Merkur 21.4.

Canonist

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Hallo zusammen.

Am Ostersonntag war mir ja ein recht guter Merkur gelungen. Nun sind die Oberflächendetails schwer zuzuordnen. Da traf es sich gut, dass am Oster,ontag gleich eine weitere gute Gelegenheit kam. Anbei das Ergebnis aus zwei Stacks, wieder mit der ASI715MC und IR 685-Filter.
Was auch mich im Vergleich erstaunt hat, ist die schnelle Rotation von Merkur. Binnen eines Tages sprangen die übereinander gelegten Bilder doch sehr deutlich, das war mir selbst nicht mehr recht bewusst, obwohl es bei nur rund 88 Tagen ja nahe liegt...
Die Detailidentifizierung bleibt tricky. Kuiper und die beiden hellen Punkte in seiner Nähe sind klar auszumachen, wenngleich sie sich von der Simulation durch ganz andere Helligkeiten unterscheiden. Daneben sind weitere Details an beiden Tagen gleich und bewegten sich auch im Blink klar nach rechts. Andere Gegenden, besonders der oberen Hälfte, sind da nicht so eindeutig.
Ich hoffe, da selbst noch nachlegen zu können während dieser Morgensichtbarkeitsrunde.
CS
Rudolf
 

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Moin,
was mich auf den ersten Blick etwas wundert ist, dass Kuiper vergleichsweise wenig auffällig hell hervortritt. Ich hatte vor einigen Jahren auch mal das Glück mit guten Bedingungen bei Merkur-Tagaufnahmen, und habe dabei selbst mit nur 6" Öffnung Kuiper als deutlich hellen Fleck ablichten können. Allerdings war dies bei einer Abendsichtbarkeit, und ausserdem war die Entfernung vom Terminator damals grösser.
Das könnte auch ein möglicher Schlüssel zur Erklärung sein. Bei streifendem Lichteinfall wie gerade in ob. Situation gibts sicher mehr Eigenverschattung, was den Effekt des lokal helleren Materials reduziert.
VG -CptB
 
Hallo Carsten.
Den Effekt hatte ich schon mehrfach. Du hast bereits den besten Erkläransatz mitgeliefert. Der Einstrahlungswinkel ist sehr entscheidend (auf dem Mond wie auf dem Merkur). Gern irritiert dann die Simulation, die der zugrunde liegende Karte dürfte aber in der Regel aus fast senkrechter Lichteinstrahlung resultieren und trifft deshalb oftmals nicht den realen Eindruck. Nicht umsonst weise ich immer wieder darauf hin, dass der der Sonne zugewandte Rand in aller Regel deutlich heller erscheint und Details dort strahlender als es die Simulation nahelegen würde. Vllt macht uns die KI eines Tages mal eine realitätsnahe Simulation unter Berücksichtigung des Einstrahlwinkels... ;)
LG
Rudolf
 
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