B_Davids
Neues Mitglied
Hallo liebe Fernglasfreunde,
ich möchte Euch heute meine neuen Ferngläser vorstellen. Dieses Forum hatte einen entscheidenden Einfluß auf meine Kaufentscheidungen und daher sollt Ihr auch alle davon erfahren.
Im letzten Sommerurlaub an der Nordsee wurde es sozusagen glasklar, daß mein altes Minolta Mariner 8x32 Dachkantglas nicht mehr meinen Anforderungen genügte. Stülpaugenmuscheln mit schwierigem Einblickverhalten (für Brillenträger nicht zu gebrauchen) und ein etwas milchiges, blasses Bild (dennoch sehr scharf) führten zum Entschluss, ein neues Fernglas anzuschaffen. Über die Internetrecherche bin ich hier im Forum gelandet und so ist mein Wissen über Ferngläser und ihre Stärken und Schwächen seit letztem Herbst rasch gewachsen. Es wurde ziemlich schnell klar, das mir ein Universalglas für alle Anwendungen wohl nicht reichen würde. Ich beobachte alles mögliche in der Natur, Landschaften, Architektur, nur den Himmel in der Regel nicht. Daher war ein reines Astroglas für mich nicht relevant. Mein Entschluß stand bald fest: ein kleines Taschenfernglas als "Immerdabeiglas" für Spaziergänge, Urlaub, Theater und ein "richtiges" Fernglas der 8x40-Klasse für die Gelegenheiten, bei denen man eine perfekte Optik braucht (Birding, Zoo etc.).
Meine Wahl fiel auf folgende Modelle:
Als Taschenferngls das Zeiss Victory Compact 8x20 und als Ergänzung das Pentax DCF SP 8x43. Die Aufzählung der technischen Daten erspare ich mir, der geneigte Leser möge sie bei Bedarf auf den Internetseiten der Hersteller nachlesen.
Zunächst zum Zeiss Victory Compact 8x20.
Der Hauptgrund für dieses Glas ist neben der zweifellos herforragenden Optik die für Taschengläser einmalige Form mit nur einer Knickbrücke. Dies erleichtert das Einstellen des Augenabstandes erheblich. Mit anderen Taschengläsern mit zwei Knickbrücken (Leica, Nikon, Swarowski etc.) bin ich einfach nicht klar gekommen. Ich bin mit diesem Glas sehr zufrieden und kann die hier im Forum oft genannten Vorzüge und Nachteile von Taschengläsern voll bestätigen: sehr kompakt und leicht und damit wirklich immer dabei aber mit erschwertem Einblick (2,5mm Pupille) und wenig Reserven in der Dämmerung. Für mich überwiegen hier die Größenvorteile die Nachteile eindeutig. Die otischen Eigenschaften wurden schon öfters hier gelobt und ich muß nichts weiter dazu sagen: für so ein kleines Glas ist die Optik schlicht perfekt.
Als Wermutstropfen muß ich leider Angeben, daß der Erwerb des Glases nicht ganz reibungslos verlaufen ist. Es brauchte vier Anläufe, bis ich ein fehlerfreies Glas erhalten habe. Das Erste wurde falsch geliefert (Zeiss Classic Compact an stelle Victory Compact), Nummer zwei und drei hatten einen defekten Dioptrieausgleich (total verstellt). Das Dritte Glas habe ich dann statt zurück zum Händler direkt an Zeiss in Wetzlar geschickt und die haben mir dann sofort (unter tausendfachen Entschuldigungen) ein eiwandfreies Exemplar zugesandt. Ich war natürlich sehr enttäuscht, aber ich muß sagen, der Kundendienst von Zeiss hat super funktioniert.
Mein zweites Fernglas ist das Pentax DCF SP 8x43.
Von diesen Ferngläsern hört man hier nur sehr wenig. Ich muß sagen das dieses Glas mich wirklich überzeugt hat. Beim ersten Durchschauen war ich total verblüfft. Die Optik ist nach meiner Einschätzung herforragend. Sehr sehr schafes Bild, keine Verzeichnungen für mich erkennbar, hervorragende Helligkeit, sehr gutes Einblickverhalten. Der AP-Abstand wird mit 22mm angegeben und es ist überhaupt kein Problem mit Brille das gesamte Sehfeld zu überblicken. Im direkten Vergleich zu einem Leica Ultravid 8x42 fällt mir nur das erheblich kleinere Sehfeld auf. 110m sind nicht gerade Spitze aber ich muß dazu sagen, das mich ein etwas kleineres Sehfeld nicht besonders stört. Da hier im Forum immer wieder auf die Wichtigkeit eines großen Sehfeldes hingewiesen wurde, hatte ich wesentlich größere Unterschiede erwartet. Wahrscheinlich wird auch diese Kriterium von verschiedenen Personen unterschiedlich wahrgenommen. Die Klarheit und Brillianz des Bildes ist für mich immer noch verblüffend. Der Vorsprung von Leica oder Zeiss rechtfertigt für mich nicht den etwa dreifach höheren Preis. Bemerkenswert ist die gute Ausstattung der DCF SP Modelle. Objektivklappen, Okularschutzdeckel und ein Stativanschluß sind Standart. Dazu ist das Glas wasserdicht, mit Stickstoff gefüllt und gummiarmiert. Die Drehaugenmuscheln rasten in vier Positionen und der Dioptrieausgleich ist ebenfalls rastend ausgeführt. Zum Streulichtverhalten kann ich nicht viel sagen, da ich das Glas Nachts nicht einsetze.
Alles in Allem bin ich mit beiden Ferngläsern äuserst zufrieden und möchte mich bei den vielen Mitgliedern hier im Forum für die vielen guten Beiträge zum Thema Fernglas bedanken. Da lernt ma doch so einiges. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Gruß an alle Fernglasfreunde
Bernd
ich möchte Euch heute meine neuen Ferngläser vorstellen. Dieses Forum hatte einen entscheidenden Einfluß auf meine Kaufentscheidungen und daher sollt Ihr auch alle davon erfahren.
Im letzten Sommerurlaub an der Nordsee wurde es sozusagen glasklar, daß mein altes Minolta Mariner 8x32 Dachkantglas nicht mehr meinen Anforderungen genügte. Stülpaugenmuscheln mit schwierigem Einblickverhalten (für Brillenträger nicht zu gebrauchen) und ein etwas milchiges, blasses Bild (dennoch sehr scharf) führten zum Entschluss, ein neues Fernglas anzuschaffen. Über die Internetrecherche bin ich hier im Forum gelandet und so ist mein Wissen über Ferngläser und ihre Stärken und Schwächen seit letztem Herbst rasch gewachsen. Es wurde ziemlich schnell klar, das mir ein Universalglas für alle Anwendungen wohl nicht reichen würde. Ich beobachte alles mögliche in der Natur, Landschaften, Architektur, nur den Himmel in der Regel nicht. Daher war ein reines Astroglas für mich nicht relevant. Mein Entschluß stand bald fest: ein kleines Taschenfernglas als "Immerdabeiglas" für Spaziergänge, Urlaub, Theater und ein "richtiges" Fernglas der 8x40-Klasse für die Gelegenheiten, bei denen man eine perfekte Optik braucht (Birding, Zoo etc.).
Meine Wahl fiel auf folgende Modelle:
Als Taschenferngls das Zeiss Victory Compact 8x20 und als Ergänzung das Pentax DCF SP 8x43. Die Aufzählung der technischen Daten erspare ich mir, der geneigte Leser möge sie bei Bedarf auf den Internetseiten der Hersteller nachlesen.
Zunächst zum Zeiss Victory Compact 8x20.
Der Hauptgrund für dieses Glas ist neben der zweifellos herforragenden Optik die für Taschengläser einmalige Form mit nur einer Knickbrücke. Dies erleichtert das Einstellen des Augenabstandes erheblich. Mit anderen Taschengläsern mit zwei Knickbrücken (Leica, Nikon, Swarowski etc.) bin ich einfach nicht klar gekommen. Ich bin mit diesem Glas sehr zufrieden und kann die hier im Forum oft genannten Vorzüge und Nachteile von Taschengläsern voll bestätigen: sehr kompakt und leicht und damit wirklich immer dabei aber mit erschwertem Einblick (2,5mm Pupille) und wenig Reserven in der Dämmerung. Für mich überwiegen hier die Größenvorteile die Nachteile eindeutig. Die otischen Eigenschaften wurden schon öfters hier gelobt und ich muß nichts weiter dazu sagen: für so ein kleines Glas ist die Optik schlicht perfekt.
Als Wermutstropfen muß ich leider Angeben, daß der Erwerb des Glases nicht ganz reibungslos verlaufen ist. Es brauchte vier Anläufe, bis ich ein fehlerfreies Glas erhalten habe. Das Erste wurde falsch geliefert (Zeiss Classic Compact an stelle Victory Compact), Nummer zwei und drei hatten einen defekten Dioptrieausgleich (total verstellt). Das Dritte Glas habe ich dann statt zurück zum Händler direkt an Zeiss in Wetzlar geschickt und die haben mir dann sofort (unter tausendfachen Entschuldigungen) ein eiwandfreies Exemplar zugesandt. Ich war natürlich sehr enttäuscht, aber ich muß sagen, der Kundendienst von Zeiss hat super funktioniert.
Mein zweites Fernglas ist das Pentax DCF SP 8x43.
Von diesen Ferngläsern hört man hier nur sehr wenig. Ich muß sagen das dieses Glas mich wirklich überzeugt hat. Beim ersten Durchschauen war ich total verblüfft. Die Optik ist nach meiner Einschätzung herforragend. Sehr sehr schafes Bild, keine Verzeichnungen für mich erkennbar, hervorragende Helligkeit, sehr gutes Einblickverhalten. Der AP-Abstand wird mit 22mm angegeben und es ist überhaupt kein Problem mit Brille das gesamte Sehfeld zu überblicken. Im direkten Vergleich zu einem Leica Ultravid 8x42 fällt mir nur das erheblich kleinere Sehfeld auf. 110m sind nicht gerade Spitze aber ich muß dazu sagen, das mich ein etwas kleineres Sehfeld nicht besonders stört. Da hier im Forum immer wieder auf die Wichtigkeit eines großen Sehfeldes hingewiesen wurde, hatte ich wesentlich größere Unterschiede erwartet. Wahrscheinlich wird auch diese Kriterium von verschiedenen Personen unterschiedlich wahrgenommen. Die Klarheit und Brillianz des Bildes ist für mich immer noch verblüffend. Der Vorsprung von Leica oder Zeiss rechtfertigt für mich nicht den etwa dreifach höheren Preis. Bemerkenswert ist die gute Ausstattung der DCF SP Modelle. Objektivklappen, Okularschutzdeckel und ein Stativanschluß sind Standart. Dazu ist das Glas wasserdicht, mit Stickstoff gefüllt und gummiarmiert. Die Drehaugenmuscheln rasten in vier Positionen und der Dioptrieausgleich ist ebenfalls rastend ausgeführt. Zum Streulichtverhalten kann ich nicht viel sagen, da ich das Glas Nachts nicht einsetze.
Alles in Allem bin ich mit beiden Ferngläsern äuserst zufrieden und möchte mich bei den vielen Mitgliedern hier im Forum für die vielen guten Beiträge zum Thema Fernglas bedanken. Da lernt ma doch so einiges. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Gruß an alle Fernglasfreunde
Bernd