Merkur mit 12" F5 Dobson

komposer

Aktives Mitglied
Hallo,

die letzte Tage habe ich immer mal wieder den Merkur aufgesucht.
Am Taghimmel habe ich es anfangs noch kurz mit dem 25mm Okular versucht aber da übersieht man den kleinen Merkur sehr schnell.
Inzwischen verwende ich direkt die Kamera ohne Barlow und das führte auch nach maximal 15 Minuten zum Erfolg.
Ich habe ja Skalen auf der EQ-Plattform und dem Höhenrad angebracht und so kann ich mit den Daten aus Stellarium den Suchbereich stark einschränken.
Dennoch muss ich ganz langsam den Bereich abschwenken. Meist fange ich knapp unter der korrekten Höhnegradzahl an, schwenke waagerecht durch um dann den Pott ein kleines Stück weiter nach oben zu drücken um anschließend wieder waagerecht zu suchen. So gehe ich Zeile für Zeile durch bis der kleine Merkur plötzlich im Livbild auftaucht.
Bei dem kleinen Sensor der Asi462mm ist das gar nicht so leicht und ich muss die Prozedur auch häufig wieder neu starten.

Ist der Merkur erst einmal im Livebild, stelle ich den so ein, dass er durch Zentrum laufen wird und wechsel auf Kamera mit Barlow. Fokuslage habe ich mir dank der Skala am OAZ gemerkt und ungefähr passend eingestellt, Belichtungszeit muss ich natürlich auch hoch regeln und anschließend nochmal am Planeten exakt fokussieren.

Mit einer schmalen ROI komme ich auf an die 300 fps, so dass schnell über 10000 Frames im Avi sind. Gestackt habe ich dann meist 25%.
Leider haben die Bedingungen an den meisten Tagen nicht viel hergegeben.
Zwei Ergebnisse möchte ich aber hier zeigen:
Merkur_090525_093936-130525_100318.jpg


Gruß,
Holger
 
Moin Holger!
Ist gut geworden! Das Gestochere mit dem Dobson kann ich gut nachvollziehen, aber du hast dir da ne prima Lösung einfallen lassen.

Beste Grüße,
Micha
 
Hallo Holger.
Das sieht doch sehr gut aus. Die hellsten Krater sind gut eingefangen. Der Aufwand hat sich gelohnt.
CS
Rudolf
 
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