Mein erstes Mal

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Lobster

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Hallöchen!
Ich habe heute endlich keine Wolken am Himmel gehabt und mein Celestron Firstscope ausprobiert!
Gesehen hab ich M31 bei 75facher Vergrößerung, allerdings war es nicht sehr scharf zu sehen. Man konnte nur milchige Umrisse erahnen. Allerdings habe ich, als ich auf den Nebel starrte, einen kleinen Punkt gesehen, der circa 10 Sekunden von oben rechts nach unten Links durch den Nebel gewandert ist. Also nicht wirklich schnell. Keine Ahnung, was das gewesen ist. Für eine Sternschnuppe war es aber eindeutig zu langsam und für ein Flugzeug zu klein (hatte 75x drin), außerdem hat es nicht geblinkt.
Das Beobachten des Nebels selbst, war doch deutlich besser mit dem 10x 25 Fernglas zu machen.
Hier hatte ich insgesamt das Gefühl wesentlich schärfer zu sehen. Bei der Schärfefeinabstimmung am Telesk war nicht viel zu machen, da es doch nicht fein genug einstellbar ist. Ich hatte auch etwas Probleme mit dem 4mm Okular, da es doch sehr winzig ist und einem schnell die Augen wehtun.

Außerdem habe ich mir M42/43 angeschaut. Allerdings konnte ich das Größere (ich glaube das ist M42) nicht erkennen. Lediglich die Sterne waren zu sehen, nicht die runden Nebelformen. Bei c Ori war allerdings ein Schimmern um die Sternenformation zu erkennen!

Die Plejaden waren ebenfalls am besten mit dem Fernglas oder der 15fachen Vergrößerung des Firstscopes zu sehen.

Werde jetzt erstmal warten, bis der Mars und Saturn vor die Linse kommen, auch wenn das noch etwas dauern kann.
Tatsächlich habe ich beim Andromedanebel und dem Orionnebel keinen Unterschied feststellen können, wenn ich draußen oder von innen durch das Fenster geschaut hab.
Ich hatte noch versucht M78 zu finden, allerdings wollte das nicht klappen.

Insgesamt bin ich froh, dass es für das erste Mal so gut geklappt hat und ich die beiden Galaxien gefunden habe.
Allerdings hatte ich mir in der 75fachen Vergrößerung doch etwas mehr erhofft. Die ellipsenformigen Nebel waren leider nur sehr schlecht und andeutungsweise zu sehen. In den Abbildungen der Bedienungsanleitung war M42 mit 15 facher Vergrößerung scharf und sehr groß zu sehen, was allerdings auf gar keinen Fall mit diese Teleskop gemacht worden sein kann. Auf dieser Abbildung ist die Galaxie so groß, wie sie nichtmal bei 75facher Vergrößrung im Teleskop war.

Der Mars ist auch bei 75facher Vergrößerung nur als kleiner heller Punkt zu sehen.

Auch wenn dieser "Bericht" vielleicht für Profis etwas zerstreut und nutzlos erscheint, wollte ich euch dennoch daran teilhaben lassen, da ihr mir alle so kompetent geholfen habt :)

Vermutlich muss ich allerdings bald mit einem anderen Okular nachrüsten, denn in der Anleitung steht, dass man bis 150fach vergrößern kann.

Es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß und ich sitze hier seit gut 3 Stunden und grase den Himmel ab mit Hilfe des Stellariums.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit :)
Über Tipps freue ich mich selbstverständlich!

Grüße,

Lobster!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
So, der Saturn kommt in absehbarer Zeit nicht mir in mein Sichtfeld. Macht aber nix, da ich total erschlagen wurden :)
Wie toll es ist, all das mit eigenen Augen zu sehen, was man sonst nie für möglich gehalten hatte!
Für heute mach ich aber schluss, obwohl ichnoch stundenlang weiter machen könnte. Zum Abschied hab ich noch eine Sternschnuppe gesehn juhu!
Ich habe sogar noch den Rosettennebel gefunden (zumindest glaube ich das).
Jetzt heisst es erstmal lesen, lesen, lesen :)
zwischendurch war es auch toll die Sternbilder zu sehen. Ich hätte nie gedacht, dass sie sich so schnell einprägen!

Stellarium auf meinem Mac ist wirklich praktisch. Die Redshift Software vom Teleskope scheint aber nicht zu funktionieren.

Egal, ich sage gute Nacht und nochmals danke fürdie tolle Unterstützung hier im Forum!!!
Tippe grade auf dem IPod, daher etwas im Telegramstil ;)

MfG
Lobster
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke für deinen Bericht! Ich habe selber das Firstscope und bin von der Sternenabbildung nicht gerade begeistert (leider habe ich deinen anderen Thread zu spät entdeckt). Mein 10x50 ist ihm in fast allen Belangen überlegen, vielleicht habe ich aber auch eine Gurke erwischt ..

Dennoch ist das Firstscope ein schönes Gerät und tauglich, um den Himmel kennenzulernen und erste Teleskop-Erfahrungen zu machen. Vor allem die Beobachtungshaltung ist natürlich wesentlich angenehmer als beim Fernglas. Höher als 75x würde ich damit aber nicht vergrößern, da die Optik doch von eher bescheidener Qualität ist und dazu noch f/4. Eventuell bringen bessere Okulare etwas, ich kenne die von Celestron nicht. Würde mich eher Richtung 8-10mm und 24-26mm orientieren.

Das Beobachten von Nebeln usw. ist nicht einfach. Achte darauf, möglichst lange an einem möglichst dunklen Ort zu beobachten und versuche "indirekt" zu sehen. Die Ergebnisse entsprechen natürlich nie den bekannten "Hubble"-Bildern und sind zB immer schwarzweiss.

CS,
Hans-Peter


 
Lieber Lobster,

einige Anmerkungen:
- Die Nebel solltest du zumindest zunächst mit geringer Vergößerung beobachten. So um die 15x-20x, nicht höher. Dann siehst du auch etwas, sowohl beim Andromeda- als auch beim Orionnebel. Beide sind hell.
- Für die Planeten und insbesondere für den Mars musst du mit der Vergrößerung so hoch gehen, wie es das Gerät zulässt. Ich empfehle so 120x. Dann kannst du auch die Polkappe und ein paar Oberflächendetails sehen. Beachte: Planetendetails erfordern Übung, Mars erschein auf den ersten Blick enttäuschend in kleinen Instrumenten.
- Wenn die Sterne nicht scharf sind (auch bei geringer Vergrößerung), dann muss das Gerät vielleicht justiert werden (dieser rat geht auch an Hans-Peter). Bei hoher vergrößerung über 100x kann es auch an der mangelnden Luftruhe liegen, insbesonder bei Sturmtiefs wie in den letzten tagen.
- Statt neuer Okulare würde ich erst mal ne Barlow-inse kaufen. Das 4er Plössl ist wirklich kaum verwendbar. Ich habe ein 6er, das geht gerade noch, ab 10 mm haben Plössls einen vernünftigen Augenabstand. Kombiniert mit einer Barlow wird das Einblickverhalten übrigens etwas besser. Nicht viel, aber etwas.
 
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