Merkurtransit mit IS 10x30 sichtbar | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Merkurtransit mit IS 10x30 sichtbar

Rigel

Mitglied
Hallo Astrofreunde
Eine Frage: Kann ich morgen Montag den Merkurtransit mit meinem Canon 10x30 IS beobachten?
Reicht die Vergrösserung?
Ich habe schon Empfehlungen gelesen, dass man zu 50-100 fach Vergrösserung greifen soll. Aber ins Büro will ich mein C8 nicht mitnehmen...

Danke schon ma
Michael
 

coltrane

Mitglied
10-fach reicht locker, Merkur ist dann 100 Bogensekunden groß. Venus hatte beim Transit nur 60 Bogensekunden und war problemlos ohne Fernglas erkennbar. Trotzdem würde ich etwas mehr Vergrößerung empfehlen, sonst sieht man nur einen kleinen Punkt.
 

Schmitti

Mitglied
Hallo Michael,

lass dich nicht verwirren! Da hat sich jemand deutlich vertan. Der Merkur wird keine 100 Bogensekunden scheinbaren Durchmesser erreichen. Dann erschiene er ja bei knapp 20 facher Vergrößerung im Fernrohr so groß wie der Vollmond. Wer mal versucht hat Merkur als Sichelchen zu sehen weiß wovon ich rede. Dank des hohen Kontrastes, Merkur erscheint viel schwärzer als Sonnenflecken, hast du vielleicht so ab 30-40 fach Chancen.

Hoffentlich gutes Wetter wünscht Gerhard (Sterngucker Frankenberg e.V.)
 

Timm

Mitglied
100 Bogensekunden ist gut... es ist allerdings eine 0 zuviel!
Es sind nur 10“.
Beim letzten Merkurdurchgang konnte ich ihn locker sehen: mit 100 facher Vergrößerung. Mit 50 fach war es schon echt schwer.
Leider sind die Wetterprognosen für heute schlecht, so dass der Durchgang wohl ins Wasser fällt.
cs
Timm
 

P_E_T_E_R

Mitglied
10-fach reicht locker, Merkur ist dann 100 Bogensekunden groß. Venus hatte beim Transit nur 60 Bogensekunden und war problemlos ohne Fernglas erkennbar.
Der Merkur wird keine 100 Bogensekunden scheinbaren Durchmesser erreichen.
Hallo coltrane, hoffentlich merkst Du wenigstens, was Du mit Deiner irreführenden Gegenüberstellung angestellt hast!
 

Eisenmeteorit

Mitglied
Hallo,
um 14:55 von der Autobahn runter und durch eine kleine Wolkenlücke mit dem Canon 15x50 IS (inkl. ICS Sonnenfilterfolie vor den Objektiven) sofort und einwandfrei erkannt. Bei dem starken Kontrast sollte Merkur mit einem 10x30 + Stativ (oder IS) ebenfalls als Punkt sichtbar sein.

Gruß
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:

ThN

Mitglied
Nochmal alles auf Null!

Venus hatte beim letzten Transit 60" (ohne Vergrößerung) und ich konnte sie durch meine Sofi-Brille ohne Fernglas tatsächlich deutlich sehen, was wohl am großen Kontrast lag. Rein rechnerisch könnten also die 10" des Merkurscheibchens, 10x per Fernglas auf 100" vergrößert, sichtbar sein. Man bräuchte aber auf jeden Fall ein Stativ oder Stabilisierung. Praktische Erfahrung habe ich mit Merkur-Transit aber leider nicht.

Thomas

P.S. Bei 10x Vergrößerung müsste sich aber der Kontrast deutlich verringern, oder? :unsure:
 

Schmitti

Mitglied
Hallo,

hier bin ich noch ein mal. Ich hatte Coltrane offensichtlich missverstanden und wollte keinesfalls hässliche Diskussionen auslösen. Dass man ihn im 15x50 deutlich sah, hat mich überrascht und ich hätte es dann bestimmt auch mit meinem 20x50 Bino 8japanisches Modell mit Winkeleinblcik) versucht. Hier (Grenze Hessen - Sauerland) tat sich aber leider überhaupt nichts und die Fernrohre standen vergeblich bereit.

CS und weiter viel Spaß beim Beobachten Gerhard
 

Rigel

Mitglied
Hach, hat alles nix genützt. Hier in Bern war den ganzen Tag geschlossene Wolkendecke.
Trotzdem Danke an alle. Wieder was gelernt.
 

Klaus_Wien

Mitglied
Schönen Abend!

Habe den Transit heute aus der Wiener Innenstadt mit meinem Canon 10x42 IS problemlos beobachten können. Allerdings funktioniert eine längere Beobachtung bei mir nur mit Stabilisator, da ich 10x in der Hand nicht länger ruhig halten kann. Dies ist aber aufgrund der "Größe" des Merkur dringend nötig gewesen.

(Mit dem Zeiss 3x Aufsatz ging es mit Stabilisator angelehnt auch, brachte aber keinen Genussgewinn, eher im Gegenteil.)

CS Klaus
 

UwePilz

Mitglied
Ich habe es mit einem 8x24 versucht, schwarze Sofi-Folie. Es war schon schwierig, den kleinen Punkt zu erkennen, aber ich habe es geschafft.
 

daniel.

Mitglied
Weil hier ziemlich kontrovers berichtet wird, kurz mein Senf zu dem Thema:
Die geringste Vergrößerung, die ich ausprobiert habe, war 37x. Ich wollte herausfinden, welche Vergrößerung bei dem schlechten Seeing Sinn macht. Es wäre ganz bestimmt interessant gewesen, noch weniger zu testen, um herauszufinden, welche Vergrößerung zum "Erkennen" notwendig ist.
Da ich ihn aber schon mit 37x wunderbar sehen konnte, halte ich eine Beobachtung mit Fernglas für realistisch. So niedrig vergrößern könnte ich mit meinem Equipment gar nicht, um ihn vermutlich nicht zu erkennen.
Aber 50x als "Minimum" halte ich für sehr übertrieben. Für eine eindrucksvolle Beobachtung hingegen halte ich die Vergrößerung für angemessen.

Viele Grüße aus Wien
Daniel
 

cumulus

Mitglied
Mal eine späte Bemerkung:
mit dem Canon 15x50 IS mit Baader Folie durch Wolken ca. 3° über einem Dach mit Schornsteinen und entsprechender Luftunruhe war Merkur einwandfrei und ohne Probleme zu sehen .
Gruß Christian
 

Tomonaga

Mitglied
Hallo,
Ich habe leider nur die ersten ca. 30 Minuten dieses Merkurdurchgangs erlebt, dann war der Himmel zu. Mit dem 10x30IS war der kleine Punkt am Sonnenrand erstaunlich gut zu sehen (freihändig mit Stabi und Baaderfolie).

Gruß Tomonaga
 
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