Mein erstes Highlight: Mars

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Akula_1980

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Ich möchte einen kleinen Bericht schreiben von meinen Beobachtungen heute Nacht.

Zu erst gegen 19 Uhr nahm ich Jupiter aufs Korn. Ein herrlicher Anblick und immer wieder Faszinierend. Ich finde Jupiter sieht jedesmal irgendwie anders aus. Nach dem ich Jupiter ne halbe Stunde lang betrachtet hatte schwenkte ich noch herüber zu den Plejaden. Jedoch machte mir Tante Wetter einen Strich durch die Rechnung, Dunst und Wolken ziehen auf.

Also Warten...


weiter Warten...


noch mehr Warten...

um 4 Uhr ein Blick aus dem Fenster und siehe da die Wetterfee hatte doch noch was für mich ;-)

Also Sachen angezogen und raus auf den Balkon. Direkt Mars angesteuert.

Erst ein unscheinbares Rotes Pünktchen welches mich schon nach mehr lechzen lies.

Bei 4mm angekommen blieb mir erst mal die Spucke Weg, ich konnte die Polkappe ausmachen und einen leichten Dunklen Fleck... Schnell die 2x Barlow raus und das 6mm dran.

Nun verschlug es mir Endgültig die Sprache, ja eindeutig die Polkappe und ein Dunkler Fleck aber welche Region das ist/war keine Ahnung.

Ich hätte nicht gedacht das ich mit meinem Teleskop (Megastar 1550) sowas zu Gesicht bekomme.

Ich frage mich wieviel mehr man mit 8" sieht...

Ich bin dann gegen 5 Uhr ins Bett und konnte dank des unvergesslichen Anblicks von Mars sehr gut Einschlafen ;-)

Ich freue mich schon auf weitere Klare Nächte.

 
Hallo Rico,

Zitat von Akula_1980:
Ich hätte nicht gedacht das ich mit meinem Teleskop (Megastar 1550) sowas zu Gesicht bekomme.

Mit 150mm Öffnung geht halt am Planeten schon was. Mit (theor.) knapp unter 1" Auflösung und guten Seeing werden da schon die ein oder anderen Einzelheiten sichtbar.
Was für eine Vergr. hattest du denn mit 6mm Okular und 2x Barlow?

Gruß
Stefan
 
öhm 466x wenn ich mich nicht verrechnet habe, normal hat es 1400mm und mit Barlow sinds ja dann 2800mm oder?

2800:6=466 oder irre ich mich?

 
Hallo Rico,

Glückwunsch zur Sichtung. Ich denke das 4mm hat schon alles geezeigt, was das 6mm mit 2x Barlow hergegeben hat.

Weiterhin viel Erfolg,
Stefan
 
Hallo Rico,
mit deiner Rechnung hast du Recht. Die Vergrößerung stimmt.
Aber ist das für 150mm Öffnung nicht ein wenig heftig?
Reicht das 6mm Okular ohne Barlow nicht aus? Hättest du da bei ~230x nicht das "schönere" Bild?

Gruß,
Stefan
 
Hallo Stefan,

Also ich fand das Bild beim 6mm ohne Barlow schon toll aber noch besser mit dem 4mm. Ist ja auch immer Subjektiv das ganze. Ich für meinen Teil erde die Bilder vom Mars nicht vergessen. Gerade das ist es was die Astronomie für mich ausmacht.

Es sind Erinnerungen die mir keiner mehr nehmen kann und man hat auch was zu erzählen ;-).

Nur in Sachen Deep Sky tue ich mich noch schwer...

 
Moin Rico!

Sowohl mit dem 4er Oku (350fach) als auch mit dem 6er und Barlow (467fach) bist Du bei diesem Teleskop schon weit über die Höchstvergrößerung hinaus. Du solltest Dich wirklich im Bereich bis max. 250-300fach bewegen, zumal der Megastar auch nicht gerade die Spitzenoptik ist. Alles weitere an Vergrößerung ist reines "Aufblasen" des Objekts ohne weiteren Detailgewinn. "Schön groß" ist leider nicht alles bei der Planetenbeobachtung, und gerade bei etwas niedrigeren Vergrößerungen - immer abhängig von der Himmelsqualität - sieht man durchaus mehr.

Vor zwei Nächten hatten wir hier Mars im 12-Zöller bei 180fach beobachtet. Das war der Situation angemessen und wg. Seeing nahe am Horizont gar nicht mehr möglich.
 
Danke Micha,

dazu hab ich direkt eine Frage, es überrascht mich das ihr mit so einem riesen Teil nur bis max. 180x gegangen seid. Welche Brennweite hatte das Gerät denn?

Das ganze verwirrt mich gerade ein wenig.

 
Moin Rico!

Das Seeing bekommt man auch mit so einem "Riesenteil" nicht weg, weil die Luftunruhe mitvergrößert wird. Wie ich schon schrieb: Höhere Vergrößerungen bringen da keinen Detailgewinn mehr. Da kann das Teleskop noch so groß sein. Außerdem stand Mars noch sehr tief zum Beobachtungszeitpunkt.

Das Teleskop war das 12"-ACF-SC der GvA-Sternwarte Kronshagen, Brennweite 3000 mm. Okular war ein 17er LVW.
 
Hallo Rico,

genau, das Seeing begrenzt zum Teil ganz erheblich die Höchstvergrößerung. Gestern hatte ich Jupiter im 10"er bei 160-fach drinne, und selbst dass brachte schon nichts mehr.
In der Regel gilt in Bezug auf die Vergrößerung bei Planetenbeobachtungen der Faktor 1,5 - 2 der Öffnung.
Für dein Teleskop würde das einer 225-300-fachen Vergrößerung entsprechen. Gutes Seeing vorausgesetzt!

Gruß,
Stefan
 
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