scientist
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Hallo Sternfreunde,
da am Ostermontag klasse Wetter war und es so aussah das es eine gute Nacht geben könnte, stellte ich gegen 20.00 meine Ausrüstung zum Auskühlen raus. Und stellte eine kleine To-Do-Liste zusammen die 33 Objekte umfasste, 4 der Objekte konnte ich nicht anfahren da sie durch Bäume verdeckt wurden. Um 21.30 begann ich zu Beobachten, die Temperatur betrug um die 10°C und die Grenzgröße lag ohne Adaption bei etwa 5,0mag. Mit Adaption schätzte ich eine Stunde später 5,5mag. Um halb 12 verzogen sich meine Eltern dann ins Bett und ich war nun total von streulicht verschont. Nun befand ich mich unter einem schönen 6,0mag Himmel. Ich beobachtete bis um 5.30. Die Temperatur sank bis knapp über 0°C und da die Dämmerung schon recht fortgeschritten war und der Mond störte, ermittelte ich zu diesem Zeitpunkt erneut 5,0mag.
Beobachtete Objekte:
Offene Sternhaufen:
- M 35
- M 44
- M 45
- NGC 2129
- NGC 2175
- NGC 2251
- NGC 2264
- Collinder 399
Nebel:
- NGC 1432 und NGC 1435 Reflexionsnebel in M 45
- NGC 2174
- NGC 2264 Konusnebel
Kugelsternhaufen:
- M 3
- M 5
- M 13
- M 14
- M 53
- M 56
- M 71
- M 92
Galaxien:
- M 64
- M 65
- M 66
- M 95
- M 96
- M 104
- M 105
- NGC 2903
- NGC 3377
- NGC 3384
- NGC 3628
- NGC 4038
- NGC 4039
- NGC 4494
- NGC 4565
- NGC 5746
Planetarische Nebel:
- M 27 Hantelnebel
- M 57 Ringnebel
Doppelsterne:
- M 40
Quasare:
- 3 C 273
Planeten:
- Venus
- Jupiter
- Saturn
Optik:
10" GSO Dobson
Okulare:
32mm (39x)
15mm (83x)
6mm (208x)
Filter:
2“ UHC
1,25“ CLR
1,25“ Grau
Bericht:
Venus, 21.30:
Bei 39x zeigt sich die Venus als extrem heller leicht ovaler „Stern“ mit ausgeprägten Spikes. Bei 83x mit Graufilter zeigte sich ein deutlich besseres bild, zwar extrem hell, aber die ovale Form war sehr gut erkennbar. 208x hatte kein besseres Ergebnis gebracht da die Venus schon zu tief stand und das extrem viel Atmosphäre abbekam.
M 45, NGC 1432, NGC 1435, 21.50:
Der Haufen zeigt sich bei 39x mit sehr vielen Sternen, fährt man mit dem Dobson den Haufen von der Seite an ist eine deutlich Aufhellung des Hintergrunds erkennbar. Diese Aufhellung ordnete ich Reflexionsnebeln wie NGC 1432 (Maja-Nebel) oder NGC 1435 (Merope-Nebel) zu.
NGC 2264 Weihnachtsbaumhaufen, Konusnebel, 22.00:
Der Haufen ist sehr leicht über Gamma Gem aufzusuchen und ist schon im Sucher sichtbar. Die keilförmige Anordnung der Sterne ist gegeben doch erinnert sie nur mit viel Fantasie an einen Tannenbaum. Der Konusnebel wird ohne UHC/CLR-Filter vergebens gesucht. Mit Filter ist Bei 39x bei indirektem sehen ein kleiner dunklerer schmaler Streifen sichtbar.
Anbei: Milchstraße von Cassiopaia bis ins Einhorn schön zu sehen.
NGC 2251, 22.25:
Nach dem Tannenbaum wollte ich weiter zu Hubbles veränderlichem Nebel, aber da dieser bereits hinter einem dicht gewachsenen Bäumchen stand war er nicht beobachtbar, irgendwie landete ich dann bei NGC 2251, einem kleinen Haufen mit nur wenigen Sternen. NGC 2244 konnte ich ebenfalls nicht mehr beobachten.
M 35, 22.45:
Sehr leicht aufzufinden, erscheint im 8x50 Sucher und im 10x40 Fernglas als nebliges Fleckchen. Bei 39x füllt er rund 50% Gesichtsfeldes, bei 83x ist er einfach gigantisch! Mehrere 100 Sterne auf einen Blick, sehr geil!!
NGC 2129, 23.05:
Sehr kleiner Haufen, bei 39x ist er kaum als Haufen zu erkennen. Bei 83x zeigt er 4-5 hellere Sterne und ist leicht rautenförmig.
NGC 2175, NGC 2174, 23.10:
Der Haufen ist nur mit Hilfe des Karkoschka aufzufinden. Haufen ist sehr schwach, nicht auffällig, nur mit gutem Willen einzelne Sterne erkennbar. Auffälliger ist der Gasnebel NGC 2174, er ist als auffälliges helleres Himmelsgebiet ohne eindeutig definierbare Form und Struktur auch ohne UHC erkennbar.
NGC 4038, NGC 4039, 23.30:
Das Zielgebiet ist trotz umliegender Bäume relativ leicht aufzufinden. Die Galaxien sind beim direkten sehen als schwacher verwaschener Fleck erkennbar, bei indirektem sehen ist die leichte Herzform erahnbar.
M 104, 24.00:
Die Galaxie wurde durch einen Zufall aufgefunden und darum musste ich mich erst vergewissern ob ich richtig war. Deutlich war ein schmales ovales Scheibchen erkennbar mit kleinem hellem Kern. Oberhalb ist ein leichtes Glimmen zu erkennen. Der dunkle Bereich dazwischen ist das Staubband.
NGC 2903, 0.20:
Die Galaxie im Kopf des Löwen wurde schnell aufgefunden. Sie hebt sich deutlich vom Hintergrund ab. Sie erscheint oval etwa 1:4 elongiert. Helles Zentralgebiet, meine eine Balkenartige Aufhellung erkannt zu haben. Bei 208x sind extrem schwache Ausläufer der Galaxie an den enden erkennbar, ich habe diese als die beiden Spiralarme identifiziert.
M 65, M 66, NGC 3628, Leo-Triplett, 1.00:
Das Triplett habe ich sofort ohne Problem aufgefunden und alle 3 Galaxien heben sich deutlich vom Hintergrund ab.
M 65: Die Galaxie erscheint als ovales Scheibchen mit heller werdendem Kern. Besonders auffällig finde ich die relativ spitzen Enden der Galaxie.
NGC 3628: Sie ist als schmales helles Band mit spitz zulaufenden Enden und leicht dickerem Kern sichtbar. Nach unten ist die Galaxie eindeutig begrenzt, auf der oberen Seite jedoch ist noch ein leichte weiterglimmen erkennbar. Das abrupte Ende der Galaxie habe ich als das Staubband interpretiert.
M 66: Ein runder Kernbereich mit sternförmigem Zentrum ist eindeutig erkennbar. Bei indirektem Sehen erscheint die Galaxie eindeutig oval, Ansätze von Spiralarmen sind erkennbar wobei der obere ausgeprägter erscheint. Zwischen dem oberen Arm und dem Galaxienzentrum ist ein dunkler einschnitt erahnbar. Auf der unteren Seite ist der zweite Arm nur mit ganz viel gutem willen erkennbar, er erscheint eher als ovale Aufhellung die sich an den zentralen Bereich der Galaxie anschließt.
Saturn, 2.00:
Bereits bei 39x Vergrößerung ist der Ring eindeutig zu erkennen. Bei ist der Ring samt seinem Schatten auf der Planetenkugel gut zu erkennen, außerdem sind 3 oder 4 Monde sichtbar. Außerdem sind einzelne Staubbänder auf der Saturnoberfläche auszumachen. Bei 208x macht sich das mittelmäßige Seeing stark bemerkbar und das scharf stellen ist nahezu unmöglich. Die Cassini-Teilung ist kaum erkennbar. Nur in wenigen Sekunden mit ruhiger Luft ist sie erkennbar.
NGC 3377, 2.15:
Diese Galaxie erscheint sehr schwach da sie direkt neben dem 5,5mag hellen Stern Kappa Leonis steht. Sie hat ein Kleines Sternförmiges Zentrum mit einem schwachen Halo.
M 95, M 96, M 105, NGC 3384, Leo-Quartett, 2.20:
Galaxiengruppe sehr ausgedehnt, passt nicht ganz ins Gesichtsfeld des TS-WA 32mm.
NGC 3384: Sternförmiger Kern mit strukturlosem ovalem Halo
M 105: Deutlich heller und größer als NGC 3384, hat ebenfalls ein sternförmiges Zentrum mit etwas größerem rundem Halo.
M 96: Kleine runde Galaxie, wird zum Zentrum heller, keine auffälligen Strukturen.
M 95: Erscheint kleiner und schwächer als M 96. Wird zum Zentrum hin heller, der Balken ist nicht erkennbar.
M 44, Krippe, 2.40:
Der Haufen erscheint mit bloßem Auge als kleiner verwaschener Flecken am Himmel. Bei 39x füllt er das gesamte Gesichtsfeld. Besonders auffällig sind die vielen dreieckförmigen Sternanordnungen.
3 C 273, 2.45:
Mit Hilfe des Karkoschka ist der Quasar relativ schnell aufgefunden. Er war bei direktem sehen gut erkennbar. Es ist ein geniales Gefühl wenn man sich vorstellt, dass auf der Erde gerade Leben entstand als dieses Licht ausgesandt wurde.
NGC 4494, 3.10:
Heller punktförmiger Kern umgeben von einem Kreisrunden Halo.
NGC 4565, 3.15:
Bei 39x ist ein auffälliger feiner Streifen erkennbar. Bei 83x ist der Bulg sowie das Staubband erkennbar. Die Galaxienscheibe ist noch in relativ großer Entfernung vom Zentrum durch indirektes sehen erahnbar.
M 64, Black-Eye-Galaxie, 3.20:
Sehr helle Galaxie im Vergleich zu manch anderer Galaxie dieses Abends. Sie ist 1:3 elongiert und wird zum Zentrum hin deutlich heller. Unterhalb des Kerns ist ein diffuser dunklerer Bereich erkennbar – das Auge.
M 53, 3.25:
Der Kugelsternhaufen liegt sehr nahe bei Diadem dem hellsten Stern im Sternbild Haar der Berenike. B 83x sind im Außenbereich einzelne aufgelöste Sterne erkennbar. Wirkt recht körnig im Zentrum.
M 5, 3.30:
Bereits bei 39x körnige leicht aufgelöste Struktur erkennbar, dieser Kugelhaufen ist extrem groß. Bei 83x ist er bereits eine Wucht, aber bei 208x füllt er nahezu das gesamte Gesichtsfeld!! Einfach nur pervers geil!! Unzählige Sterne sind aufgelöst. Viele Sternketten ziehen sich vom Zentrum weg, das Halo der Sterne erscheint unregelmäßig und erinnert an etwas an eine Rosenblüte oder eine Spinne.
M 3, 3.50:
Er erscheint recht groß bei 39x, bei 83x ist der Rand schön aufgelöst. Bei 208x ist er aufgelöst bis ins Zentrum, sein Halo ist relativ gleichmäßig, es sind mehrere Sternketten erkennbar.
NGC 5746, 4.00:
NGC 5746 ist eine schwache Edge-On-Galaxie. Sie steht sehr nahe bei 109 Virginis und wird von ihm nahezu überstrahlt. Bei 83x ist sie nur erahnbar, bei 83x kann man sie jedoch gut sehen, besonders der Bulg ist erkennbar.
M 13, Herkuleshaufen, 4.10:
Bei 39x ist er größer als M 3 und seine Randbereiche erscheinen deutlich aufgelöst. Ihn umgibt ein unregelmäßiges Halo aus Sternen, bei 83x und 208x erscheint er mit vielen aufgelösten Sternen und einigen vom Zentrum wegführenden Sternketten.
M 92, 4.15:
Der Haufen ist relativ schwer aufzufinden da er in der Nähe des Zenits steht und das navigieren mit dem Dobson hier schwierig wird. Er erscheint bei 39x sehr klein im Vergleich zu M 3, M 5 und M 13. Bei 83x erscheinen seine Randbereiche aufgelöst.
M 71, 4.25:
Bis dahin mit Abstand schwächster Kugelsternhaufen der Nacht. Kaum einzelne Sterne sichtbar, extrem schwacher Kern.
Collinder 399, 4.30:
Der Kleiderbügelhaufen ist auch ohne optische Hilfsmittel als matschiger Lichtfleck unterhalb von Deneb erkennbar. Bei 39x füllt er das gesamte Gesichtsfeld, er ist relativ unspektakulär, im Fernglas ist er am schönsten.
M 57, Ringnebel, 4.35:
Der Rauchring entfaltet erst bei 208x seine volle Pracht, er wirkt sehr plastisch, wie richtig dichter Rauch. Er ist von satter grauer Farbe. Mit indirektem Sehen meine ich eine Aufhellung im Zentrum gesehen zu haben, ich bin jedoch nicht sicher ob es der Zentralstern war.
Jupiter, 4.40:
Die Planetenkugel erscheint bei 83x sehr schön mit einem dicken dunklen Band um den Äquator. Nord- und Südpol sind ebenfalls leicht bräunlich. Links und rechts des Planeten sind die Galileischen Monde zu sehen, auf jeder Seite 2. Bei 208x wird ein Graufilter verwand um das Licht etwas zu reduzieren und mehr Details auf der Planetenoberfläche erkennen zu können.
M 27, Hantelnebel, 4.50:
Für einen Planetarischen Nebel erscheint er bei 39x schon recht groß. Bei 83x ist ein rautenförmiger rauchfarbener Körper erkennbar mit mit schwachen „Ohren“ auf beiden Seiten, Hantelform gut erkennbar.
M 56, 5.00:
Von der Helligkeit ist M 56 ähnlich wie M 71. Bei 83x wird kein gewinn von Details festgestellt, nur der Kern erscheint etwas ausgeprägter.
M 40, 5.10:
Mit Karkoschka und viel Mühe aufgefunden. Der Doppelsterncharakter ist nicht bestätigt von mir. Höchstwahrscheinlich habe ich mir verdobst oder ich hätte höher vergrößern müssen. Ich werde M 40 auf jedenfall noch einmal neu beobachten um sicher zu sein.
M 14, 5.25:
Dadurch das die Dämmerung bereits begonnen hat und der Mond aufgegangen ist, wahr bei 39x und bei 83x nur ein nebliges Fleckchen erkennbar.
Ich hoffe der Bericht hat euch gefallen und regt euch zu eigenen Beobachtungen der obigen Objekte an. Was ich besonders interessant finde ist der Wechsel der Objekte, am frühen Abend wurden viele offene Sternhaufen beobachtet, dann kam ein großer Block mit Galaxien und dann noch einige Kugelsternhäufen.
Als dann alles drinnen verstaut war gönnte ich mir zu Feier der erfolgreichen Nacht ein Glas guten Martini Bianco <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />
CS
Moritz Kreidler
da am Ostermontag klasse Wetter war und es so aussah das es eine gute Nacht geben könnte, stellte ich gegen 20.00 meine Ausrüstung zum Auskühlen raus. Und stellte eine kleine To-Do-Liste zusammen die 33 Objekte umfasste, 4 der Objekte konnte ich nicht anfahren da sie durch Bäume verdeckt wurden. Um 21.30 begann ich zu Beobachten, die Temperatur betrug um die 10°C und die Grenzgröße lag ohne Adaption bei etwa 5,0mag. Mit Adaption schätzte ich eine Stunde später 5,5mag. Um halb 12 verzogen sich meine Eltern dann ins Bett und ich war nun total von streulicht verschont. Nun befand ich mich unter einem schönen 6,0mag Himmel. Ich beobachtete bis um 5.30. Die Temperatur sank bis knapp über 0°C und da die Dämmerung schon recht fortgeschritten war und der Mond störte, ermittelte ich zu diesem Zeitpunkt erneut 5,0mag.
Beobachtete Objekte:
Offene Sternhaufen:
- M 35
- M 44
- M 45
- NGC 2129
- NGC 2175
- NGC 2251
- NGC 2264
- Collinder 399
Nebel:
- NGC 1432 und NGC 1435 Reflexionsnebel in M 45
- NGC 2174
- NGC 2264 Konusnebel
Kugelsternhaufen:
- M 3
- M 5
- M 13
- M 14
- M 53
- M 56
- M 71
- M 92
Galaxien:
- M 64
- M 65
- M 66
- M 95
- M 96
- M 104
- M 105
- NGC 2903
- NGC 3377
- NGC 3384
- NGC 3628
- NGC 4038
- NGC 4039
- NGC 4494
- NGC 4565
- NGC 5746
Planetarische Nebel:
- M 27 Hantelnebel
- M 57 Ringnebel
Doppelsterne:
- M 40
Quasare:
- 3 C 273
Planeten:
- Venus
- Jupiter
- Saturn
Optik:
10" GSO Dobson
Okulare:
32mm (39x)
15mm (83x)
6mm (208x)
Filter:
2“ UHC
1,25“ CLR
1,25“ Grau
Bericht:
Venus, 21.30:
Bei 39x zeigt sich die Venus als extrem heller leicht ovaler „Stern“ mit ausgeprägten Spikes. Bei 83x mit Graufilter zeigte sich ein deutlich besseres bild, zwar extrem hell, aber die ovale Form war sehr gut erkennbar. 208x hatte kein besseres Ergebnis gebracht da die Venus schon zu tief stand und das extrem viel Atmosphäre abbekam.
M 45, NGC 1432, NGC 1435, 21.50:
Der Haufen zeigt sich bei 39x mit sehr vielen Sternen, fährt man mit dem Dobson den Haufen von der Seite an ist eine deutlich Aufhellung des Hintergrunds erkennbar. Diese Aufhellung ordnete ich Reflexionsnebeln wie NGC 1432 (Maja-Nebel) oder NGC 1435 (Merope-Nebel) zu.
NGC 2264 Weihnachtsbaumhaufen, Konusnebel, 22.00:
Der Haufen ist sehr leicht über Gamma Gem aufzusuchen und ist schon im Sucher sichtbar. Die keilförmige Anordnung der Sterne ist gegeben doch erinnert sie nur mit viel Fantasie an einen Tannenbaum. Der Konusnebel wird ohne UHC/CLR-Filter vergebens gesucht. Mit Filter ist Bei 39x bei indirektem sehen ein kleiner dunklerer schmaler Streifen sichtbar.
Anbei: Milchstraße von Cassiopaia bis ins Einhorn schön zu sehen.
NGC 2251, 22.25:
Nach dem Tannenbaum wollte ich weiter zu Hubbles veränderlichem Nebel, aber da dieser bereits hinter einem dicht gewachsenen Bäumchen stand war er nicht beobachtbar, irgendwie landete ich dann bei NGC 2251, einem kleinen Haufen mit nur wenigen Sternen. NGC 2244 konnte ich ebenfalls nicht mehr beobachten.
M 35, 22.45:
Sehr leicht aufzufinden, erscheint im 8x50 Sucher und im 10x40 Fernglas als nebliges Fleckchen. Bei 39x füllt er rund 50% Gesichtsfeldes, bei 83x ist er einfach gigantisch! Mehrere 100 Sterne auf einen Blick, sehr geil!!
NGC 2129, 23.05:
Sehr kleiner Haufen, bei 39x ist er kaum als Haufen zu erkennen. Bei 83x zeigt er 4-5 hellere Sterne und ist leicht rautenförmig.
NGC 2175, NGC 2174, 23.10:
Der Haufen ist nur mit Hilfe des Karkoschka aufzufinden. Haufen ist sehr schwach, nicht auffällig, nur mit gutem Willen einzelne Sterne erkennbar. Auffälliger ist der Gasnebel NGC 2174, er ist als auffälliges helleres Himmelsgebiet ohne eindeutig definierbare Form und Struktur auch ohne UHC erkennbar.
NGC 4038, NGC 4039, 23.30:
Das Zielgebiet ist trotz umliegender Bäume relativ leicht aufzufinden. Die Galaxien sind beim direkten sehen als schwacher verwaschener Fleck erkennbar, bei indirektem sehen ist die leichte Herzform erahnbar.
M 104, 24.00:
Die Galaxie wurde durch einen Zufall aufgefunden und darum musste ich mich erst vergewissern ob ich richtig war. Deutlich war ein schmales ovales Scheibchen erkennbar mit kleinem hellem Kern. Oberhalb ist ein leichtes Glimmen zu erkennen. Der dunkle Bereich dazwischen ist das Staubband.
NGC 2903, 0.20:
Die Galaxie im Kopf des Löwen wurde schnell aufgefunden. Sie hebt sich deutlich vom Hintergrund ab. Sie erscheint oval etwa 1:4 elongiert. Helles Zentralgebiet, meine eine Balkenartige Aufhellung erkannt zu haben. Bei 208x sind extrem schwache Ausläufer der Galaxie an den enden erkennbar, ich habe diese als die beiden Spiralarme identifiziert.
M 65, M 66, NGC 3628, Leo-Triplett, 1.00:
Das Triplett habe ich sofort ohne Problem aufgefunden und alle 3 Galaxien heben sich deutlich vom Hintergrund ab.
M 65: Die Galaxie erscheint als ovales Scheibchen mit heller werdendem Kern. Besonders auffällig finde ich die relativ spitzen Enden der Galaxie.
NGC 3628: Sie ist als schmales helles Band mit spitz zulaufenden Enden und leicht dickerem Kern sichtbar. Nach unten ist die Galaxie eindeutig begrenzt, auf der oberen Seite jedoch ist noch ein leichte weiterglimmen erkennbar. Das abrupte Ende der Galaxie habe ich als das Staubband interpretiert.
M 66: Ein runder Kernbereich mit sternförmigem Zentrum ist eindeutig erkennbar. Bei indirektem Sehen erscheint die Galaxie eindeutig oval, Ansätze von Spiralarmen sind erkennbar wobei der obere ausgeprägter erscheint. Zwischen dem oberen Arm und dem Galaxienzentrum ist ein dunkler einschnitt erahnbar. Auf der unteren Seite ist der zweite Arm nur mit ganz viel gutem willen erkennbar, er erscheint eher als ovale Aufhellung die sich an den zentralen Bereich der Galaxie anschließt.
Saturn, 2.00:
Bereits bei 39x Vergrößerung ist der Ring eindeutig zu erkennen. Bei ist der Ring samt seinem Schatten auf der Planetenkugel gut zu erkennen, außerdem sind 3 oder 4 Monde sichtbar. Außerdem sind einzelne Staubbänder auf der Saturnoberfläche auszumachen. Bei 208x macht sich das mittelmäßige Seeing stark bemerkbar und das scharf stellen ist nahezu unmöglich. Die Cassini-Teilung ist kaum erkennbar. Nur in wenigen Sekunden mit ruhiger Luft ist sie erkennbar.
NGC 3377, 2.15:
Diese Galaxie erscheint sehr schwach da sie direkt neben dem 5,5mag hellen Stern Kappa Leonis steht. Sie hat ein Kleines Sternförmiges Zentrum mit einem schwachen Halo.
M 95, M 96, M 105, NGC 3384, Leo-Quartett, 2.20:
Galaxiengruppe sehr ausgedehnt, passt nicht ganz ins Gesichtsfeld des TS-WA 32mm.
NGC 3384: Sternförmiger Kern mit strukturlosem ovalem Halo
M 105: Deutlich heller und größer als NGC 3384, hat ebenfalls ein sternförmiges Zentrum mit etwas größerem rundem Halo.
M 96: Kleine runde Galaxie, wird zum Zentrum heller, keine auffälligen Strukturen.
M 95: Erscheint kleiner und schwächer als M 96. Wird zum Zentrum hin heller, der Balken ist nicht erkennbar.
M 44, Krippe, 2.40:
Der Haufen erscheint mit bloßem Auge als kleiner verwaschener Flecken am Himmel. Bei 39x füllt er das gesamte Gesichtsfeld. Besonders auffällig sind die vielen dreieckförmigen Sternanordnungen.
3 C 273, 2.45:
Mit Hilfe des Karkoschka ist der Quasar relativ schnell aufgefunden. Er war bei direktem sehen gut erkennbar. Es ist ein geniales Gefühl wenn man sich vorstellt, dass auf der Erde gerade Leben entstand als dieses Licht ausgesandt wurde.
NGC 4494, 3.10:
Heller punktförmiger Kern umgeben von einem Kreisrunden Halo.
NGC 4565, 3.15:
Bei 39x ist ein auffälliger feiner Streifen erkennbar. Bei 83x ist der Bulg sowie das Staubband erkennbar. Die Galaxienscheibe ist noch in relativ großer Entfernung vom Zentrum durch indirektes sehen erahnbar.
M 64, Black-Eye-Galaxie, 3.20:
Sehr helle Galaxie im Vergleich zu manch anderer Galaxie dieses Abends. Sie ist 1:3 elongiert und wird zum Zentrum hin deutlich heller. Unterhalb des Kerns ist ein diffuser dunklerer Bereich erkennbar – das Auge.
M 53, 3.25:
Der Kugelsternhaufen liegt sehr nahe bei Diadem dem hellsten Stern im Sternbild Haar der Berenike. B 83x sind im Außenbereich einzelne aufgelöste Sterne erkennbar. Wirkt recht körnig im Zentrum.
M 5, 3.30:
Bereits bei 39x körnige leicht aufgelöste Struktur erkennbar, dieser Kugelhaufen ist extrem groß. Bei 83x ist er bereits eine Wucht, aber bei 208x füllt er nahezu das gesamte Gesichtsfeld!! Einfach nur pervers geil!! Unzählige Sterne sind aufgelöst. Viele Sternketten ziehen sich vom Zentrum weg, das Halo der Sterne erscheint unregelmäßig und erinnert an etwas an eine Rosenblüte oder eine Spinne.
M 3, 3.50:
Er erscheint recht groß bei 39x, bei 83x ist der Rand schön aufgelöst. Bei 208x ist er aufgelöst bis ins Zentrum, sein Halo ist relativ gleichmäßig, es sind mehrere Sternketten erkennbar.
NGC 5746, 4.00:
NGC 5746 ist eine schwache Edge-On-Galaxie. Sie steht sehr nahe bei 109 Virginis und wird von ihm nahezu überstrahlt. Bei 83x ist sie nur erahnbar, bei 83x kann man sie jedoch gut sehen, besonders der Bulg ist erkennbar.
M 13, Herkuleshaufen, 4.10:
Bei 39x ist er größer als M 3 und seine Randbereiche erscheinen deutlich aufgelöst. Ihn umgibt ein unregelmäßiges Halo aus Sternen, bei 83x und 208x erscheint er mit vielen aufgelösten Sternen und einigen vom Zentrum wegführenden Sternketten.
M 92, 4.15:
Der Haufen ist relativ schwer aufzufinden da er in der Nähe des Zenits steht und das navigieren mit dem Dobson hier schwierig wird. Er erscheint bei 39x sehr klein im Vergleich zu M 3, M 5 und M 13. Bei 83x erscheinen seine Randbereiche aufgelöst.
M 71, 4.25:
Bis dahin mit Abstand schwächster Kugelsternhaufen der Nacht. Kaum einzelne Sterne sichtbar, extrem schwacher Kern.
Collinder 399, 4.30:
Der Kleiderbügelhaufen ist auch ohne optische Hilfsmittel als matschiger Lichtfleck unterhalb von Deneb erkennbar. Bei 39x füllt er das gesamte Gesichtsfeld, er ist relativ unspektakulär, im Fernglas ist er am schönsten.
M 57, Ringnebel, 4.35:
Der Rauchring entfaltet erst bei 208x seine volle Pracht, er wirkt sehr plastisch, wie richtig dichter Rauch. Er ist von satter grauer Farbe. Mit indirektem Sehen meine ich eine Aufhellung im Zentrum gesehen zu haben, ich bin jedoch nicht sicher ob es der Zentralstern war.
Jupiter, 4.40:
Die Planetenkugel erscheint bei 83x sehr schön mit einem dicken dunklen Band um den Äquator. Nord- und Südpol sind ebenfalls leicht bräunlich. Links und rechts des Planeten sind die Galileischen Monde zu sehen, auf jeder Seite 2. Bei 208x wird ein Graufilter verwand um das Licht etwas zu reduzieren und mehr Details auf der Planetenoberfläche erkennen zu können.
M 27, Hantelnebel, 4.50:
Für einen Planetarischen Nebel erscheint er bei 39x schon recht groß. Bei 83x ist ein rautenförmiger rauchfarbener Körper erkennbar mit mit schwachen „Ohren“ auf beiden Seiten, Hantelform gut erkennbar.
M 56, 5.00:
Von der Helligkeit ist M 56 ähnlich wie M 71. Bei 83x wird kein gewinn von Details festgestellt, nur der Kern erscheint etwas ausgeprägter.
M 40, 5.10:
Mit Karkoschka und viel Mühe aufgefunden. Der Doppelsterncharakter ist nicht bestätigt von mir. Höchstwahrscheinlich habe ich mir verdobst oder ich hätte höher vergrößern müssen. Ich werde M 40 auf jedenfall noch einmal neu beobachten um sicher zu sein.
M 14, 5.25:
Dadurch das die Dämmerung bereits begonnen hat und der Mond aufgegangen ist, wahr bei 39x und bei 83x nur ein nebliges Fleckchen erkennbar.
Ich hoffe der Bericht hat euch gefallen und regt euch zu eigenen Beobachtungen der obigen Objekte an. Was ich besonders interessant finde ist der Wechsel der Objekte, am frühen Abend wurden viele offene Sternhaufen beobachtet, dann kam ein großer Block mit Galaxien und dann noch einige Kugelsternhäufen.
Als dann alles drinnen verstaut war gönnte ich mir zu Feier der erfolgreichen Nacht ein Glas guten Martini Bianco <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />
CS
Moritz Kreidler