Felix
Aktives Mitglied
Hallo,
Über die vergangenen Oster- und Sommerferien habe ich in Italien am Ferienhaus meiner Eltern eine Betonsäule errichtet. Das war eine sehr vergnügliche Arbeit und das Ergebnis möchte ich hier vorstellen. Den Adapter hat ein Freund von mir gedreht und die passenden Gewindestangen gab es dazu. Leider gibt es nicht von allen Arbeitsschritten Fotos, mal weil ich es vergessen hab und mal weil es mit dreckigen Händen nicht ging.
Es begann Ostern mit einer ganzen Menge Baustahl. Vier Stahlstangen a 10mm und ein Baustahlmatte wurden in Form geklopft. Im Nachhinein stelle ich mir auch die Frage, wer auf die doofe Idee kam es rund zu machen. Ein Dreieck hätte es auch getan und wäre wesentlicher gerader geworden und hätte später nicht so viele Probleme gemacht. Beim nächsten Mal ist man immer schlauer. Hier nun also das Prachtexemplar, von dem man später nichts mehr sehen wird.
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/saeule/armierung.jpg
Danach ging es an Ausgraben des Fundaments, 85x85x40 sind es letztlich geworden. Solche Großprojekte wie hierzulande mit 1m tiefe sind dort a) nicht möglich und b) nicht notwendig. Da stößt man nämlich recht schnell auf Felsen und andere unliebsame Entdeckungen und Frost ist in Italien nicht so das Problem. Haben wir schon mal, aber dann nur moderat und kurz. Vom Gewicht her liegen da ausgefüllt dann um die 370kg Beton drin. Hier mal ein Bild vom probe Stehen.
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/saeule/fundament1.jpg
Oben drauf gab es noch ein paar Steinplatten, damit sich niemand beschwert wie hässlich das aussieht. Wobei, im Moment ist die Ecke eh die reinste Baustelle. Vorm Osterurlaub ist eine Mauer hinter dem Teil zusammengebrochen und muss erst wieder aufgebaut werden. Also an Sternegucken ist da im Moment noch nciht zu denken, auch wenn die Mauer im August zu 3/4 wieder fertig war liegen danoch viele Stolperfallen in Form von Erd- und Steinhaufen. Ostern haben wir noch den ganzen Beton reingekippt. Das sah dann so aus:
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/saeule/fundament2.jpg
Eigentlich sollte die Säule rund werden, aber schon Ostern war absehbar, dass das nicht mit einem 20cm Rohr passen wird. Aber erstmal schnell weg, da mach ich mir Gedanken drüber wenn ich im Sommer wieder da bin. Ein 25cm Rohr war aber im Sommer nicht zu beschaffen, also kam der Gedanke auf Kaminsteine. Quadratisch, praktisch gut, sieht zwar nun etwas wuchtiger aus, aber auch die Befüllung war einfacher! Also immer brav Stein auf Stein, schön senkrecht nach oben und dann auf der Hälfte den Adapter inkl. Gewindestangen einsetzen. Hier schaut dann nur noch der Rest oben raus:
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/saeule/sockel1.jpg
Das war gar nicht so einfach den Einzusetzen. Da steckte ja der Baustahl drin und dann kamen da noch 3 Gewindestanden mit Flossen rein. Es gab letztendlich zwei Möglichkeiten: Entweder der Adapter schön zentriert in der Säule, aber nicht perfekt nach Norden, oder perfekt nach Norden aber etwas dezentriert drin. Hab mich dann für Letzteres entscheiden, mal abwarten ob das gut geht. Eigentlich sollte ihm das nichts ausmachen, genügend Stahl ist drin und die Wandstärke der Steine wird schon verhindern, dass sich da was neigt. Es passt sich so auch sehr harmonisch ins Ferienhaus ein, da ist auch nichts gerade ;-)
Weil das sehr raue Steine waren, wurde noch verputzt. Also noch mal nen 1cm für die Wuchtigkeit oben drauf. Hier sieht man gut, dass es nicht mittig ist. Der Adapter wird unten mit zwei Muttern gekontert, es ist aber soviel Spielraum, dass man die Montierung noch genau in die Waage bringen kann.
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/saeule/sockel2.jpg
Richtig irre sieht es aus, wenn alles montiert ist. Hab erstmal drei Tage trocknen lassen und dann einen Test gemacht. Ist natürlich doof, dass die Säule jetzt so breit geworden ist, da schlägt man unten an (wie bei meinem Stativ). Ob ich mit 20cm jetzt ein Bild mehr hätte machen können sei dahingestellt. Sieht zwar aus als würde es gleich umfallen, aber gegen treten hat nicht viel Auswirkungen im Okular gezeigt.
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/saeule/montiert.jpg
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/equipment/equipment.jpg
Hier nochmal alles in voller Pracht zu sehen. Erstaunlich ist, dass die Nordmarkierung schone extrem genau drauf sitzt. Ich hab die Montierung draufgestellt und im Polsucher war sofort Polaris zu sehen. Nächstes Jahr kommt dann noch der Eukalpytus weg, den man da auf einigen Bildern in Südrichtung sieht und dann ist das Gelände auch wieder aufgeräumter. Dann kann es richtig losgehen und ich hoffe ich muss nicht den Meißel rausholen und es wieder abreißen.
Viele Grüße,
Felix
Über die vergangenen Oster- und Sommerferien habe ich in Italien am Ferienhaus meiner Eltern eine Betonsäule errichtet. Das war eine sehr vergnügliche Arbeit und das Ergebnis möchte ich hier vorstellen. Den Adapter hat ein Freund von mir gedreht und die passenden Gewindestangen gab es dazu. Leider gibt es nicht von allen Arbeitsschritten Fotos, mal weil ich es vergessen hab und mal weil es mit dreckigen Händen nicht ging.
Es begann Ostern mit einer ganzen Menge Baustahl. Vier Stahlstangen a 10mm und ein Baustahlmatte wurden in Form geklopft. Im Nachhinein stelle ich mir auch die Frage, wer auf die doofe Idee kam es rund zu machen. Ein Dreieck hätte es auch getan und wäre wesentlicher gerader geworden und hätte später nicht so viele Probleme gemacht. Beim nächsten Mal ist man immer schlauer. Hier nun also das Prachtexemplar, von dem man später nichts mehr sehen wird.
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/saeule/armierung.jpg
Danach ging es an Ausgraben des Fundaments, 85x85x40 sind es letztlich geworden. Solche Großprojekte wie hierzulande mit 1m tiefe sind dort a) nicht möglich und b) nicht notwendig. Da stößt man nämlich recht schnell auf Felsen und andere unliebsame Entdeckungen und Frost ist in Italien nicht so das Problem. Haben wir schon mal, aber dann nur moderat und kurz. Vom Gewicht her liegen da ausgefüllt dann um die 370kg Beton drin. Hier mal ein Bild vom probe Stehen.
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/saeule/fundament1.jpg
Oben drauf gab es noch ein paar Steinplatten, damit sich niemand beschwert wie hässlich das aussieht. Wobei, im Moment ist die Ecke eh die reinste Baustelle. Vorm Osterurlaub ist eine Mauer hinter dem Teil zusammengebrochen und muss erst wieder aufgebaut werden. Also an Sternegucken ist da im Moment noch nciht zu denken, auch wenn die Mauer im August zu 3/4 wieder fertig war liegen danoch viele Stolperfallen in Form von Erd- und Steinhaufen. Ostern haben wir noch den ganzen Beton reingekippt. Das sah dann so aus:
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/saeule/fundament2.jpg
Eigentlich sollte die Säule rund werden, aber schon Ostern war absehbar, dass das nicht mit einem 20cm Rohr passen wird. Aber erstmal schnell weg, da mach ich mir Gedanken drüber wenn ich im Sommer wieder da bin. Ein 25cm Rohr war aber im Sommer nicht zu beschaffen, also kam der Gedanke auf Kaminsteine. Quadratisch, praktisch gut, sieht zwar nun etwas wuchtiger aus, aber auch die Befüllung war einfacher! Also immer brav Stein auf Stein, schön senkrecht nach oben und dann auf der Hälfte den Adapter inkl. Gewindestangen einsetzen. Hier schaut dann nur noch der Rest oben raus:
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/saeule/sockel1.jpg
Das war gar nicht so einfach den Einzusetzen. Da steckte ja der Baustahl drin und dann kamen da noch 3 Gewindestanden mit Flossen rein. Es gab letztendlich zwei Möglichkeiten: Entweder der Adapter schön zentriert in der Säule, aber nicht perfekt nach Norden, oder perfekt nach Norden aber etwas dezentriert drin. Hab mich dann für Letzteres entscheiden, mal abwarten ob das gut geht. Eigentlich sollte ihm das nichts ausmachen, genügend Stahl ist drin und die Wandstärke der Steine wird schon verhindern, dass sich da was neigt. Es passt sich so auch sehr harmonisch ins Ferienhaus ein, da ist auch nichts gerade ;-)
Weil das sehr raue Steine waren, wurde noch verputzt. Also noch mal nen 1cm für die Wuchtigkeit oben drauf. Hier sieht man gut, dass es nicht mittig ist. Der Adapter wird unten mit zwei Muttern gekontert, es ist aber soviel Spielraum, dass man die Montierung noch genau in die Waage bringen kann.
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/saeule/sockel2.jpg
Richtig irre sieht es aus, wenn alles montiert ist. Hab erstmal drei Tage trocknen lassen und dann einen Test gemacht. Ist natürlich doof, dass die Säule jetzt so breit geworden ist, da schlägt man unten an (wie bei meinem Stativ). Ob ich mit 20cm jetzt ein Bild mehr hätte machen können sei dahingestellt. Sieht zwar aus als würde es gleich umfallen, aber gegen treten hat nicht viel Auswirkungen im Okular gezeigt.
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/saeule/montiert.jpg
Link zur Grafik: http://felix-gelpke.de/equipment/equipment.jpg
Hier nochmal alles in voller Pracht zu sehen. Erstaunlich ist, dass die Nordmarkierung schone extrem genau drauf sitzt. Ich hab die Montierung draufgestellt und im Polsucher war sofort Polaris zu sehen. Nächstes Jahr kommt dann noch der Eukalpytus weg, den man da auf einigen Bildern in Südrichtung sieht und dann ist das Gelände auch wieder aufgeräumter. Dann kann es richtig losgehen und ich hoffe ich muss nicht den Meißel rausholen und es wieder abreißen.
Viele Grüße,
Felix