Anette_Aslan
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Liebes Sterndelvolk,
wie gut sind doch die Wetterlagen mit träger Luft, wo kein Blatt sich neigt und wo sich schwere, nächtliche Kühle langsam und trostreich auf die zuvor durchglühte Erde neigt. Der 6 Tage alte Mond lockte mich am Vorabend heraus in den Garten und motivierte mich meinen 8 Zöller aufzubauen. Auskühlen brauchte er ja nicht - das wäre jetzt das falsche Wort, kam er doch aus einem eher kühlen Schuppen hinaus in schwelende Wärme - so nenne ich das mal jetzt Temperaturanpassung.
Nach einer guten Stunde sollte ich auf gute Ergebnisse hoffen und so stand der Mond schon tief im Westen. Mein Blick durchs 32er Weitwinkel wurde sogleich auf eine hell angestrahlte Spitze südlich der Mondalpen aufmerksam, dem Berg Piton, der in dieser Phase wohl seinen besten Auftritt hat. Die Mondalpen waren trotz Tiefstand des Mondes ein Genuss und das Alpental zeigte sich scharf abgegrenzt, noch war die Luftfeuchte nicht allzu hoch, wie ich sie dann in den frühen Morgenstunden erleben musste. Auf Deep Sky lies ich mich nicht ein, auch wenn das Sommerdreieck nun hoch über mir stand, denn die Milchstraße war trotz wolkenfreiem Himmel noch nicht einmal ansatzweise zu erahnen. Ich schlief vorm Teleskop eh fast ein und eine schwere Müdigkeit nach einem bleiern heißen und langen Tag trieb mich ins Bett, nachdem der Mond dann endgültig hinter Nachbars Hausdach verschwand.
Ich lies alles Equiptment draußen stehen, mit der Absicht dann in aller Frühe die Planeten zu begrüßen, es sollte in dieser Saison meine erste Begegnung sein und so wachte ich gegen 04h schon von selbst auf. Dass das Teleskop schon bereit steht motivierte ungemein kann ich nur sagen.
Von unermesslichem Wert sind doch diese stillen Morgenstunden im Vergleich zu den hektischen Abenden, wo die Welt noch lange nicht zur Ruhe kommt, wo noch nicht einmal die Wünsche schlaftrunkener Seelen gen Himmel steigen und selbst die Vögel schweigen, ja das All selbst noch schweigentrunken ist. In dieser vereinnahmenden Stille empfing mich der Morgen und das Sommerdreieck neigte sich schon tief in den Westen hinein.
Hell grüßte der Jupiter vom Meridian herunter, pünktlich zur Verabredung! Welch eine Freude ihn genau da zu haben, wo man ihn sich wünschen kann und sofort bin ich mit dem 13ner Baader mit UHC Filter drauf. Seine Mondchen standen alle viere nebeneinander Spalier und leicht waren Konturen zu erkennen, nur leicht die Bauchbinden wie durch Butterbrotpapier, denn die Luftfeuchtigkeit betrug schon über 90 %, kein Wunder. Hätte etwas mehr Klarheit erwartet, aber diese bleiern schwere Luft ist voller Aerosole, Dieses mächtige Tropenhoch über Europa transportiert viel Staub in die Atmosphäre, das darf man nicht vergessen.
Saturn schon tief im Westen wollte ich auch noch schnell besuchen, auch hier ein recht maues Bild, doch immerhin auch den mal wieder begrüßt, er verspricht durch seine Ringstellung einiges in dieser Saison, ich freue mich drauf.
Die Sterne verblassten, Aldebaran hielt sich am längsten und die Sternendusche unter den Plejaden musste ich Zwerg dann absagen, denn als ich das Teleskop auf M45 schwenkte neigte der Newton sein OAZ so weit hoch über die Röhre, dass ich wieder einmal fassungslos davor stand und nicht rein schauen konnte. Tja, die besten Früchte hängen doch immer am höchsten....nur einen Kopf grösser....egal...ab ins Haus, so langsam sind Geräusche aufgeschreckter Seelen hörbar, der Tag beginnt, die Sonne steht schon an für ihr unerbittliches Orchester brüllender Hitze ... nein Danke ... vom Berg Piton habe ich euch ein Foto mit reingestellt, durchs I-Phone geschossen ...
Gruss von Anette
wie gut sind doch die Wetterlagen mit träger Luft, wo kein Blatt sich neigt und wo sich schwere, nächtliche Kühle langsam und trostreich auf die zuvor durchglühte Erde neigt. Der 6 Tage alte Mond lockte mich am Vorabend heraus in den Garten und motivierte mich meinen 8 Zöller aufzubauen. Auskühlen brauchte er ja nicht - das wäre jetzt das falsche Wort, kam er doch aus einem eher kühlen Schuppen hinaus in schwelende Wärme - so nenne ich das mal jetzt Temperaturanpassung.
Nach einer guten Stunde sollte ich auf gute Ergebnisse hoffen und so stand der Mond schon tief im Westen. Mein Blick durchs 32er Weitwinkel wurde sogleich auf eine hell angestrahlte Spitze südlich der Mondalpen aufmerksam, dem Berg Piton, der in dieser Phase wohl seinen besten Auftritt hat. Die Mondalpen waren trotz Tiefstand des Mondes ein Genuss und das Alpental zeigte sich scharf abgegrenzt, noch war die Luftfeuchte nicht allzu hoch, wie ich sie dann in den frühen Morgenstunden erleben musste. Auf Deep Sky lies ich mich nicht ein, auch wenn das Sommerdreieck nun hoch über mir stand, denn die Milchstraße war trotz wolkenfreiem Himmel noch nicht einmal ansatzweise zu erahnen. Ich schlief vorm Teleskop eh fast ein und eine schwere Müdigkeit nach einem bleiern heißen und langen Tag trieb mich ins Bett, nachdem der Mond dann endgültig hinter Nachbars Hausdach verschwand.
Ich lies alles Equiptment draußen stehen, mit der Absicht dann in aller Frühe die Planeten zu begrüßen, es sollte in dieser Saison meine erste Begegnung sein und so wachte ich gegen 04h schon von selbst auf. Dass das Teleskop schon bereit steht motivierte ungemein kann ich nur sagen.
Von unermesslichem Wert sind doch diese stillen Morgenstunden im Vergleich zu den hektischen Abenden, wo die Welt noch lange nicht zur Ruhe kommt, wo noch nicht einmal die Wünsche schlaftrunkener Seelen gen Himmel steigen und selbst die Vögel schweigen, ja das All selbst noch schweigentrunken ist. In dieser vereinnahmenden Stille empfing mich der Morgen und das Sommerdreieck neigte sich schon tief in den Westen hinein.
Hell grüßte der Jupiter vom Meridian herunter, pünktlich zur Verabredung! Welch eine Freude ihn genau da zu haben, wo man ihn sich wünschen kann und sofort bin ich mit dem 13ner Baader mit UHC Filter drauf. Seine Mondchen standen alle viere nebeneinander Spalier und leicht waren Konturen zu erkennen, nur leicht die Bauchbinden wie durch Butterbrotpapier, denn die Luftfeuchtigkeit betrug schon über 90 %, kein Wunder. Hätte etwas mehr Klarheit erwartet, aber diese bleiern schwere Luft ist voller Aerosole, Dieses mächtige Tropenhoch über Europa transportiert viel Staub in die Atmosphäre, das darf man nicht vergessen.
Saturn schon tief im Westen wollte ich auch noch schnell besuchen, auch hier ein recht maues Bild, doch immerhin auch den mal wieder begrüßt, er verspricht durch seine Ringstellung einiges in dieser Saison, ich freue mich drauf.
Die Sterne verblassten, Aldebaran hielt sich am längsten und die Sternendusche unter den Plejaden musste ich Zwerg dann absagen, denn als ich das Teleskop auf M45 schwenkte neigte der Newton sein OAZ so weit hoch über die Röhre, dass ich wieder einmal fassungslos davor stand und nicht rein schauen konnte. Tja, die besten Früchte hängen doch immer am höchsten....nur einen Kopf grösser....egal...ab ins Haus, so langsam sind Geräusche aufgeschreckter Seelen hörbar, der Tag beginnt, die Sonne steht schon an für ihr unerbittliches Orchester brüllender Hitze ... nein Danke ... vom Berg Piton habe ich euch ein Foto mit reingestellt, durchs I-Phone geschossen ...
Gruss von Anette