Mein Problem-zuviele Sterne

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Murdock

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Hallo

Da habe ich mein 200'er Newton schön in den Garten gestellt. Die große Sternkarte von Leier ausgeheftet, nochmal genau die Position von M56 studiert.

Dann mit bloßem Auge sofort Vega und die Leier gefunden. Zwischen den unteren beiden Sternen der Leier, da ist M56, zumindest auf meiner Sternkarte. Kein Problem- hab ich gedacht!

Mit dem Sucher habe ich schon mal Vega gefunden. Die war auch schön hell im Okular (25mm/ 40x) zu sehen. Tja- und dann war's das. Denn sobald ich weiter im Sucher oder durch's Okular gesehen habe, habe ich den Wald vor lauter Bäume nicht mehr gesehen. Es waren nur Sterne, Sterne, Sterne. Keine Spur mehr von der schönen Leier, die ich doch mit bloßem Auge so schön erkennen konnte. Mit der Feineinstellung in sämtliche Richtungen gedreht....njet. Kein Anhaltspunkt, keine Leier, kein M56 <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Dann habe ich mir Herkules vorgenommen, dort wollte ich M13 einfangen. Die selbe Prozedur wie bei der Leier. Um es kurz zu machen: bei sovielen Sternen finde ich einfach kein Sternbild mehr. Weder im Okular (was ich ja noch verstehen kann) noch im Sucher.

Da ich mir für diese beiden Objekte 2 Stunden Zeit gelassen habe ist es erstmal gut für heute.

Was kann ich machen damit ich Sternbilder im Sucher bzw. im Okular sehen bzw. "nachfahren" kann. Bei soviel Sternen!!!


Gruß Murdock
 
Hi Murdock,

also, im Sucher kann man M13 als leicht "schwammigen" Stern erkennen. Im 8x50 auf jeden Fall, im 6x30 solala. Jedenfalls aber kann man mit Übung schon erkennen, welche Sterne eine "relevante Helligkeit" haben.
Aber: Vorher sollte man einfach über die Justageschrauben des Suchers drüberpeilen, das man in die richtige Gegend kommt.

Was Leier angeht: Also, erstmal: M57 ist der Ringnebel! Merken!
Weiter. Die beiden Kastensterne über die Sucherschrauben anpeilen, sind dann im Sucher zu sehen. Auf die Mitte davon zielen, dann ein wenig von dieser Linie abschwenken (von Vega weg). Da isser. Und der Ringnebel ist im 8-Zöller schon bei 25-facher Vergrößerung als Ring zu erkennen.

Bei M13: Einfach auch über die Schrauben peilen und einen der Herkules-Kastensterne ins Okular holen. Dann die Richtung zum anderen Kasternstern merken und den Tubus in dieser Richtugn drücken, also die Linie abfahren.
Dadurch gewöhnt man sich auch, trotz der Bildumkehr im Sucher die richtige Richtung einzuschlagen!

Also... auf ein Düsseldorf, äh, Neuss meine ich!

Clear Skies
Sven
 
High Murdock,

Du kannst den Objektivdeckel nehmen und die kleine Öffnung benutzen (abblenden). Dadurch nimmst Du zunächst das Lichtsammelvermögen Deines Telekops zurück, sodaß nur eher bekannte Sterne sichtbar bleiben. Wenn Du dann im Zielgebiet bist, nimmst Du die Blende wieder weg.

 
Hi Murdock,

genau das Problem hatte ich vor ca. 2 Wochen auch. Mit exakt den selben Objekten. Da bin ich aber froh, dass es nicht nur mir so geht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Seitdem war es eigentlich immer bewölkt, so dass ich noch keinen weiteren Versuch hatte.
Ich habe in der Zwischenzeit dann auch überlegt was man machen könnte und bin ziemlich schnell auf den Telrad gestoßen. Der hat eigentlich nur den Nachteil, dass man schon wieder Geld ausgeben muß.

Eine Überlegung war noch mit einem Graufilter die Anzahl der sichtbaren Sterne zu reduzieren, aber abblenden finde ich da schon eleganter.
Das werde ich als nächstes testen vermutlich in Verbindung mit der supergünstigen "Wiensteinschen Sucherschraubenmethode".

Und erst wenn das nicht klappt werde ich mich nochmal mit dem Telrad befassen.

Kannst ja mal berichten wie Du das Problem gelöst hast.

Gruß

Jörg
 
Hallo Murdock,

das Problem kennt jeder, der nicht gerade mit einem Go-To-System anfängt. Im Grunde hilft nur Übung. Der Einstieg mit M 57 ist zugegebenermaßen einfacher, aber wenn es M 56 sein soll, vielleicht Tipp, der auch für andere Gelegenheiten nützlich ist:

Wenn der Sucher ein kopfstehendes und seitenverkehrtes Bild produziert, hilft es, wenn man die Sternkarte auch auf den Kopf stellt. Das Kartenbild entspricht dann der Abbildung im Sucher und lässt sich leichter mit dem Anblick im Sucher vergleichen. Im Gewirr der Sterne findet man sich leichter zurecht, wenn man sich die auffallenderen zu Mustern angeordnet vorstellt - Dreiecke, Vierecke - und sich so Stück für Stück voran arbeitet. Das ist mühsam, aber anders geht es, vor allem in so dicht besternten Regionen wie der südlichen Lyra kaum. Du wirst aber auch feststellen, dass man mit solchen geometrischen Mustern erstaunlich gut Winkel und Abstände abschätzen kann.

Klare Nächte

astroklaus
 
Hallo,

ích hatte mir am Anfang ein einfaches Fernglas und eine drehbare Sternenkarte genommen. Damit habe ich erst mal die wesentlichsten Sternenbilder kennengelernt und Sternenformationen eingeprägt.

Sven hat es schon richtig erklärt, diese Kastensterne sind die, die Du meist schon mit bloßem Auge siehst. Bei M13 ist es sehr leicht, das Objekt liegt genau auf dieser Linie. Mit einem Fernglas kannst Du M13 schon als sehr diffusen Fleck erkennen und Dir dieGegend einprägen.

Der Vorteil eines Fernglases ist erst mal der, daß Du ein aufrechtes, seitenrichtiges Bild hast. Am Gerät braucht man etwas Übung, aber das wird schon.

Eine echte Alternative zum Sucher ist z.B. der Telrad damit sind die Objekte m.E. leichter aufzufinden als mit einem Sucher. Aber auch dort gilt, ohne Übung ....

Anfangs hat man auch kein Gefühl für die Größen der Sternenbilder, die Größe und Lichtstärke des Objektes. Dazu hatte ich mir zu Beginn immer die Daten z.B. auf Redshift angesehen. Ich halte so ein kleines Planetariumsprogramm ohnehin für sehr hilfreich, eine gute Vorübung. Dei gibt es entweder kostenlos wie Card du Ciel, was ich jedem empfehle oder HNSKY. Ich selbst habe noch Redshift 3, das Redshifts kleiner Sternenkunde beigefügt ist (heute kostet das so um 20 Euro).

Nach meiner Erfahrung ist man zumindest in den ersten Wochen mit Sternenkarten überfordert. Den Karkoschka kann man zwar nehmen um die nötigen Informationen zusammenzubekommen, aber zur Orientierung am Anfang immer noch eine Nummer zu groß. Die Kartenausschnitte sind recht klein. Man kommt da zwar schnell hin, aber direkt am Anfang war das für mich Begleitinformation.

Meine Empfehlung, nimm Dir ein Fernglas mit und erkunde erst mal die Gegend die Du anschließend mit dem Teleskop beobachten willst. Davor solltest Du Dir die Sitzung schon mal an einem Planetariumsprogramm zu Gemüte führen.

Mach Dir nicht's draus. Ich selbst hatte diese beiden Objekte am Anfang nicht ausmachen können.

CS
Adrian
 
Hallo alle


Sven, ich verstehe was Du meinst. Aber dann verstelle ich ja eigentlich meinen Sucher und die Justierung ist dahin, oder? Und wenn ich wirklich ein Fragment eines Sternbilds durch den Sucher gefunden habe, zeigt der Tubus dann nicht in eine abweichende Richtung, so daß ich mit dem Okular ein ganz anderes Feld sehe?

Das mit dem Seitenverkehrten Bild- ich hatte Vega schon groß und hell im Okular. Dann habe ich mit bloßem Auge auf Vega gesehen, ich sah das ich den Tubus also absenken mußte, dann wieder ins Oular und den Tubus ganz Sachte runtergefahren um zum unteren Kastenrand der Leier zu kommen. Doch schon als Vega aus dem Gesichtsfeld war waren im Okular zuviele Sterne als das ich da auch nur einen der Kastensterne heraussehen konnte.

Ich versuche es wirklich mal mit dem abblenden.

Bei Herkules wollte ich über Arktur an das "Trapez" heranfahren - nachdem Arktur aus dem Gesichtsfeld (vom Sucher wohlgemerkt) verschwand hatte ich null Chance. Ich versuche es dort mal mit dem Fernglas, vielleicht kann ich mir die eine oder andere Struktur merken und im Sucher wiederfinden.

Ich hatte da noch eine Idee- aber ich weiß nicht ob die was bringt. Ich habe ja noch das Celestron 114 GT. Beide Teleskope nebeneinander stellen, beim GoTo ein Objekt eingeben und den 200'er nach dem 114' er ausrichten. Aber bei einer Einstellung in der es um Milimeter geht habe ich da so meine Zweifel. Und ehrlich gesagt (ihr hattet recht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> ) , das Suchen ist zwar (noch) erfolglos, macht aber irre viel Spaß, und ich verstehe jetzt auch wenn jemand von einem Erfolgserlebnis spricht.

Bis bald, Gruß Murdock
 
Am Anfang meines Astronomendaseins habe ich dasselbe Problem gehabt - stundenlange Sucherei, keine Orientierung mehr am Sternenhimmel - wo himmelnocheinmal zeigt mein Fernrohr jetzt eigentlich hin? - nieder auf den Boden und irgendwie über Tubus oder Sucher peilen .. und noch immer nix <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

Die 70 Euronen für einen Telrad wollte ich mir wirklich ersparen, dass muss doch billiger gehen : also Kimme und Korn gebastelt, etwa Klopapierrolle vorn und hinten am Tubus, am Tag - super, in der Nacht: völlig zu vergessen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />


Und dann hatte ich die Sache satt, habe einen Telrad geordert, samt Taukappe (die hätte ich mir sparen können), auf eine Klarsichtfolie die Telradringe gemalt, so dass sie zu den Übersichtskarten im Karkoschka passen ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Und nun begann für mich eine andere Welt: Suchen war passe, zumindest bei den "Standardobjekten" ist das Finden eine Sache von Sekunden, den 8x50 Sucher habe ich schon weißwielange nicht mehr verwendet (bleibt aber am Fernrohr, falls ich einmal ein schwierigeres Objekt mittels Starhoppen finden will).

Für mich war ein Beobachtungsabend (oder sollte ich sagen: Suchabend?) ohne Telrad eine Qual und mit Telrad ein Genuss, und dies ab seinem ersten Einsatz.

Fazit: Leiste Dir den Telrad, Du wirst es nicht bereuen, er bringt dir VIEL ZEIT zum beobachten! Noch ein Wort zu den Taukappe: diese Plastikstückerl sind unverschämt teuer und nicht besonders effektiv. Ein kleines Geschirrtuch o.ä. über die Plexiglasscheibe ist billiger und weit effektiver! Ausserdem läßt sich die Scheibe leicht aus der Fassung herausziehen, eine angetaute Telradscheibe wird in der warmen Hosentasche schnell wieder einsatzfähig. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

 
Hallo Norbert

Ich kenne den Telradfinder nicht, habe aber bisher nur Gutes darüber gehört. Dein Beitrag bestärkt mich darin mir solch ein Teil anzuschaffen!

Ein Gedanke kommt mir da. Ich habe da auf dem 114'er einen Starpointer (Leuchtpunktsucher). Würde es was nützen den irgendwie auf den 200'er drauf zu setzen, ihn zu justieren und dann damit zu suchen??

Auf dem 114'er geht damit schon die Suche nach hellen Sternen wesentlich einfacher als mit dem großen Sucher.


Gruß Murdock

 
Hallo,

Ein Gedanke kommt mir da. Ich habe da auf dem 114'er einen Starpointer (Leuchtpunktsucher). Würde es was nützen den irgendwie auf den 200'er drauf zu setzen, ihn zu justieren und dann damit zu suchen??

auf jeden Fall hilft der Starpointer. Die Orientierung ist damit wesentlich einfacher als mit dem Sucher der Dir das Bild verdreht wiedergibt. Und Du hast beim Ausrichten nicht die vielen Sterne, die Dich verwirren.

CS
Adrian
 
Leuchtpunktsucher

Was erzähl' ich Dir denn, wenn Du ja eh einen Leuchtpunktsucher hast ...

Ein Telrad kann da nicht sooo viel mehr, das Ding hat einfach statt einem zentralen Punkt drei konzentrische Ringe, die natürlich das Abschätzen der Entfernungen etwas vereinfachen; ansonsten gibt es m E. keinen wesentlichen Unterschied zu einem Starpointer.

Würde es was nützen den irgendwie auf den 200'er drauf zu setzen, ihn zu justieren und dann damit zu suchen??

Wenn Du ihn beim 114er mit Gewinn einsetzen kannst, warum dann nicht auch beim 200er? Hängt ja nicht vom Fernrohr ab!

P.S.: Das empfohlene Abblenden, um weniger Sterne zu sehen, halte ich für völligen Unsinn. Mir leuchtet nicht ein, was der Gewinn einer solchen Aktion sein sollte.

 
Re: Leuchtpunktsucher

Hallo Norbert

Also, ich habe jetzt mal im Net gestöbert. Die Info's dort und Dein Beitrag haben mich wirklich überzeugt.

Nun habe ich mir ein Telradfinder bestellt, der müßte schon morgen oder übermorgen ankommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Der Wetterbericht für Freitag ist für meine Region sehr vielversprechend. Da wird das Teleskop wieder in den Garten geschleppt, ächzz, mit Telrad!!!

Bis dahin werde ich noch ausgiebig Sternkarten studieren, mich aber weiterhin erstmal auf M56/57 und M13 konzentrieren. Auch M27 und M71, wie Sven sagte, werde ich studieren. Und dann....mal sehen!

Gruß Murdock
 
Re: Leuchtpunktsucher

Hallo,

zum Telrad gibt es hier auf den Boards schon einiges. Vielleicht nochmal ein Hinweis auf Seiten mit Aufsuchkarten für den Telrad.

Messier und Caldwell

Die Hinweise stammen aus Threads zum Thema Telrad. Viel Spaß mit dem Gerät.

CS
Adrian
 
Re: Leuchtpunktsucher

Hallo

Also wenn ich das hier richtig verstehe, dann ist ein "herkömmlicher Sucher" eher nicht so geeignet DeepSky Objekte ausfindig zu machen.

Man hört ja wirklich nur Gutes über Telrad und Leuchtpunktsucher, was ich auch immer mehr verstehen kann.
Ich stelle mir das auch viel einfacher vor wenn ich mit dem Visier des Telrades einen Himmelspunkt ohne Vergrößerung anpeilen kann, den ich sofort mit dem Okular vergleichen kann.

Ich denke, wenn das Telrad ähnlich dem Star Pointer funktioniert, dann werde ich mein Sucherfernrohr auch erstmal vom Dienst befreien <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gruß Murdock
 
Re: Leuchtpunktsucher

Hi Murdock,

am besten funktioniert eine Kombination von Pointer und Sucher. Der Pointer hat ja den kleinen Nachteil, das er nicht vergrössert. In sternarmen Gebieten oder bei schlechten Sichtbedingungen ist der Sucher manchmal im Vorteil.
Ideal ist, erst mit dem Pointer ins Zielgebiet springen, kurz im Sucher verifizieren und gegebenenfalls korrigieren und dann im Teleskop zu beobachten.
Also wenn du die Möglichkeit hast, beide am Tubus zu befestigen, dann mach es.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
ixh würde empfehlen nicht gleich aufzugeben, ich habe auch
lange gebracht bis ich wirklich was mit dem Sucher finden
ontte ohne dabei auszuflippen.Aber wenn mans einmal kann
gehts wie von selbst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />. Wobei für Anfänger ein Telrad zusatzlich zum Sucher vieleicht auch nicht so schlecht ist(nie probiert).
 
Re: Leuchtpunktsucher

Hallo,

so kannst Du das nicht sehen, durch die Vergrößerung im Sucher, vor allem wenn Du so etwas wie einen 8*50 besitzt, kannst Du Objekte sehen, die Du ohne nicht wahrnehmen kannst.

Um das noch klarzustellen, besitze ich selbst keinen Telrad. Die Objekte die ich normalerweise angehe finde ich über Starhopping. Ich kann Dir also nicht genau sagen wie entbehrlich der Sucher wird, aber demontieren würde ich ihn nicht, wenn es nicht erforderlich ist.

CS
Adrian
 
Re: Leuchtpunktsucher

Hallo Murdock

wenn Dein 200er newton einen 8x50 Sucher dran hat, lass ihn drauf. Ich habe auch einen 8" er mit Leuchtpunktsucher und Sucher. Zuerst mit dem Leuchtpunktsucher oder Telrad ins Zielgebiet gehen, im Sucher siehst Du dann oft bereits das Objekt und kannst es genauer einstellen. Funktioniert bestens. Letztes Wochenende habe ich mit dieser Methode in kurzer Zeit 13 veschiedene Objekte gefunden, obwohl ich mit dem Sucher alleine ebenfalls hilflos bin.

CS Herbert
 
Hi Murdock,
genau das wollte ich Dir vorschlagen. Ein Starpointer hilft ungemein, denn er vergrößert nicht und bietet das selbe Bild wie das Auge.
Am besten prägst Du Dir die Lage eines Objektes entsprechend Karkoschka o.ä.
in Bezug auf helle Stern ein. Diese Position suchst Du dann mit dem Peilsucher auf. Dann solltest Du das Objekt im Teleskop haben. Hierzu würde ich ein Aufsuchokular wählen - ab 25mm Brennweite aufwärts für Deine Röhre wäre ok.
Ggf, das Objekt zentrieren und dann hochvergrößern.
Grundvoraussetzung ist, daß Du den Peilsucher vorher justiert hast.
Mit etwas Übung ist dann das Finden eine Frage von Sekunden.
Viel Erfolg und CS
Antares
 
Re: Leuchtpunktsucher

High Norbert,

P.S.: Das empfohlene Abblenden, um weniger Sterne zu sehen, halte ich für völligen Unsinn. Mir leuchtet nicht ein, was der Gewinn einer solchen Aktion sein sollte.

Dann musst Du's einfach mal ausprobieren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Sinn des Ganzen ist, die Öffnung, respektive das Lichtsammelvermögen des Teleskopes an das des menschlichen Auges anzunähern. natürlich nur kurz, der ersten Orientierung wegen und als Alternative, wenn kein Finder/Pointer zu Verfügung steht. Sicherlich eine ungewöhnlichere Methode, an die Sache heranzugehen, aber mir hats geholfen. Das von Sven angeführte Schraubenpeilen gehört dabei natürlich genauso dazu.

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Starpoiter und dem Telrad ist die Größe. Einen Telrad findest Du an einem 20Zöller Rohr schneller als den mikrigen Pointer, deshalb auch Telrad Finder <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Murdock,
ich würde ja einfach sagen: Da musst Du durch. Ist aber nichts Schlimmes. Mir geht's heut wie vor 20 Jahren, dass ich immer erst lernen muss, das Gesichtsfeld eines Suchers oder Teleskops einzuschätzen.
Probiere es doch einmal so:
1. Den Sucher möglichst genau justieren. An einem hellen Stern, den du im Teleskop auch ohne Sucher findest, indem Du einfach mit einem langbrennweitigen Okular im Auszug von einem markanten Punkt am Horizont hochfährst. Vorschlag: Arkturus.
2. Eine ganz einfache und ziemlich eng beieinander stehende Konstellation suchen. Hm, die gibt's mehr am Winterhimmel. Die Leier ist gar nicht so schlecht, aber das kann man unterscheidlich empfinden. Wie wär's mit Cassiopeia? Die Hauptsterne in Ruhe abfahren, Abstände im Sucher und im Hauptrohr vergleichen.
3. Ein ganz einfaches Objekt suchen. M 13 ist gar nicht schlecht. Von Cassiopeia ausgehend würde ich vorschlagen: h und chi oder den Andromedanebel M 31. Dann kommt auch ein Gefühl dafür auf, wie die im jeweiligen Gescihtsfeld zu sehen sind.
4. Dann weitere Objekte auspribieren. Sind bestimmt genügend dabei, die Du nicht findest. Für M 57 habe ich Tage gebraucht, für M 51 Jahre, trotz 6" Newton ;-) Wenn man's dann einmal hat, wird es beim nächsten Mal zumindest leichter.
5. Nach mehreren Misserfolgen zum Ausgleich die Milchstraße entlangfahren oder zum Abschluss ein vermeintlich bekanntes Objekt noch einmal aufsuchen.
Viel Erfolg,
Grüße von Hartwig
Hartwig.Janus@t-online.de
 
Hallo Hartwig

Die Methode die Du vorgeschlagen hast habe ich zum justieren des Suchers bisher auch immer angewendet. Ich habe dafür Wega genommen, Arktur eignet sich da genauso gut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Aber ich habe folgendes festgestellt:

Zum einen der direkte Vergleich zwischen dem Sucher (8x50) und dem StarPointer. Ich komme um ein vielfaches besser mit dem StarPointer zurecht. Wenn ich dadurch blicke und den roten Punkt auf mein Ziel einrichte, das geht fast von selber. Einmal justiert und die Justierung steht!! Wenn ich den Sucher justiere ist das schon eine zittrige Angelegenheit. Und wenn ich die Staubkappen vom Sucher abnehme, ist es schon wieder vorbei mit der eingestellten Justierung. Der Sucher sitzt halt nicht so fest in der Fassung wie der StarPointer (der hat zwar keine Fassung, sitzt aber einmal festgezogen bombensicher).

Dazu zeigt der Sucher alles noch Seitenverkehrt, sicher eine Übungssache, aber irgendwie nicht mein Ding. Dazu kommt noch die Vergrößerung, was es mir persönlich schon mal unmöglich macht auch nur den Teil eines Sternbildes im Sucher bestimmen zu können.

Morgen bekomme ich mein Telrad. Der Beitrag von Norbert und die Infos im Net darüber haben mir wirklich sehr viel Zuversicht in dieses Teil gegeben. Denn dieser Beitrag, ich habe ihn immer wieder gelesen, er hätte wirklich von mir sein können, er hat meine Probleme auf den Punkt beschrieben. Hier nochmal ein großes Danke dafür an Norbert!

Ich denke morgen weiß ich mehr, vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Gruß Murdock.
 
Hallo Murdock
Herzlichen Glückwunsch zu deinem Entschluss einen Telrad zu benutzen.Ich habe diese Investition nicht bereut und benutze ihn an meinen Bresser Pluto S.Mit dem mitgelieferten Sucher hatte ich die gleichen Probleme.Ich bin sogar noch einen Schritt weiter gegangen und habe auch noch den 45° Spiegel auf dem Telrad gebaut.Nach einigen Übungen klappt es auch damit.Der Vorteil ist das man den Hals nicht so verrenken muss
 
Hallo liebe Sternfreunde!

Ein weiters Problem bei einen neuen Objekt kann sein, daß man nicht weiss, wie es im Teleskop bei einer bestimmten Vergrösserung aussieht: M57 bei 30 facher Vergrösserung ( nehm ich, wenn ich ein Himmelsareal abscanne um ein bestimmtes Objekt anand von Sternenketten, -dreiecken und -rhomben etc zu lokalisieren. - 1200mm 6" f8 FH mit 40mm RKE 2" Okular), dann sieht M57 wie ein unscharfer Stern aus und mit dem Bild eines Ringnebels im Hinterkopf findet man natürlich nichts.
Oder IC 4997 - hab ich lange gesucht und auch bei hoher Vergrösserung nicht gefunden, bis ich auf ein unscharfes Sternchen aufmerksam wurde, das ich schon oft gesehen aber niemals für diesen kleinen planetarischen Nebel gehalten hätte...
Sternklare Nächte
Berthold
www.widato.de
 
Hallo Murdock,

jetzt haben zwar schon viele geantwortet, aber bisher folgendes aus meiner Sicht nicht wirklich klar gesagt:

für die Arbeit mit umkehrenden Suchern (ohne Prismen) sind 2 Dinge wichtig:
1) sie müssen groß genug sein (50mm Frontlinse, sonst kannst Du wirklich gleich den Telrad nehmen)
2) man sollte sie beidäugig benutzen - also mit linkem Auge neben dem Sucher hellen Stern anpeilen, dann
Teleskop bewegen, bis sich die Bilder vom hellen Stern decken, erst dann nur durch den Sucher gucken.
Über die Schrauben peilen (hat Sven schon empfohlen) hilft auch. Und für diese Sucher braucht es Übung und
Erfahrung.

Besser für den Anfang ist der Peilsucher (z.B.Telrad), weil da ja auch alles richtig herum steht, aber Du siehst halt
nicht mehr als mit dem bloßen Auge - kaum einen Sternhaufen, Galaxie oder Nebel bei normalem Wetter - und
mußt blind von Stern zu Stern zum Ziel hüpfen über Winkelangaben (ist trotzdem eine der besten Methoden).
Vorteil ist, daß man sich dabei am Anfang nicht so zwischen den Sternen verirrt wie bei vergrößernden Suchern
mit großer Öffnung.
Also am besten Objekte erst mal mit dem Fernglas finden lernen - dann erst ans Teleskop gehen (im Forum
Beobachtungen hat gerade jemand alle Messier Objekte mit 10x50 Fernglas gefunden!)

Aber das Allerbeste ist natürlich ein Prismensucher - da die absolut unverschämt überteuert sind halt ein halbes
7x50 Fernglas von e-bay, einstellbare Halterung zu basteln ist das Hauptproblem. Mit "Fernglassucher" findest
Du dann plötzlich alles wie von selbst (bis auf Galaxien, da brauchst Du ein gutes 2" WW Übersichtsokular -
und das ist dann leider wirklich sehr teuer). Evtl. kannst Du Dir sogar noch ein Fadenkreuz dafür basteln aus
Plastikfolie (unten ans Okular).

Gruß
 
Hallo,

ich nehme mir oft das Fernglas zur Hilfe, es zeigt auch viel mehr Sterne als das bloße Auge. Zum einen kann man das Objekt oft schon sehen und zum anderen kann man anhand von Sterngruppen usw. die Bilder im Sucher und Fernglas vergleichen. Ist alles Übungssache <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> !

Seitdem ich den 8x30 Sucher in einen 8x50 Sucher getauscht habe und ich ein 40 mm Okular besitze ist das Aufsuchen erheblich leichter geworden.

Gruß Holger
 
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