Der_Andre
Aktives Mitglied
Datum: 29.07.09
Zeit: 00:30- 01:45
Grenzgröße: ~ 5.0m
Wetter: gegen 23:00 noch ab und an leicht bewölkt (vor allem Zirren), ab 00:00 absolut klarer Himmel
Gerät: 8“ f/6 Newton
Objekte: M13, M57, NGC 6992, NGC 6960
Zum Beginn der lang ersehnten Beobachtungsnacht stellte ich mit einem Blick zum kleinen Bären fest, dass mit einer Grenzgröße von knapp 5.0m in Zenitnähe wirklich gute Bedingungen herrschten. So einen Himmel gibt’s in meinem heimischen Garten nicht so oft.
Den Anfang machte der berühmte Kugelsternhaufen im Herkules. M13 war mit bloßem Auge zu erahnen, im Teleskop sehr schön anzusehen. Solche Bedingungen habe ich leider nicht so häufig. Die Randbereiche waren deutlich aufgelöst. Zum Einsatz kamen das 32mm und das 12mm Plössl.
Anschließend habe ich mich an Cirrus versucht. Dieses ist mein zweiter Versuch den beeindruckenden Nebelkomplex im Schwan zu erblicken. Der erste Versuch ging leider nach hinten los. Damals machte mir ein zu stark erhellter Himmel einen Strich durch die Rechnung. Doch heute war der Himmel wirklich brauchbar. Zunächst habe ich 52Cygni angepeilt. Hier soll ja schließlich der Sturmvogel (NGC6960) zu finden sein. Noch habe ich den UHC-Filter nicht eingesetzt, ich wollte wissen, ob heute auch was ohne Filter geht.
Und tatsächlich, bei genauerem hinsehen erkenne ich eine feine Faserstruktur nördlich von 52Cygni. Zwar noch kein eindrucksvoller Anblick, aber ich war trotzdem vollkommen begeistert. Denn schließlich habe ich es letzten Sommer schon einmal mit diesem Objekt versucht und war kläglich gescheitert. Ein zu schlechter Himmel hat mir bisher leider immer den Blick auf den interessanten Nebelkomplex verwährt. Aber heute war es endlich soweit. Sofort den UHC-Filter eingesetzt und… wow! Auf einmal war die faserige Struktur deutlich vom Hintergrund zu unterscheiden und vor allem im größeren Umfang zu sehen. Der Teil nördlich von 52Cygni hob sich sehr deutlich hervor, der südlich Teil war nur schwach mit Hilfe von indirektem Sehen zu erkennen. Damit war der Abend meiner Meinung nach schon mal ein echtes Erlebnis. Leider konnte ich NGC 6960 nicht wirklich viele Details entlocken. Ich habe ausschließlich mit dem 32mm Plössl beobachtet.
Das vermeintliche Highlight entpuppte sich allerdings nur als ein Auftakt für den waren „Star“ des Abends: NGC 6992. Ich schwenkte einfach ein wenig nach Westen und landete direkt in der Knochenhand. Ich war total von den Socken! Klare Strukturen, die sich fantastisch vom Himmelshintergrund absetzten und eine Fülle an Details. Unfassbar, was so ein UHC-Filter ermöglicht! Kaum vorstellbar, wie das ganze wohl mit einen OIII ausschauen würde. Der heutige Abend ist die endgültige Bestätigung dafür, dass sich die Investition in einen UHC-Filter gelohnt hat. Jetzt aber zurück zum Objekt: Ich konnte mich einfach nicht sattsehen. Eine knappe ¾-Stunde hat mich die Knochenhand in ihren Bann gezogen. Und selbst dann konnte ich mich nur schwer von ihr abwenden. Die Fülle an Details war unglaublich. Der Name „Knochenhand“ leuchtete mir sofort ein. Der Südliche Teil des Nebels ist da mit Sicherheit der Namensgeber
. Auch hier kam natürlich nur die minimal Vergrößerung durch das 32mm Plössl zum Einsatz.
Weil ich den UHC-Filter sowieso schon eingebaut hatte, schwenkte ich meinen Dobson zum Schluss noch auf M57. Zwar schon oft gesehen, aber jedes mal wieder eine Augenweide.
Neben den oben beschriebenen Objekten gingen mir diese Nacht 10 Sternschnuppen ins Visier. Eigentlich ja nichts besonderes, allerdings waren diese mal erstaunlich lange zu sehen. Bei zweien konnte ich (wenn ich mich nicht irre) eine Rauchspur, und das selbst noch kurz nach dem Erlöschen, sehen.
Alles im Allen eine tolle Nacht, die mir lange in Erinnerung bleiben wird. Weil ich in letzter Zeit nur selten zum Beobachten komme, dachte ich mir, ich stelle den Bericht von meiner ersten Cirrus-Sichtung mal hier ins Forum. Jetzt kann ich endlich die Begeisterung für Cirrus nachvollziehen, wurde aber auch Zeit!
Ich hoffe der doch sehr einseitige Bericht gefällt.
Grüße und CS
Andre
Zeit: 00:30- 01:45
Grenzgröße: ~ 5.0m
Wetter: gegen 23:00 noch ab und an leicht bewölkt (vor allem Zirren), ab 00:00 absolut klarer Himmel
Gerät: 8“ f/6 Newton
Objekte: M13, M57, NGC 6992, NGC 6960
Zum Beginn der lang ersehnten Beobachtungsnacht stellte ich mit einem Blick zum kleinen Bären fest, dass mit einer Grenzgröße von knapp 5.0m in Zenitnähe wirklich gute Bedingungen herrschten. So einen Himmel gibt’s in meinem heimischen Garten nicht so oft.
Den Anfang machte der berühmte Kugelsternhaufen im Herkules. M13 war mit bloßem Auge zu erahnen, im Teleskop sehr schön anzusehen. Solche Bedingungen habe ich leider nicht so häufig. Die Randbereiche waren deutlich aufgelöst. Zum Einsatz kamen das 32mm und das 12mm Plössl.
Anschließend habe ich mich an Cirrus versucht. Dieses ist mein zweiter Versuch den beeindruckenden Nebelkomplex im Schwan zu erblicken. Der erste Versuch ging leider nach hinten los. Damals machte mir ein zu stark erhellter Himmel einen Strich durch die Rechnung. Doch heute war der Himmel wirklich brauchbar. Zunächst habe ich 52Cygni angepeilt. Hier soll ja schließlich der Sturmvogel (NGC6960) zu finden sein. Noch habe ich den UHC-Filter nicht eingesetzt, ich wollte wissen, ob heute auch was ohne Filter geht.
Und tatsächlich, bei genauerem hinsehen erkenne ich eine feine Faserstruktur nördlich von 52Cygni. Zwar noch kein eindrucksvoller Anblick, aber ich war trotzdem vollkommen begeistert. Denn schließlich habe ich es letzten Sommer schon einmal mit diesem Objekt versucht und war kläglich gescheitert. Ein zu schlechter Himmel hat mir bisher leider immer den Blick auf den interessanten Nebelkomplex verwährt. Aber heute war es endlich soweit. Sofort den UHC-Filter eingesetzt und… wow! Auf einmal war die faserige Struktur deutlich vom Hintergrund zu unterscheiden und vor allem im größeren Umfang zu sehen. Der Teil nördlich von 52Cygni hob sich sehr deutlich hervor, der südlich Teil war nur schwach mit Hilfe von indirektem Sehen zu erkennen. Damit war der Abend meiner Meinung nach schon mal ein echtes Erlebnis. Leider konnte ich NGC 6960 nicht wirklich viele Details entlocken. Ich habe ausschließlich mit dem 32mm Plössl beobachtet.
Das vermeintliche Highlight entpuppte sich allerdings nur als ein Auftakt für den waren „Star“ des Abends: NGC 6992. Ich schwenkte einfach ein wenig nach Westen und landete direkt in der Knochenhand. Ich war total von den Socken! Klare Strukturen, die sich fantastisch vom Himmelshintergrund absetzten und eine Fülle an Details. Unfassbar, was so ein UHC-Filter ermöglicht! Kaum vorstellbar, wie das ganze wohl mit einen OIII ausschauen würde. Der heutige Abend ist die endgültige Bestätigung dafür, dass sich die Investition in einen UHC-Filter gelohnt hat. Jetzt aber zurück zum Objekt: Ich konnte mich einfach nicht sattsehen. Eine knappe ¾-Stunde hat mich die Knochenhand in ihren Bann gezogen. Und selbst dann konnte ich mich nur schwer von ihr abwenden. Die Fülle an Details war unglaublich. Der Name „Knochenhand“ leuchtete mir sofort ein. Der Südliche Teil des Nebels ist da mit Sicherheit der Namensgeber
Weil ich den UHC-Filter sowieso schon eingebaut hatte, schwenkte ich meinen Dobson zum Schluss noch auf M57. Zwar schon oft gesehen, aber jedes mal wieder eine Augenweide.
Neben den oben beschriebenen Objekten gingen mir diese Nacht 10 Sternschnuppen ins Visier. Eigentlich ja nichts besonderes, allerdings waren diese mal erstaunlich lange zu sehen. Bei zweien konnte ich (wenn ich mich nicht irre) eine Rauchspur, und das selbst noch kurz nach dem Erlöschen, sehen.
Alles im Allen eine tolle Nacht, die mir lange in Erinnerung bleiben wird. Weil ich in letzter Zeit nur selten zum Beobachten komme, dachte ich mir, ich stelle den Bericht von meiner ersten Cirrus-Sichtung mal hier ins Forum. Jetzt kann ich endlich die Begeisterung für Cirrus nachvollziehen, wurde aber auch Zeit!
Ich hoffe der doch sehr einseitige Bericht gefällt.
Grüße und CS
Andre