Mein Hauptspiegel wurde getestet

#1
Hallo zusammen,

mein Hauptspiegel wurde von Orion UK getestet und bekam eine Hilux-Verspiegelung. Leider kann ich mich noch nicht mit dem Wissen segnen, um diesen zu bewerten. Wie würdet ihr den Spiegel bewerten? Zur Herkunft möchte ich erst einmal keine Auskunft geben. Vielen Dank ! ;)

Mein12ZollHS

Gruß und CS
Markus
 

**DONOTDELETE**

#2
Hallo Markus,

warum hast du den Hauptspiegel nicht ganz durchbohrt? ;)
Ich nehme doch an daß das der Hauptspiegel eines Cassegrain werden soll?

CS,Karsten

 

Astrozoom GM

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#3
Hi Karsten,

nö so isses nich.
Das ist der HS einer Heavybridge. Nun fragt sich, in wie weit diese "Bohrung" hinter dem FS die Abbildung richtig versaut oder ob man damit leben kann.
Für mich sieht das erst Mal erschreckend aus.

Gruß und CS
Günther
 
#4
Hallo ihr beiden,

den Hersteller bzw. das Teleskop habt ihr ja schon mehr oder weniger benannt. Wenn der Spiegel "erschreckend" wirkt, dann habe ich da eine Rechnung mit dem Hersteller offen ! Bis heute ist mir nichts besonderes aufgefallen, bis 200 fache Vergrößerung sah bis jetzt alles für mich in Ordnung aus.


Gruß
Markus
 
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#5
Hallo Markus

ich verstehe nicht viel von Optikvermessungen, aber dieser Spiegel schaut wirklich nicht gut aus - um nicht zu sagen müde!
Neugierig bin ich aber schon wer das verbrochen hat - fängt die Firma mit "M" an und endet mit "eade"?

lg Martin

PS. OK das oben habe ich überlesen , bzgl. Hersteller, die Frage bleibt wirklich ob man damit noch leben kann - notfalls den Blumentopf reklamieren.

 
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#6
Hallo Martin,

du liegst richtig. Bevor ich aber nun die Rute zücke und wild um mich schlage würde ich gerne ein Rat haben wie ich nun mit diesem Spiegel umgehen sollte. Reklamieren? Das Teleskop bzw. der Spiegel ist nicht einmal 1 Jahr alt.
Ich danke für die Hilfe !

Gruß
Markus
 
#7
Hallo

siehe Nachtrag letzes Post - geben die nicht eine Garantie "beugungsbegrenzte Optik" wie z.B. SkyWatcher.

D.h. min. 0.8 Strehl wenn ich mich nicht irre, das hast dein Spiegel ja schwarz auf weiss nicht - knapp aber doch!

Ich würde versuchen zu reklamieren, alles andere siehst du dann wenn du die Antwort bekommts von denen ob sie ihn jetzt zurücknehemn oder nicht.

lg MArtin
 
#8
Hallo Martin,

mir ist bekannt das in diesem Forum auch Vertreter von Meade Europe sich aufhalten, vielleicht kann diese Stellung dazu nehmen. Von "Deluxe Optik" kann wohl hier keine Rede sein. Bei einem Massenprodukt ist nun einmal eine Serienstreuung vorhanden, nehme ich auch nicht übel.

Gruß
Markus
 

**DONOTDELETE**

#9
Hallo Martin,

hast du den Spiegel nach England zu Orion UK geschickt?
Wieviel nehmen die für einen Test auf ihrem Zygo-I-Meter?

Schwierige Sache. Der Spiegel hat in der Mitte ein Loch.
So wie das Loch da aussieht weis ich nicht wie das Loch
entstanden sein könnte ?)
Dessen Anteil an der Gesmtfläche ist aber gering und es wird
weitgehend oder ganz vom Fangspiegel (63mm?) verdeckt.

Der Rest der Fläche hat als Hauptfehler Astigmatismus.
Nun stellt sich die Frage ob und falls ja inwieweit ein Teil
des Astigmatismus durch die Lagerung des Spiegel während der
Messung bedingt sein könnte. In der Beziehung habe ich nämlich
schon ganz schöne Sachen mitbekommen...

Falls der Asti aber doch komplett real im Spiegel ist und man
auch die zentrale Zone mitrechnet und annimmt daß der Meßfehler
hier auch keine Rolle spielt wäre er ganz knapp unter beugungsbegrenzt.

Ich weis nun leider nicht was für eine Optikqualität Meade
für seine Dobsons garantiert.

Aber mal nachgefragt:
Bist du sicher daß das Protokoll zu deinem Spiegel gehört?
Solch eine Fläche hatte ich bei einem Newtonspiegel bisher
noch nie gesehen :augenrubbel:

MfG,Karsten
 
#10
Hallo Markus,

habe das synthetische I-Gramm mal durch ein Auswertprogramm geschickt (Openfringe), die Auflösung ist arg bescheiden, aber trotzdem...

Zuerst die gute Nachricht:
Das Loch, was vom Fangspiegel abgedeckt wird, zieht den Strehl um 0,07-0,09 nach unten. Also hast Du letztlich einen Strehl von 0,86-0,88. Ganz grob, Pi mal Daumen.
Die Restfehler sind ein leichter Asti und etwas Überkorrektur.
Das erklärt auch, warum Du mit dem Teil zufrieden warst. Wenn der Fangspiegel in Ordnung ist, dann musst Du schon weit(!) über 200x vergrößern, um jemals eine Fehler zu sehen. Wenn Du da überhaupt was findest, es sind immerhin 300m Öffnung! Das verlangt nach excellentem Seeing, perfekter Auskühlung (wegen dicken Glasklotz) und eher 600x!

Und jetzt die Schlechte:
Wenn Du den Spiegel umgetauscht bekommst, dann müsstest Du den neuen auch wieder mit dem Zygo oder etwas gleichwertigem vermessen lassen.
Und wenn der neue Spiegel dann zwar kein Loch aber gerade eben so 0,8 Strahl hat, dann war's Pech. Der sollte mindestens 0,9 Strehl haben damit der Tausch überhaupt lohnt.

Viele Grüße
Kai
 
#11
Hallo Karsten,

der Spiegel ging nach Orion UK. Ursächlich sollte nur eine Hilux Verspiegelung gemacht werden, jedoch dachte ich mir wenn der Spiegel nun einmal unterwegs ist ihn auch einem Test unterziehen zu lassen. Ich habe einen neuen Fangspiegel mit 77mm kleine Achse, laut MyNewton 25% Obstruktion. Meade selber schreibt mittlerweile unter ihre Produkte "Deluxe Optik", jedoch gibt es auch Anzeigen in denen von beugungsbegrenzter Deluxe Optik die Rede ist. Ich gehe stark davon aus, dass der Spiegel und das Protokoll zusammengehören. Der Spiegel befand sich schon vor dem Versand.Die Idee entstand meinerseits spontan und der Spiegel wurde nachträglich noch getestet. Die Kosten belaufen sich für den Test auf 119€.

EDIT:
Hallo Kai vielen Dank für deine Mühen, wenn das Loch wirklich keinen Auswirkung hat und ich weiterhin mich übers Seeing aufregen kann bin ich zufrieden und habe weiterhin meinen Spaß. :)

Gruß und CS
Markus
 
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#12
Hi Zusammen,

hm. Also zunächst mal ist 200x am 12" zwar selten genug Seeingbedingt gut bewertbar zu sehen, aber andererseits noch weit ab von einer Vergrößerung die eine solche Öffnung fordert. Da sah auch meine 12" Orion Gurke seinerzeit noch gut bei aus - jedenfalls ohne direkten Vergleich.
Der Asti ist mit Lambda/5 Wave kein Pappenstiel, von da ist es ja nicht mehr weit bis der Asti die Beugungsbegrenztheit platzen lässt.
PTV empfinde ich schon als extrem. Zwar wird davon wirklich viel vom Fangspiegel abgeschattet, womöglich alles, aber da ist auch eine größere Zone in grün bei 7 Uhr am Rand, die vielleicht von der Richtung der syntetischen Fringes her nicht richtig "erkenbar" wird. Naja, bei genauem Hinsehen wird die im Asti drin stecken.
Wie ist das eigentlich, gemessen wurde bei 630nm und der Strehl der Auswertung liegt schon unter 0,8. Umgerechnet auf 540nm geht's dann doch nochmal eine Stufe 'runter.

Ich denke man muss da GSO (die den Spiegel für Meade da reinlegen) nicht den Kopf abreissen und Meade auch nicht. Das ist Serienstreuung wie man sie vorfindet und man sollte sich nun an Meade wenden, ob man dort diese Auswertung akzeptiert und darin einen Grund sieht, den Spiegel basierend auf Gewährleistung zu tauschen.

Bevor das nicht passiert ist, lohnt es nicht, ein öffentliches Trara loszulassen.
(Jo, is denn scho' Weihnacht'n?)

Clear Skies
Sven
 
#13
Hallo Markus,

hm... OK, hat sich überschnitten. Sind ein paar Fakten mehr.

Zunächst mal... ist ja der Spiegel durch die 119€ leider nicht besser geworden, und Fangspiegel hin oder her, aber der Asti in der Fläche bleibt da drin und wenn ich die Farbkleckse richtig in der Skala ablese (und Umrechne), dann liegt zwischen dem grünen Fleck auf 7 Uhr am Rand und den dunkelroten Flecken auf 11 Uhr und 5 Uhr eben Lambda/4 Wave auf einer nicht zu kleinen Fläche. Somit für 119€ Zweifel eingekauft. Dazu die neue Verspiegelung...

Du bräuchtest einen Vergleich mit einem besser gelungenen 12" f/5 Spiegel, wie stark es dann mit Obstruktion wirklich reinhaut. Da spielt einiges eine Rolle. Zum Beispiel auch wie weit Du diese Optik im Hochvergrößerungsbereich ausnutzen willst. Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn ich mal einen Abend habe, an dem ich Jupiter auf 300x oder mehr ziehen kann, dann ärgere ich mich zwar über meinen Labbertubus, kann aber wenigstens für die Himmelsrichtung nachjustieren. An einem dann schlechten oder auch nur mäßigen Spiegel aber kann man gar nichts machen und das würde mich dann reichlich frusten.

Tja, ansonsten kennst Du ja eine Plattform, auf der Du eine gute Chance hast, einen einfachen I-Meter-Test "organisiert zu bekommen". Gibt's nicht immer, aber immer öfter.

Clear Skies
Sven
 
#14
Hallo Sven,

auf dem SBB (SonsbeckerBerg) steht schon hin und wieder noch ein 12er vom gleichen Namen, die Eindrücke bei meinen Spiegel (da noch mit dem alten FS) waren recht gut und wurde als besser eingestuft. Ich schaue mittlerweile zu 99% Deeps Sky und das letzte Prozent geht kurz vor dem Abbau für Jupiter oder andere helle Objekte drauf. Mehr Geld möchte ich nun auch nicht mehr in das Teleskop investieren, und sollte der Fehler wie von Kai beschrieben seiner Meinung nach nicht ins Gewicht fallen möchte ich nun langsam wieder beobachten und das Kapitel 12 Zoll abschließen. Ich schätze deinen Rat und werde meine Ohren in den diversen Plattformen offen halten und mich melden ;)

Viele Grüße und Clear Sky !!!
Markus
 
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#15
Hallo Markus,

wenn das Gerät Deinen Schön-Test besteht, dann hättest Du Dir die 119€ wirklich sparen können. Wieder etwas Reibungsverlust auf dem Weg zum 31mm Nagler... :D

Ich habe in der Vergangenheit übrigens mehr von "Zentralbergen" gehört, die wohl eher durch Undersize-Tools entstehen, und da gab es auch "Individual-Spiegelhersteller", die mit verzweifeltem Krallen und Kratzen versuchten, den Berg unter den Fangspiegel zu schieben. Gut, wenn er da ist. Am Bildrand aber guckt man dran vorbei... Aber da dominiert ohnehin Koma.

Übrigens, gute Technik, Jupiter zum Schluss zu gucken. Dann ist das Ding wenigstens ausgekühlt. Im Sommer ist man oft versucht, es genau andersherum zu versuchen, da die Dämmerung sich nicht vertreiben lässt...

Clear Skies
Sven
 
#16
Hallo Allerseits,

Das Interferogram kann so nicht aus sehen. Da hat jemanden sich m.E. einen bösen Scherz erlaubt.

Wenn Orion Optics oder wer auch eine Parabel ein Interferogram macht dann ist immer ein richtiges Loch in der Mitte.
Das ist das Loch des Planspiegels wogegen getestet wird.
Hinter den Planspiegel steht der Zygo. Dessen 'sphere' erzeugt ein genauer Brennpunkt der zusammenfällt mit dem Brennpunkt der Parabel. Das Licht geht weiter zur Parabel, reflektiert als ein Parallelbündel zum Planspiegel und geht zurück zur Parabol der wieder konvergiert zum Brennpunkt wo er sich wieder erweitert und im Zygo verschwindet wo er interferiert mit dem ursprünglichen Bündel und ein Interferogram erzeugt.

Orion Optics und ein eventueller Fällscher kann sagen ob das ein wirkliches Inteferogramm von Orion Optics ist.

Gruß,
Harrie
 
#17
Hallo Harrie,

das Loch eines Planspiegels kann das nicht sein.
Das wäre tiefer als 1/2 Lambda :erschreck:

Nun weiß ich nicht wie Orion das gemessen hat und auch nicht welche Möglichkeiten so ein Zygo hat. Aber die Auswertung passt gut zum synthetischen I-Gramm. (Von den Unklarheiten bzgl der Auswertewellenlänge mal abgesehen)
Man könnte auch aus dem Krümmungsmittelpunkt messen.
Oder durch eine Null-Linse.

Viele Grüße
Kai
 
#18
hallo,

da hat Harrie absolut recht: Die Orion Zertifikate zeigen alle dieses Loch (von dem Harrie spricht), und dieses Loch ist einfach leer und nicht mit Daten gefüllt.

Deshalb ist es ein bisserl schelmisch dass die Höhenskala bis -0,3746 geht, oder einfach Quatsch.

lg Tommy
 
#19
Hallo,

auf der Orion Seite hier
sieht man zwar irrigerweise ein Beispiel mit echtem Loch, aber im Text steht:
"1. When testing paraboloids we test at the radius of curvature. This ensures that no astigmatism can be introduced into the optical path. This is a problem sometimes encountered when testing a paraboloid on a double pass set up with a perforated flat either the same size or larger than the mirror under test."

Also ausdrücklich nicht im Doppelpass gegen einen Planspiegel.

Viele Grüße
Kai

 
#20
Hallo Karsten,

kannst Du mir mal den Trick verraten, wie man ein komplettes Posting wieder löscht?

edit: Habs gefunden, ist manchmal ganz praktisch, gel :totlach:
 
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Astrozoom GM

Vorübergehend gesperrt
#21
Hi Leute,

jetzt Mal einige Verständnisfragen von jemandem der diese Auswertungen in großen Teilen eher gefühlsmäßig liest, sich eher an die resultierenden Zahlenwerte hält, weil er(wie sicher die Mehrzahl der Mitleser) einfach beim System dieser Messungen nicht durchsteigt:
Warum haben die Interferogramme von Orion UK grundsätzlich dieses "Loch" und andere solcher "Bildchen" (haha, ich weiß) nicht?
Ist das vorliegende "Zertifikat" erkennbar nicht von Orion UK oder nur fehlerhaft(!?) hingepfuscht und wie kommt das?
Lässt man das "Loch" ganz außer Acht kommt etwa 0,85 Strehl raus oder sogar ein noch besserer Wert?
Kann man diesen Bereich grundsätzlich total vernachlässigen?

Gruß und CS
Günther
 
#22
Hallo Kai, liebe Mitleser,

1. When testing paraboloids we test at the radius of curvature. This ensures that no astigmatism can be introduced into the optical path.
den Asti in der Prüfstrecke kriegt man auch ganz locker ohne Planspiegel hin, insbesondere wenn man relativ dünne Spiegel testen muss. Die obige Begründung ist daher nicht so richtig nachvollziehbar.

Gruß Kurt
 
#23
Hallo Kurt,

ich meine so dünn ist der GSO 12" nicht. Er ist zwar sicher nicht so dick wie in einem Spiegelschleifbuch von vor 20 Jahren gefordert, aber ich meine es ist keine dünne 25mm Pizza wie die von Orion.

Mich würde interessieren, wenn denn da ein Loch im I-Gramm sein sollte, warum die Daten in dem Loch zwar abstrus sind, aber doch frei von "Haklern", etc, die ja an einer Kante eigentlich vorkommen sollten.
Wie wird das beim Zygo eigentlich gemacht? Wird das Loch "digital" vorgegeben, quasi als Beschränkung des Messbereichs?
Und wäre es nicht etwas übel, wenn sowas gegen 120 Euro geliefert würde?

Clear Skies
Sven
 
#24
Hallo,

sollte Orion eine "leere Fläche" in den Test einbauen, dann sollte doch dieser Bereich auch nicht in die Berechnung der Werte mit einfließen oder? Gehe ich nun davon aus das ich mit den ~0,85 Strehl beobachte oder sind es die 0,79 ? Technischen und physikalischen Details einer Newtonoptik kann ich noch nicht ganz folgen ;) Ich bin auf jeden Fall froh das Geld investiert zu haben, etwas mehr Sicherheit für mich. Habe ich nun eigentlich wieder 12 Wochen Pause? :D

Gruß und CS
Markus
 
#25
Pikant.

Hallo Markus,

0,8 wäre die Beugungsgrenze. Die wird aber offensichtlich unterschritten, wenn die Mitte mitberechnet wird. Mal angenommen die Messwerte in der Mitte sind tatsächlich Unsinn, dann ist
1. der Spiegel besser als Beugungsbegrenzt und da kann man dann wirklich Ruhe haben,
2. das was Orion da gemacht hat hochgradiger Unsinn für 119€. Da es sich dabei um einen Spiegel eines starken Konkurrenten handelt, bekommt der Vorgang eine piekfeine Note!
Ich zum Bleistift habe mir nichts besonderes dabei gedacht, dass die Mitte abgebildet ist, allein schon weil ich schon genug Auswertungen über die ganze Fläche und auch mit derben "Fehlformen" in der Mitte gesehen habe.

Clear Skies
Sven
 
#26
Re: Pikant.

Hallo Sven,

ich nehme dieses Protokoll von Orion mit gemischten Gefühlen auf, an die Möglichkeit das es sich doch um einen starken Konkurrenten handelt und deswegen der Test etwas komisch werden könnte ist mir nun nicht in den Sinn gekommen, möchte da auch niemanden etwas unterstellen, wobei so ein bisschen Wahn kann nicht schaden oder doch :D So ich bastel mir dann mal meine Taukappe fertig...

Viele Grüße
Markus
 
#27
Re: Pikant.

hallo Markus,

über die Fläche hast du einen Fehler von +0,13 bis etwa -0,13 PV, also 0,26 PV, der Fehler zieht sich relativ gleichmässig als Gebirgsrücken über die ganze Fläche und verursacht etwas Asti, rein schätzometrisch wirst du etwa einen Strehl von etwa 0,85 haben - also durchaus beugungsbegrenzt.

Aber schreib den Orioniden dass sie spinnen mit dem Zygo und dass es jetzt der ganze deutschsprachige Raum weiss ;-)

Bei denen ist sonst der Fleck in der Mitte ohne Daten und wird nicht mitberechnet, auch das synthetische Fringe Diagramm hat immer ein Nichts in der Mitte.

lg Tommy
 
#28
Re: Pikant.

Hallo Tommy,
...rein schätzometrisch wirst du etwa einen Strehl von etwa 0,85 haben
Ich würde da etwas vorsichtiger sein mit solchen Schätzungen.
Übrigens ist der Asti nicht mal der dominierende Restfehler sondern eine leichte Überkorrektur.
Zumindest auf Basis des synth I-Gramms, was allerdings wegen der kleinen Größe nicht wirklich befriedigt.
Es ist nun einmal so, daß großflächige Fehler nicht so "schlimm" aussehen, weil alles doch sooo glatt aussieht, optisch hauen die aber besonders rein.

Ein echtes Loch in der Mitte kann zweierlei Ursachen haben.
Zum einen wegen Test gegen einen Planspiegel mit Loch.
Zum anderen, weil man zwar im Krümmunsmittelpunkt gemessen hat aber die Mitte nachträglich komplett weggelassen hat.
Den Orion Leuten deshalb Unfähigkeit vorzuwerfen ist so eine Sache.

Denkbar ist allerdings, daß die Orion Leute normalerweise bei allen Spiegeln die Mitte zwar messen aber dann weglassen - aber bei diesem eben nicht, weil der so einen schönen Krater hat.
Wohlwissend, daß sowas übel aussieht und der Konkurrenz eins auf den Kasten gibt.
Und wohlwissend, daß es keine Bedeutung hat wegen FS.

Auf alles Fälle wird der Spiegel nicht absichtlich schöngemesen worden sein und wird, abzüglich der Mitte die man nicht sehen kann, beugungsbegrenzt sein.

Viele Grüße
Kai
 
#29
Re: Pikant.

hei Kai,

ja, grossflächige Fehler über die ganze Fläche wirken sich stärker aus, deshalb habe ich den angegeben Strehlwert nur leicht erhöht, und gleich als Schätzometrie gekennzeichnet.

Habe schon einen Haufen Orion Zygos gesehen, und alle hatten dieses Loch ohne Daten. Ein Schelm, wer Böses denkt ;-)

lg Tommy
 

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