer Hintergrund wegen dichten Schleierwolken + Vollmond daneben. Die Auflösung ist wegen dem Seeing eher mau. Aber die Farben sind, wie sie sind...
@ Christian:
bitte lese nicht nur selektiv, sondern alles.
Ich hab nicht geschrieben, daß geschärfte Bilder aus der Kamera fallen, sondern:
Zitat von Sternenfee123:
Gamma=100
WRed=85
WBlue=180
WGreen=115
Contrast=20
Dann fallen bei meiner ALCCD5L-IIc und dem 6" Mak solche Marsfarben von alleine aus der Kamera
Zitat von Christian_P:
und zweitens muss nicht jedes mal der durchoptimierte "Super"-MAK in den Mittelpunkt gerstellt werden, so als wären andere unfähig, solche Bilder hinzukriegen, und müssten erst mal belehrt werden, wie es denn nun richtig geht.
sag mal, welche Laus ist Dir über die Leber gelaufen?
Zitat von Christian_P:
... Für Farben brauch ich keine Öffnung mit angeben, wozu?
das gehört sich schlicht so. Denn je nach Teleskopbauweise werden verschiedene Wellenlängen unterschiedlich gut durchgelassen. Das ist bei Maks, SC´s und Refraktoren anderst als bei reinen Spiegelsstemen (Newtons). Schon die unterschiedlichen Vergütungen von Frontlinsen (in meinem Fall also die Meniskuslinse des Mak´s) machen da sichtbare Unterschiede in der Farbgebung. Da ich nicht weiß, ob der 5", der 6" und der 8" von Skywatcher die selbe Vergütung und das selbe Glasmaterial haben, habe ich geschrieben, welchen ich nutze. Extrem sichtbar wird das, wenn Du einen Newton mit einem FH Refraktor bezüglich der Farben vergleichst.
Auch wenn Du es nicht gerne lesen tust, es ist notwendig, daß man genau beschreibt, welches System man verwendet, wenn man sich über Farben unterhält. Sonst vergleicht man Apfel mit Birnen.
Mir wegen meiner korrekten Vorgehensweise dann das hier
Hier soll wohl nebenbei auch der tolle 6-Zoll-MAK- Mars präsentiert werden, um dem 8"-TEC-MAK Konkurrenz zu machen...
vorzuwerfen, ist völlig gaga. :mauer:
Wie wäre es, wenn Du statt mir solch einen Unsinn zu unterstellen Deine Farbeinstellungen bekannt gibst, die sich aus Deiner Methode mit dem Weißabgleich ergeben? Damit hätte Markus einen weiteren Anhaltspunkt und eine sachliche Diskussion würde ihn und auch andere weiterbringen.
@ Volker:
hast Du eine Vorgehensweise, wie Du die Parameter für die Kamera festlegst? Ich stehe ebenfalls vor dem Problem, dass die Farbgewichtung noch nicht wirklich passt, hab aber nun keine ALccd.
ja. Um Weiß (Eiskappen, Ringe bei Saturn, Äquatorzone bei Jupiter) als Weiß darzustellen, sollen die Helligkeitswerte für R, G und B möglichst gleich sein. Ich öffne in Firecapture das Histogramm und stelle den Verstärker für Rot so ein, daß das Histogramm einen Wert von ca. 150 zeigt. Dann schraub ich bei Grün solange den Verstärker hoch, bis die Anzeige im Histogramm auch zwischen 140 und 150 liegt. Dann ziehe ich den Verstärker für Blau hoch. Muß ich da für nen Wert zwischen 140 und 150 im Histogramm bis an den Anschlag vom Verstärker gehen, muß Rot und Grün solange reduziert werden, bis ich vom Anschlag am Verstärker bei Blau weg bin (Wert um 180 beim "WBlue" hat sich bei mir als passend erwiesen).
Diese Farbgewichtung machte ich einmal für jeden Planeten und speicherte sie als Profil für den Planeten in Firecapture ab. Denn je nach Belichtungszeit/Gain verschiebt sich das ein klein wenig.
Die Kennlinie vom Verstärker ist nicht wirklich linear...
@ Gerrit:
ich hab dem Mak ne großzügig dimensionierte Eigenbau-Tauschutzkappe aus dickem Moosgummie von ner alten Isomatte spendiert, vorne zusätzlich ne Blende mit 190 mm Durchlaß zur Versteifung angebracht und alle Flächen innen in der Tauschutzkappe mit schwarzem Velour verkleidet.
Damit unterdrücke ich sehr wirkungsvoll Streulicht von den umgebenden Fenstern/Tiefgaragenbeleuchtung oder Mond (falls der irgendwo am Himmel steht).
Durch die Länge der Tauschutzkappe benötige ich auch bei hoher Luftfeuchte keine Heizung. Das spart Strom und Kabelsalat. Das Velour nimmt mit seiner extrem großen Oberfläche die Feuchtigkeit wirkungsvoll auf und die Meniskuslinse bleibt die ganze Nacht frei. :super:
Dann hab ich den originalen 2" "Okularklemmerich" mit den 3 popeligen Schräubles statt Klemmring weggemacht. Da verkippte alles schon beim Angucken.
Statt diesem suboptimalen Teil hab ich einen TS-Crayford mit 1:10 Untersetzung und Skala auf dem OAZ Rohr angebaut. Das erleichterte mir das Fokussieren, weil jetzt das geringe Spiegelshifting keine Rolle mehr spielt.
Vor 3 Wochen hab ich dann noch nen Motorfokussierer an den OAZ angebracht. Für meine Bequehmlichkeit. Damit ich nicht von Hand fokussieren muß. Der Fokussierer hat den Vorteil, daß mir ein Planet beim Fokussieren nicht mehr aus der eng gezogenen ROI abhaut...