Mein erstes Jahr oder "Der Weg über Verzweiflung, Resignation zu glücklich.

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Hallöchen zusammen,
nun ist es ein Jahr her, das ich mir einen langehegten Wunsch erfüllt habe und mir ein Teleskop gekauft habe.
(Verdammt, falsche Taste gedrück...., der Text war doch gar nicht fertig...:rolleyes:, wie lösch ich denn denn jetzt?)
Naja, die halbe Stunde ist um. Also nochmal von vorn. Das übt...

Hallöchen zusammen,
nun ist es ein Jahr her, das ich mir mit 54 Jahren einen langehegten Wunsch erfüllt und mir ein Teleskop gekauft habe. Einen schönen Omegon 8"-Newton auf Dobsonmontierung mit einem mitgeliefertem Omegon 2" SWAN 32mm und Telrad.
Weil mich das Thema schon seeeehr lange interessierte, hatte ich mich schon intensiv mit Stellarium beschäftigt um zu erahnen, was mich mal mit einem Teleskop erwarten würde. Was sich noch als, sagen wir mal, "problematisch" herausstellen sollte.
Vor dem Kauf dann noch hier angemeldet, zahlreiche, wirklich (!) hilfreiche Artikel und Diskussionen gelesen, und dann entschieden. Danke schon mal dafür :).

Meine erste Nacht war dann von purer Ernüchterung geprägt. Mit dem alten 70/700 Kaufhaus-Refraktor war das ja alles noch sehr begrenzt, aber was dann alles mit dem 8er zu sehen war, hat mich doch dann sehr erschlagen. Ich dachte, mit den "Erfahrungen" aus Stellarium, müsste das doch alles viel einfacher sein. Piepenhagen, es scheint doch komplizierter zu sein. Planeten wie Saturn oder Jupiter waren recht einfach, aber der Bewegungsablauf, um die Objekte der Begierde im Okkular zu halten und vorher überhaupt zu finden, ist doch dann was wirklich anderes. Lektüre musst her, aber flott.

Also habe ich mir den BAfK, eine drehbare Sternenkarte, einen zerfledderten Kakoschka und den Reiseatlas für Deepskyobjekte zugelegt. Langsam wurde es besser, ich konnte mich orientieren und fand mich am Himmel etwas besser zurecht und durch die Zeichnungen im BAfK und hier im Forum wurde ich mehr und mehr "geerdet". Stellarium hatte mir dann doch zu viel vorgegaugelt. Die Sache mit dem Seeing, die Himmelshelligkeit, Bortle, SQM, Wetter(!) und was weis ich noch, haben doch mehr Einfluss, als ich gedacht/gesehen habe. Bis heute hab' ich Stellarium nicht wirklich "im Griff", aber es geht ja auch noch anders...

Dann kam der Sommer und ich war schon drauf-und-dran, das Ding wieder zu verkaufen. Vielleicht war es doch nicht die richtige Entscheidung. Schließlich "sehe" ich nicht das gewünschte. Und kalt wird es ja auch noch.

Die Blöße wollte ich mir dann doch nicht geben und bin dann noch zusätzlich auf die Suche nach einem neuen Okular gegangen. Ich besaß ja schon ein 1,25" Zoom (21-7mm). Das Zoom sollte mir erstmal zeigen, welche Vergrößerung ich mir dann als "Festbrennweite" zulegen wollte. Irgendwas um 10mm sollte es werden. Alter Schwede, da kann man ja ein Vermögen ausgeben. Ich nutze mal die Gelegenheit und durfte in den ersten Herbsttagen mal durch so einen "10mm-Televue-Delos-Klopper" gucken. Da geht aber mal was... Vor allen Dinge meine Frau und zwar ganz steil, wenn ich der die Rechnung präsentiere. Also dann doch was günstigeres, was auch zu meinem Gartenstandort, Budget und Ansprüchen passt. Ein 9mm Planetary LE wurde es und ich bin soweit zufrieden. Besser als das Zoom auf jeden Fall.

Ich musste aber noch an meinem "SuchenundFinden" mit realistischen Angaben zum "sehen" arbeiten. Also hier und im WWW weitergesucht und vor ein paar Wochen über "Eye and Telescope" gestolpert. Soll ja ganz hilfreich sein. Und das ist es auch! Meine fehlende Lücke ist nun "gestopft" und gestern war hier im nördlichen Münsterland endlich mal wieder der Sternenhimmel zu sehen. Also raus an die frische Luft, in den (mittlerweile) angeschafften Thermooverall reingeschlüpft und "Auf gehts".

Was soll ich sagen, es funktioniert. :D. Im Stellarium schaue ich mir vorher grob an, was ich mir aus dem Garten anschauen möchte. Gestern abend sollte es Richtung Cas gehen. Richtung West habe ich von der Terrasse super im Blick. Mit EuT mir die passenden Objekte suchen und als Route zusammenstellen lassen und mit dem "Reiseführer" in dem Notenständer bewaffnet ans Gerät. Herrlich, einfach fantastisch. Kein großer Suchfrust, keinen Hang, das ganze "Lichtergesindel" ;-) klein zu kloppen, einfach nur gucken. Echt toll. Ich bin begeistert, es kann so "einfach" sein.
 
Hallo,

willkommen an Bord,

ein schöner Bericht, den viele hier nachvollziehen können. Wir wünschen Dir viel Erfolg - und wenn es Fragen gibt, dafür gibt es diese Selbsthilfegruppe!

CS
Jörg
 
Hallo,

:y:, weiter so! Auch in 20 Jahren wirst Du immernoch spannende Dinge am Himmel für Dich entdecken. Das macht einen Mordsspaß!
Dieses Hobby wird nie langweilig....

CS, Niko
 
Hi Tscheppe,

schön, dass Du den Weg gefunden hast - zum Teleskop und hierher ins Forum.
Da werden Sie geholfen!

Aber, jaja, aller Anfang ist schwer ... apropos:
Mit dem alten 70/700 Kaufhaus-Refraktor war das ja alles noch sehr begrenzt
Willst Du den Japaner verkaufen? Und hast Du noch OKULARE dafür?

Hihihi ... kleiner Scherz am Rande; ich bin Teleskopiker.

Tally ho!
Urs
 
Jepp, ist schon sehr interessant hier. Und lehrreich. Und motivierend.
Dank an alle "Schreiberlinge"!

CS
Frank
 
Hallo Frank

Toll der Sternenhimmel ist so überfüllt von Schönheiten,
Überfall mal in der Cassiopeia ha & chi Doppel Sternhaufen
Nehme erst mal kleine Vergrößerung Schaue es in Ruhe Gemütlich
an lass dir Zeit und dan vergrößere weiter.
Das gleiche bei Orion und Plejaden.

Es gibt viel zu sehen.

Manfred
 
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