Merkur

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as68_astro

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Hallo und Guten Morgen, :coffee:
wer von Euch hat sich heute früh auch auf die Lauer gelegt, um den flinken Planeten zu erspähen? Habe es ab 6:50 Uhr auf dem Balkon Richtung Ostsüdost versucht, aber erst gegen 7:05 ist er aufgetaucht. Mit dem Feldstecher konnte ich ihn in der Krone eines zu Glück weitgehend entlaubten Baumes ausmachen. Und man fragt sich jedes Mal, "Warum habe ich ihn nicht auch mit dem bloßen Auge gefunden?". Denn das war gut möglich, wenn man nur wusste wo er steht. Also das Teleskop (AC 80/900), das noch von gestern Abend (also gut temperiert), auf dem Balkon stand auf Merkur gerichtet. Ach herrjeh, Ich habe lange kein solches Flimmern mehr gesehen, keine Chance eine Sichel als Phase zu erkennen. Meine Hoffnung wegen der hohen Preise für fossile Brennstoffe würde weniger geheizt hat sich jäh zerschlagen... Dann noch zum Test einen Orangefilter (#21) aufgeschraubt und tatsächlich war der blaue Himmel fast vollständig abgedunkelt, nur ein orangener Punkt blieb übrig, allerdings blieb die Luftunruhe, sodass ich war mehr Kontrast hatte aber leider nicht mehr Schärfe. Gegen 7:20 Uhr war es dann auch schon vorbei, die Arbeit rufte... Naja, immerhin hatte ich ☿nach langer Zeit mal wieder im Okular. Und es bleiben ja noch fast zwei Wochen ihn erneut zu erspähen, vielleicht in ruhigerer Luft. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage macht da aber wenig Hoffnung.
Wünsche Euch einen schönen Tag!
Andreas
 
Danke Andreas für berichten. Hatte auch kurz überlegt auf den Dachboden zu steigen um kurz nach sieben den Merkur zum x-ten Male zu beoachtet. Habe es aber sein gelen.

cs
Lothar
 
Hallo,
heute morgen (22.) war Merkur hier gut zu beobachten, erstaunlicherweise konnte man ihn schon in geringer Höhe (war ca. 5° od. darunter ) ausmachen, so tief habe ich ihn in hier in gewohnter Umgebung noch nie erspähen können. Die klare Luft nach dem Sturmtief zeigte wohl Wirkung, allerdings auch in Sachen Unruhe. Im Fernrohr (6" Refr.) liess sich aber eine kleine dicke Sichel erkennen. Habe dann die Kamera angestöpselt und die Nachführung laufen lassen, und konnte ihn so (mit Rotfilter) bis nach Sonnenaufgang auf dem Schirm halten. Die Unruhe besserte sich mit zunehmender Höhe, blieb aber merklich, so dass sich aus den Aufnahmen ausser der Sichelgestalt kaum weitere Details herauskitzeln liessen.
Mal sehen, ob das angekündigte Hoch am WE besseres Seeing mit sich bringt. Die aktuelle Morgensichtbarkeit passt für meine Location grad perfekt, diesmal steht kein Haus im Weg :) .
-cb
 
Hi,

heute morgen 6:45 (24.) bei noch fast dunklen Himmel Merkur im Osten ca. 4° Höhe und oberhalb mit Gamma Virgins gesehnen. Aufgrund der steilen Ekliptik im Herbst Morgens war das Sehen von Merkur kein Problem. Ich hatte allerdings auf dem Dachboden nur das FG mit dabei. :)

cs
Lothar
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen,
auch hier hatte ich heute Morgen Glück mit dem Wetter, klar und fast windstill, und konnte um 7:25 Merkur ohne Probleme in ca. 10 Grad Höhe auffinden. Es war zwar schon heller, dafür war er optisch weiter vom heizenden Nachbarn entfernt. Habe dann mit dem Teleskop versch. Okulare/Vergrößerungen ausprobiert, mit und ohne Orange-Filter, um dieses mal die Phase zweifelsfrei zu erkennen. Grundsätzlich war es immer noch ein deutliches Flimmern, aber bei weitem nicht so stark wie vor vier Tagen (am 20). Bei 15mm (60x) war mir das Scheibchen zu klein, bei 9mm (100x) groß genug, ich konnte die Phase (ziemlich genau Halb-Merkur) gut erkennen. Dann noch 6mm (150x) ausprobiert, hier hat sich das Flimmern dann am stärksten bemerkbar gemacht, ich konnte nicht mehr scharf fokussieren. Also für mich war Merkur am besten mit Filter (#21) und bei 100-facher Vergrößerung zu beobachten.
Schönen Sonntag,
Andreas
 
Moin Merkurier,
hab gerade das Equipment wd. reingeräumt. Merkur war hier auch ähnlich wie am 22. schon ganz tief zu erspähen, das war wd. unter 5°. Er war auch so tief schon erstaunlich hell, etliche min. später in der beginnenden Dämmerung strahlte er dann richtig auffällig. Visuell habe ich nur kurz geschaut, und dann gleich wieder eine Menge Streams aufgenommen, das Seeing war gefühlt auch besser als am 22. Mal sehen, ob ich mit den Aufnahmen dann auch daraus einen Nutzen ziehen konnte. Ich hätte sogar noch weiter aufnehmen können, Seeing ist auch mit Sonnenaufgang kaum schlechter geworden, aber irgendwann ist dann auch mal gut :)
-cb
 
Hallo Astrofeunde,

und heute morgen gegen 6:30 nochmal Merkur knapp über'n Horizont freiäugig gesichtet.

cs
Lothar
 
Moin Frühaufsteher,
Merkur hatte es ht. morgen schon etwas schwerer, sich durch die tw. Bewölkung durchzusetzten. Zum Glück liessen die Wolken gen Osten aber eine grössereLücke frei, und eine Weile konnte man ihn dann gut sehen. Luftunruhe war den Umständen entsprechend, aber jetzt auch nicht ganz schlimm. So ab ca. 10° Höhe habe ich eine Weile bei 250x mit Rotfilter die fast halbe Sichel gut beobachten können, aber es liessen sich bei bestem Willen keine Schattierungen drauf erkennen. Dafür waberte es dann doch zu sehr. Danach gelang mir noch eine Aufnahme, bevor mit zunehmendem Tag recht schnell aufkommende Hochnebelschwaden alles dicht machten. Die sind zwar jetzt auch schon wd. weg, aber die höheren Wolkenschichten nicht.
Da hatten wir das vergangene WE ja ausgesprochenes Glück :)
-cb
 
Guten Morgen,
hier waren die Bedingungen heute früh zwar recht gut, ich hatte aber keine Zeit das Teleskop aufzubauen und habe mich mit der Fernglas-Beobachtung begnügt... Heute ist ja schon östlichste Elongation, aber Dank der immer später aufgehenden Sonne bleibt er ja noch eine Weile gut sichtbar...
Andreas
 
Moin,
da es in der Nacht noch weitgehend klar war, habe ich mich aufgrafft um morgens früh aufzustehen, und tatsächlich war Merkur zu sehen, wieder schon ganz tief ab ca 2° Höhe, trotz deutlich mehr Dunst verglichen mit vergangenem WE. Das Seeing konnte man aber gelinde gesagt nur als katastrophal bezeichnen, so dass aus den Aufnahmen nix zu gewinnen war :(. Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, Frames zu sammeln, wäre evtl. noch was rauszuholen gewesen, aber mit Tagesanbruch zog es rasch fast komplett zu.
Aber das Morgenrot war schon eindrucksvoll. Ich hänge mal ausnahmsweise ein Bild ein. Merkur ist da theoretisch auch drauf, irgendwo rechts v.d. dünnen Wolke in der Bildmitte. Aber er ist nicht erkennbar im Bild.
morning_10_30.jpg

-cb
 
Hallo,

ich kann nur jedem empfehlen Merkur am Taghimmel zu beobachten. Das Aufsuchen kann etwas dauern aber der Anblick ist viel besser als bei der Dämmerung.

- steht höher
- auf dem hellen Hintergrund überstrahlt der Planet weniger

Ich habe mal versucht mein SW-Summenbild (IR Aufnahme) vom 28.10.21 meinem visuellen Anblick anzupassen:
merkur-visuell-281021.jpg

Das war gegen 10:30 Uhr und Merkur stand fast satte 30° hoch.

Gruß,
Holger
 
Hehehe, da hat einer keine Lust, früh aufzustehen :):) Der frühe Vogel .... sieht den Merkur :)

Grundsätzlich stimmt das natürlich mit der Tagbeobachtung, das Auffinden geht aber je besser, je grösser die Optik ist. Ausserdem braucht es einen wirklich klaren Himmel. Das eine od. andere mal habe ich es auch schon geschaffft, aber nur 'elektronisch', d.h. per Screen mit angeschlossener Kamera und Rotfilter. Bei mir in Stadtnähe ist es eben oft recht diesig, das macht es schwer.
Und natürlich muss man etwas aufpassen, nicht doch ausversehen mal Richtung Sonne zu schwenken. Bei einem diesbezl. Lapus hat's mir mal einen Filter zerknallt :(
Bei Morgensichtbarkeiten ist es natürlich ein Trick, ihn in der Dämmerung ins Visier zu nehmen und dann die Nachführung laufen zu lassen bis er genug Höhe gewinnt. Aktuell hat aber das Wetter dabei jedes Mal nicht mitgespielt..
-cb
 
Hallo,

hier in der Stadt ist es meist schwierig, Merkur zu sehen. Sehr gut finde ich die Merkursichtbarkeits-Diagramme im Himmelsjahr.

ich kann nur jedem empfehlen Merkur am Taghimmel zu beobachten
Das ist wohl richtig, man sollte dabei aber auch sehr vorsichtig sein.

In einem "MerVen"-Projekt hatte ich mal in den Achtzigern mein erstes Fernrohr (einen azimutalen Neckermann 60/700mm-Refraktor) mit einer azimutalen Pappscheibe (Gradeinteilung) und einem Höhenpendel ausgestattet. So war eine Genauigkeit von etwa einem Grad möglich. Die azimutalen Koordinaten berechnete ich damals mit einem C64 zu bestimmten Zeitpunkten (man kann es natürlich auch parallaktisch mit Rektaszension und Deklination machen, oder halt ganz elektronisch to go... :)).

Wichtig fand ich folgendes:

Das Teleskop stellte ich gerade so in den Schatten, dass auch ein versehentlicher Ausrutscher in Richtung Sonne nicht passieren kann.

Den Fokus markierte ich bei einem bestimmten Okular schon vorher am Okularauszug. Ich verwendete einen Orangefilter #21.

Venus ist sehr viel einfacher, bei Merkur war die Sichtbarkeit immer am besten, wenn Wolken die Sonne bedeckten. Merkur ging nur, wenn das Himmelsblau möglichst bis nah zur Sonne reichte.

Bei Morgensichtbarkeiten ist es natürlich ein Trick, ihn in der Dämmerung ins Visier zu nehmen und dann die Nachführung laufen zu lassen bis er genug Höhe gewinnt.
...vielleicht die beste Lösung... ;-)
 
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