Canonist
Aktives Mitglied
Hallo zusammen.
Gestern war ein durchaus besonderer Beobachtungstag. Merkur steht immer noch recht weit weg von der Sonne in Abendsichtbarkeit (die man aber im Moment fast nur mit einem Feldstecher verfolgen kann), seine Phase und Helligkeit haben aber inzwischen erheblich abgenommen.
Nach Beobachtungen am 27. (nur mit dem 7"-Refraktor) und am 28. Juni hatte ich am 29. nun endlich genug Zeit, ihn am späten Nachmittag aufzusuchen. Erfahrungsgemäß ist die Luft dann am besten, wenn Ein- und Abstrahlung sich irgendwann mal die Waage zu halten scheinen.
Nach Start über Venus machte die Auffinderei aufgrund eines Rechenfehlers zunächst Probleme (ich hatte mich um ein Grad Höhe vertan), nach einer halben Stunde hatte ich ihn dann endlich ; und war sofort erstaunt über ein scharfes, kaum bewegtes Sichelbild.
In der Tat gab sich das Seeing selbst in etwa 30 Grad Höhe noch ausgezeichnet ruhig. Ich habe daher gut scharfstellen können und auch nur ein ganz langes Video (fast 40 Minuten) gemacht, in dem mit der DMK21 rund 125.000 frames zusammenkamen.
Schon am Monitor waren Albedostrukturen erkennbar, im Summenbild ist noch einiges mehr zu sehen (am besten mit etwas Abstand betrachten).
So dürfte der helle Krater oben in der Sichel der Krater Bartâk sein. Der Krater Balzac hat in etwa der Mitte einen hellen Fleck hinterlassen und unten ist eine helle Ebene zu erkennen.
Angespornt durch diesen Erfolg habe ich danach versucht, auch noch Mars in Merkurs Nähe zu finden, was gar nicht so schwer war, und da auch hier noch gutes Seeing herrschte, konnte ich tatsächlich von dem nur noch 3,66" kleinen Planeten am Taghimmel ein sinnvolles Bild gewinnen. Das aber in einem anderen Thread.
Später kamen noch Jupiter und Saturn dazu, so dass ich insgesamt fünf Planeten einsammeln konnte. Wäre ich nicht so müde gewesen, hätte ein Gesamtritt durchs Sonnensystem dringelegen...
CS
Rudolf
Gestern war ein durchaus besonderer Beobachtungstag. Merkur steht immer noch recht weit weg von der Sonne in Abendsichtbarkeit (die man aber im Moment fast nur mit einem Feldstecher verfolgen kann), seine Phase und Helligkeit haben aber inzwischen erheblich abgenommen.
Nach Beobachtungen am 27. (nur mit dem 7"-Refraktor) und am 28. Juni hatte ich am 29. nun endlich genug Zeit, ihn am späten Nachmittag aufzusuchen. Erfahrungsgemäß ist die Luft dann am besten, wenn Ein- und Abstrahlung sich irgendwann mal die Waage zu halten scheinen.
Nach Start über Venus machte die Auffinderei aufgrund eines Rechenfehlers zunächst Probleme (ich hatte mich um ein Grad Höhe vertan), nach einer halben Stunde hatte ich ihn dann endlich ; und war sofort erstaunt über ein scharfes, kaum bewegtes Sichelbild.
In der Tat gab sich das Seeing selbst in etwa 30 Grad Höhe noch ausgezeichnet ruhig. Ich habe daher gut scharfstellen können und auch nur ein ganz langes Video (fast 40 Minuten) gemacht, in dem mit der DMK21 rund 125.000 frames zusammenkamen.
Schon am Monitor waren Albedostrukturen erkennbar, im Summenbild ist noch einiges mehr zu sehen (am besten mit etwas Abstand betrachten).
So dürfte der helle Krater oben in der Sichel der Krater Bartâk sein. Der Krater Balzac hat in etwa der Mitte einen hellen Fleck hinterlassen und unten ist eine helle Ebene zu erkennen.
Angespornt durch diesen Erfolg habe ich danach versucht, auch noch Mars in Merkurs Nähe zu finden, was gar nicht so schwer war, und da auch hier noch gutes Seeing herrschte, konnte ich tatsächlich von dem nur noch 3,66" kleinen Planeten am Taghimmel ein sinnvolles Bild gewinnen. Das aber in einem anderen Thread.
Später kamen noch Jupiter und Saturn dazu, so dass ich insgesamt fünf Planeten einsammeln konnte. Wäre ich nicht so müde gewesen, hätte ein Gesamtritt durchs Sonnensystem dringelegen...
CS
Rudolf