Meine erfolgreichste Beobachtungsnacht

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Marci_A

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Hallo zusammen

Von gestern auf heute (31.7./1.8.) hatte ich meine erfolgreichste Beobachtungsnacht.

Um ca. 23 Uhr machte ich mir noch ein Kaffee und marschierte auf den Balkon, wo mein Teleskop schon seit 2 Stunden auf mich wartete.
Das Wetter war sehr angenehm bei ca. 18 grad.

Angefangen habe ich - wie fast jedesmal - bei Vega im Sternbild Leier. Weiter ging es Richtung Ringnebel, sehr klein und unscharf aber dennoch erkennbar im 40mm Okular. Ich wollte mich noch an M56 versuchen aber leider versperrt das Haus die Sicht für mehr. Also musste ich weiter nach Osten bzw N-O, da der Südhimmel fast komplett zu war wegen des Daches.
Da war schon wieder ein einzelner Stern im Norden sehr tief, er funkelte blau, rot, grün, wie jede Nacht. Es musste Capella sein im Fuhrmann. Im Internet fand ich aber nichts was das farbliche funkeln verursachen könnte.
So weit so gut, ich ging weiter Richtung Cassiopeia. Mir persönlich gefällt das Sternbild sehr. M103 fand ich nach ein paar Anfangsschwierigkeiten dann noch, nicht sehr hell aber gut erkennbar.
Langsam kam dann der Mond am Horizont hervor und der Himmel wurde schon leicht aufgehellt.
Das war wohl auch der Grund warum ich bei M31 kaum was erkennen konnte. Eine runde Scheibe mit hellem Kern war aber erkennbar.
In dieser Himmelsrichtung war es fast sinnlos noch weiter zu schauen. Also schwenkte ich auf die andere Seite. Als erstes nahm ich mir den Großen Wagen vor. Alkaid, der Doppelstern, im 40mm noch schwer zu erkennen. Aber im 15er deutlich sichtbar und scharf. Mein nächster Versuch war M51 direkt unter Alkaid. Warum auch immer, es wollte mir nicht gelingen. Ich fuhr das Sternbild zurück im Sucher Richtung letzten Stern vom Wagen und noch etwas weiter nördlich. Tatsächlich. Da hatte ich doch wirklich M81 und 82 im Bild. Schöner Anblick die 2 'Nebelflecken'.
Gegen 0:30 musste ich Schluss machen da mir der Mond immer mehr die Sicht einschränkte. Wie wenn er es mit Absicht machen würde. :D
Ich trug mein Dobson also hinein, die Treppen rauf unters Dach wo er auch schlafen sollte.
Durch das Dachfenster war der Blick Richtung Osten sehr schön und ich sah den Mond und gleich daneben den schönen Jupiter.
Da dachte ich, wenn ich jetzt noch wach bin und der Jupiter mich anlächelt, warum nicht einfach mal draufhalten. (Hatte ich zuvor noch nie gemacht, Jupiter anvisiert, mangels Zeit, Wetter usw)

Also Dachfenster auf, Teleskop davor gestellt und den Planet im Sucher gefunden. ''Boaaaahhhhh!!!!!'' War mein erster Kommentar. Ich wusste ja dass Jupiter groß ist, aber dass gleich alle 4 Monde im 8x50 Sucher sichtbar sind hätte ich jetzt nicht erwartet. Vorallem weil direkt daneben der helle Mond war. Ich wechselte auf ein 28mm 2'' Okular. Der Anblick war einfach genial. Vorallem weil es mein erstes Mal war :) Etwas endtäuscht wurde ich dann aber, weil ich mir durch ein 6, 5 und 4mm Okular mehr erhofft hatte. Gut, das große Rote Band war sichtbar, mehr aber nicht. Vielleicht lag es auch am Mond, der alles ein bisschen einschränkte.

Nächste Woche versuche ich das Selbe nochmal ohne Mond, mal schaun wie groß der Unterschied ist.

Wie dem auch sei, meine erfolgreichste Beobachtungsnacht nahm nun ein Ende und ich ging zufrieden ins Bett.


Sternenklare Grüße, Marcel
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Marcel,

am Jupiter hatte ich bei dem tiefen Stand auch meine Schwierigkeiten. Höhere Vergrößerungen waren nicht einsetzbar.
Falls du zwischen 28mm und 6mm noch etwas hättest, z.B. 12 - 15mm, dann geht das derzeit sehr gut.

CS,
Stefan
 
Ich hab seit langem mal wieder mein Hobby neu entdeckt und bin gestern abend auch am Himmel unterwegs gewesen, sogar zur gleichen Zeit wie du und bei den Beobachtungsobjekten haben wir auch einige gemeinsam. ;-)
M51 konnte ich sehen, dafür hat sich M101 mir partout nicht zeigen wollen, obwohl ich nach dem SkyAtlas 100% an der richtigen Stelle war. Naja nachdem M51 etwas enttäuschend war, scheint es wohl kein Galaxienabend zu sein. ^^
M56 hatte ich auch im Visier, M57, M13, NGC6828 ein PN im Schwan und M27.
Um halb eins wurde es aber dann zu hell und ich hab dann ebenfalls abgebrochen.

Hoffe auch dass es nächstes Wochenende mal ohne Mond klappt.
 
Moin Marcel!

Danke für Deinen B-Bericht. Du solltest aber doch dazuschreiben, welches Teleskop Du eingesetzt hast.

> Also Dachfenster auf, Teleskop davor gestellt [...] Etwas endtäuscht wurde ich dann aber, weil ich mir durch ein 6, 5 und 4mm Okular mehr erhofft hatte. Gut, das große Rote Band war sichtbar, mehr aber nicht. Vielleicht lag es auch am Mond, der alles ein bisschen einschränkte.

Ich kann Dir ganz genau sagen, woran das lag: mit einem Teleskop guckt man nachts nicht durch ein offenes Dachfenster, und schon gar nicht im Sommer, wenn die Dächer auch noch aufgeheizt sind. Du produzierst Dir dermaßen viel lokales Seeing durch die durch das Fenster abströmende Warmluft, daß eigentlich sämtliche Beobachtungen unsinnig sind - und schon gar keine derartige Hochvergrößerung am Planeten!

Für sowas kann der Mond gar nix... ;) Okay, um diese frühe Uhrzeit steht J.upiter sowieso noch nicht hoch genug am Himmel für brauchbare Beobachtungen.
 
Hallo!
Schöner stimmungsvoller Bericht,den Jupiter würde ich auch nur zugern sehen!
Naja,der Mars war ja schonmal ein anfang :D
Aber Herzlichen Glückwunsch,zu dieser SEHR gelungenen Spechtelnacht :D
 
Servus,

Danke für die netten Kommentare.

@ Micha
Dobson 200/1200 Skywatcher
Das dachte ich mir von Anfang an, dass das eigentlich nichts werden kann. Aber für mich persönlich war es trotzdem ein Erfolg ;) Es war auch mehr noch eine spontane Idee vor dem Schlafen gehn.
Man muss dazu sagen, dass ich zu dieser Zeit leider keine andere Möglichkeit habe Jupiter zu beobachten. Ich müsste noch ein paar Monate warten, sodass er dann Nachts im Westen zu sehn ist.

 
Das Dumme ist, daß der Mond im Tierkreis nicht nur sehr schnell nach Norden wandert - also sich die Aufgänge lange nicht so verspäten wie gewohnt - der Mond steht zur Zeit auch noch etwa 5 Grad nördlich der Ekliptik, also etwa die maximale Abweichung.
In zwei Wochen beim zunehmenden Mond ist es genau umgekehrt - da kommt er nach Neumond nicht richtig in die Gänge.
Vor ein paar Jahren fiel die maximale Nordabweichung mit dem nördlichsten Punkt der Ekliptik zusammen - also etwa 28° nördliche Deklination.
Da geht dann der Weihnachtsvollmond vor Sonnenuntergang um 15 Uhr nochwas auf und nach Sonnenaufgang um 8 Uhr nochwas wieder unter.
Also etwa 19 Stunden Vollmond - extra für Deepskyspechtler....
Am Morgen des 24.Dezember 2007 hat alles zusammegepasst: Vollmond am nördlichsten Punkt bedeckt Mars an ebensolchen während sich eine Wolke über das ganze schiebt. Die Wolke reicht etwa vom Nordkap bis Sizilien...
Trotzdem ....
dunkle Nächte wünscht
Felix
 
Hallo Astros

Am Sa auf So war Ich auch beobachten 22Uhr bis ca 1Uhr 30 min, mit meinem Dob, Ventilator ab Tranzport des Teleskopes und wärend der beobachtung lauffen gelassen, beobachtete erst von Nord bis Zenit von Ost bis zum Süden Skorpion und Schützeso bis der Mond aufgekommen ist beobachtete Ich einige Deepsky mit Baader Okular 17mm 24mm Plösel Okulare 20mm 12mmund OIII Filter.

So wie der Mond unterhalb Pegasus war beobachtete Ich auch den Mond, Jupiter war da nich das Ding. Im Fernglas war Jupiter mit seinen 4 Monden recht Schön anzu sehen, und Recht schön ist die Milchstraßen beobachtung gewessen das Ich über 15 Min am Stück tat, im Hintergrund die Natürlichen geräusche der Tiere.

Manfred
 
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