Mein erster Saturn mit ASI715MC und ASIAir

pem.fue

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Hallo zusammen,

endlich habe die mein ASI715MC bekommen, die lange beim kanarischen Zoll und Correos verstaubte. Gestern Abend habe ich den ersten Test am Saturn gemacht. Das Gesichtsfeld der Kamera am Celestron C925 EHD ist aber minimal, sodass von einem PlateSolve nicht die Rede sein konnte. Also habe ich die ASI1600MC hinter das Teleskop geschnallt. Zu Glück hatte ich noch ein Baader Click-Lock in meinem Arsenal. Das hat gute Dienste geleistet. Das Teleskop habe ich auf die AM5 montiert und mit ASIAir Bildaufnahme und Teleskop gesteuert.

Dann habe ich erstmals ein Video von einem Planeten gemacht und recht versteckt auch die Einstellungen für Gain und Belichtungszeit gefunden. Ich habe Gain 300 und 10ms gewählt. Aber nach 145s war schon Schluss. Die File-Grenze von 4GB war erreicht (32bit unsigned), mehr lässt das Betriebssystem nicht zu. Ich habe dann mit mehreren Einstellungen von Gain und Belichtungszeit gespielt. Aber die erste Einstellung ist wohl die Beste.

Die Auswertung auf ASIAir dauert bei 4GB schon eine halbe Stunde. Ich habe mir die AVIs dann auf meinen Desktop gezogen und dort weiterverarbeitet. Das ging mit PlanetarySystemStacker um Größenordnungen schneller. Das Ergebnis habe ich dann mit waveSharp_LINUX geschärft. Das ging auch sehr gut mit dem ZeroGauss Filter.

Stacked_Planet_715MC_20240929-084136_WS.png

Allerdings ist mir im wahrsten Sinne des Wortes "schleierhaft", wo der Schatten des Saturns herkommt, der sich wie ein Schleier um den Saturn legt. Zumindest erscheint der Saturn mit der ASI715MC relativ groß. Das Sampling ist doppelt so groß, wie erforderlich. Aber das "kostet" ja nichts.

Hat jemand Vermutung, wo der Schleier herkommt? Das Ergebnis ist bei AISAir-Stacking und PlanetarySystemStacker das gleiche. Ansonsten muss ich noch was üben. Der Palnet hat ziemlich gewackelt auf dem Chip. Ich habe einen 640 * 480 Crop gewählt. Ich weiß nicht, ob es am PE der Montierung liegt? Angeblich wurde aber getrackt.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter,

die Einzelbilder scheinen nicht richtig aufeinander registriert worden zu sein. Da das bei verschiedenen Programmen der Fall ist, scheint in den Daten etwas nicht zu stimmen. Klar kannst Du jetzt wohl kaum jedes Einzelframe checken. Vielleicht mal die Prozentzahl der benutzten Einzelframes vermindern, vielleicht sind die schlechten Frames dann weg. Ansonsten hat das Bild ja durchaus Potenzial. Ich hab hier auch noch ein paar Saturn-Videos von letzter Woche, die ich noch bearbeiten muss. Ich schiebe das etwas vor mir her, weil ich das auch noch nicht so oft gemacht habe.

LG Olaf
 
Danke für die Rückmeldungen. Ich habe das entsprechende Video durchlaufen lassen. Das sieht eigentlich ganz ordentlich aus. Ich habe mal einen Ausschnitt aus dem AVI gezogen:


So weit, so normal, denke ich.

Allerdings gabs hin und wieder mal ein paar Windstöße, ob die das Problem sind?


Und gegen Ende sind auch noch ein paar leichte Wolken durchgezogen.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter ! Die Videos lassen sich nicht öffnen.

Gruß
Sascha
 
Beim zweiten Anlauf heute Abend hat es dann doch schon besser geklappt. Der "Schleier" ist weg, aus unbekanntem Grund.
Die neue Aufnahme habe ich mir Gain 250 und 25ms Belichtungszeit aufgenommen.

2024-09-30-232156-Saturn-Bin1_28.png


So, wie es aussieht, hat sich auch ein Mond mit seinem Schatten eingeschlichen. Es war wieder sehr windig und der Saturn hat sich quer über das ROI bewegt in schnellem Tempo. Aber offensichtlich hat es der Auswertung nicht geschadet. Vielleicht habe ich etwas zu viel Gain gegeben. Der weiße Streifen scheint schon in der Sättigung zu sein. Ist dieser weiße Streifen die Reflexion des Sonnenlichts durch die Ringe auf den Saturn?

Jedenfalls bin ich zufrieden mit dem Ergebnis. Sicher ist noch Luft nach oben. Wie immer. Ich habe übrigens 25% der besten Bilder zum Summenbild gewählt. Der Default stand bei 5%.

Gruß,
Peter
 
Ich vergaß noch zu erwähnen, dass ich die Datensätze von je 4GB wieder auf meinen Desktop kopiert habe und mit dem PlanetarySystemStacker gestacked habe. Mit 25% Bildausbeute, statt 5%. Damit wird das Rauschen in den Bildern natürlich verbessert. Das oben gezeigte Bild ist aus einem dieser 4GB-AVI-Files gewonnen worden und hat mit dem Programm ziemlich genau 2 Minuten gebraucht, um eine gemitteltes Bild im TIF-Format zu bekommen, das habe ich dann in waveSharp_LINUX geschärft.

Weiterhin ist mir aufgefallen, dass man mit ASIAir die ROIs nicht auf dem Chip verschieben kann. Das wird wohl immer aus dem Zentrum des Chips genommen. Da muss man den Saturn schon ziemlich gut mit PlateSolve zentriert haben. Oder gibt's da einen Trick?

Weiterhin blöd ist, dass ich die ASIAir abschrauben und zum Desktop bringen muss, um es mit Kabel zu verbinden.

Gruß,
Peter
 
Weiterhin blöd ist, dass ich die ASIAir abschrauben und zum Desktop bringen muss, um es mit Kabel zu verbinden.

Gruß,
Peter
Hallo Peter, verwende doch ( wenn möglich ) einen USB-STICK/SPEICHERMEDIUM.. funktioniert bestens. dann musst du nur mehr die USB-STICK/SPEICHERMEDIUM entfernen..
Nur ein Vorschlag !! :) " hoffe du hast freie USB Steckplatz im ASIAIR:y: "
CS

Martin
 
Hallo Martin,

ja, habe ich ansonsten entferne ich ein Kabel. Ich hatte schon mal den UCB-C Stecker benutzt, um die Daten auf mein Tablett zu bringen. Das ist aber doppelte Arbeit.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter,

gratuliere, gleich bei deinem zweiten Anlauf (überhaupt was Planeten betrifft -wie aus deinem Eingangspost hervorgeht) mit Saturn und da gleich
Rhea mit Schattenwurf zu erwischen, auch die Wolkenstruktur von Saturn selbst ist schon gut für 9.25"aufgelöst.
Ich nehme an du hast das Bild auf den Kanarischen Inseln aufgenommen, also enstand die Aufnahme gegen 23.30 Ortszeit am 30.Sept, übringens da wäre ich schon alleine wegen der Schönwetterperioden auch gerne. :)
Aber wie ist es denn wirklich mit der Luftruhe auf Fuerteventura, geht da nicht sehr oft der Wind ?
- zumindest vom hochgelagerten Jetstream der uns Mitteleuropäer beim Planetenaufnehmen so stört, dürftest du verschont bleiben.
Wird spannend zu sehen, wenn du bei den Planeten dabeibleibst, was so an deinem Standort so möglich sein wird....
Clear Skys braucht man dir vermutlich nie zu wünschen, du hast sie ohnehin.....;)

Viele Grüße aus der wieder mal bedeckten Oststeiermark
Martin
 
Hallo Martin,

ja, das war tatsächlich mein zweiter Versuch überhaupt an Planeten. Deshalb habe ich auch auf die ASI715MC gewartet, weil das meiner Meinung nach die optimale Kamera für mein Teleskop bei f/10 ist. Auf die anderen Planeten warte ich, bis die zu vernünftigen Zeiten hoch am Himmel stehen. Jupiter ist fast im Zenit.

Der Wind (Passat) ist hier in Corralejo immer ein Problem. Zur Freude der Kite-Surver. Auf meiner Dachterrasse, von der ich fotografiere ist es nicht besser. Aber offensichtlich ist das weniger ein Problem. Es gibt hier keinen großen Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht. Und nach Einbruch der Dunkelheit ist die Temperatur fast gleichbleibend bis zum Morgen.

Wie gut das Seeing wirklich ist, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall war es bei meinen beiden Versuchen offenbar gut genug. Ich habe heute Abend nochmal ein paar Aufnahmen gemacht, um zu sehen wie konstant das Seeing ist.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter,
seit ich einen Starlight Motorfokussierer mit Digitalanzeige verwende, kann ich das Seeing nicht nur wie früher am Livebild abschätzen, sondern tatsächlich mehr oder weniger messen:
Je schlechter das Seeing, desto größer die Abweichung der Fokussposition bei mehreren Scharfstellversuchen. Bei sehr gutem Seeing beträgt die Abweichung nur 0 bis 2 Schritte, bei schlechtem Seeing bis zu 15-20 Motorschritte.

CS Mike
 
Nachdem ich gestern Abend den Saturn mehrfach aufgenommen hatte und auch in der Mitte des ROIs platziert hatte, hat mit das Programm PlanetarySystemStacker die Bilder wie folgt gestacked:

2024-10-05-205823-Saturn-Bin1 27.png

Das passiert beim Align-Vorgang. Darauf habe ich (so weit ich weiß) keinen Einfluss. Hat jemand eine Ahnung, woran das liegt? Oder ob es eine Einstellung dazu gibt, so etwas zu vermeiden? Es scheint eher ein Programm-Fehler zu sein, denke ich. Denn der Saturn war auf allen Einzelbildern mehr oder weniger zentriert. Das ist bei fast allen AVI-Aufnahmen der Fall. Es kann doch nicht schwer sein, den Planeten auf das gesamte ROI (480x320?) zu zentrieren in der Software.

@MikeWölle: Ich fokussiere immer am Stern mit der Bahtinov-Maske, da habe ich solche Phänomene nicht, dass der Fokus woanders liegt durch das Seeing.

Gruß,
Peter
 
Ich habe tatsächlich einen AVI-File gefunden, der im Programm PlanetarySystemStacker zentriert herauskam. Damit konnte ich dann arbeiten.

2024-10-05-213232-Saturn-Bin1_29.png


Das Seeing war wohl schlechter als beim letzten Mal. Es war aber auch wieder sehr windig in der Nacht. Der Saturn flitze hin und her über das ROI. Zudem war s sehr luftfeucht, so dass ich befürchtet habe, die Schmidt-Platte würde beschlagen. Was sie vielleicht auch war. Die Aufnahmeparameter sind wieder Gain 250 und Belichtungszeit 15ms.

2024-10-05-214840-Albireo-Bin1 31.8C_pss_gpp.png


Ich habe zusätzlich ein Bild von Albireo, dem orange-blauen Doppelstern im Schwan gemacht. Offenbar ist die Collimation des Teleskops noch nicht optimal. Da muss ich also auch nochmal ran.

Gruß,
Peter
 
Nachdem ich gestern Abend den Saturn mehrfach aufgenommen hatte und auch in der Mitte des ROIs platziert hatte, hat mit das Programm PlanetarySystemStacker die Bilder wie folgt gestacked:

Den Anhang 436300 betrachten
Das passiert beim Align-Vorgang. Darauf habe ich (so weit ich weiß) keinen Einfluss. Hat jemand eine Ahnung, woran das liegt? Oder ob es eine Einstellung dazu gibt, so etwas zu vermeiden? Es scheint eher ein Programm-Fehler zu sein, denke ich. Denn der Saturn war auf allen Einzelbildern mehr oder weniger zentriert. Das ist bei fast allen AVI-Aufnahmen der Fall. Es kann doch nicht schwer sein, den Planeten auf das gesamte ROI (480x320?) zu zentrieren in der Software.

@MikeWölle: Ich fokussiere immer am Stern mit der Bahtinov-Maske, da habe ich solche Phänomene nicht, dass der Fokus woanders liegt durch das Seeing.

Gruß,
Peter
Der Fokus liegt nicht woanders, sondern er lässt sich am Livebild eben genauer bestimmen, wenn das Seeing besser ist.
CS Mike
 
Der Fokus liegt nicht woanders, sondern er lässt sich am Livebild eben genauer bestimmen, wenn das Seeing besser ist.
CS Mike
Das meine ich ja damit. Durch das schlechte Seeing wird das Bestimmen des Fokus mit Deiner Methode ungenauer. Deshalb habe ich mich für die Bahtinov-Maske entschieden. Diese Methode ist vom Seeing unabhängig und geht auch viel schneller durchzuführen.

Wie gut oder schlecht das Seeing ist, sehe ich bei jedem Justieren des Guidings. Wenn der angezeigte Stern im Durchmesser (wird gerechnet) sehr schwankt, ist das Seeing schlecht, ist der Durchmesser einigermaßen konstant, ist das Seeing gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für Bathinov Maske brauchst du einen Stern zum Scharfstellen in der Nähe, den hab ich hier mitten in der hellen Stadt nicht, da gibts fast nur mehr Mond und Planeten. Und auch wenn ich einen passenden Stern hätte, würde ich es nicht machen, denn beim Schwenken könnte sich die Justierung verstellen. Hier ein thread auf CN zu dem kontroversen Thema ob Bathinov für Planeten sinnvoll ist:
CS Mike
 
Ich habe noch nie bemerkt, dass sich beim Schwenken meines Teleskops der Fokus verstellt. Dazu habe ich z.B Feststellschrauben für den Hauptspiegel am C9.25. Aber selbst bei losem Spiegel bleibt der Fokus erhalten. Das kontrolliere ich von Zeit zu Zeit mit der Maske. Normalerweise beobachtet man Planeten mit Öffnungsverhältnissen von f/10 oder mehr. Damit gewinnt man automatisch an Tiefenschärfe. Das heißt, man hat ein bisschen Luft im Fokusbereich.

Aber ich denke auch, dass das Schärfen der Bilder am Schluß der Bildbearbeitung eine gewisse Fokusunschärfe kompensieren kann. Das Ganze wird ohnehin nur relevant, wenn das Seeing einigermaßen gut ist. Ansonsten lässt man es besser bleiben und macht Deepsky.

Aber wie man auch bei CN sehen kann, gibt es unterschiedliche subjektive Meinungen dazu. Für mich entscheiden ist, das Verfahren so einfach wie möglich zu gestalten. Auch was die Auswertung angeht. Damit das alles leicht nachvollziehbar und leicht reproduzierbar ist. So verfährt man in der Wissenschaft.
 
Heute war es windstiller und das Seeing war auch okay, soweit ich das beurteilen kann. Ich hatte während des Abendessens immer mal einen Blick auf das aufnehmende Video geworfen. Da blieb Saturn ruhig in der Mitte des Fadenkreuzes. Wieder wurde mit Gain 250 und 15ms aufgenommen. Und die Probleme beim Alignen mit dem PlanetarySystemStacker gab es dieses Mal auch nicht. Das Programm bekommt offenbar nur Schwierigkeiten, wenn der Planet wild auf dem ROI herumtanzt.

2024-10-08-211649-Saturn-Bin1_29_2C_pss_gpp_WS.png


Diesmal sind auch zwei Monde Thetys (links unterhalb der Ringlücke) und Dione (rechts unterhalb der Ringlücke mit dabei. Allerdings als Strichspuren, da die sich während der Aufnahme von ca 3.5 min bewegten. Leider kann der PlanetarySystemStacker die bewegten Objekte nicht zu einem Punkt zusammenfassen. Oder ich habe noch nicht gelernt, wie das geht.

Ganz rechts neben der Ringebene scheint noch eine schwache Spur zu sein, die ich aber nicht zuordnen kann.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute Abend gab es einen Vorübergang mit Schattenwurf von Rhea. Also habe ich zum einem Zeitpunkt während dieses Events ein paar Aufnahmen gemacht.
Hier ist eine davon:

2024-10-09-223313-Saturn-Bin1_28.3C_pss_gpp_WS_Rhea.png


Um das Seeing brauche ich mir hier auf Fuerteventura offensichtlich keine Sorgen zu machen.

Man kann sowohl den Schatten wie auch Rhea selbst als weißen Kreis vor Saturn erkennen, ohne lange suchen zu müssen. Rhea ist ganz am unteren Ende des Saturn. Oben rechts ist übrigens Dione. Ich war erstaunt, das mit meinem Celestron 9.25 EHD so deutlichen sehen zu können. Ich habe zusätzlich ein bisschen mit den Parametern des PlanetarySystemStacker Programms gespielt.

Erstaunlich ist weiterhin, dass das Programm sowohl den Schatten, wie auch den Mond selbst richtig zusammengedreht hat. Die beiden Monde auf der Aufnahme von gestern wurden dagegen als Strichspur abgebildet. Vermutlich auch nur eine Frage der Parametereinstellungen.


@MikeWölle: Ich habe heute die Bahtinov-Maske direkt am Saturn angesetzt. Das scheint auch ganz gut zu klappen:

Preview_Saturn_1.0s_Bin1_20241009-202312_thn.jpg


Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachdem ich gestern den Durchgang von Thetys vor dem Saturn verpasst hatte, habe ich heute Titan mit aufs Bild geholt. Es war heute wieder einmal verhältnismäßig windig. Das ging am frühen Nachmittag los und hielt bis zu den Aufnahmen an. Hat aber die Aufnahmen so gut wie nicht beeinflusst.

Nach Sonnenuntergang konnte ich noch kurz den Kometen C/2023 A3 im Feldstecher als diffuses Fleckchen beobachten.

2024-10-11-212850-Saturn-Bin1_30.0C_pss_gpp_WS_Titan.png


Titan ist deutlich größer und heller als die anderen Monde, die man so im Umfeld von Saturn sehen kann. Diesmal habe ich wieder am Stern Fomalhaut scharf gestellt, was aber keinen Unterschied zu gestern (scharfstellen am Saturn selbst) gegeben hat. Ich habe die gleiche Einstellung (Gain 250, 15ms) benutzt, wie bisher auch. Allerdings habe ich den Saturn ein bisschen heller gezogen, damit Titan besser sichtbar wird.

Screenshot_20241011-104330.jpg


Ich habe mal einen Screenshot meiner App Sky Tonight gemacht: Am 27. Oktober gegen 21:30 meiner Zeit (UTC+1) sind zwei Monde (Dione und Thetys) gleichzeitig auf der Saturnscheibe zusammen mit ihren Schatten zu sehen. Rhea ist leider zu spät dran. Und Titan gesellt sich auch noch dazu. Zu diesem Zeitpunkt bin ich im Urlaub. Allerdings auf der Nachbarinsel Lanzarote. Vielleicht wechsle ich mal kurz rüber mit der Fähre. Wenn das Wetter mitspielt.

PXL_20241011_182806011.MP_2.png


Hier noch eine Ansicht des Teleskops auf der AM5 mit ASI715MC in Wartestellung auf die Dunkelheit zum Einnorden. Das Einnorden mache ich aber mit meiner alten ASI1600MC, wegen des größeren Gesichtsfelds. Ich nutze 5s Belichtungszeit, damit genug Stern gefunden werden und das Verfahren schnell durchläuft.

Alles in allem ist die AM5 in Kombination mit ASIAir und den ASI Kameras eine runde Sache. Wirklich alles All-in-one. Damit funktioniert alles sehr gut und einfach. Die Menüs sind übersichtlich und nur mit den nötigsten Einstellungen versehen. Kein unnötiger Schnickschanck. Was aber vollkommen ausreichend ist. Wenn ich da an meine alte Ausrüstung denke. Mit wie vielen Einzelprogrammen man hantieren musste und wie viele (für mich) unnötigen Parameter man verändern konnte.

ZWO hat da gute Dienste geleistet, um den Benutzern mit einfacher Handhabung das Leben zu erleichtern.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe noch was mit den Daten herumgespielt und im waveSharp_LINUX an den Farben manipuliert. Diese Option hatte ich bislang nicht angewendet.

2024-10-11-212850-Saturn-Bin1_30.0C_pss_gpp_WS_Titan_CS.png


Zumindest kann man Titan besser erkennen und auch die rötliche Färbung im Vergleich zum Saturn selbst.
 
Nachdem ich den Kometen erfolgreich aufs Korn genommen hatte, war noch was Zeit um ausprobieren an Saturn. Ich habe das Teleskop und die Kamera gewechselt und diesmal etwas weniger Gain genommen (200 statt vorher 250). Damit habe ich den weißen Streifen deutlich weniger überbelichtet.

2024-10-18-223335-Saturn-Bin1_26,7C_pss_gpp_WS_CS.png


Und Rhea ist durch Zufall auch wieder am linken unteren Ende gerade bei Eintritt vor den Saturn zu sehen. Jetzt kommen die Ringlücken auch besser zur Geltung mit weniger Gain.
Es war aber wieder ziemlich windig.

Gruß,
Peter
 
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