Merkur Sichel am 6. Juni 2014

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saturn61

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Hallo Planetenfreunde/innen,

Merkur bot ja im Mai eine günstige Abendsichtbarkeit. Am gestrigen Freitag suchte ich den flinken Planeten am späten Nachmittag am Taghimmel auf. Bei einer Helligkeit von +2.2mag eine nicht einfache Suche. Der Himmel war zwar relativ blau,
im Bereich der Sonne aufgrund von Dunst deutlich heller und milchig. Arkturus, Regulus und Pollux konnte ich gut erkennen.
Die Fixsterne dienten zum Fokussieren. Merkur stand zur Beobachtungzeit in einem Abstand von 46 Bogenminuten zu Eta Gem
(Helligkeit +3,3mag. Nachdem ich Eta Gem gefunden hatte und eine abschließende Fokussierung durchgeführt hatte, bewegte sich das Teleskop auf die Position, an der Merkur sich befinden sollte. Die zarte Sichel tauchte auf. Deutlich kontrastärmer als die Fixsterne. Die Helligkeit verteile sich bei Merkur auf seine kleine sichtbare Scheibe von 10,71 Bogensekunden. Das beigefügte Bild entstand an einem SC 16" mit einer DMK Kamera und einem IR Filter bei 4000 mm Brennweite. Die Öffnung wurde dabei durch die Kuppel abgeschattet. Von 3600 Bildern wurden 25 % in Autostakkert verwendet und mit Registax bearbeitet. Merkur war zu 12,51 % beleuchtet und stand in einer Höhe von 39,7 Grad über dem Horizont. Der Abstand zur Sonne betrug 17,25 Grad. Entfernung von der Erde 94 Millionen km. Zeitpunkt der Aufnahme 18.24 MESZ.

Sternfreundlicher Gruß

Günther

 

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Hallo Günther,

Toller Merkur, wie schwierig der zu finden ist musste ich selbst erfahren. Mir ist es immer erst kurz vor 22 Uhr geglückt und da stand er schon sehr tief. Alle versuche zu einem früheren Zeitpunkt schlugen fehl.
Ich habe mit dem 25mm Okular den Bereich in dem Merkur stehen sollte systematisch abgesucht aber ihn einfach nicht sehen können.
Erstaunlich, dass Du ihn schon so früh am Abend finden konntest.
Glückwunsch.

Gruß,
Holger

 
Hallo Günther,
das ist sehr gut geworden. :applaus: 4m Brennweite ist schon eine Herausforderung. Da wäre ich auch sehr froh, über ein solches Ergebnis. Du hast die Belichtung ziemlich hoch eingestellt, zumindest ist der Merkur fast am oberen Histogrammbereich belichtet. MAcht es Sinn, hier weiter runter zu gehen und kann ein paar mehr Schattierungen auf der Sichel erwarten?
 
Hallo Carsten,

danke für Deine Zeilen und Anregungen. Die Bedingungen waren schon grenzwertig. Bei den Aufnahmen habe ich das Histogramm nicht ausgeschöpft, da der Kontrast zwischen Himmel und Merkur einfach zu schwach war. Die Merkur-Sichel tanzte aufgrund des Seeings hin und her. Details auf der Sichel unter diesen Bedingungen sichtbar zu machen, halte ich für unmöglich. Anbei ein etwas sanfteres Bild der Merkur-Sichel.

Sternfreundlicher Gruß

Günther

 

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