Melusines weitere Wanderung auf dem Mond...

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DieterBrümmer

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Beobachtungsbericht

Beobachtungsort: GMV Meppen
Beobachtungszeit: 25.05.2004, 22:20 - 22:45 Uhr MESZ
Beobachtungsgerät: 70/700 Skylux Lidlscope Refraktor "Melusine"
Okulare: K 20mm (35fach), K 4mm (175fach)
Sonstiges Zubehör: Kosmos "Der Mondführer"
Wetter: aufgeklart, ab und zu durchziehende Wolken, leichte Luftbewegung
Temperatur: Anfang: +9,7° C Ende: +9,2° C
Objekt: Mond
Themengebiet: Die Gegend um Aristoteles und Eudoxus

Bericht:
Den ganzen Tag über zeigte sich der Himmel grau und stark bewölkt, ich hatte sogar mit Regen gerechnet, aber urplötzlich gegen 20:30 Uhr riss der Himmel auf und es wurde klarer und klarer, so dasz ich gegen 22:20 Uhr MESZ den zweiten Teil meiner Mondbeobachtung durchführen konnte. Es ist heute der sechste Abend nach Neumond, trotzdem zeigte sich im Gegensatz zum Mondführer wieder eine zeitliche Diskrepanz. Nur, die lässt sich erklären. Laut Buch ist der sechste Abend der Vorabend zum Ersten Viertel und von der Logik her wäre das richtig, nur das erste Viertel findet nicht morgen Abend statt, sondern am darauffolgenden um 09:57 Uhr MESZ, also am 27.05.2004. Daher sind die im Buch beschriebenen Objekte nicht alle sichtbar. Trotzdem konnte ich heute eine ganze Reihe von Objekten auf dem Mond identifizieren. Auch heute bin ich wieder in der Nordregion spazieren gegangen, genauer den Nordbereich vom Mare Serenitatis (Meer der Heiterkeit). Die ersten beiden Objekte, die einen sofort in´s Auge springen, sind die beiden Krater Aristoteles und Eudoxus, die sich oberhalb dieses Meeres befinden. Aristoteles ist der nördlichere von den beiden und wirkte auf mich zwar einen Tick grösser, aber auch flacher im Gegensatz zu Eudoxus, der tiefer wirkt aufgrund eines grösseren Schattenbereiches, was man sehr gut an der östlichen Kraterwand sehen kann. Beide zeigen zerklüftete Kraterwände. Den winzigen Innnenkrater bei Eudoxus konnte ich mit der 175fachen Vergrösserung nicht erkennen, da bin ich an meine Grenzen gelangt, aber es kann auch sein, dasz der Schatten dran schuld ist. An Aristoteles klebt ein kleiner Krater namens Mitchell. Ein weiterer kleiner Krater nordostnördlich von Aristoteles fiel mir ebenfalls auf. Er heisst Galle. Von Galle aus in nordwestlicher Richung ist ebenfalls ein Krater zu sehen, den ich aber nur so eben sehen konnte, weil an seinem westlichen Kraterrand schon der unbeleuchtete Teil begann. Dieser Krater nennt sich Sheepshanks. Südwestlich von Aristoteles beginnt der Gebirgszug Kaukasus, der sich bis zum Nordteil des Meeres der Heiterkeit erstreckt. Da hier die Grenze zum unbeleuchteten Teil sich befand, konnte ich sehr gut einige Gebirgsspitzen erkennen. An diesem Gebirgszug südwestlich von Eudoxus befinden sich einige Krater, so unter andrem ein sehr kleiner namems Lamèch, den ich so eben angedeutet sah. Unter Lamèch ein weiterer, der sehr zerklüftet ist und von mir nur schwer entdeckbar namens Alexander. Dieser Krater ist schon sehr alt und teilweise zerfallen. Alexander lag auch ein wenig mehr im Schatten. Unterhalb von Alexander in dem Gebirgszug des Kaukasus eingebettet ist noch ein weiterer etwas grösserer Krater namens Calippus zu sehen. Dieser Krater hat noch zum Teil sehr glatte Kraterwände. Auch scheint er etwas tief zu sein, denn es zeigte sich ein grösserer Schattenwurf in ihm an der östlichen Kraterwand. Dann kommt man im Verlauf des Gebirgszuges Kaukasus schon an den Nordbereich des Meeres der Heiterkeit (Mare Serenitatis). Einen ganz winzigen Krater hab ich noch nordöstlich von Eudoxus finden können und auch nur, weil er einen grösseren Schattenwurf in sich hat. Dieser Krater ist im Mondführer nicht benannt und auch in den andren Büchern kann ich keine Bezeichnung finden, obwohl er eigentlich gut sichtbar ist. Nun ja, muss ich mir mal den Katalog downloaden, vielleicht findet er sich da. Nach dieser intensiven Beobachtung beendete ich diese.

Fazit:
Das Seeing war heute durch die leichte Luftbewegung nicht ganz so toll, grad bei der hohen 175fachen Vergrösserung konnte ich das ein oder andre Mal ein Verschwimmen der Details erkennen. So einfach wie man vielleicht meint, ist die Mondbeobachtung gar nicht. Aber es macht trotzdem Spass, Objekte, die man im Buch studiert, dann tatsächlich auch wieder zu finden. Mal schauen, ob ich noch ein, zwei Abende ranhängen kann, denn grad jetz um das erste Viertel rum kann man die Krater noch gut erkennen.
 
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