Mein erster Uranus (mit Monden) mit ASI715MC und ASIAir

pem.fue

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Hallo zusammen,

um die Zeit zu überbrücken bis zum Auftauchen des Großen Roten Flecks auf Jupiter, habe ich den Uranus fotografiert. Mit dem selben Equipment wie auch bei den anderen Planeten: ASI715 an Celestron 9.25 Edge HD (@2395mm) auf der AM5 mit ASIAir im Videomode. Allerdings zogen danach Wolken auf, die weitere Jupiter-Aufnahmen verhindert haben.

Diesmal habe ich aber 100ms bei Gain 200 und insgesamt 1395s Belichtungszeit. Dann waren die 4GB voll.

2024-11-18-224238-Uranus-Bin1_26,3C_pss_gpp_WS.png


Hier ein Crop der gemittelten Aufnahme. Es ist eine helle Struktur auf dem Uranus zu sehen. Ob die aber real ist? Bei 100ms war der Uranus noch lange nicht in der Sättigung.

Zudem habe ich versucht, mit 1000ms (1s) im Video-Mode die Monde des Uranus mit abzulichten. Das ist mir aber nicht gelungen im größtmöglichen ROI. Deshalb bin ich in den Autorun-Mode gegangen und habe 64x1s Aufnahmen gemacht. Aber ohne Dark und Flat. Zumindest das Flat ist überflüssig unter diesen Konditionen.
Die Reduktion der Daten mit Siril hat nicht so recht geklappt. Das Programm finde ich sehr unübersichtlich. Irgendwie habe ich es hinbekommen, eine Schwarzweiß-Summenaufnahme hinzubekommen. Farbe wollte das Programm partout nicht.

Uranus_Monde_2.jpg


Zur Übersicht über die zu sehenden Monde, habe ich ein Bild aus der Stellarium-App daneben gestellt. Alle dort aufgeführten Monde: Oberon, Ariel, Miranda, Umbriel und Titania (von links nach rechts) sind gut erkennbar.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter, du legst da eine steile Lernkurve hin :y:
Ja, ich vermute die Struktur ist echt, sieht ähnlich aus, wie das was Sedrani, der fleissigste Uranuloge so abliefert.
CS Mike
 
Hallo Mike,

danke. Wie sieht denn die aktuelle Lage des Uranuspols aus? Es wäre ja verständlich, wenn wir gerade auf den Pol schauen würden. Diese Struktur ist ja auch in beiden Bildern (Video und Autorun) zu sehen. Ich schaue mal, ob ich dazu was herausfinde.

Gruß,
Peter
 
Hallo,

eigentlich sieht man nur eine dunklere und eine hellere Seite, mehr nicht, wir schauen laut Stellarium leider zunehmend auf den Pol. Das war vor einigen Jahren besser.

Gruß,
Holger
 
Ich bin nochmal mit dem LocalHistogramEqualization- Filter an das Uranusbild gegangen. Diesen Filter hatte ich auch schon am Kometen C2024A3 ausprobiert.

2024-11-18-224238-Uranus-Bin1_26,3C_pss_gpp_WS_LHE.png


Natürlich müsste man sich die Funktionsweise des Filters im einzelnen anschauen. Aber so weit ich weiß, macht der keine großen Artefakte.
Die kleineren punktförmigen Strukturen können aber ein Artefakt des Schärfens sein, die sind möglicherweise jenseits des Auflösungsvermögens meines Teleskops.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mike,

prima. Ich hatte mein Monde-Bild um 90° gedreht,um es mit dem aus Stellarium vergleichen zu können.
Aber Neptun ist ja nochmal kleiner als Uranus, da ist bei mir vermutlich nicht mehr drin.

Gruß,
Peter
 
Womöglich doch, denn Neptun ist, obwohl weiter weg von der Sonne deutlich aktiver.
Der kann schon mal mitrotierende Struktur zeigen, aber es ist sehr mühsam und grenzwertig, dies nachzuweisen. Du brauchst eine SW Kamera, einen gut geeigneten IR Filter, und eine halbe Stunde langes Video um auf ausreichend Einzelbilder zu kommen wär nicht schlecht.
CS Mike
 
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