Merkur geht auch im Winter / 3. Dezember 2016

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Canonist

Aktives Mitglied
Hallo zusammen.

Nach rund zwei Wochen Arbeit habe ich nun endlich alle Beobachtungstage, die zwischen dem 27. November und 5. Dezember zusammengekommen sind - in der Summe waren es acht - durch und ausgewertet. An manchen Tagen habe ich bis zu fünf Planeten (manchmal noch plus Mond) eingesammelt. Was im Moment bedeutet, sich mit Merkur, Venus und Mars am Tage bzw. frühen Abend rumzuschlagen, Erstere dabei noch in tiefen und tiefsten Regionen der Ekliptik. Neptun und Uranus stehen günstiger, sind aber aufgrund der geringen Helligkeit auch nicht gerade ein Geschenk. Jupiter hatte ich leider nur einmal am Morgenhimmel dabei.

Heute mal wieder etwas aus der Serie "Premiere": Noch nie habe ich Merkur bei -25°50' Deklination überhaupt auch nur versucht, aufzusuchen, geschweige denn erfolgreich abzulichten. Am 3. Dezember ist mir das gelungen. Nachdem ich die Tage vorher die Beobachtungen mit dem Starfire gemacht habe, ging es diesmal mit dem C14, was der Auflösung auf jeden Fall sehr gut getan hat. Am Refraktor komme ich auf etwa 4m Brennweite, am C14 sind es locker doppelt so viel.
Aufgenommen habe ich mit der guten "alten" DMK21AU618, da diese mir mit dem IR-Pass am Tage bislang immer noch bessere Ergebnisse bringt als die ASI224MC.
Und so sah das Ergebnis dann aus:

Link zur Grafik: http://www.diefotomaus.de/astro/merkur%20tab031216.jpg

Der Vergleich mit der WINJupos Simulation zeigt, dass tatsächlich die hellsten Krater im Bild sichtbar werden. Und das trotz der säuischen Luft und des tiefen Standes (nur ca. 10 Grad über dem Horizont). Gemessen an dem, was das C14 kann, ist es mäßig, aber unter den Umständen bin ich sehr zufrieden. Zumal es im Moment anscheinend sonst ohnehin so gut wie keine Merkurbeobachtungen gibt, selbst von der Südhalbkugel nicht.

Sollte mal wieder Wetter sein, versuch ich's im Januar wieder.
CS
Rudolf
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben