StKorth_privat
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Sonntag, 22:45 Uhr, kleine Familienfeier ist vorbei – jetzt noch an´s Rohr? Der klare Himmel lockt mit unerwarteter Vorstadtmilchstraße, Tyrion rumpelt im Keller und will ´raus. Tyrion, das ist mein 12“-GSO-Dobson.
Ok, ab in den Garten mit dem Boliden. Fix per Laser justiert, ist in 2 Minuten erledigt, Gegencheck bei Atair – passt. Und wenn man schon einmal in der Gegend ist…
M 11
Immer gut für dem Warm-Up – die „Wilde Ende“ zeigt sich heute besonders sternreich, neben dem hellen, leicht offset gelegenen 9 mag - Sternpaar dutzende von kompakt verteilten Sternen 11 – 14. Größe. Dank der ruhigen Luft wie gestanzt und gut gegen das Milchstraßenallerlei abgegrenzt (114x).
Basel 1
Ein kleiner Krümelhaufen innerhalb der aufffälligen Sternenraute nordwestlich von M 11, nicht spektakulär, aber heute trotzdem gut als Offener Haufen zu erkennen (114x).
M 57
OIII-Filter in´s 9mm-Nagler (167x), hilft wie immer, den Ring scharf und kontrastreich mitzunehmen, der Part innerhalb des Ringes ist deutlich aufgehellt. Mehr will ich von dem Teil heute aber nicht sehen, weiter geht´s…
M 27
Natürlich auch keine Herausforderung für den 12-Zöller, aber im OIII-Filter (der jetzt im 13mm-Nagler steckt – 114x) sticht die zentrale Hantel zunächst einmal sehr gut definiert und flockig hervor. Deutlich abgesetzt davon kann man die „Henkel“ erkennen, deren Ränder etwas diffuser sind als die Hantel. Ich ahne – der Himmel hat heute viel zu bieten…
Weg mit den 1 ¼“-Okularen, nun kommt der große Bruder, her mit dem 31mm-Nagler (48x) und passendem OIII-Filter, auf geht´s Richtung Nebelbeobachtung!
IC 1318 B & C (Schmetterlingsnebel)
Natürlich passt bei 1,6° Sehfeld nicht der komplette Nebel in´s Okular, aber das OIII-Filter hat die hellsten Teile bei indirektem Sehen parat. Ich brauche etwas, das zu „fassen“, aber nach ein paar Stupsern am Tubus sind die sehr diffusen Nebelschleier geknackt. LDN 889 selber fällt nicht wirklich auf, aber die Sternarmut zwischen den Nebelpartien schon.
NGC 6960
Der Sturmvogel ist heute im 31mm-Okular nur Zwischenstation, aber fast komplett zu sehen. Die feinen Fasern schreien eigentlich nach höherer Vergrößerung, aber ich habe noch andere Pläne. Der heutige Himmel zeigt mir den Nebel wie auf einem alten Dia, aber viel zarter und abgestufter – Klasse!
NGC 6992 + IC 1340
Die Knochenhand fetzt total, sie ist ja auch deutlich heller als der Sturmvogel, sehr gut definiert und mit scharfen Filamenten – auch sehr schön. Mein „eigener“ Nebel Korth 1 als abgesetztes Filament südwestlich davon fällt auch als kleine Nebelknolle sofort auf (Woher der Name? Hatte ich anderswo schon einmal erläutert, bei Fragen dazu gerne PM – 48x).
NGC 7000
Nun aber ran an den Nordamerika-Nebel. Es braucht ein paar Momente und Atemzüge, aber dann sehe ich ganz zart die Partien entlang des Golfs von Mexiko und ahne auch den Rest der „U.S.A.“. Nun wird es endlich Zeit für einen weiteren Griff in den Filterkoffer – her mit meinem neuen Baader-H-beta-Filter (5,5nm-Version)! Meine ersten Tests mit dem Wunderfilter waren noch nicht so spektakulär, aber da war es auch deutlich diesiger als heute.
Bäm! Da steht der Golf von Mexiko, so deutlich habe ich ihn noch mit keinem meiner Teleskope gesehen! Es braucht gar kein indirektes Sehen, der leicht fleckige Bogen ist schon direkt gut auszumachen. Ein langsamer Schwenk nach Nordosten zeigt auch den Rest des Nebels, phänomenal – und das unter dem bekannt lausigen Rheinlandhimmel (48x)
IC 5070
Auch hier geht es sofort zur Sache – der Kopf bzw. der „Nacken“ des Pelikan ist sofort erkannt als leicht geschlängelter Bogen, auch bei direktem Sehen zu erkennen. Der Rest des Kopfes kommt dann bei indirektem Sehen zum Vorschein, weiter westlich noch weitere schwache und diffuse Ausläufer. Auch das ein Novum für mich (48x).AUch
IC 1318 B & C
Jetzt mit dem H-beta-Filter ist das Objekt viel einfacher zu erkennen als im OIII-Filter, leichte „Flockenstrukturen“ sind besser auszumachen, nach Osten hin heller als der Part Richtung Sadr / Gamma Cygni. Wie einfach das gehen kann! (48x)
IC 1318 A
Nun auf zum Nebelpart südwestlich von Gamma Cygni, als Startpunkt für das Sternhopping zu dieser Nebelregion nehme ich immer den Sternhaufen NGC 6910 und die dann anschließende Minikonstellation. Sofort fällt der Nebel auf, ebenfalls schon mit direktem Sehen als leicht bananenförmiger Bogen mit leicht wolkig-fleckigem Erscheinungsbild. Indirekt betrachtet funzelt sich da noch mehr ins Sehfeld – sehr schön! (48x).
Sh2-101
Der Tulpen-Nebel ist an der Reihe – und auch er ist sofort zu erkennen. Man nimmt eine deutliche Aufhellung um die 9-mag-Sterne HD 227018 und HD 189668 war, die eigentlich noch mehr Vergrößerung zulassen dürfte. Na, ein anderes Mal… Indirekt sehe ich auch eine Aufhellung südlich davon, die Dunkelwolken bekomme ich aber nicht zu fassen (48x).
NGC 6820
Der Sternhaufen NGC 6823 hilft auch dem H-beta-Filter-Sehfeld, um den Nebel zu lokalisieren – sehr diffus und strukturlos, leider auch ohne Dunkelwolken. Aber auch diese HII-Region ist zweifelsfrei aufgefunden (48x)
Mittlerweile ist es 0:50 Uhr, das Bett ruft, eine neue Arbeitswoche steht an. Murrend lässt sich Tyrion den Objektivdeckel aufsetzen und verschwindet unter seiner Stoffschutzhaube, mir haben sich ein paar ganz neue Beobachtungserfahrungen in´s Hirn gepflanzt, dieses H-beta-Filter hat ab sofort einen virtuelles Schleifchen verdient!
CS,
Stefan
Ok, ab in den Garten mit dem Boliden. Fix per Laser justiert, ist in 2 Minuten erledigt, Gegencheck bei Atair – passt. Und wenn man schon einmal in der Gegend ist…
M 11
Immer gut für dem Warm-Up – die „Wilde Ende“ zeigt sich heute besonders sternreich, neben dem hellen, leicht offset gelegenen 9 mag - Sternpaar dutzende von kompakt verteilten Sternen 11 – 14. Größe. Dank der ruhigen Luft wie gestanzt und gut gegen das Milchstraßenallerlei abgegrenzt (114x).
Basel 1
Ein kleiner Krümelhaufen innerhalb der aufffälligen Sternenraute nordwestlich von M 11, nicht spektakulär, aber heute trotzdem gut als Offener Haufen zu erkennen (114x).
M 57
OIII-Filter in´s 9mm-Nagler (167x), hilft wie immer, den Ring scharf und kontrastreich mitzunehmen, der Part innerhalb des Ringes ist deutlich aufgehellt. Mehr will ich von dem Teil heute aber nicht sehen, weiter geht´s…
M 27
Natürlich auch keine Herausforderung für den 12-Zöller, aber im OIII-Filter (der jetzt im 13mm-Nagler steckt – 114x) sticht die zentrale Hantel zunächst einmal sehr gut definiert und flockig hervor. Deutlich abgesetzt davon kann man die „Henkel“ erkennen, deren Ränder etwas diffuser sind als die Hantel. Ich ahne – der Himmel hat heute viel zu bieten…
Weg mit den 1 ¼“-Okularen, nun kommt der große Bruder, her mit dem 31mm-Nagler (48x) und passendem OIII-Filter, auf geht´s Richtung Nebelbeobachtung!
IC 1318 B & C (Schmetterlingsnebel)
Natürlich passt bei 1,6° Sehfeld nicht der komplette Nebel in´s Okular, aber das OIII-Filter hat die hellsten Teile bei indirektem Sehen parat. Ich brauche etwas, das zu „fassen“, aber nach ein paar Stupsern am Tubus sind die sehr diffusen Nebelschleier geknackt. LDN 889 selber fällt nicht wirklich auf, aber die Sternarmut zwischen den Nebelpartien schon.
NGC 6960
Der Sturmvogel ist heute im 31mm-Okular nur Zwischenstation, aber fast komplett zu sehen. Die feinen Fasern schreien eigentlich nach höherer Vergrößerung, aber ich habe noch andere Pläne. Der heutige Himmel zeigt mir den Nebel wie auf einem alten Dia, aber viel zarter und abgestufter – Klasse!
NGC 6992 + IC 1340
Die Knochenhand fetzt total, sie ist ja auch deutlich heller als der Sturmvogel, sehr gut definiert und mit scharfen Filamenten – auch sehr schön. Mein „eigener“ Nebel Korth 1 als abgesetztes Filament südwestlich davon fällt auch als kleine Nebelknolle sofort auf (Woher der Name? Hatte ich anderswo schon einmal erläutert, bei Fragen dazu gerne PM – 48x).
NGC 7000
Nun aber ran an den Nordamerika-Nebel. Es braucht ein paar Momente und Atemzüge, aber dann sehe ich ganz zart die Partien entlang des Golfs von Mexiko und ahne auch den Rest der „U.S.A.“. Nun wird es endlich Zeit für einen weiteren Griff in den Filterkoffer – her mit meinem neuen Baader-H-beta-Filter (5,5nm-Version)! Meine ersten Tests mit dem Wunderfilter waren noch nicht so spektakulär, aber da war es auch deutlich diesiger als heute.
Bäm! Da steht der Golf von Mexiko, so deutlich habe ich ihn noch mit keinem meiner Teleskope gesehen! Es braucht gar kein indirektes Sehen, der leicht fleckige Bogen ist schon direkt gut auszumachen. Ein langsamer Schwenk nach Nordosten zeigt auch den Rest des Nebels, phänomenal – und das unter dem bekannt lausigen Rheinlandhimmel (48x)
IC 5070
Auch hier geht es sofort zur Sache – der Kopf bzw. der „Nacken“ des Pelikan ist sofort erkannt als leicht geschlängelter Bogen, auch bei direktem Sehen zu erkennen. Der Rest des Kopfes kommt dann bei indirektem Sehen zum Vorschein, weiter westlich noch weitere schwache und diffuse Ausläufer. Auch das ein Novum für mich (48x).AUch
IC 1318 B & C
Jetzt mit dem H-beta-Filter ist das Objekt viel einfacher zu erkennen als im OIII-Filter, leichte „Flockenstrukturen“ sind besser auszumachen, nach Osten hin heller als der Part Richtung Sadr / Gamma Cygni. Wie einfach das gehen kann! (48x)
IC 1318 A
Nun auf zum Nebelpart südwestlich von Gamma Cygni, als Startpunkt für das Sternhopping zu dieser Nebelregion nehme ich immer den Sternhaufen NGC 6910 und die dann anschließende Minikonstellation. Sofort fällt der Nebel auf, ebenfalls schon mit direktem Sehen als leicht bananenförmiger Bogen mit leicht wolkig-fleckigem Erscheinungsbild. Indirekt betrachtet funzelt sich da noch mehr ins Sehfeld – sehr schön! (48x).
Sh2-101
Der Tulpen-Nebel ist an der Reihe – und auch er ist sofort zu erkennen. Man nimmt eine deutliche Aufhellung um die 9-mag-Sterne HD 227018 und HD 189668 war, die eigentlich noch mehr Vergrößerung zulassen dürfte. Na, ein anderes Mal… Indirekt sehe ich auch eine Aufhellung südlich davon, die Dunkelwolken bekomme ich aber nicht zu fassen (48x).
NGC 6820
Der Sternhaufen NGC 6823 hilft auch dem H-beta-Filter-Sehfeld, um den Nebel zu lokalisieren – sehr diffus und strukturlos, leider auch ohne Dunkelwolken. Aber auch diese HII-Region ist zweifelsfrei aufgefunden (48x)
Mittlerweile ist es 0:50 Uhr, das Bett ruft, eine neue Arbeitswoche steht an. Murrend lässt sich Tyrion den Objektivdeckel aufsetzen und verschwindet unter seiner Stoffschutzhaube, mir haben sich ein paar ganz neue Beobachtungserfahrungen in´s Hirn gepflanzt, dieses H-beta-Filter hat ab sofort einen virtuelles Schleifchen verdient!
CS,
Stefan