komposer
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Hallo,
zur Zeit steht der Merkur sehr weit von der Sonne entfernt und geht deutlich nach der Sonne unter. So wird er dann während der Dämmerung irgendwann auch mit bloßem Auge sichtbar. Zum Auffinden mit dem Teleskop natürlich praktisch, allerdings steht er dann schon sehr tief am Himmel und im Okular sorgt das Seeing anschließend häufig für einen sehr unruhigen überstrahlten Anblick.
Die letzten 2 Tage habe ich den Merkur schon früh am Abend ab ca. 20 Uhr gefunden. Da stand er noch weit über 20° hoch am Himmel und die Luft war schon deutlich ruhiger als am warmen Nachmittag.
Das Aufsuchen geht da aber nicht mit dem Sucher sondern direkt mit einem z.B. 25mm Okular. Die Fokuslage habe ich mir gemerkt, ansonsten kann man aber auch an einem weit entfernten Flugzeug scharfstellen.
An meinem 12" F5 Dobson habe ich mir am Höhenrad eine Gradskala angebracht. Einfach mit einem Geodreieck auf Papier gezeichnet und aufgeklebt. Für die Horinzontale habe ich die Gradzahlen ausgehend vom Polarstern (Norden) auf meine EQ-Selbstbauplattform markiert.
Ginge natürlich auch mit Kreide auf dem Boden am bevorzugten Beobachtungsplatz.
Dank z.B. Stellarium kann ich die genaue Position von Merkur ablesen, also Az/Alt Werte.
Diese Werte habe ich dann am Dobson eingestellt und den Bereich systematisch mit 25mm Okular abgeschwenkt.
Recht schnell tauchte dann der kleine Merkur auf. Ich habe dann auch noch mit 15mm Baukante und 8mm Planetary beobachtet.
Einfach ein toller Anblick. Deutliche recht ruhige Halbsichel im Orangeton auf blauem Himmelshintergrund.
Seeing war recht gut und da der Merkur zu der Zeit ja noch höher steht, wirkte es sich auch nicht so stark aus.
Außerdem ist der Kontrast viel angenehmer. Kein Überstrahlen des hellen Merkurs auf dunklem Nachthimmel.
Die Sichel lässt sich auf dem helleren blauen Hintergrund wunderbar beobachten. Das kann ich nur jedem empfehlen.
Gruß,
Holger
zur Zeit steht der Merkur sehr weit von der Sonne entfernt und geht deutlich nach der Sonne unter. So wird er dann während der Dämmerung irgendwann auch mit bloßem Auge sichtbar. Zum Auffinden mit dem Teleskop natürlich praktisch, allerdings steht er dann schon sehr tief am Himmel und im Okular sorgt das Seeing anschließend häufig für einen sehr unruhigen überstrahlten Anblick.
Die letzten 2 Tage habe ich den Merkur schon früh am Abend ab ca. 20 Uhr gefunden. Da stand er noch weit über 20° hoch am Himmel und die Luft war schon deutlich ruhiger als am warmen Nachmittag.
Das Aufsuchen geht da aber nicht mit dem Sucher sondern direkt mit einem z.B. 25mm Okular. Die Fokuslage habe ich mir gemerkt, ansonsten kann man aber auch an einem weit entfernten Flugzeug scharfstellen.
An meinem 12" F5 Dobson habe ich mir am Höhenrad eine Gradskala angebracht. Einfach mit einem Geodreieck auf Papier gezeichnet und aufgeklebt. Für die Horinzontale habe ich die Gradzahlen ausgehend vom Polarstern (Norden) auf meine EQ-Selbstbauplattform markiert.
Ginge natürlich auch mit Kreide auf dem Boden am bevorzugten Beobachtungsplatz.
Dank z.B. Stellarium kann ich die genaue Position von Merkur ablesen, also Az/Alt Werte.
Diese Werte habe ich dann am Dobson eingestellt und den Bereich systematisch mit 25mm Okular abgeschwenkt.
Recht schnell tauchte dann der kleine Merkur auf. Ich habe dann auch noch mit 15mm Baukante und 8mm Planetary beobachtet.
Einfach ein toller Anblick. Deutliche recht ruhige Halbsichel im Orangeton auf blauem Himmelshintergrund.
Seeing war recht gut und da der Merkur zu der Zeit ja noch höher steht, wirkte es sich auch nicht so stark aus.
Außerdem ist der Kontrast viel angenehmer. Kein Überstrahlen des hellen Merkurs auf dunklem Nachthimmel.
Die Sichel lässt sich auf dem helleren blauen Hintergrund wunderbar beobachten. Das kann ich nur jedem empfehlen.
Gruß,
Holger