stefan_r
Aktives Mitglied
Ich hatte das Fernglas vor kurzem eine Woche lang getestet und gebe hier meine subjective Einschätzung dazu ab. Ich hatte selbst vor dem Kauf versucht Informationen über das Glas zu googeln und bin nicht recht fündig geworden bin.
Hier nun für die die es interessiert.
Meopta MeoPro 6,5x32
Gefertigt in der tschechischen Republik und erstaunlich gut verarbeitet.
Es hat ein bemerkenswert helles Bild mit weit reichender Randschärfe. Keine störenden Bildwölbungseffekte bei bewegter Beobachtung. Die Ruhe der 6,5-fachen Vergrößerung vereint mir derart hoher Bildhelligkeit bringen sehr viel Information auf die Netzhaut. Farbsäume sind im zentralen Beobachtungsfeld praktisch nicht vorhanden. Sie treten erst in den weiten Randbreichen in grün-violett auf. Wer also bevorzugt schräg durchs Fernglas schaut und genau auf der Sehfeldkante beobachtet hat Pech ;-)
Habe es dem Docter (8x42) vorgezogen welches zufällig bei Frankonia für ähnliches Geld (399,-) zu bekommen war und mir zum Vergleich diente. Unbeeindruckt vom großen Markennahmen Docter verglich ich beide Gläser auch unter komplizierter tief stehender Sonnengegenlichtsituation und habe mich schlicht für das Glas mit dem besseren Wirkungsgrad entschieden, dem Meopta.
Auffällig, das Meopta kommt sehr sehr gut mit Gegenlichtsituationen zurecht. Es bildet sich keine Sichelförmige, milchige Aufhellung in der unteren Bildhälfte wie oftmals zu beklagen. Das Bild bleibt klar und kontrastreich, auch bei tief stehender Sonne von vorn und zusätzlich gespiegelter Sonne von schräg unten auf einer Wasserfläche. Sehr gut gelöst, ein starkes Plus.
Alle Bauteile des Meopta sind wertig, passgenau und funktional. Die Mittelfokussierwalze läuft leichtgängig, sehr gut dosierbar und reagiert empfindlich genau auch bei Richtungswechsel ohne Verzögerung oder Spiel. Der Dioptrieausgleich liegt schön straff vor der Fokussierwalze, unempfindlich gegen ungewolltes verstellen (anders beim Docter, dort baugleich jedoch viel zu leichtgängig).
Die Augenmuscheln sind auf drei Stufen verstellbar. Eingedreht kann ich das gigantische Sehfeld bereits voll einsehen wenn ich das Glas ca. 1cm vor meine Brille halte.
Für die Astronomie nicht uninteressant als freihand Übersichtsglas um beispielsweise ganze Sternengruppen, -bilder insgesamt zu betrachten etc... Nur "höchst- stecknadelkopffeine Sternenabbildung" ist nicht gegeben, dafür ist die gebotene Schärfe nicht ausreichend.
Vergleichsweise:
Hatte zwei Tage zuvor ein Vixen Foresta 6x32 DCF (349,-) ausgiebig in der Natur getestet, doch darüber will ich nun mit dem Meopta in der Hand erst gar kein Wort mehr verlieren.
Für rund 330,- ist das Meopta MeoPro 6,5x32 das beste mir bekannte Glas dieser Größenordnung.
Ein Vergleich mit Gläsern aus dem Preissegment 800-1500 Euro ist durchaus nicht lächerlich, eher angebracht.
Noch ein Vergleich:
Das Minox 8,5x42 BD (649,- habe es ca. ein halbes Jahr genutzt) dagegen eine unscharfe Tunnelröhre mit argen Gegenlichtproblemen.
Wer noch weitere spezielle Fragen hat kann sie hier loswerden.
Gruß in die Runde der Fernglasinterressierten!
Stefan
Hier nun für die die es interessiert.
Meopta MeoPro 6,5x32
Gefertigt in der tschechischen Republik und erstaunlich gut verarbeitet.
Es hat ein bemerkenswert helles Bild mit weit reichender Randschärfe. Keine störenden Bildwölbungseffekte bei bewegter Beobachtung. Die Ruhe der 6,5-fachen Vergrößerung vereint mir derart hoher Bildhelligkeit bringen sehr viel Information auf die Netzhaut. Farbsäume sind im zentralen Beobachtungsfeld praktisch nicht vorhanden. Sie treten erst in den weiten Randbreichen in grün-violett auf. Wer also bevorzugt schräg durchs Fernglas schaut und genau auf der Sehfeldkante beobachtet hat Pech ;-)
Habe es dem Docter (8x42) vorgezogen welches zufällig bei Frankonia für ähnliches Geld (399,-) zu bekommen war und mir zum Vergleich diente. Unbeeindruckt vom großen Markennahmen Docter verglich ich beide Gläser auch unter komplizierter tief stehender Sonnengegenlichtsituation und habe mich schlicht für das Glas mit dem besseren Wirkungsgrad entschieden, dem Meopta.
Auffällig, das Meopta kommt sehr sehr gut mit Gegenlichtsituationen zurecht. Es bildet sich keine Sichelförmige, milchige Aufhellung in der unteren Bildhälfte wie oftmals zu beklagen. Das Bild bleibt klar und kontrastreich, auch bei tief stehender Sonne von vorn und zusätzlich gespiegelter Sonne von schräg unten auf einer Wasserfläche. Sehr gut gelöst, ein starkes Plus.
Alle Bauteile des Meopta sind wertig, passgenau und funktional. Die Mittelfokussierwalze läuft leichtgängig, sehr gut dosierbar und reagiert empfindlich genau auch bei Richtungswechsel ohne Verzögerung oder Spiel. Der Dioptrieausgleich liegt schön straff vor der Fokussierwalze, unempfindlich gegen ungewolltes verstellen (anders beim Docter, dort baugleich jedoch viel zu leichtgängig).
Die Augenmuscheln sind auf drei Stufen verstellbar. Eingedreht kann ich das gigantische Sehfeld bereits voll einsehen wenn ich das Glas ca. 1cm vor meine Brille halte.
Für die Astronomie nicht uninteressant als freihand Übersichtsglas um beispielsweise ganze Sternengruppen, -bilder insgesamt zu betrachten etc... Nur "höchst- stecknadelkopffeine Sternenabbildung" ist nicht gegeben, dafür ist die gebotene Schärfe nicht ausreichend.
Vergleichsweise:
Hatte zwei Tage zuvor ein Vixen Foresta 6x32 DCF (349,-) ausgiebig in der Natur getestet, doch darüber will ich nun mit dem Meopta in der Hand erst gar kein Wort mehr verlieren.
Für rund 330,- ist das Meopta MeoPro 6,5x32 das beste mir bekannte Glas dieser Größenordnung.
Ein Vergleich mit Gläsern aus dem Preissegment 800-1500 Euro ist durchaus nicht lächerlich, eher angebracht.
Noch ein Vergleich:
Das Minox 8,5x42 BD (649,- habe es ca. ein halbes Jahr genutzt) dagegen eine unscharfe Tunnelröhre mit argen Gegenlichtproblemen.
Wer noch weitere spezielle Fragen hat kann sie hier loswerden.
Gruß in die Runde der Fernglasinterressierten!
Stefan